Öko à la Putin – Luxus und Natur pur

Nun ist es nicht so, dass der Blog versucht, sich bei Putin lieb Kind zu machen, aber wenn das Feuilleton genüsslich seitenlang zum Ausdruck bringt, in dem Palast, der angeblich Putin gehören soll, könne eigentlich nur ein Gegenspieler Bonds leben, dann bleibt ihm, alleine schon wegen der Meinungsvielfalt, nichts anderes übrig, als zu behaupten, das ist Öko à la Putin – Luxus und Natur pur. Warum sollte ein Präsident ausgerechnet ein Laboratorium oder ein paar Raketensilos unter seine überdimensionierte Datscha stellen? Er hat doch ganz andere Möglichkeiten als ein Bösewicht in einem Bondfilm. Wenn es um Putin geht glühen die Drähte jedoch schon mal heiß. Selbst Rowan Moore hat nicht der Versuchung widerstehen können, auf Bond anzuspielen. Dem Blog fällt nur ein Film ein, der passen könnte – das ist jener mit Grace Jones und Pferden, die gedopt werden, um schneller zu laufen. Und es gibt ein altehrwürdiges Schloss, an dessen Äußeren sich der Architekt des Kleinods auf den Klippen ein bisschen orientiert haben könnte. Aber im Gegensatz zu dem sich anschließenden gepflegten, weitläufigen Park scheint Putins Areal, das größer als Monaco sein soll, unberührt zu sein, Öko à la Putin eben, denn wer sich mit freien Oberkörper in der Wildnis fotografieren lässt, der wird nicht auf die Idee kommen, die Umgebung platt zu machen, um Golf spielen zu können. Es fällt auch schwer, zu glauben, er könnte dort ein Eremitendasein führen (die Berichterstattung lässt das vermuten). Da schwirren sicherlich viele Berater und Bedienstete herum. Die wollen alle untergebracht sein. Niemand sollte sich wundern, wenn deren Schicksal nicht besser als jenes eines Leibeigenen wäre – sie müssen immer in der Nähe ihres Chefs sein. Erst recht in diesen Zeiten. Ein Präsident, der seine Informationen ausschließlich über Zoom und Teams erhält? Völlig ausgeschlossen. Da Putin nachgesagt wird, ewig regieren zu wollen, werden wir wohl nie erfahren, wie Öko à la Putin funktioniert. Ein Zimmer mit Innenklo (in Versailles gibt es diesen Luxus nicht) würde dem Blog schon reichen. Die Aussicht wäre ihm egal, solange es nicht der Innenhof ist. Soll er wirklich auf Nawalny setzen? Aber was ist, wenn der Gefallen am Protzbau findet und selbst hineinzieht?

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Handschuhe machen Bernie zu einer Meme

Wenn früher schon nicht alle besser war, dann wusste man zu mindestens, woran man war, auch wenn manche Botschaft recht subtil daherkam, wie eben der Satz „Pittiplatsch war bei der Stasi“ links oben am Eingang zum Tunnel Richtung Stadt gleich nach dem Bahnhof. Keine Reinigungsfirma hat sich getraut, ihn abzustrahlen. Vermutlich hätte die Stadt eine schwäbische Hausfrau anheuern müssen, um ihn wegzubekommen. Aber die war ihr dann wohl doch zu teuer. Ob das schon ein erster Meme gewesen sein könnte, kann der Blog nicht einschätzen. Mit Sicherheit ist er ein Bonmot. Mit denen ist heutzutage nicht mehr viel Staat zu machen. Vielmehr dreht sich alles um das Meme, wie der Blog gestern erfahren hat. Das sind kleine Medieninhalte – lt. Wiki oft ein Bild mit einer witzigen Bemerkung. Dass es auch ohne Worte geht, beweist Bernie, der wegen seines außergewöhnlichen Anputzes bei Bidens Vereidigung nun auf Fotos neben Leuten, die sogar weitaus berühmter als Joe sind, zu finden ist. Er passt, von Hitler und Mussolini mal abgesehen, ja eigentlich auch zu jedem. Da der Blog keine Ahnung hat, wie Facebook und Co. funktionieren, kann er nur vermuten, dass die Nutzer die Bilder mit Bernie auf ihre Seiten stellen. Grenzen gibt es keine, Bernie kann überall auftauchen, wie ColonelCassad zeigt. Der Standard hat schon einen Artikel darüber geschrieben. Da es heißt, es sei besser, in den Schlagzeilen zu sein, als überhaupt nicht erwähnt zu werden, sollte sich Sanders nicht allzu viel Gedanken über den Super-Meme machen. Dank seiner Handschuhe kann er für sich Anspruch nehmen, ein Mann des Volkes zu sein. Der einzige, der dort vertreten war. Hat dieser Mene eine Botschaft? Während der Standard sich um die Antwort drückt, glaubt der Blog die Message zu wissen – man hat den falschen Mann zum Präsidenten gemacht. Oder macht man sich über Bernie lustig? Oder beides? Da das Meme hierauf keine klare Antwort gibt, ist es besser, das Thema zu wechseln und sich mit Biden zu beschäftigen, der sich besser als erwartet schlägt. Angesichts der vielen Maßnahmen, der er ergreift, hält der Blog es sogar realistisch, dass Joe sein Ziel, 100 Millionen Impfungen in 100 Tagen ausführen zu lassen, erreicht. Joe scheint, was die 100 Tage Frist angeht, neue Maßstäbe setzen wollen. Die Zeit des Einarbeitens war einmal. Nach ihm wird es Usus sein, richtig loszulegen.

PS: Das Paradies der Werktätigen ist zum Impfparadies mutiert – in Russland wird man gefragt, ob es einem etwas ausmachen würde, eher zum Impfen zu kommen. Das alleine ist schon außergewöhnlich. Der Betreffende hat noch das Glück, nicht das Impfhaus wechseln zu müssen. Paradiesische Impfzustände. In der hiesigen Presse ist zu lesen, dass manche Rentner zur zweiten Impfung lange Anreisen in Kauf nehmen müssen (Pech, wenn an diesem Tag die 15km Regel gilt).

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Der Held des Banalen tritt ab, und

wer darauf hofft, daran könne sich in den nächsten Stunden noch etwas ändern, wird bitter enttäuscht werden – Donald würde nie etwas tun, was ihn in Gefahr bringen könnte. Seine Strategie ist es, mit banalen Handlungen und Taten ein Held zu werden. Angesichts der harschen Kritik, die ihm wegen seines Verhaltens, Biden nicht als Wahlsieger anzuerkennen, entgegenschlägt, ist er praktisch durch Nichtstun zu einem geworden. Vermutlich war es noch nie so einfach, ein Held zu werden – man braucht nur in die Kameras zu sagen, das Ergebnis sei manipuliert worden; in Wirklichkeit habe man die Wahl gewonnen; der Sieg Bidens beruhe auf einen großangelegten Wahlbetrag; eine infamere Verschwörung habe die Welt nie gesehen usw.. Wer in einer Position, in der man es sich leisten kann, nicht das zu tun, was von einem erwartet wird, hartnäckig bei seiner Meinung, sei sie noch so unsinnig, bleibt, wird schnell zu einer außergewöhnlichen oder, wie bei ihm, gefährlichen Person verklärt. Das lockt Nachahmer an, auch wenn man nur als Robin Hood für alle jene, die partout nicht sehen wollen, gilt. Oder als einer, der nur Ressentiments schürt und anderen das Tun überlässt. Politisch tot ist man dadurch noch lange nicht. Der Bruch mit dem Establishment wäre vollzogen, wenn Trump Assange und/oder Snowden begnadigen würde. Dann würde er als Held gelten. Wer die Festnahme Nawalnys nutzt, um Biden zuvorzukommen, der hat nicht den Mut, die oben angesprochenen auf freien Fuß zu setzen. Es geht um die Erdgasleitung durch die Ostsee, die nicht in Betrieb gehen darf, koste es, was es wolle. Dabei ist es nicht so, dass Nawalny völlig grundlos 30 Tage ins Gefängnis muss – er hat einen Bewährungstermin nicht wahrgenommen. Alles ist ziemlich weit daher geholt und recht unfair (die Anwältin hat 1 Minute vor Beginn der Anhörung die Dokumente erhalten). Aber das ist noch lange kein Grund, Sanktionen zu verhängen. Zumal man damit dem Russen keinen Gefallen tut. Sollte die Leitung tatsächlich nicht fertig, werden sie ihn zum Sündenbock machen. Er wäre gut beraten, wenn er sich verbeten würde, seine Festnahme zum Anlass zu nehmen, Strafen gegen am Bau beteiligte Firmen zu verhängen. Der Blog würde sich nicht wundern, wenn die Russen nun alles ohne die Hilfe ausländischer Firmen herstellen müssten. Das würde einige Zeit dauern. Mehr als 6 Jahre haben sie gebraucht, um eine eigene Gasturbine für ihre Kriegsschiffe zu entwickeln. Ukrainische Motoren sind bald Geschichte. Die Ukraine wird nicht mehr gebraucht. Nur deren Menschen sind wichtig.

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Lockdown, der Appetit machen soll

Wenn nicht einmal die Liebhaber des Senfs, der mit dem Zusatz „Extra scharf“ wirbt, sonderlich begeistert über einen „Lockdown, extra scharf“ sein dürften , geschweige denn jene, denen er zu „hot“ ist bzw. die noch nie etwas von ihm gehört haben, dann liegt das nicht an den Härten, die dieser verspricht, sondern wohl am Slogan – der Blog glaubt, die Bürger würden eher einen „Lockdown, strahlend rein“ bevorzugen, erweckt dieser nach dessen Ende die Hoffnung, dass alles wieder so wie früher wird, denn über die neue Welt, die im Augenblick in aller Munde ist, weiß man nur, dass sie nicht so wie die alte sein soll, was jedoch nicht unbedingt dazu führt, den Eindruck zu gewinnen, nach den zwei Spritzen, die die Freiheit zurückbringen, könne man einen neuen Kontinent, der ungeahnte Möglichkeiten bietet, entdecken. Und auch wenn dem so wäre, würden sich die Menschen nicht unbedingt nach dieser drängen. Selbst als es noch etwas zu entdecken gab, was es nicht so, dass Scharen potentieller Entdecker den Hof Ferdinands II. eingerannt hätten, um von ihm eine Überfahrt in die Neue Welt finanziert zu bekommen. Gerade mal einer hat sich, wenn der Blog sich nicht täuscht, angeboten. Und Musk weiß auch noch nicht, wie viele ihm auf den Mars folgen werden. Gut möglich, dass er von dort oben ganz alleine sein Autowerk in der Mark Brandenburg führen muss. Dass die Menschen Ja zur Spritze, aber Nein zur Neuen Welt sagen, liegt in erster Linie an der Politik. Die hat es versäumt, Perspektiven aufzuzeigen. Für Merkel, die vor einem Jahr noch gedacht hat, die Menschen würden ihr zum Abschied zujubeln, wenn sie in ihrer Sänfte an ihnen vorbei defiliert, geht es jetzt nur darum, sich als gute Krisenmanagerin aus ihrem Amt zu verabschieden. Wie ein Tsunami hat Corona alles, für das sie mal gestanden hat, weggespült. Immerhin bescheinigen ihr viele Ausländer, eine „Klimakanzlerin“ zu sein. Sie hinterlässt auch kein technisches Vermächtnis, was für eine Physikerin doch recht erstaunlich ist. Ihrem Vorgänger verdanken wir die vielen Windräder, die die Landschaft verschandeln, und die Sonnenkollektoren. Strauß’ Steckenpferd waren Flugzeuge. Ohne ihn würde es wohl Airbus nicht geben. Da sich die Sicht der Ding aber oft ändert, kann sich der Blog gut vorstellen, dass man Merkel in 10 Jahren ganz anders beurteilt – dann könnte sie nicht mehr als „Madame Lockdown“ gelten, sondern als „Madame Vaccine“, die der Welt neues Lebens eingehaucht hat.

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Wird Söder unsere neue Mutti?

Haben Sie auch das Gefühl, dass der Söder eine bessere Mutti als das Original abgeben könnte? Der ist so gut darin, dass ich mich immer öfter gefragt habe, wie der Klub es schaffen konnte, neunmal Deutscher Fußballmeister zu werden. Gerade noch rechtzeitig bevor sich die Meinung durchsetzte, Spieler aus Franken müssen damals außenvor gewesen sein, fiel mir Lothar Matthäus ein – von diesem Augenblick an wusste ich, dass jedem Franken das Muttihafte in die Wiege gelegt wird. Das hindert ihn aber nicht daran, guten Fußball abzuliefern. In Krisensituationen wie der Pandemie wird deutlich, wie sehr ihm die kleinen Dinge des Lebens am Herzen liegen. Während viele Politiker sich schwer tun, auf das tiefe Corona-Niveau, das nur Diskussionen um Verbote kennt, jedoch große Dinge so gut nie besprochen, geschweige denn gelöst werden, hinabzusteigen, hat Söder keine Mühe, banalste Dinge anzugehen. So muss man in Bayern ab heute eine FFP2 Maske tragen, wenn man öffentliche Transportmittel nutzen oder einkaufen gehen will. Schwer vorstellbar, dass es dies unter Strauß gegeben hätte. Dem wäre es wohl wie Trump ergangen – er hätte die Krise ignoriert bzw. wäre die Probleme weniger engagiert als der vorbildliche Franke angegangen. Da er sich hätte um Dinge kümmern müssen, die ihm überhaupt nicht liegen, wäre Corona für ein Albtraum gewesen. Das Virus hätte sich auch gar nicht getraut, bereits zu dessen Regierungszeit zu erscheinen. Da hat der Unruhestifter lieber gewartet, bis einer wie Söder bayerischer Ministerpräsident wurde. Viren möchten natürlich auch wichtig genommen werden. Über mangelnde Wertschätzung kann sich Corona wirklich nicht beklagen. Fast jede Woche sagt er uns, wie man der Krise beikommen könnte. Diese Woche müssen die Pfleger daran glauben – für sie fordert er die Impfpflicht. Nur ein Drittel will sich impfen lassen. Angesichts dieser Zahlen wäre es nicht verwunderlich, wenn viele Rentner sich in den kommenden Tagen fragen sollten, ob man sie wohl loswerden wolle. Sollte er Kanzlerkandidat werden, sind ihm deren Stimmen so gut wie sicher – sehr zum Schaden von Merz und Co., die es partout nicht schaffen, sich auf die neuen Gegebenheiten einzustellen. Das nennt man wohl gutes Timing. Da kommt selbst Mutti nicht ran.

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RT ist aus dem Winterschlaf erwacht,

und das fast einem Monat bevor Phil über dessen Ende entscheidet. Streng genommen dämmert RT aber schon seit der Amtsübernahme Donalds vor sich hin – Lavelle („Crosstalk“) bspw. hat sich während dessen Amtszeit fast ausschließlich nur noch mit dessen Politik und Skandalen beschäftigt. Der ist so besessen von Trump, dass den Machern bei dessen Wahlsieg nicht anderes übrig geblieben wäre, als ihn zu feuern. Nun können sie darauf hoffen, dass Peter wieder zu seiner alten Form zurückfindet, zu der sein Sender binnen weniger Stunden hoch geschnipst ist, dank der „Kapitolstürmer“ bzw. der Reaktion des Mainstreams darauf. Der ist in Aufruhr, und RT tut alles dafür, dass dies noch eine Weile so bleibt. Wer schlecht über die Russen denkt, der könnte meinen, die Russen versuchten, aus Rache für Nawalny den Rebellenhaufen, bei denen nur der Anmarsch brillant war (Moltke: „Getrennt marschieren, vereint zuschlagen!“), als „Bilderstürmer“ unserer Zeit hochzujubeln (der Blog berichtete über richtige). Aber das sind sie in der Tat – erwartet wirklich jemand, dass Trump sich vor Gericht für seine Rede verantworten muss? Er wird sich nicht einmal zu verstecken brauchen (als Kellner in seinem Golf Resort, was 1k extra kostet), geschweige denn wegen eines versuchten Putsches in den Knast gehen (so schreibt er wenigstens kein Buch, in dem er den „Trumpismus“ zum bestmöglichen Herrschaftsprinzip erklärt). Trump wird unbehelligt bleiben. Es sind jene dran, die das Kapitol stürmten. Genüsslich mokiert sich RT über Todays Aufforderung, 25 Leute, die beim Sturm dabei waren, bei der Polizei anzuzeigen. Aufnahmen von denen hat die Zeitung nämlich veröffentlicht. Ist das eine Aufforderung, zu denunzieren? Darüber kann man geteilter Meinung sein. Interessant ist, dass der Sender kein Beispiel (von Twitter etc.), in dem sich jemand über Today lustig macht, aufgeführt hat. (Der Blog hätte natürlich eine Idee, die wegen Nawalnys spektakulärer Enttarnung eines Agenten aber nicht ganz ungefährlich ist – er würde schreiben, dass Person XY die KGB-Schule in Moskau besucht habe. Er sei eine Klasse unter ihm gewesen.) Da nur wenigen Todays Aufforderung suspekt zu sein scheint, stellt sich schon die Frage, ob viele sich jetzt schon fürchten, Opfer des Krieges gegen den Terror zu werden, über den Greenwald mutmaßt, er würde sich nun gegen seine Landsleute richten. Biden hat die „Kapitolstürmer“ bereits als Terroristen bezeichnet. Das war sicherlich das Schlechteste, was er machen konnte. Es hätte gereicht, die Aktion zu verurteilen. Das zeigt, dass er auf seinem Posten völlig überfordert ist. Amerika schaukelt sich hoch. Und die Welt schaut dabei zu.

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Niemand wählt Leute, die Nero nahestehen

Der Blog weiß nicht, was Donald sich gedacht hat, als er den Entschluss fasste, sich in der Öffentlichkeit so zu präsentieren, dass jeder, der sich einigermaßen mit Geschichte auskennt, den Eindruck gewinnen muss, er könne es locker mit Nero aufnehmen, der bekanntermaßen Rom angezündet haben soll. Natürlich reicht er an Ustinovs Nero bei weitem nicht ran. Da würde es auch nicht helfen, wenn er noch ein Musikinstrument spielen könnte. Ustinov spielt, wenn ich mich recht entsinne, Harfe. Und er hält sich für einen großen Sänger. Natürlich hat Trump nicht dessen Ehrgeiz. Er kommt viel brachialer und rauer daher. Ihm geht es um die reine Macht, was ihn wesentlich unsympathischer als Nero macht. Dessen Wahn hat noch einen gewissen Charme, während Donald die Anmut eines Pitbulls, der in wenigen Sekunden gegen einen anderen Hund kämpfen wird, ausstrahlt. Ein Szenefachmann wäre sicherlich nicht sonderlich begeistern von ihm. Der kennt Hunde, die wesentlich mehr Biss haben. Die Laien, wie eben auch diesen Blog, beeindruckt er aber schon. Angesichts seines notorisch rüpelhaften und aggressiven Benehmens fragt man sich schon, wie es sein kann, dass die Demokraten in den Umfragen zu den Wahlen in Georgia nicht haushoch führen, so dass niemand sich mehr für deren Ausgang interessiert. Die beiden liegen zwar vorne, jedoch das nur recht knapp. Selbst eine bekennende Anhängerin Trumps hat noch Chancen, Senatorin zu werden. Gewinnt Bidens Truppe, kann dieser trotz eines Patts alle Gesetze, die er einzubringen gedenkt, dank seiner Stellvertreterin, mit deren Stimme jedes Unentschieden aufgehoben werden kann, durch die Abstimmung bringen. Was nach einem großen Erfolg aussieht, könnte sich als Pyrrhussieg herausstellen – nämlich dann, wenn seine Abgeordneten keine Lust haben, ihm zu folgen. Dann wird es heißen, er habe seine Partei nicht im Griff. Angesichts des Personals, das er sich ausgesucht hat, fällt es nicht schwer, sich vorzustellen, dass bald die große Unzufriedenheit einsetzen könnte. Das ist ein Obama III Kabinett. Vermutlich wird dessen Ehefrau Kelly als Außenminister ablösen. Und dann für die Präsidentschaft kandidieren. Nuland, die half, den Russen die Krim zurückzubringen, ist auch mit dabei. Während der Hochzeit des Maidans war sie für den Kreml die Unperson schlechthin. Jede Wette, dass es wieder schafft, eine zu werden. Bidens Team verspricht nichts Gutes. Genau das Team, das abgewählt wurde, fängt nun wieder an. Das wird erst auffallen, wenn Nero nicht mehr zündeln kann.

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Ein Jahrestag jagt den anderen in diesem Jahr

Und dieser Blog kann von sich behaupten, unter den Jubilaren zu sein – im Februar wird er 10, was natürlich nicht gefeiert wird, denn so gerne er die Einladungen der Prominenten dieser Welt, mit ihm diesen Jahrestag zu feiern, annehmen würde, bliebe ihm wegen der Wahrung seiner Unvoreingenommenheit nichts anderes übrig, als abzusagen. Selbst eine Einladung des Oberbürgermeisters in eines der Spitzenrestaurants Halles müsste er ausschlagen. Natürlich steht es den Lesern frei, am 15. eine Corona-konforme Party zu starten. Unglücklicherweise wird Wiki an diesem Tag 20, so dass die Feiersaison schon aufhört, bevor das Jahr richtig angefangen hat, denn mehr Jubiläen hat das Jahr nicht zu bieten. Wer will schon den 100. Geburtstag von Nancy Reagan feiern? Oder noch jenen Dürrenmatts, wenn die Zeit schreibt, er sei sexistisch? Gert Fröbe als Kindermörder ist da fast schon obligatorisch. Und hoffentlich erleben wir Peter Ustinov nicht nur als „Hercule Poirot“, sondern auch als Ganoven. Katholiken und Evangelen dürfen sich darauf freuen, am gleichen Tag, wenn auch getrennt (nichts mit Ökumene), die Sau rauslassen zu dürfen – übermorgen jährt sich die Exkommunikation Luthers zum 500. Mal. Das war es auch schon (hier die Liste). Dafür hat dieses Jahr drei denkwürdig schlechte Tage zu bieten – Mauerbau, 9/11 und Fukushima. Aber wozu brauchen wir einen großen Jahrestag, wenn wir in diesem Jahr ein „Kriegsende“ feiern können? Diesmal sind die Deutschen sogar unter den Siegern, zum ersten Mal nach 150. Jahren. Vermutlich werden wir mit der EU feiern. Wann ist aber noch völlig offen. Die Russen haben sich vorgenommen, im November, nach geschätzten 204 Millionen Impfdosen (das sind bis zu 325 Monde), alle Restriktionen fallen zu lassen. Angesichts der Wahl im September hatte der Blog gedacht, die Deutschen würden viel eher jubeln. Im Augenblick sieht es jedoch nicht danach aus. Hätte man besser eingekauft, wenn Merkel noch mal angetreten wäre? Das wird wohl niemand beantworten können. Sicher ist nur, dass sie die einzige unter den Anwärtern auf Bundeskanzleramt wäre, die der Wähler für den Fall, dass es mit den Impfungen schleppend vorangehen sollte, nicht abstrafen würde. Wenn die Union Glück hat, hält Merkel in diesem Jahr noch einmal eine Neujahresansprache. Es ist auch gut möglich, dass uns um diese Zeit ein Grüner regiert. Wenn die Grünen die Mehrheit haben, geht alles ganz schnell. Die werden lange Koalitionsverhandlungen unter allen Umständen vermeiden wollen.

PS: Fast hätte ich die Monarchisten vergessen. Die dürfen sich auf den 150. Jahrestag des Kaiserreichs freuen. Vermutlich gibt es gar keine echten Kaisertreuen mehr. Jedoch treten immer mehr Politiker wie Monarchen auf, allen voran unser Oberbürgermeister, der sich mehr und mehr als „Wilhelmmist“ entpuppt.

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Alles Gute für 2021

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Auch Impfprivilegien müssen hart erarbeitet werden,

aber wenigstens braucht niemand zu fürchten, dass Impfprivilegien, anders als bspw. früher bei der Post, wo das Privileg, die Briefe verteilen zu dürfen, auf die Nachkommen übertragen wurde, vererbt werden können. Das jedoch nur, weil es schlicht unmöglich ist, nur Leute zu impfen, deren Verwandte in Altersheimen leben und über 80 sind. Wenn Privilegien nicht geerbt werden können, muss man sie sich erarbeiten, denn schließlich gibt es keine Sonderrechte für umsonst, auch die Impfprivilegien nicht. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, dass sie gar keine richtigen Vorrechte sind – die Rechte nach den zwei Impfungen ermöglichen nur, das Leben zu führen, das man vor Corona geführt hat, wie bspw. ins Kino zu gehen oder in den Urlaub zu fliegen. Da es sich um einen Etikettenschwindel handelt, hätten die Impfprivilegien in normalen Zeiten beste Chancen, zum Unwort des Jahre gekürt zu werden. So aber ist nicht auszuschließen, dass sich im neuen Jahr nicht noch ein Wort findet, das dieses um Längen toppt. Etikettenschwindel hin oder her – den Leuten wird das egal sein. Hauptsache man ist geimpft. Angesichts des Chaos, das an den österreichischen Skistationen herrscht, fällt es nicht schwer, sich vorzustellen, was los sein wird, wenn die Impfstoffe für die Bürger unter 60 freigegeben werden. Womöglich noch kurz vor der dem Sommer. Da ist Hauen und Stechen angesagt. Vermutlich ist es ratsam, sich am Tag, ab dem man seinen Termin zum Spritzen buchen kann, frei zu nehmen. Da ich unseren Politikern die Genugtuung, die sie empfinden, wenn die Impfhäuser gestürmt werden, nicht gönne, habe ich richtig Lust, mich woanders impfen zu lassen (das haben sie sich einfach nicht verdient). In Frankreich bspw., wo sich nur 40 Prozent der Bevölkerung immunisieren lassen wollen. Ein Paradies für Impfwillige. Als erfahrene Republikaner kommt es den Franzosen vermutlich überhaupt nicht in den Sinn, Leute, die sich impfen lassen, zu bevorzugen. Egalite gilt auch während der Pandemie. Russland wäre auch ein Ziel. Da scheint es recht locker zuzugehen. Man sollte nur vorher duschen oder in die Wanne gehen – vier Tage kein Bad, keinen Sport und keinen Alkohol. Lieber ein wenig müffeln als Schlange zu stehen. Ich bin gespannt, wie es mit den Achtzigjährigen, die in freier Wildbahn leben, laufen wird. Ein erster Vorgeschmack auf die Dinge, die noch kommen.

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