Wie Bezos uns zu Indianern gemacht hat,

aber im Gegensatz zu den Indigenen, denen die Cowboys erst die Büffel, dann das Land nahmen, habe ich nicht das Gefühl, von Bezos, dem ersten Astronauten im Wild West Look, den man nicht in einem Western Lokal tragen sollte, wenn man am Tresen bedient werden will (für ein Hausverbot ist der Anputz nicht geschmacklos genug), um meinen Besitz gebracht worden zu sein. Ich habe nicht mal das Gefühl, dass er mich über das Ohr gehauen hat. Das sollte ich eigentlich. Aber es will bei mir nicht so recht klappen. Vermutlich habe ich nicht oft genug bei ihm gekauft. Vermutlich lag ich mit meinen Käufen zu oft richtig. Ein richtigen Fehleinkauf oder großen Flop habe ich bis jetzt vermeiden können. Seine Firma Amazon hat mir sogar schon mehrere Male aus der Patsche geholfen. Als ich Sachen dringend brauchte. Auch die nicht abreißenden Proteste jener, die für ihn arbeiten müssen (jüngstes Stichwort „Pinkel-Gate“), haben mich nicht von Käufen abhalten können, bestimmt auch, weil Bezos es geschafft hat, Fehler in der Öffentlichkeit zu vermeiden. Auch hat mich nicht sein dämlicher Cowboyhut gestört. Das ist seit heute jedoch anders – um von der NASA den Auftrag zu erhalten, auf den Mond fliegen zu dürfen, hat er ihr 2 Milliarden Dollar in der Hoffnung geboten, sie möge den Auftrag an Musk zurückziehen. Die Weltraumbehörde könnte viel Geld sparen. 2,9 Milliarden Dollar lässt sie sich das kosten. Reiche Leute für viel Geld in den Weltraum zu kutschieren mag die Sache eines Cowboys sein, ein kostenloser Flug zum Mond mit Rückticket sollte jedoch nicht dessen Ding sein, das diesen auch jene, die dieser Folklore nichts abgewinnen können, ermöglichen. Als Amazon-Kunde wäre mir ein weltläufiger Finanzier, mit dem sich möglichst viele identifizieren, lieber. Aber vielleicht gelingt Bezos noch das Unmögliche. Vielleicht wird er noch oder wieder Kosmopolit. Wenigstens weiß ich jetzt, warum Amazon keine Steuer zahlt. Des Alls wegen. Und da man wegen der geringen Margen bald höchst offiziell keine zu zahlen braucht, hilft man dem Staat auf diese Weise. Toll, wenn nur nicht der Hut wäre.

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Olympia – ein Desaster mit Ansage,

das deutlich macht, wie sehr die Herren, die Olympia organisieren, und wir, die vor den Fernsehern sitzen, von der Politik abhängig sind, aber vermutlich wären selbst die gebildetsten unter den IOC-Mitgliedern vor wenigen Monaten nicht auf die Idee gekommen, dass Japan das machen könnte, was das Land noch vor rund 170 Jahren zu tun pflegte, nämlich sich von der Außenwelt rigoros abzuschotten. Wer das Land betrat, der wurde einfach umgebracht. Heute wird die Abschottung natürlich subtiler gehandhabt – wer will schon über die Spiele vor Ort berichten, wenn Journalisten nur 15 Minuten draußen das tun dürfen, was sie wollen. Den Rest des Tages müssen sie in ihren winzigen Hotelzimmer oder an den Wettkampfstätten, wo sie streng kontrolliert werden, verbringen. Jeder halbwegs vernünftige Mensch bleibt da lieber zu Hause. Kein Wunder, dass es mit der Berichterstattung hapert. So vermisst der Blog die so von ihm geschätzten Kommentare über die Kleidung der Athleten. Dabei ist es nicht so, dass der Blog darauf angewiesen ist, von kompetenteren Leuten als ihn zu erfahren, dass man die deutschen Athleten wieder schrecklich eingekleidet habe. Das ist immer so (eine der wenigen Konstanten bei Olympia). Die große Frage, die diesmal mangels Bilder nicht geklärt werden kann, ist, ob es sich um das mit Abstand geschmackloseste Outfit handelt oder noch die Hoffnung besteht, in Sachen Mode mit anderen die Zielmarke weit abgeschlagen und mehrfach überrundet zu passieren. Für den Blog sieht es so, als ob die Briten, die bisher immer als geschmackssicher gegolten haben, ihnen den letzten Platz streitig machen würden – die gestreiften Ärmel lassen die Sportler recht clownesk aussehen, frei nach Boris eben. Die Froschfrauen, -männer und Mitarbeiter/innen eines Casinos in Las Vegas hätten es verdient, dass über ihren Look ausführlich berichtet wird, was auch ohne Weiteres möglich gewesen wäre, hätte die japanische Regierung nach Ungarn geschaut. Ja, ausgerechnet ins Land Orbans, der wegen der Pegasus-Software, die er gekauft hat, um Journalisten auszuspähen, massiv in der Kritik steht. Wenn die Software nicht so teuer wäre, könnte man denken, wegen der niedrigen Indizenzwerte müssen nicht nur missliebige Personen, sondern auch Leute, die sich die Spiele in Budapest angeschaut haben (wenn sich der Blog nicht täuscht, waren das 3 Spiele mit je 60.000 Zuschauern), die Abhörapp auf ihren Handys haben. Die Ungarn dürften aber nur streng kontrolliert haben (die hatten die alten Handbücher, die ein Vopo, der seinen Dienst an einem Übergang der Grenze zum kapitalistischen Ausland tat, auswendig kannte, für den Fall, dass sich die Zeiten ändern, archivieren lassen). Kontrolle ist eben alles, so leid es mir für Eric Clapton, der keine Konzerte, die nur Geimpfte verfolgen können, geben will. Dem Blog bleibt nur, auf Olympia in drei Jahren in Paris, der Stadt der Mode, zu hoffen.

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Flug ins All noch ohne die Qual der Wahl

Wer einen Flug ins All bucht, der ist im Augenblick zu beneiden – während der Blog seit geraumer Zeit die Wochenenden damit verbringt, herauszufinden, wo er seinen Urlaub verbringt, was wegen der vielen Wider, die die Fürs immer wieder ausbremsen, darin enden könnte, dass er es in seiner freien Zeit höchstens in den Garten schafft, können jene, die genug Geld haben, sich ihren Traum, für wenige Minuten im Weltraum sein zu dürfen, zu erfüllen, ihren Flug ins All so entspannt und stressfrei buchen, dass er ihnen wünscht, sie hätten aus 10 Anbietern, die alle das Gleiche anbieten, wählen müssen. Aus 10 den zu wählen, von dem man glaubt, er biete die schönsten 10 Minuten im All, ist nicht so ganz einfach. Das wird erst recht knifflig, wenn das Geld nicht für 10 Ausflüge reicht. Dabei steht der Tourismus im All erst am Anfang. Noch komplizierter und komplexer wird es, wenn die Firmen um Touristen, die auf den Mars oder Mond wollen, buhlen. Dagegen ist die Buchung einer Reise mit einem Ziel auf der Erde ein Kinderspiel. Zur Zeit erinnern die Anfänge des Weltraumtourismus ein wenig an DDR, in deren Konsums, HOs und Kaufhäuser jedes Produkt nur in drei Ausführungen angeboten wurde. Dem Blog sind noch die Kassettenrekorder in Erinnerung – einen großen Kasten aus der DDR, den es nur unter der Hand gab, sowie einen aus Polen. (Dreimal darf geraten werden, welchen der Blog hatte.) Sicherlich war noch ein Dritter im Angebot. Aber der ist ihm entfallen. Da konnte man nicht viel falsch machen. Es wurde gekauft, was dar war. Dieses Glück haben auch jene, die unter den drei Angeboten unserer neuen Weltraumpioniere wählen dürfen, wobei so richtig neu nur die Reise, die Branson bietet, ist – statt sich von einer Rakete hochschießen zu lassen, bringt ein Mutterflugzeug ein Raketenflugzeug auf eine Höhe, die ihr erlaubt, den Weltraum zu erreichen. Vermutlich ist das die Zukunft – spritsparend geht es zum einem Flughafen, der über uns kreist. Von dort gehen dann die Flügen zu den Planeten ab (wie schon heute wird es ohne Umsteigen nicht gehen). Dass ausgerechnet ein Mann, der nicht als innovativ gilt, Bezos und Musk ausgestochen haben könnte, ist höchst amüsant. Natürlich ist der Trip mit einer Rakete wesentlich aufregender. So ist es eben – die Dinge, die die Umwelt am stärksten belasten, bereiten den größten Spaß.

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Nach der Katastrophe – handelt die Politik rasch?

Nun hat Deutschland auch seine klimabedingte Katastrophe, der sicherlich viel weniger Menschen zum Opfer gefallen wären, wenn die Behörden geahnt hätten, was auf die Leute, die in den Tälern der Eifel und des Sauerlandes wohnen, zukommen würde. Viele wären rechtzeitig evakuiert worden. Oder man hätte ihnen zu einem Zeitpunkt, als dies noch möglich war, geraten, höhere Lagen aufzusuchen. Aber selbst das beste Krisenmanagement hätte nicht die Verwüstungen, die das Wasser angerichtet hat, verhindern können. Um das in der Zukunft zu verhindern, müssten wohl schwer getroffene Ortsteile – das sind wohl meist jene, die als besonders gefährdet gelten – wegen ihrer ungünstigen Lage renaturiert werden. Höchst zweifelhaft, ob dies die dort lebenden Menschen wollen. Angesichts der unvorstellbaren Bilder sind sich unsere Politiker mit Ausnahme jener der AfD sofort darüber einig, als Hauptursache der Katastrophe die globale Erwärmung auszumachen, was den Eindruck erweckt, als ob die Politik den Klimawandel entdeckt habe, jedoch nur, so fürchte ich, um über ihn erst einmal ausführlichst zu palavern. Die nehmen das Wort nun so oft in den Mund, dass sie im September, wenn gewählt wird, glauben, sie seien große Umweltschützer, die die Wähler bekehrt haben, so dass sie nun ihre Maßnahmen durchsetzen können. Geläuterte Menschen wählen nun mal geläuterte Politiker. Mit konkreten Vorschlägen sollte man bis dahin jedoch nicht rechnen, geschweige denn daran glauben, in den nächsten Tagen werde jemand ein Sofortplan der Öffentlichkeit vorstellen. Nach dem Unglück in Fukushima war dies noch ganz anders – damals konnte der Ausstieg aus der Atomkraft nicht schnell genug gehen. Gerade einmal 4 Tage hat Merkel gebraucht, um die älteren Kraftwerke für 3 Monate vom Netz zu nehmen. In dieser Zeit wurde deren Sicherheit überprüft. Leider gibt es im Augenblick nichts, was sich ohne viel Aufhebens und der Zustimmung aller verbieten ließe. Wenn man schon nicht mit Verboten dienen kann, dann sollte man versuchen, angesichts der Katastrophe Projekte, die die Umwelt belasten, abzublasen. Ein Stopp des Baus neuer Autobahnen kommt mir da in den Sinn. Höchste Zeit, die Arbeiten einzustellen, um zu prüfen, ob sie überhaupt gebraucht werden. Die zwei Neubaustrecken, die Sachsen-Anhalt hat, sind völlig unnötig (der Blog berichtete). In den anderen Ländern sieht es bestimmt nicht besser aus.

PS: Ein Verbot fällt mir doch noch ein – das Tempolimit auf den Autobahnen. Mit Tempo 100 ließe sich am meisten CO2 sparen.

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Carbon Footprint – wann wird er endlich gewürdigt?

Dass man vom Carbon Footprint nicht leben kann, zeigt sich jetzt wieder in Kuba – die 2,25 t CO2, die ein Kubaner produziert, entsprechen immerhin schon dem Gewicht eines heranwachsenden Elefanten, im Gegensatz aber zu uns, die locker gleich die Tonnage mehrerer ausgewachsener in die Luft blasen, ist das ein Spitzenwert, der zudem unter den 3 t, die unser Planet locker verkraften kann, liegt. Dank einer deutschen Ökonomin besteht Hoffnung, dass der Carbon Footprint doch noch die Bedeutung erhält, die er verdient – die NachDenkSeiten mögen gute Gründe haben, sich über den Vorschlag Frau Szechs, Personen, die sich impfen lässt, 500 € in die Hand zu drücken, aufzuregen. Das wäre natürlich reine Geldverschwendung. Aber wenn im Herbst die Impfquote weit verfehlt werden sollte, wäre das ein Anreiz, die Impfunwilligen doch noch davon zu überzeugen, sich den Stoff reinzuziehen. Die Ausgaben würden die Kosten, die wegen der Verweigerer anfielen, bei weitem unterschreiten. Wenn ein materieller Ausgleich fürs Impfen angedacht und als moralisch vertretbar eingeschätzt wird (was natürlich nicht der Fall ist, denn u. U. werden Verantwortungslosigkeit und Gleichgültigkeit honoriert), dann sollte auch erwogen werden, jene zu belohnen, deren Carbon Footprint im Vergleich zu unserem winzig ist. Womit der Blog wieder bei Cuba wäre, das wegen fehlender Touristen und wegen des Unvermögens der Regierung, sich das eine oder andere vom großen Bruder China abzukupfern, schweren Zeiten entgegenzugehen scheint. Vom Klima her hätte das Land die besten Voraussetzungen, sich selbst zu versorgen. Aber irgendwie bekommt das Land es nicht hin. Was passiert, wenn die Welt bzw. jene Länder, die im Begriff sind, die Erde unbewohnbar zu machen, jedem Kubaner einen bestimmte Summe, mit der er tun und lassen kann, was er will, zukommen lassen? Er hat zwei Möglichkeiten – entweder ahmt er dem Westen nach, so dass die Geldquelle bald versiegt. Oder er gibt das Geld aus, ohne seinen Footprint zu vergrößern, so dass weiterhin Devisen ins Land rollen (im Jargon der Grünen heißt das nachhaltig). Ein Experiment wäre es allemal wert – wer es schafft, einen eigenen Impfstoff zu entwickeln, der meistert auch diese Herausforderung. Dann müssten auch die Sanktionen aufgegeben werden – was nutzen die Dollar, wenn man sie nirgendwo ausgeben kann? Biden wird das sicherlich nicht so sehen. Er hat es bis jetzt nicht einmal fertiggebracht, die Sanktionen, die sein Vorgänger in Kraft gesetzt hat, aufzuheben.

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„Black Widow“ – nur ihr Outfit muss sie ändern

Wer „Black Widow“ sieht, dem wird schnell klar, dass die eigenen Heldengeschichten nichts gegen das sind, was sie leistet – auf dem Weg ins Kino habe ich mich wegen der schweren Grippe (ohne Fieber), die ich der Impfung gegen Corona zu verdanken hatte, noch als Held gefühlt. Spätestens nach ein paar Minuten war mir aber klar, dass der Held eine Frau sein würde. Das war auch nicht anders zu erwarten, denn nicht für umsonst wurde Scarlett Johansson, die es im Film schafft, ihr Nasenbein zu brechen, um es dann wieder einzurenken, im Spiegel als Herausforderin Bonds gehandelt. Das ist sie auch, und da es besser manchmal besser ist, seinen Feind zu umarmen, statt ihn zu bekämpfen, sollte sie die neue Bond sein (so leid es mir für die Freunde der gendergerechten Sprache und den Feministinnen auch tut – Bond wird niemals eine Bondin werden). Alleine schon die Nase prädestiniert sie, die Nachfolge Craigs anzutreten, auch wenn der eine oder andere Macho behaupten könnte, dass die Männer es bisher nicht nötig gehabt hätten, sich das anzutun. Als weltgewandte Person (und um nicht zu viel über ihren Gegenspieler zu verraten) ist mir diese chauvinistische Arroganz völlig fremd. Natürlich haben habe ich keine Probleme, sie mir als Bond vorzustellen. Aber was zieht sie nur an? Als „Black Widow“ kann sie beim MI6 unmöglich auftauchen. Das wäre zu sexy für einen Geheimdienst, der dank der Bonds das Image hat, als konservativster und elitärster der Welt zu gelten. Mir kommen da sofort Jacken in den Sinn, die bestenfalls dazu dienen, aus „Black Widow“ eine Person zu machen, die keinem gefährlich werden kann, wegen ihres sonderbaren Geschmacks aber erst recht die Männer anzieht. So mutig werden die Macher Bonds nicht sein, auch weil keine Frau auf der Welt außer einer die trägt. Nach ihrem ersten Einsatz wüssten alle Bösewichte, ja sogar die hiesigen Geheimdiensten, dass mit der Frau unter diesen obskuren Oberteilen nicht zu spaßen ist. Traurig, aber wahr – die Produzenten würden Scarlett vermutlich ein Outfit, das hierzulande als Prominente nur Alice Weigel zu tragen pflegt, verpassen. Da mir auf Anhieb deutsche Politiker einfallen, deren Garderobe den Ansprüchen Bonds genügt (selbst Altmaier würde dazugehören, wenn er nicht immer den selben Binder trüge), haben deutsche Politikerinnen allen Grund, mehr in ihr Aussehen zu investieren. Alleine dies reicht, eine Bond so schnell wie möglich in die Kinos zu bringen. Sie muss ja nicht unbedingt wie Alice Weigel gekleidet sein. Es wird bestimmt ausgefallener.

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Urlauber kellnern für Urlauber

Haben sich die Leute, die jetzt bereits wissen, dass sie in den nächsten Tagen Urlauber sein werden, eigentlich darüber Gedanken gemacht, ob sie abends einen Platz in einem Restaurant bekommen? Kurioserweise nicht wegen des Ansturms, sondern weil die Betreiber kein Personal mehr finden würden. Und wenn jemand wolle, dann nur mittags, so dass der Laden am Abend zugesperrt werden müsse. Während des Lockdowns seien viele in andere Bereiche abgewandert, wo sie weitaus bessere Arbeitsbedingungen vorfänden als in der Gastronomie. Das war so oft zu lesen und zu hören, dass dem Blog die Idee kam, Urlauber könnten für Urlauber kellnern, bspw. auf Usedom, wo die Menschen nun mangels Kellner und Köche den ganzen Tag am Strand verbringen müssten – tagsüber sonnen sie sich, abends grillen sie. Danach sieht es aber nicht aus. Jedenfalls hört und liest man nichts dergleichen. Das Problem haben wohl nur die Städter, während in den Urlaubsregionen wohl alles so geblieben ist, wie es vor Corona war. Der Blog müsste schon in einer großen Stadt Urlaub machen, um in den Genuss eines verbilligten Urlaubs zu kommen. Aber wer will sich schon von einem bedienen lassen, der nur ein Teller tragen kann? Gestresste Städter, die sich entspannen wollen, sicherlich nicht. Das heißt natürlich nicht, dass die Stadt der große Verlierer sein wird. Wenn die Leute, die weggegangen sind, nicht in die alten Jobs zurückkommen, müssen sie bessere gefunden haben. Ein Restaurant, das nur noch 3 Gerichte anbietet und seine Öffnungszeiten eingeschränkt hat, kann man auch als ein Zeichen des Aufschwungs sehen. Und bald werden jene, die jetzt die Stadt verlassen, weil sie wegen Corona hier keine Perspektive sehen, feststellen, dass es ein Fehler war, aufs Land, wo sich partout nichts tut, zu ziehen. Immerhin tun die Oberbürgermeister jetzt auch was, um die Leute zu halten – einige Städte wollen 30 auf Nebenstraßen zur Pflicht machen. Dabei dachte der Blog, das sei bereits eine Selbstverständlichkeit. Wer fährt schon in einem Wohngebiet 50? Die meisten fahren doch schon jetzt nicht mit Höchstgeschwindigkeit. Spannend wird es erst, wenn die 30 auch für Hauptstraßen gelten. Das ist Klimaschutz – peu a peu geht es voran. Man schreckt nicht mal davor zurück, Selbstverständliches als großen Erfolg zu feiern.

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Der Blog findet A Quiet Place 2 zu aufregend

Während im Fußball jeder weiß, dass nach drei Ecken ein Tor fällt, gibt es im Filmgeschäft keine Regel, die besagt, was nach dessen dritter Fortsetzung passiert, so dass der Zuschauer in der angenehmen Situation ist, sich sein Wunschszenario auszudenken. Für den 4. Film der Quiet Place Saga hätte der Blog schon eine Idee – er wünscht sich eine Parodie, in der nicht die Monster die Menschen töten, sondern die Bewohner der Stadt nahe der Appalachen an Herbert Roth verzweifeln, dessen Lieder ununterbrochen gespielt werden müssen, was sie die Bestien zu friedlichen Lebewesen macht, die keinem etwas antun. Hoffentlich läuft der Film dann wieder in seinem Stammkino, dessen Geschäftsführer just verkündet hat, zuzumachen – wegen Corona sieht er sich außerstande, Halles schickstes Kino weiter fortzuführen. Und da im zweiten großen Filmtheater der Andrang sich vorgestern in Grenzen hielt, scheint auch dessen Fortbestehen keineswegs gesichert zu sein. Vieles deutet darauf hin, dass sie Stadt sich etwas einfallen lassen muss, um die Kinos zu retten. Von penetrant aufdringlichen Bestien, die einfach nicht tot zu kriegen sind, hat der Blog aber erst einmal genug – ihm war der Film einfach zu aufregend, was wohl neben Corona, das ihn empfindlich für plötzliche Geräusche werden ließ, auch am Plot lag, der darauf schließen ließ, dass die Protagonisten am Ende noch jene, die die Monster ausgesetzt haben, finden würden. Nicht im entferntesten hat der Blog daran gedacht, der Film könne ähnlich wie der alte enden. Das spricht für den Regisseur, der auch noch die tolle Idee hatte, ab und an den Ton abzustellen, wenn seine gehörlose Tochter zu sehen war. Komischerweise war er über das Ende nicht enttäuscht, sondern nur erleichtert. Da der Schluss Raum für einen 3. Film lässt, darf man gespannt sein, ob in diesem das Geheimnis preisgegeben wird. Dass der Bundestagswahlkampf noch spannender als der Film ist, liegt natürlich an den Grünen und Die Linke, die beide gerade dabei sind, sich selbst zu demontieren, was für die letztgenannte Partei sogar zu deren Kollaps führen könnte. Während die Grünen allen Grund hätten, ihre Spitzenkandidatin für ein Buch abzustrafen, das so schlecht sein soll, dass die Partei aus wahltaktischen Gründen jetzt nur hoffen kann, die Anhänger Baerbocks mögen der Versuchung widerstehen, es auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste zu hieven, muss Wagenknecht, deren Buch die Menschen kaufen, weil sie es lesen wollen, fürchten, wegen der Ansichten, die sie dort vertritt, aus der Partei ausgeschlossen zu werden. Verrückte Welt. Wenn der Blog sich nicht irrt, hat zuletzt der Führer – im Gefängnis in Landsberg hatte er genug Zeit, zu schreiben – ein Buch veröffentlicht, bevor er im Amt war. Wie es weiterging, ist hinlänglich bekannt – als er an der Macht war, mussten alles es kaufen (wundersamer Weise hatte zum Kriegsende niemand mehr ein Buch besessen). Mit Sicherheit wird Annalena nicht wollen, dass wir im Oktober ihr Buch erwerben. Der eine oder andere Grüne ahnt, dass angesichts der Hiobsbotschaften von der Klimafront die Chancen der Grünen, ins Kanzleramt einzuziehen, weitaus höher wären, wenn sich die Partei ihre Reinheit bewahrt hätte. Ein bisschen Greta täte den Grünen jetzt ganz gut. Von den Sorgen der Grünen kann Die Linke nur träumen. Leider. Die Parteiführung muss sich mit dem Wagenknecht Lager versöhnen. Andernfalls wird man nach unten durchgereicht.

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Too much Rumpelfußball, und das

von beiden, aber wenigstens haben die Engländer ihrem Rumpelfußball noch zwei tolle Kombinationen, die aussahen, als hätten sie Irdische kreiert, beigefügt, so dass sie erst einmal nicht zu fürchten brauchen, die Götter könnten sie als Lieblinge auserkoren haben. Als die Franzosen gestern dem entzückten Fernsehpublikum Tore, die eigentlich nur Götter schießen können, offerierte, war spätestens nach dem Ausgleich der Schweizer klar, dass die sich auch in den Fußball Frankreichs verliebt haben müssen – wen die Götter lieben, der stirbt früh. Da es so gut wie ausgeschlossen ist, dass ein Gott, und sei es der unbedeutendste, ins Entzücken geriet, als er den Deutschen zuschaute, muss deren Ausscheiden rein irdische Gründe haben. Eines vorneweg – richtigen Rumpelfußball wie zu den Zeiten, als alle Welt noch Beckenbauer zuhörte, haben sie nicht geboten. Auch war es nicht Löws Schuld, dass es jetzt in den Urlaub geht. Sie hatten die klareren Chancen. Werner hätte, als er in der 1. Halbzeit auf den linken Posten zulief, den Torwart wenigstens zu einer spektakulären Tat zwingen sollen. Der brauchte sich nur flach zu machen, um den Ball abzuwehren. Havertz hat den Keeper immerhin zu einer tollen Parade gezwungen. Und das Müller nicht mehr der jüngste ist, hat man bei seinem Marsch aufs Tor gesehen. Werner oder Sané wären wohl noch ein Stück gelaufen. (Ob sie auch hätten angespielt werden können, ist eine andere Frage.) Beide könnten ein Stück weiter sein. Flick kann nur hoffen, dass Nagelsmann und Tuchel die beiden voranbringen. Mit Löws Abgang sind die Zeiten, in denen die Deutschen automatisch zu den Favoriten gehörten, erst einmal vorbei. Dass ausgerechnet im Angriff mal das größte Potential liegen könnte, hätte niemand gedacht. Früher galten sie als Fußballverhinderer. Da zwei gute Angriffe reichen, die Abwehr ins Wackeln zu bringen, kann heute davon keine Rede mehr sein. Schwere Zeit für Flick. So einfach wie bei den Bayern wird es in der Nationalmannschaft nicht. Und schon gar nicht so erfolgreich. Angesichts der momentanen Stärken der Deutschen scheint nur eines sicher zu sein – den typisch deutschen Rumpelfußball wird es wohl nicht mehr geben.

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Zurück in die Normalität, aber bitte langsam,

wobei der Blog noch Glück hat, nie eine „Rampensau“ gewesen zu sein, so dass ihm das Schicksal einer Kabareratinit, die nicht zur alten Normalität findet, in der jede Bühne zu klein war, erspart bleibt. Nach der Zwangspause kann die Bühne ihr nun nicht klein genug sein. Wenigstens gibt ihr Schleich Fernsehen die Chance, sich wieder ins alte Leben hineinarbeiten zu können. Der Blog glaubt, dass ihm mit dem Erwerb einer Karte für „A Quiet Place 2“ gestern ein vielversprechender Start zurück in die Zukunft gelungen ist, wobei der eigentliche Kauf wegen seines neuen Bildschirms sogar als Sprung in die neue Normalität bezeichnet werden kann. Und so ganz zurück geht es dann doch nicht – vor fast genau einem Jahr, als der Blog zum letzten Mal im Kino war, kam er noch ohne die Vorlage irgendwelcher Bescheinigungen, die nun vonnöten sind, hinein. Zugang nur mit Dokument heißt es nun. Für die Impf- und Testverweigerer wird das Restaurant und das Theater zur innerdeutschen Grenze. Angesichts der vielen verbotenen Städte, in die man in der UdSSR nur mit einer Genehmigung hineinkam, braucht sich niemand zu wundern, warum sich die Russen nicht impfen lassen wollen. Und da es danach aussieht, als ob das für eine geraume Zeit so bleibt (illusorisch, zu glauben, die neueste Delta-Variante könne harmlos sein), sprich der Impfausweis das wichtigste Dokument in unserem Leben sein wird, plädiert der Blog dafür, erst wählen zu lassen, wenn das Virus besiegt ist. Nicht dass der Blog etwas gegen Karl Lauterbach hat, der nach einem Sieg über Covid wohl keine Chance hätte, wiedergewählt zu werden. Wie wichtig er ist, hat sich wieder vorgestern gezeigt, als Ilner Corona der Kanzlerin, die sich diese Woche aus dem Bundestag verabschiedet hat, vorzog. Wo Corona ist, ist Lauterbach nicht weit. Was macht Deutschland nur, wenn der nächste Winter trotz der Massenimpfung wie der letzte wird, er jedoch im September es nicht in den Bundestag geschafft hat? Das wäre so, als hätte man Churchill mitten im Krieg abgewählt. Viel hängt wohl von der Corona-Lage im September ab. Ist sie schlecht, wählt das Volk ein Parlament, dessen Besetzung eine schnelle Regierungsbildung unmöglich macht, so dass Merkel noch eine Weile im Kanzleramt durchhalten muss. Was aus Lauterbach wird, weiß niemand so recht. Eigentlich sollte es zu einem Direktmandant reichen. Seine Omnipräsenz könnte ihm aber zum Verhängnis werden (wie bei Winston auch). Wenn der Blog eines über die neue Normalität weiß, dann dies, dass es ungemütlicher wird.

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