Marty Supreme kommt genau zur richtigen Zeit

Schwere Zeiten erfordern gute Unterhaltung – Joseph Goebels wusste das am besten. Der Auftakt ist verheißungsvoll, auch wenn es reiner Zufall ist, dass Trump seinen Krieg gegen den Iran zwei Kinotage später startete. Deshalb ist der Blog froh, dass er Marty Supreme erst am Sonntag gesehen hat. Jede Handlung, die konträr zu dem steht, was im Fernsehen und im Netz im Augenblick zu sehen ist, wird als unterhaltender empfunden als in normalen Zeiten. Um wie viel besser Marty Supreme deswegen ist, kann der Blog nicht sagen. Das kann wohl niemand. Der hohe Unterhaltungseffekt kommt auch daher, dass er weiß, wann er sich unterzuordnen hat, auch wenn er das meistens im absolut letztmöglichen Moment tut, und das dann noch höchst widerwillig. Das macht ihn noch sympathischer. Aber immerhin gibt er noch klein bei. Vermutlich ist das auch der Grund, warum ihm alles leicht von der Hand zu gehen scheint. Da vieles dafür spricht, dass der Krieg lange dauern werde, reicht ein Marty Supreme nicht, um die Menschen bei Laune zu halten. Hollywood muss nun zaubern, wir jedoch nicht verhindern können, dass die Menschen sich bald nach Sleepy Joe zurücksehnen werden. Lieber einen schläfrigen Präsidenten als jemanden, der von einem Desaster ins andere stolpert. Vielleicht schafft er es gar, als Präsident, der Arabien verspielt hat, in die Geschichte einzugehen (so wie Georg III. Amerika). Die Chancen dafür stehen nicht schlecht – statt die Rolle, weswegen man geholt wurde, auszuüben, nämlich die Golfstaaten zu schützen, hat Trump bzw. dessen Militär sie geopfert. In Washington hatte man wohl geglaubt, Teheran würde sich damit zufriedengeben, nur Militärstützpunkte, die man rechtzeitig geräumt hat, anzugreifen (die Basis in Bahrein bspw.). Ohne viel Aufwand ist es den Mullahs gelungen, die Emirate lahmzulegen. Die Scheichs haben sich gründlich verkalkuliert. Zu allem Überfluss hat Trump den Iranern auch den den Grund geliefert, sie anzugreifen. Da sowohl der See- als auch der Luftweg versperrt sind, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die ersten Lebensmittel knapp werden (alles muss importiert werden). Die Amerikaner müssten die Straße von Hormus freikämpfen, um die Versorgung aufrechtzuerhalten. Das wäre ein noch größeres Opfer, als über den Emiraten feindliche Raketen abzuschießen, was man bis jetzt tunlichst unterlassen hat.
Die Russen haben wieder ein Schiff verloren. Diesmal ist ein Erdgastanker, der vor Malta angegriffen worden ist (davon ist auszugehen, auch wenn das Schiff schon 23 Jahre alt ist). Niemand weiß, was mit der Besatzung geschehen ist. Das Gebiet in Donetzk, mit dem Selenskyj glaubt, in den Verhandlungen mit Moskau wuchern zu können, wird immer kleiner. Man muss kein Prophet sein, um sich vorzustellen, dass viele wieder eingeschlossen werden.

Der Blog ist away. Wenn alles klappt, geht es nächsten Dienstag weiter.

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Melania – zu den Zeiten der Pompadour und Cosel war es einfacher

Ob sich Trump das gut überlegt hat? Für einen Mann in seiner Position ist es einfacher, mit den Auswirken eines Krieges, zumal wenn er weit entfernt ist, klarzukommen, als einer Frau, die ihm nahesteht, Macht zu verschaffen. Bei der Pompadour musste Ludwig XV. warten, bis sie verstarb; August der Starke hingegen zeigte mehr Courage – er verbannte die Cosel nach Pillnitz, was heute wie damals gerade mal 14 km vom Zwinger entfernt ist (von dort floh sie ausgerechnet nach Berlin, wo der „Soldatenkönig“ den Grundstein für Deutschlands verhängnisvollen Faible fürs Militärische legte). Von solchen Optionen kann Trump nur träumen, sollten Uno-Vertreter und Journalisten der Meinung sein, Melania könne viel mehr, als nur eine Sitzung des Sicherheitsrates, in der es um Bildung geht (lt. Spiegel „Kinder, Technologie und Bildung in Konflikten“), leiten. Da jeder erwartet, dass sie besser als ihr Mann performen wird, ist die große Frage, wie groß der Unterschied sein wird. Werden die Diplomaten es wagen, Melania aufs Glatteis zu führen? Die Zeiten, in den nur Russland als Beispiel gedient hat, sind längst vorbei. Melania muss womöglich erklären, welche Auswirkung der Krieg, den ihr Gatte zu planen scheint, auf Kinder hat. Da sich vermutlich niemand trauen wird, ihr Fragen zu stellen, die sie in Bedrängnis bringen können, sollte man die Erwartungen nicht allzu hochschrauben – ein Hauch von der Schärfe eines Streits, wie ihn Katharine Hepburn und Tracy sich liefern, wäre schon ein Lichtblick in dieser düsteren Welt, in der Kriege zu einem Muss werden. Winzige Hoffnungsschimmer gibt es aber schon – wenn die hygienischen Verhältnisse auf dem modernsten Schiff, über das die Navy verfügt, wirklich so schlecht sind, wie Jens Berger sie beschreibt, dann dürfen die Mullahs hoffen, dass der eine oder andere Pilot, weil er es satt hat, 45 Minuten zu warten, bis ein Klo frei wird, bei ihnen notlandet. Teheran, das unter extremen Wassermangel leidet, würde der Blog nicht empfehlen. Wer schlau ist, der fliegt in die Türkei mit der Begründung, dass der Rückweg versperrt gewesen sei. Hinzu kommen die Planungsfehler, die erst während des Angriffs zutage treten. So versäumten die Deutschen im Glauben an einen schnellen Sieg es, Winterkleidung zu ordern. Die Amerikaner neigen auch dazu, sich selbst zu überschätzen. Viel ist in die Luftverteidigung investiert worden. Angeblich sollen die Chinesen Echtzeitbilder liefern. Mit Sicherheit auf Wegen, die nicht unterbrochen werden können. China kann testen, ob ihr System einem Angriff der Amerikaner standhält. Da der Westen es mit der Ukraine genauso handhabt, besteht kein Grund, sich darüber zu beschweren. Die Aussichten auf einen Frieden sollen düsterer denn je sein – lt. Dr. Brovkin würde man in Russland nicht einmal über die Gespräche, die in Genf stattfinden, berichten. Die Wiedergründung Neurusslands seit das große Ziel.

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Man on the Run – es ist so abenteuerlich, wie es klingt.

Man on the Run – sollte der eine oder andere Politiker glauben, mit seinem Verschwinden den Rummel, den McCartney mit seinem Abtauchen aus der Öffentlichkeit auslöste, übertreffen zu können, dann kann der Blog denen nur raten, es nachzumachen. Je älter der Blog wird, desto größer wird der Personenkreis, der dafür infrage kommt. Immerhin braucht niemand sich auf das Abenteuer mit Schafen und Pferden einzulassen, was sich für einen Städter nach Verbannung anhört – nicht ganz Sibirien, aber fast. Obwohl der dreimal in Schottland war, hat er es nach Mull of Kintyre nie geschafft. Dort ist die Landschaft für Touristen nicht schroff genug. Eher etwas für Aussteiger, die Schafe mögen, wie McCartney, der sie über alles liebt. Vermutlich würde die Doku nicht Man on the Run heißen, wenn er in dieser unwirtlichen Gegend mit seiner Familie hängengeblieben wäre. Schnell wird klar, dass er auf der Flucht vor den Beatles ist, was als Mitglied der Gruppe wohl ein unmögliches Unterfangen ist. Ob ihm das gelungen ist, kann nur er sagen. Der Film jedenfalls hält, was er verspricht, sprich es geht recht abenteuerlich zu. So wie im richtigen Leben, das im Augenblick mehr Abenteuer offeriert, als den meisten Menschen lieb ist. Abenteuer nonstop kann man sagen. Fast überall auf der Welt knistert es vor Spannung, selbst in bzw. vor den USA, und das nicht nur wegen des Drogenkriegs in Mexiko. Die Russen haben ein „Seepferdchen“ nach Cuba geschickt. Nun warten alle darauf, wie Trump reagieren wird. Um die Blockade umgehen zu können, haben die Russen das Öl als Hilfsgut deklariert. Es dauert noch ein paar Tage, bis der Tanker ins „Piratenmeer“ einfährt. Der Blog würde sich nicht wundern, wenn Marinesoldaten auf dem Schiff wären. Da die Blockade illegal ist, kann jeder Hubschrauber, der versucht, Marines an Board zu bringen, beschossen werden. In der Ukraine sagt Mearsheimer eine Offensive der Russen in diesem Jahr voraus. Ihnen würde langsam die Geduld ausgehen, auch wegen des Angriffs auf eine Fabrik, in denen Raketen produziert werden. Das passiert wohl nur, wenn sie herausgefunden haben, wie man den ukrainischen Drohnengürtel knackt. Vielleicht wissen sie das auch schon. Der Blog vermutet, dass die Piloten gestaffelt hinter der Front stehen, was einen schnellen Durchbruch unmöglich macht bzw. mit hohen Verlusten verbunden wäre.

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Es wird nicht einfach, die „Sprache der Macht“ zu lernen

„Europa muss lernen, die Sprache der Macht zu sprechen.“ – wie man die „Sprache der Macht“ nutzt, hat heute der Supreme Court mit seinem Urteil, einen großen Teil der Zölle, die Trump Handelspartnern unterschiedlicher Couleur aufgebrummt hat, für nichtig zu erklären, gezeigt. (Die 25 Prozent, die auf indische Ware wegen des Imports russischen Öls erhoben werden, stehen bei russischen Bloggern ganz oben auf der Liste der Zölle, die das Gericht kappte.) Die Reaktion kam prompt und harsch, was darauf schließen lässt, dass man sich im Weißen Haus sicher war, Amerika, von ein paar Leuten, deren Job es ist, jeden Abend Krawall zu machen, abgesehen, sicher im Griff zu haben. Nun steht Trump auf einmal als inkompetent da. Und sich noch inkompetenter mit seiner Reaktion, einen neuen Zoll zu erheben, gemacht. Es fällt nicht schwer, sich vorzustellen, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis man seine Amtserhebung fordert. Bis dahin wird es mit Sicherheit noch schlimmer – da Trump einen Erfolg braucht, wird der Iran das Schlamassel, in dem er steckt, ausbaden dürfen. Ist das die „Sprache der Macht“, die Merz uns beibringen will? Gegenüber den USA hapert es mit der neuen Sprache selbst bei ihm gehörig (bis jetzt ist das nicht einmal A1-Niveau) – die drei Bundeswehrsoldaten, deren mutmaßliche Aufgabe daran bestanden haben soll, herauszufinden, was die Europäer tun könnten, wenn Trump Grönland zur Normandie macht, reisten nach einem Tag wieder ab. Statt vor den Amis schützen die Europäer die Insel nun vor den Russen und Chinesen, so wie Trump es gefordert hat. Die Briten haben gar einen Flugzeugträger in den Norden geschickt. Sollte er die Sprache, die er für die Russen verwendet, meinen, muss man ihm schon jetzt das Prädikat C1 zugestehen. Sollte er ein noch höheres Level anstreben, wäre er nicht, wie man annehmen könnte, auf dem Level eines Dolmetscher, sondern am Rande eines Kriegs mit dem Kreml, bestimmt gar schon mittendrin, da alle gewaltlosen Maßnahmen so gut wie ausgeschöpft sind. Es bleibt nur, deren Schiffe zu kapern, so wie die Briten es zu Zeiten Drakes vorgemacht haben. London will nun dafür Drohnen einsetzen. Um zu üben, wie man sich verteidigt, haben die Chinesen ein Handelsschiff mit Luftabwehrraketen ausgestattet. Solange dem Bund Soldaten fehlen, die im Baltikum Dienst schieben, ist Merz Rhetorik mehr Schein als Sein (auch wenn kein Frieden in Sicht ist). Sollten sie gezwungen, angehende Rentner zu nehmen, würde sich der Blog melden – am Wochenende geht es dann in die Oper nach Petersburg. Den Spielplan des Mariinsky Theaters gibt es sogar auf Englisch.

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Das gab es früher nicht – Laien entfachen Kriege

Das war früher, als Kriege, weil sie als eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln angesehen wurden, häufiger vorkamen, jedenfalls in unseren Breiten, natürlich ganz anders – da gab es noch richtige Heerführer, die wussten, was sie taten, auch wenn selbst die berühmtesten Kriegsherren nicht vor üblen Fehlentscheidungen, die mitunter ihren Abgang einleiteten, gefeit waren. Die Zeiten, in denen militärische Auseinandersetzungen von jenen, die sich in diesem Metier auskennen, entfacht wurden, sind längst vorbei. Heutzutage haben Laien diese undankbare Aufgabe übernommen, was per se nicht schlecht sein muss, solange sie sich aus allem Militärischen heraushalten. Dennoch ist es immer ein Vabanquespiel. Kein Politiker hatte so viel Glück wie Margaret Thatcher. Fürs britische Militär war die Eiserne Lady furchteinflößender als die bis auf die Zähne bewaffneten Gauchos auf den Falklands. Ihnen blieb gar nicht anderes übrig, als diese Einöde ins Königreich zurückzuholen. Putin hatte das Pech, dass Politiker Selenskyj einredeten, er könne die Russen mit Hilfe des Westens besiegen. Nach den schnellen Rückeroberungen hatte man in Kiew wohl ein Eindruck, die Armee des letzten Zaren vor sich zu haben – noch ein entscheidender Schlag, und sie bricht in sich zusammen. Das hat sich als Glück im Unglück für den Kreml herausgestellt – Selenskyj hat Leute und Material sinnlos verheizt (auch wenn sich der Blog wiederholt – wir werden wohl nie erfahren, wie man auf die Idee kommen konnte, zum Asowschen Meer und nach Kursk vorzustoßen; Historikern werden die Akten bestimmt für immer verwehrt bleiben). Das hält den Westen nicht davon ab, ihn für einen tollen Heerführer zu halten, der standesgemäß Hof hält, indem er bspw. im Flugzeug anreist. Im Netz sieht man dessen Auftreten etwas kritischer (da haben Karnevalesen in Köln sich eine Chance entgehen lassen, deshalb ein Punkt für die Russen). Zwei Laien, die sich bekriegen – einer lässt seinen Generalstab machen, was dieser für richtig hält, der andere ist praktisch der Generalstab. Wenn es zwei gibt, dann gibt es auch einen dritten Laien, der sich in der Kriegskunst versucht. Mearsheimer meint, er tue dies nicht freiwillig, sondern wegen der Israelis, speziell wegen Netanjahu, der ihn beherrschen würde, was der Blog nicht so recht glauben mag. Der Angriff scheint so gut wie sicher zu sein. Die Chinesen sollen den Iraner den Zugriff auf ihre Satelliten ermöglicht haben. Das würde ihnen erlauben, selbst F-35 noch weit vor deren Eintreffen auszumachen. Am Ende sind die Mullahs noch die besseren Laien.

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David Byrne – wie der Broadway unverhofft nach Berlin kam

Stell Dir vor, es ist Blogjubiläum und Du verpasst das beste Konzert Deines Lebens, obwohl Du den Ort gut kennst? Nicht gut genug, wie der Blog feststellen musste – es reicht nicht, zu wissen, wo man aussteigen muss, man sollte ungefähr auch eine Vorstellung haben, wie viele Stopps es bis dahin sind, wenn genauer dieser aus unerklärlichen Gründen im Bus nicht angezeigt wird. Wider des Klischees, das besagt, Berlin sei eine unfreundliche Stadt, hat der Blog doch noch rechtzeitig hingefunden. Und die Schuld bei sich gesucht, bis David Byrne Bilder, deren Motive so hässlich waren, dass der Blog sich nicht mehr an sie erinnern kann, sagte, das sei Berlin. Da war die Stimmung schon auf einem Level, dass das Publikum ihm nicht übel genommen hätte, wenn es übel von ihm beschimpft worden wäre. Byrne – ein Feingeist, den man angesichts der vielen Rüpel, die in Amerika zur Zeit das Sagen haben, eher in Europa als in der neuen Welt vermuten würde – macht das natürlich nicht. Das ist einfach nicht sein Niveau. Das passt nicht zu seinem Charakter, denn im Gegensatz zu den Videos, in denen fast ausschließlich er die Talking Heads präsentiert, ist er auf der Bühne ein Mann des Kollektivs, sprich er scheint es nicht zu mögen, an vorderster Front die Rampensau zu geben. Wenn der Blog den Musikfilm über die Talking Heads richtig in Erinnerung an, wimmelte es schon früher von Musikern auf der Bühne, wenn sie auftraten. Im Gegensatz zu damals sind sie heute zugleich Musiker und Tänzer, was von oben wegen der originellen Choreographie zu verfolgen höllischen Spaß macht, auch weil Byrne gar nicht erst den Versuch unternimmt, in puncto Beweglichkeit mit seinen jüngeren Kollegen mitzuhalten. (Der Blog wagt zu bezweifeln, ob man von den teuren Plätzen mitbekommt, was weiter hinten abgeht.) David Byrne hat für anderthalb Stunden ein Stück Broadway nach Berlin gebracht, dazu etliche Hits und unbekannte Stücke. Polemik gegen das trumpische Amerika ist auch Teil des Programms. In München haben die Demokraten auf der Sicherheitskonferenz die Kritik an Trump fortgesetzt – Europa solle sich ihm widersetzen. Zweifel sind angebracht, ob das geschehen wird. Die Sicherheitskonferenz ähnelt eher einer Klimakonferenz, bei der die teilnehmenden Wissenschaftler jedes Jahr erklären, dass sich die Situation wieder verschlechtert habe. Während man deren Einschätzungen und Prognosen vertrauen kann, sind die Schlüsse, die in München gezogen werden, höchst subjektiv. Wenn bzgl. der Sicherheit alle die gleiche Meinung vertreten, heißt das noch lange nicht, diese sei wissenschaftlich begründet.

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Helfen Russland und China den Mullahs aus?

Viel hat sich die Welt von Trump gefallen lassen, doch nun hat es den Anschein, als ob in allerletzter Minute, aus praktischer Sicht also 5 nach 12, sich beide Länder entschlossen haben, den Mullahs mit den neuesten Waffen, die ihnen zur Verfügung stehen, auszuhelfen. Die Russen sollen S-57 geliefert haben; die Chinesen schicken sich an, J-20 Jets, die sich im Krieg zwischen Pakistan und Indien bewährt haben, zu schicken. Die könnten sogar von Russen und Chinesen geflogen werden. Angesichts dieser spektakulären Unterstützung ist es legitim, anzunehmen, dass Trump sein Blatt überreizt haben könnte. Dabei war alles so gut geplant. Vielleicht zu gut – denn den Gegenspielern der Mullahs, den Scheichs am gegenüberliegenden Ufer des Persischen Golfs, dürfte schnell klar geworden sein, dass Maduro nur „geraubt“ wurde, um in einem Kriegsfall mit dem Iran die Versorgungssicherheit der USA und Israelis (ein Tanker soll dahin schon unterwegs sein) zu gewährleisten. Sollte der Iran seine Drohung, dann die Straße von Hormus zu sperren, wahrmachen, würde das in erster Linie seinen Verbündeten China schaden. Dank Trump sind die USA nun autark. Clever ist auch, die Israelis aus der Sache herauszuhalten. Die werden sich nicht an einem Angriff beteiligen. Die Aufgabe Netanjahus ist es, das Opfer zu spielen. Das sind sie, sobald die erste Rakete bei ihnen landet. In Washington weiß man, dass eine Beteiligung Israels für die Mullahs ein Geschenk, das sie mit Kusshand entgegennehmen würden, wäre. Ohne sie wird es für den Iran viel schwerer, sich erfolgreich zu Wehr zu setzen. Die Angriffsziele sind begrenzt und mit Luftabwehrraketen gesichert. Schwer, da durchzukommen. Während die Scheichs bei früheren Konflikten zusehen konnten, wie Raketen über ihre Köpfe fliegen, müssen sie nun fürchten, selbst angegriffen zu werden. Da könnten ihnen die Russen und Chinesen gerade recht kommen. Deren Unterstützung oder gar Anwesenheit garantiert, dass alles so bleibt, wie es ist. Nur der Friedensnobelpreisträger in spe hat Bock auf einen Krieg; außer ihm niemand sonst. Wie sehr sich die Kräfte verschoben haben, zeigt die Auslieferung des Drahtziehers des Attentats auf einen russischen Generals in Moskau. Das war bis letzten Sonnabend völlig undenkbar. Dem selbsternannten Schulrowdy würde eine Abreibung ganz gut tun, auch wenn der Schulhof, auf dem er stattfindet, nicht seiner ist.

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Die Spiele sind eröffnet – „Schluffis“ sind auch dabei

Bevor das olympische Feuer entzündet wurde, haben die Spiele ihre erste große Überraschung, mit der wegen der exzellenten Show – origineller und ideenreicher geht es wirklich nicht; nur Mariah Carey, die ihren Lady-Gaga-Moment hatte, war völlig falsch am Platze – überhaupt nicht zu rechnen war – der Veranstalter hat die große Chance, zu zeigen, dass Lagerfeld mit seiner Behauptung, wer in Jogginghosen das Haus verlasse, habe die Kontrolle über sein Leben verloren, völlig falsch liegt. Wer so wie der Modemacher denkt, der kommt beim Anblick der italienischen Sportler nicht umhin, zu glauben, sie würden ihre Couch nur im Notfall verlassen, also um Bier oder Pizza zu holen. Wegen des engen Bandes in den Nationalfarben des Landes an den Jacken erwecken fast alle Athleten den Eindruck, als seien sie übergewichtig. Da dies nicht sein kann, sind die jedem mindestens 2 Nummern zu groß. Schluffis vom feinsten im tiefsten Braun. Immerhin sind die Sportler im Schnee gut auszumachen, was man von den Österreichern nicht unbedingt sagen kann – deren Kleidung lässt darauf schließen, dass die Designer die Info hatten, eine Farbkombination zu wählen, die vor allem während des Novembers beste Tarnung ermöglicht (Grau in den unterschiedlichsten Tönen). Das Modeland Frankreich hat seine Athleten in Anoraks, die ein Ostblock-Gegenspieler Bonds in Sankt Moritz getragen hat (muss in den 70ern gewesen sein), gesteckt. Statt blau haben sie weiß gewählt. Das wirkt alles sehr streng. Das totale Gegenteil zu den Schluffis aus dem Nachbarland. Es gibt natürlich auch Nationen, die ihre Sportler richtig schick eingekleidet haben. Die Schweden zum Beispiel. Sehr dezent. Sehr stylish. Noch vornehmer kamen die Briten daher, wobei die Schals natürlich gewöhnungsbedürftig sind. Außer ihnen tragen, wenn sich der Blog richtig erinnert, nur die Norweger noch Stoff. Die Deutschen marschierten natürlich auch ein, im Poncho, wie der Spiegel meint (vermutlich kann man darin auch Base-Jumpen). In den Anden hat das Tradition, hierzulande wohl eher nicht. Während sie früher immer um den letzten Platz kämpften, haben sie es diesmal immerhin geschafft, etliche Nationen hinter sich zu lassen. Sogar die Amerikaner, die sich vom schlechten Geschmack ihres Präsidenten haben inspirieren lassen. Schöne Veranstaltung. Und ein perfektes Timing der Regie, die vor dem Dilemma stand, den Einzug der Athleten an 4 Orten zu übertragen. Das war eine Sache von Sekunden. So perfekt wie Trenitalia. Deutschland darf sich freuen. Italo kommt auch.

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Ohne Zähne – nicht jeder ist wie Wolfgang Neuss

Das war wohl dann doch ein bisschen zu konkret – während beim „Stadtbild“, das Merz missfällt, das Land erst einmal ein paar Tage rätseln musste, was er denn meint, wird jeder, der die Bekanntschaft mit einem Bohrer machen musste oder gar schon Zähne verloren hat, hellhörig, wenn er aus den Nachrichten erfährt, der Wirtschaftsflügel der CDU fordere, dass jeder selbst für die Zahnarztkosten aufkommen solle. Nicht jeder ist so mutig wie Wolfgang Neuss, der so tat, als würde es ihm nichts ausmachen, ohne Zähne aufzutreten. Das ist heutzutage gar nicht mehr möglich, ja wegen der Mittel, die zur Verfügung stehen, sogar undurchführbar – im Implantat-Zeitalter einen Kabarettisten, der ohne seine Zähne auftritt, erleben zu dürfen, ist so gut wie ausgeschlossen. Der Blog wüsste auch nur einen, dem er das zutrauen würde, jedoch wird sich Steimle schwer hüten, sich alle Zähnen ziehen zu lassen. Der bleibt lieber bei den Linken verfemt, als zu einem deren Helden zu werden. Recht hätte er. Während das Fernsehen sich bemüht, jeder Gruppe gerecht zu werden, fällt es dem Blog schwer, sich vorzustellen, dass es irgendwann einmal Programme von Zahnlosen für Zahnlose geben könnte (wie z.B. für Gehörlose). Da weite Kreise der Bevölkerung der Meinung sein dürften, dass man selbst schuld sei, wenn einem die Zähne früh ausfallen, dürfen Zahnlose bspw. nicht mit Nachrichten, die sie extra für sie produziert werden, rechnen. Das Klischee der eigenen Schuld ist einfach nicht tot zu kriegen, auch wenn ein wenig davon stimmen sollten. Da ausgerechnet ein Gesundheitssystem, das auf der Selbstfinanzierung basiert, als das teuerste in der Welt gilt, muss die Frage erlaubt sein, wie man überhaupt auf solche eine Idee kommen kann. Für einen Check zahlt man 100 Dollar in den USA, wie neulich bei einem öffentlich-rechtlichen Sender zu erfahren war. Zahnärzte hatten eine Turnhalle, in der sich kostenlose Untersuchungen durchführten gemietet. Einer sagte, dass er vor 8 Jahren zum letzten Mal seine Zähne hat checken lassen.
Wer hätte das gedacht – Epstein bringt statt Trump Starmer, der Mandelson trotz dessen zwielichtigen Rufs zum Botschafter in den USA ernannt hat, in Bedrängnis. Dummerweise haben dessen Getreuen Burnham, der sich als Kandidat für einen Wahlkreis, in dem nachgewählt werden muss, beworben hat, untersagt, dort anzutreten. Als MP hätte er Starmer ablösen können. Wer soll und Labours freien Fall zu stoppen.

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Selbst ein PR-Mann kann nicht besser über Schulze schreiben

Trat Haselhoff fünf Monate zu spät zurück oder war es richtig, diese Woche seinen Posten als Ministerpräsident aufzugeben? Angesicht der Wahl seines Nachfolgers Schulze, den damals kaum jemand im Lande kannte, hatte der Blog im September gemutmaßt, es wäre besser gewesen, hätte er gleich nach seiner Ankündigung, nicht mehr im nächsten Jahr als Spitzenkandidat antreten zu wollen, sein Amt niedergelegt. Es sieht ganz danach aus, als ob der Blog die Macht der Medien unterschätzt habe – mussten die etablierten Parteien früher, als sie noch unter sich waren, die Medienmacher inständig darum bitten, über ihre Spitzenkandidaten zu berichten, sorgen sie heute für Schlagzeilen, die ein PR-Parteienberater nicht besser hinbekäme. Schulze fordere im Bundesrat höheres Planungstempo heißt es auf einer Onlineseite, die sich höchst selten nach Berlin verirrt. Der Text ist kurz und knackig; fast unmöglich, einen Menschen zu finden, der noch zupackender als unser Ministerpräsident ist. Mehr geht wirklich nicht. Das klingt so, als ob die Planer ihm nacheifern sollten. Immerhin ist Schulze gleich im ersten Wahlgang ins Amt gewählt worden. Das zeigt, wie groß der Druck auf die Parteien ist. Der Blog ist ziemlich sicher, dass die Einwohner Sachsen-Anhalts in den kommenden Wochen mit derartigen Artikeln zugeschüttet werden. Ob es hilft, werden wir in rd. 7 Monaten wissen.
Der Blog hat sich im letzten Artikel fälschlicherweise geschrieben, die Russen hätten neue Satelliten. Es handelt sich natürlich um Aufklärungsdrohnen, für die die Zusage Putins, Energieversorgungsanlagen vorerst nicht mehr anzugreifen, nicht zu gelten scheint. Dank des Anzapfens Starlinks scheint die russische Armee nun in der Lage zu sein, Versorgungsfahrzeuge weit im Hinterland anzugreifen. Angesichts der neuen Fähigkeiten ihrer Drohnen kann die Armeeführung darauf verzichten, Kraft- und Umspannwerke zu zerstören. Wegen längeren Reichweite bleiben auch F-16 Jets, die im Westen des Landes stationiert sind, nicht mehr von Angriffen verschont. Der Blog würde sich nicht wundern, wenn nun die Festung Donetzk schneller als gedacht geknackt werden könnte.
So prominent wie heute war Crosstalk lange nicht besetzt – wer beiden im Internet folgt, ist vertraut mit deren Meinung. Kommt die Zeit zurück, in denen Leuten miteinander diskutieren, deren Ansichten gegensätzlicher sein können? Bspw. Strack-Zimmermann mit Prof. Mearsheimer? Das ist wohl vorbei. Man hat nur die Wahl, sich die Sendung, die am überzeugendsten und plausibelsten ist, herauszupicken.

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