Über Lukaschenko und das neue Traumpaar

Lukaschenko tanzt den Ceausescu – während der Chef der rumänischen Kommunisten, lange Jahre wegen seiner Sonderrolle im Ostblock Lieblings des Westens, der Welt mit seinen Handgesten, die den Redakteuren signalisierten, wegen lautstarker Proteste gegen ihn die Übertragung seiner Rede zu unterbinden, in Erinnerung bleibt, wird Lukaschenko als Staatsmann, der seine Bevölkerung verhöhnt, in die Geschichte eingehen. Es fällt nicht schwer, sich vorzustellen, dass der Trump des Ostens genauso wie der Rumäne enden können – zum Tode verurteilt von einem Militärgericht im Schnellverfahren. Oder dass man ihn lebendig aus einem hochfliegenden Hubschrauber in einen der vielen Seen Belorus‘ wirft. Das argentinische Militär hat Regimegegner im Atlantik „entsorgt“. Binnen weniger Tage ist Lukaschenko zum Risiko für seine Sicherheitsleute geworden. Stachelt ihr Boss die Proteste weiter an, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als ihn loszuwerden. Nur so können sie ihre Haut retten. Die Rumänen haben gezeigt, wie es geht. Was danach kommt, kann im Moment niemand sagen. Am wahrscheinlichsten ist eine Militärregierung, die korrekte Wahlen verspricht. Dagegen steht fest, wer beim Paar Biden/Harris führt – Joe wird alle Mühe haben, als Partner wahrgenommen zu nehmen. Alle werden denken, die Harris tanzt mit einer aufgeblasenen Puppe, die sie nach Belieben auf dem Parkett umherfliegen lässt. Nach jeder Runde wird sich Joe fragen, ob es nicht besser gewesen wäre, sich für einen Astronautenkurs anzumelden, als sich von dieser Damen umher wedeln zu lassen. Die Kommunisten in den Dreißigern gingen mit dem Slogan, wer Hitler wählt, der wählt den Krieg, in den Wahlkampf. Wer Biden wählt, der wählt nicht Biden könnte der Slogan des Teams Trump lauten. Da dies ein bisschen fad klingt, muss Donald noch ein „Sondern“ nachschieben. Da ist Donalds Phantasie gefragt. Dank der Medien, die über jede Äußerung, die Trump von sich gibt, berichtet, können wir im November aus dessen absurden Einfällen den absurdesten wählen. Das heißt noch lange nicht, dass das neue Traumpaar der Politik die Wahl schon gewonnen hätte – die Menschen sind von älteren Männern einiges gewohnt, nun jedoch werden sie mit einer Situation konfrontiert, dies es womöglich nicht mal in Rom gegeben hat. Alter Mann, von dem kaum jemand erwartet, dass er die volle Amtszeit durchstehen wird, sucht sich jüngere Frau, die automatisch seine Stelle übernimmt, sollte er ausfallen. Das würde man eher von Lukaschenko als von einem Präsidentschaftskandidaten der Demokraten erwarten. Keine Frage, wer in Belorus die erste Geige spielen würde. Im Fall Harris könnte ich mir vorstellen, dass sie sich das Recht ausbedungen hat, einen eigenen Wahlkampf zu führen. Ihre Maxime sollte lauten, so wenig wie möglich an Joes Seite zu stehen. „Getrennt marschieren – vereint schlagen“ (Königgrätz ist überall – siehe Blog von letzter Woche). Armer Joe.

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