Donald bedient sich des Stockholm-Syndroms

Glaubt Donald wirklich, er könne Amerika wie seine Immobilienfirma lenken? Wer die Woche verfolgt hat, welchen Schaden er angerichtet hat, der wird nicht umhinkommen, sich einzugestehen, dass Donald gerade dabei ist, seine Landsleuten mit einem Virus, den bisher nur Terroristen kreieren konnten, zu infizieren – das Stockholm-Syndrom ist im Anmarsch. Niemand weiß, wie viele sich schon angesteckt haben. Bisher hat es sich nur in extremen Situationen ausbreiten können. Bspw. bei Leute, die als Geiseln genommen wurden. Nach ihre Freilassung pflegten sie freundschaftliche Gefühle für ihre Peiniger. Als ob sie dafür verantwortlich wären, dass es nicht schlimmer gekommen ist. Nicht die Polizei oder die Elitetruppen haben ihr Leben gerettet, sondern die Terroristen. Donald ist nun dabei, auszuprobieren, ob das auch bei Menschen funktioniert, deren Stimmen er braucht, um wieder Präsident zu werden. Leider kann nicht garantiert werden, dass er mit diesem Irrsinn bei ihnen im November Schiffbruch erleidet, denn es nimmt ja noch ein zweiter an der Regatta teil. Das Problem ist nur, dass Biden noch nicht aus dem Hafen herausgekommen ist, während Skipper Donald auf hoher See seine Jacht von einem Unwetter ins andere steuert. Es sieht aus, als würde er ihnen regelrecht nachjagen. Statt auszuweichen segelt er schnurstracks in eine See, wo die Wellen 30m hoch sind. So hat es jedenfalls den Anschein. Bei näherer Betrachtung ist die Lage gar nicht so bedrohlich für ihn. So macht der Austritt aus der WHO für ihn Sinn, denn erst dieser macht seine Argumentation glaubhaft, wegen ihres Versagens habe Amerika so viele Tote zu beklagen. Sein Kalkül ist, dass sein Mitbewerber es erst einmal schaffen muss, die Wählerschaft davon zu überzeugen, dass er der Hauptverantwortliche für die zig Corona-Toten sei. Ein Faktenchecks Twitters, in dem Followers und Leser darüber informiert werden, dass der Inhalt einer seiner Tweets nicht stimme (in einem Aufsatz stände da ein I, wobei es natürlich interessiert wäre, zu erfahren, wie eine Arbeit, in der jeder Fehler, den ein Schüler machen kann, vorkommt, aussehen könnte – alleine schon wegen der vielen Fehlercodes sollten die Schule weiter geschlossen bleiben) ist da genau richtig gekommen, um aufgrund der Schelte per Dekret zu erlassen, dass in den sozialen Medien jeder schreiben kann, was er will. (Nur eben die Russen nicht.) Wegen der Ausschreitungen in Minneapolis wegen des Todes George Floyds hat er nun die Möglichkeit, sich als Law und Order Präsident, der jeden, der fremden Eigentum zerstört, hart bestraft, zu präsentieren. Dass er dessen Familie sein Beileid ausgesprochen hat, erwähnt er nur am Rande. Seine Kernbotschaft lautet, die Menschen vor Übergriffen zu schützen, und das selbst mit Waffengewalt, was für viel Empörung sorgt, jedoch Donald hilft, da seine Gegner, allen voran der Hafenkapitän Biden, dessen Ausdrucksweise mehr Aufmerksamkeit als den Sorgen der Bürger zuteil werden ließen. Warum die Demokraten einen Mann nominierten, der allenfalls noch in Binnengewässern ein Boot steuern kann, zu ihrem Skipper gemacht haben, ist ein Rätsel. Talente gibt es genug. Gestern kam der Gouverneur Minnesotas hinzu – die Pressekonferenz Tim Walz‘ gestern war beeindruckend. Er hat sich als idealer Führer in einer heiklen Situation präsentiert. Schnell, gewandt, sicher, energisch. Kein reiner Demokrat (zu seinem Erstaunen stellte der Blog bei seinen Recherchen, dass es noch eine demokratische Bauern-Arbeiter-Partei in Amerika gibt). Aber das sollte die Demokraten nicht davon abhalten, ihm das Hochseekapitänspatent auszustellen, für den Fall, dass Biden über Bord gehen sollte. Besser wäre es, sie würden ihn jetzt schon ans Steuerrad lassen.
PS: Wer in diesem Sommer eine Auszeit nimmt, die er dafür nutzt, Europa zu bereisen, der kann viel Geld sparen – im Falle einer Corona-Infektion sichert Zypern eine kostenlose Behandlung zu, Sizilien zahlt jede dritte Nacht (bei 14 Tagen gibt es 4×45 €), bei einer spanische Kette sind 65 € pro Nacht frei. Zudem zahlt man überall weniger als vor einem Jahr Wer will da noch an die Ostsee.

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Neue Normalität – die kürzeste, die es je gegeben hat

Die neue Normalität – gerade habe ich mich an sie gewöhnt, da fängt Bodo an, die alte wieder für en vogue zu erklären, was unserer Kanzlerin, die angeblich die neue Normalität noch gerne aufrecht erhalten hätte, gar nicht gefallen haben soll. Sie kann eben nicht immer gewinnen, aber wenigstens hat sie es geschafft, die neue Normalität so lange zu bewahren, dass sie auf die Frage, warum sie nicht zur Militärparade nach Moskau (Sieg über Hitler) fahre, ohne zu lügen antworten kann, die Bestimmungen ihres Landes verböten ihr, auf der Kremlmauer neben Putin stehend den Aufmarsch beizuwohnen. Außerdem könnte sie sagen, der Mindestabstand werde nicht eingehalten (die Veteranen sind so alt, dass sie eng zusammenstehen müssen, um nicht umzufallen), zudem trage niemand eine Maske. Da die neue Normalität verlangt, Hochrisikogebiete wie eben die Kremlmauer strengstens zu meiden, ist es ganz folgerichtig, dass die Kanzlerin wegbleibt (sie gilt ja dann noch). Während Moskau spätestens am 24.06. wieder alte Zeiten anbrechen bzw. die Moskowiter so tun dürfen, als sei alles wie früher, müssen sich die Berliner damit noch eine Weile gedulden. Fast hätte Bodo seine Thüringer als erste aus der neuen Normalität geholt – praktisch ohne Eingewöhnungsphase sollten sie den Sprung zurück ins alte Leben Ende nächster Woche schaffen. Zurück per Schocktherapie. Daraus wird nichts. Es wäre auch ungerecht gegenüber jenen, die ihre Maske, die Bodo abschaffen wollte, nach gewissen Anlaufschwierigkeiten langsam zu mögen beginnen. Zu denen gehöre ich nicht – ich habe meine Masken schon bei Kauf gemocht. Diese eventuell bald nicht mehr tragen zu dürfen (Vermummungsverbot?) ist ungefähr so, als ob man den Inhalt eines Schuhschrankes einer Frau, die traurig darüber ist, dass mindestens die Hälfte der Schuhe noch niemand gesehen hat, entsorgen würde. (Ausnahmsweise stimmte ich mal nicht mit Wolfgang Neuss, der sagen würde, auf deutschem Boden dürfe nie mehr eine Maske ausgehen.) Es ist auch ungerecht gegenüber allen jenen, die Masken, von denen viele todschick sind, hergestellt haben. So sehr ich das Ende der neuen Normalität herbeisehne – auf meine Masken möchte ich im Augenblick nicht verzichten.

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Dieser Männertag war irgendwie anders

Ist der Männertag, wie wir ihn kennen, am Ende? Da lese ich seit der Renaissance der Heimarbeit, Frauen seien, weil sie sich neben ihren Beruf noch um den Haushalt sowie die Kinder kümmern müssten, während ihre Männer sich ausschließlich ihren Jobs widmen würden, die eigentlichen Leidtragenden der Krise, um dann vorgestern festzustellen, dass reine Männergruppe nicht mehr das Bild am Herrentag prägen. Vermutlich ist es noch zu früh, zu behaupten, sie sind im Begriff, auszusterben. Auf alle Fälle sind am Männertag nicht mehr nur sie ausschließlich anzutreffen. Dafür werden die Gruppen, in den Frauen und Männer gleich stark vertreten sind, immer mehr. Ein Trend, den dieser Blog natürlich begrüßt, jedoch nicht verschweigen will, man könne sie auch zum Dank dafür, dass sie sich 6 Wochen lang abrackerten, mitgenommen haben. Nächstes Jahr wissen wir mehr, wenn alles hoffentlich wieder so sein wird, wie es mal wahr (der Männertag gehört natürlich zu den vielen Ausnahmen). Nach dem verlängerten Wochenende geht es erst einmal weiter wie gehabt, was bei den Kindern mich in großes Erstaunen versetzt – meine Generation wäre schon längst von zu Hause getürmt, statt in der Wohnung zu sitzen. Wir hätten die vielen freien Tage genutzt, um draußen zu spielen. Wenn ich nicht wüsste, dass es für Kinder von heute normal ist, den ganzen Tag beobachtet zu werden – nur nachts lässt man noch sie allein (die Betonung liegt auch noch) –. würde ich sie bedauern. Hätte der Virus vor 50 Jahren zugeschlagen, wäre die Polizei nur damit beschäftigt gewesen, nach Kindern, die abgehauen sind, zu suchen. Eine Ausgangssperre hätte höchstens eine Woche gehalten. Schnell wäre die Einsicht gereift, dass sie besser in der Schule aufgehoben wären, als ihre Umgebung unsicher zu machen. „Virenschleudern“ hätten sie uns hinterhergerufen. Wie wären es wohl, die die Alten angesteckt hätten. Im Amazonas könnten diese Rolle die Missionare, denen Bolsonaro gegen den Willen der Eingeborenen erlaubt hat, in deren Reservaten zu bleiben, übernehmen (Evangelisten, versteht sich). Ein Schelm, wer Böses dabei denkt (siehe Schicksal der Feuerlandindianer). Sind die Ureinwohner ausgerottet, ist es für ihn ein Leichtes, weiteres Land urbar zu machen. Alleine im Corona-Monat April wurden 65% mehr Holz als noch vor einem Jahr geschlagen. Sieht so der Aufbruch aus dem Kohlendioxidzeitalter aus? Wohl kaum. Zu allem Überfluss ist Brasilien nicht das einzige Land, das glaubt, weiter Raubbau an der Natur betreiben zu können. Russland hat gegenüber der Krim ein Kohlehafen in Betrieb genommen – Kapazität 35 Millionen Tonnen (sicherlich zu weit weg von Orten wie Jalta, deren Ruf der anfallender Staub hätte arg ramponieren können). Die Russen werden sie los. Und das vermutlich noch recht lange, denn um den Anstieg der Temperatur auf vertraglich vereinbarte 1.5 Grad Celsius zu begrenzen, bedürfte es einen permanenten Shut- und Lockdowns – da sind gleich bis zu 45 Prozent Senkung drin.

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Ausgerechnet Bollywood muss es richten

Nach der Zwangspause Bollywood (?) – ernüchternder und trostloser kann das neue Kinozeitalter nicht starten, ja angesichts des Kitschs, der jeden, auch wenn er es partout nicht will, unbarmherzig cocooniert, sobald er in Bollywood anfängt, so dass selbst jemand, der nach einem Stück Kuchen automatisch ein Kilo zunimmt, bessere Chancen hat, überflüssige Pfunde loszuwerden, als ein Bollywooder seinen Kokon (den gibt es lebenslänglich), sollten die Kinos gar nicht erst aufmachen.

Erst lässt Trump uns im Stich. Nun Hollywood. Von Donald haben wir nichts anderes erwartet. Die Aussicht, wegen der Folgen des Virus nicht wiedergewählt zu werden, setzen ihm so zu, dass er jeden, der seinen Lebensstil ändert, als Feigling betrachtet. Wie der Führer, der sehr litt, als sich seine Soldaten gegen seinen Willen zurückgezogen haben. Ich weiß nicht, ob es ihn trösten würde, wenn ihm jemand sagte, dass das Martyrium des Führers 3 Jahr lang dauerte, während er nur knapp ein Jahr zu leiden habe. Zu allem Überfluss hat Biden nun auch noch angekündigt, als Präsident ihn im Falle eines Vergehen nicht zu schützen – von seinem Recht, Donald kraft seinen Amtes freizusprechen, werde er keinen Gebrauch machen. Kein Wunder, dass Trump zur Zeit den König gibt. Könige wird man nicht so schnell los. Dafür fällt bei einem Sturz der Kopf richtig tief. Ist Hollywood etwa auch mit sich selbst beschäftigt? Wohl kaum. Die warten, bis alle immunisiert sind. Es gibt natürlich Ausnahmen. Quiet Place 2 soll am 2. September rauskommen. Das schaffen wie bis dahin nie. Selbst bei Bond (November) müssen wir uns schwer anstrengen, die Herde, also uns, zu mehr als 60 Prozent zu immunisieren (fairer Weise muss ich sagen, dass die Europäer für nächste Woche auch keinen Film präsentieren können). So muss Bollywood ran. (Da das Chaos und Leid, das das Virus über Europa gebracht hat, zum größten Teil auf hiesige Fehlentscheidungen zurückzuführen ist, hätte sich kaum jemand gestört, wenn nur ein chinesischer Film – eine Doku über die Peking-Oper – im Angebot sein würde.) Der Blog kann Entwarnung geben – „Orphanage“, so heißt der Film, hat vier Sterne erhalten. Und die Handlung ist mehr als interessant – es geht um Jugendliche in einem Waisenhaus kurz vor dem Sturz der Kommunisten. Heute kaum vorstellbar, dass die einmal das Land regiert haben sollen.

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Post-Corona-Zeit – war zum Greifen nah

Wer bis jetzt Angst hatte, die Post-Corona-Zeit (wären die strengen Regeln bis gestern eingehalten worden, hätten wir heute schon die neue Zeit in den Stadien, Kinos und Kneipen begehen können, so dass man mit Fug und Recht behaupten kann, Laschet u. Co. haben mit ihrem Öffnungswahn uns um einen Feiertag – Tag der Befreiung vom Virus (ohne fremde Hilfe) – gebracht) könnte völlig anders als die Prä-Corona-Zeit sein, darf Hoffnung schöpfen – es sieht so aus, als ob uns wenigstens alte Feindbilder erhalten bleiben, denn die deutsche Bundesnetzagentur hat entschieden, den Nord-Stream 2 unter EU-Recht zu stellen. Gasprom kann den Bau fortsetzen, muss aber bei Inbetriebnahme die Bestimmungen der EU einhalten, was bei Baubeginn nicht vereinbart war. Theoretisch müssten die Russen erlauben, ukrainisches Gas durch die Leitung zu lassen. Und Gasprom müsste für einen neuen Betreiber für die Pipeline finden. Die Russen werden sich sicherlich etwas einfallen lassen. Die Post-Corona-Zeit scheint, was das Verhältnis der Deutschen zu den Russen angeht, nahtlos an die alte Zeit anzuknüpfen. Noch herrscht aber der Virus und damit bei vielen die Hoffnung, es könne sich nach ihrer Immunisierung, die ich als Gegner jedweder Herdenbildung gerne per Impfung vollziehen würde, bzw. der schrittweisen Öffnungen einiges zum positiven ändern. Ich wäre ja schon froh, wenn alles wieder so werden würde, wie es war, denn langsam wird es langweilig und damit anstrengend. Die weder-Fisch-noch-Fleisch-Strategie, die auf der Einschätzung beruht, die Bürger seien wegen der langen Fastenzeit in einem Kaufrausch (was natürlich aufgrund der Unsicherheit unsinnig ist), unserer Ministerpräsidenten wird daran nichts ändern. Die berühmten R=0,2, die nötig wären, um zum normalen Leben zurückzukehren, werden, wenn mich meine bescheidenen mathematischen Kenntnisse nicht im Stich lassen, bei einer Annahme von 1000 Erkrankten, steten R=0,75 und den unvermeidbaren 14 Tagen erst Ende des Sommers erreicht. Bei 200 Erkrankten pro Tag hätten die Gesundheitsämter, wenn ich die Diskussion richtig verstehe, keine Probleme, jeden einzelnen Fall zu untersuchen, ohne dabei die Bewegungsfreiheit der Bürger einschränken zu müssen. Stimmt das, sind wir von der Post-Corona-Zeit noch weit entfernt. Vielleicht wäre es an der Zeit, wenn die Länder zentralen Stellen einrichten, die die Gesundheitsämter unterstützen (als schnelle Reserve oder Eingreiftruppe). Der Staat sieht mal wieder seine Aufgaben im Erstellen von Auflagen sowie deren Kontrolle. Selbst präventiv greift er, wie schon am Anfang des Jahres, nicht ein. Kein Wunder, dass viele Bürger misstrauisch werden.

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Inflation, Deflation – das zur gleichen Zeit

Was tun, wenn Inflation und Deflation zur gleichen Zeit auftreten, was, wenn mich nicht alles täuscht, zum ersten Mal in der jüngeren Geschichte der Fall sein dürfte? Wie der Inflation ein Schnippchen und aus der Deflation Kapital schlagen? Das ist natürlich nicht so ganz einfach. Viel hängt von den Vorlieben, der Lebensweise und dem Umfeld ab. Ich habe nicht lange gebraucht, um zum Schluss zukommen, dass ich ein Corona-Gewinnler sein müsste, was nicht unbedingt heißt, ich würde mit dem Virus viel Geld verdienen. Vielmehr geht es darum, ob ich in der Lage bin, der Inflation zu entgehen und von der Deflation zu profitieren. Meinen ersten Sieg habe ich schon errungen – als Esser fast ausschließlich exotischen Obstes bin ich von den steigenden Preisen in den Obsttheken nicht betroffen. Beim Gemüse habe ich den Vorteil, nicht sehr anspruchsvoll zu sein bzw. auf eigene Saisonware setzen zu können, so dass ich auf Tomaten im Laden, deren Preis 23 % gestiegen sein soll, kaum angewiesen bin. Möhren, Sauerkraut, Kohlrabi – die guten alten Nahrungsmittel, die es in der DDR immer gab. Gut bedient sind auch alle, für die der Sommer eine Nebensaison ist. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich gar nicht mehr weiß, wie sich Urlaub im Hochsommer anfühlt. Wenn zu lesen ist, dass die Sylter vorerst keine Tagestouristen mehr wollen, sollte jedem klar sein, wohin die Reise geht – nach wenigen KdF-Jahren (aus heutiger Sicht ist es unvorstellbar, wie die Leute glauben konnten, auch noch in 1000 mit KdF verreisen zu können), 4 Jahrzehnten FDGB sowie 30 Jahren, in denen auch gewöhnliche Menschen an die Ostsee fahren konnten, wird es Zeit, dass die 3 Kaiserbäder endlich wieder zu dem werden, was sie Anfang des letzten Jahrhunderts berühmt gemacht hat – mondäne Badeorte, zu denen nur die Reichen Zugang haben. Vornehm gekleideten Menschen, die man nur gegen eine Gebühr zu sehen bekommt (das Tagesticket für den Tagestouristen wird der großer Renner dieses Sommers). Da lt. Drosten in Zeiten Coronas der sicherste Platz in einem Restaurant der draußen sein soll, hängt viel vom Wetter ab. Möge den Urlaubern nur Sonne beschieden sein. Vielleicht scheint sie ja noch, wenn meine Hauptsaison anfängt. Und was ist mit der Deflation? Da hoffe ich auf eine starke Performance Musks am Fließband – da er seine Fabrik im Kalifornien hat illegal anlaufen lassen, bleibt ihm nichts anderes übrig, als mit am Band zu stehen, um im Falle des Eintritts der Polizei sich festnehmen lassen zu können. Hoffentlich lästern seine Beschäftigten nicht so sehr über dessen Namenswahl seines Sohnes – den Namen kann nur er aussprechen. Das schadet nur der Motivation. Möge der Preis dank der Massenproduktion derart in den Keller gehen, dass ich mir einen kaufen kann.

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Auch die Mama kann sich mal irren,

was Mutti natürlich nicht passiert, der Mama Bavaria aber schon, denn in ihrer Zeit auf dem Nockerberg ist sie mit dem Söder so hart ins Gericht gegangen, dass unvermeidlich der Eindruck entstehen musste, der Markus kann nur das Schwarze Schaf der CSU, ja ganz Bayerns sein. Die Mama hat ihn für einen begnadeten Intriganten gehalten, der an jedem Hof, egal in welchem Jahrhundert, eine große Karriere hingelegt hätte. Vermutlich würden viele die Einschätzung der Mama, der Markus sei einer, dem jedes Mittel recht ist, nach oben zu kommen (ein bayerischer Machiavelli), noch teilen, wenn dem Land nicht etwas widerfahren wäre, bei dessen Bewältigung er sich hervortun kann, was seinen beiden Kanzlerkandidaten-Vorgängern verwehrt geblieben ist – als Strauß 1980 gegen Schmidt antrat, war er als notorischer, skandalumwitterter Rechter verschrien. Die Reise in die DDR hätte er vor der Wahl machen müssen, um eine Chance zu haben. An Gorbatschow, dessen Politik er unterstütze, was ihm den Ruf eines Ost-Versteher einbrachte, war zu der Zeit noch nicht zu denken. Und Stoiber hatte das Pech, dass Schröder sich in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten hat publikumswirksam sehen lassen, während er in Bayern blieb. Das wird Söder nicht passieren. Irgendwie schafft er es immer, bei den Corona-Pressekonferenzen, die immer nach den Treffen der Ministerpräsidenten im Bundeskanzleramt stattfinden, neben Merkel zu sitzen. Und nicht nur das. Er doziert sogar länger als die Kanzlerin. Anschließend ist es richtig wohltuend, dem Hamburger Bürgermeister zuzuhören – hanseatisch kurz gibt er seine Eindrücke wieder. Dabei spricht er so, wie der Blog schreibt. Aber mit Schachtelsätzen kann man heute keinen Wahlkampf mehr gewinnen. Vermutlich darf er immer neben Merkel sitzen, weil sein Land am stärksten von der Epidemie betroffen ist (aber wozu wählt man dann einen Bundesratsvorsitzenden, der im Augenblick Woidke heißt und Brandenburg regiert)? Geschenkt, da Woidke eh niemand sehen will. Aber es ist nicht so, dass der Söder sich aufdrängt. Das war früher vielleicht mal der Fall. Heute wollen ihn die Leute sehen und vor allem hören. Er scheint die Sprache der Menschen draußen im Lande zu sprechen. So wie Kohl, dem das Land diese Formulierung verdankt. Wie Kohl weiß er, wann er nachzugeben hat. Und er wird es auch schaffen, im Falle eines Rückfalls oder einer zweiten Welle, die aufgrund der Lockerungen schlimmer als erwartet ausfällt, noch ganz oben zu stehen. Schließlich kann er damit argumentieren, hätte man auf ihn im Mai gehört, wären alles wesentlich glimpflicher verlaufen. Söders Chancen, der erste CSUer im Bundeskanzleramt zu werden, stehen nicht schlecht. Einer, dem man es am wenigsten zugetraut hätte. Mama Bavaria schon gar nicht. Die hing am ihrem Horsti, der auch bald Geschichte sein wird. Oder glaubt jemand, dass Seehofer Minister in einem Kabinett Söder sein wird?

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Ein Impfstoff dank Manhattan-Project II?

Impfstoff und Manhattan? Was sich auf den ersten Blick vielversprechend und verlockend anfühlt, dürfte nach Aufdeckung der Tarnung, wofür heute eine Eingabe bei Google reicht, während vor 75 Jahren, als das Projekt auf Hochtouren lief, nur Stalin etwas damit anfangen konnte, Unbehagen auslösen – so nannten die Amerikaner und ihre Verbündeten das Programm zur Entwicklung der Atombombe. 3 Jahre haben sie gebraucht, um die Bombe zu entwickeln. Für einen Impfstoff wären 3 Jahre eine Ewigkeit, was nicht unbedingt an meiner Ungeduld liegt, sondern den vielen Meldungen, die besagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis ein Mittel gegen Corona zur Verfügung stehen würde. Heute ist z.B. in der Tagesschau zu lesen, eine indische Firma könne mit der Produktion des Stoffes schon in 2 Wochen beginnen. Und da es nicht das einzige Unternehmen ist, das behauptet, bald über einen Impfstoff zu verfügen, frage ich mich, wozu die knapp 8 Milliarden Dollar, die von der Leyen für die Bekämpfung des Virus bisher eingesammelt hat, benötigt werden. Wird es doch nicht so einfach, wie die Erfolgsmeldungen uns es glauben machen wollen? Es scheint so zu sein, denn lt. des UN-Generalsekretärs Guterres werde sogar das 5-fache benötigt, womit Manhattan II fast doppelt so teuer wie das Originalprojekt, nach Umrechnung 21 Milliarden Dollar, werden könnte. Wenn ich es nicht besser wüsste, müsste ich angesichts der Summen, die genannt werden, annehmen, dass jeder Person, die sich testen lässt, so viel wie Ronaldo verdient. Oder wie Neuer, der angeblich 20 Millionen Euro haben möchte. Ganz zu schweigen von den Wissenschaftler, die die Substanz herzaubern. Über das Manhattan I gibt es eine Übersicht darüber, für was das Geld ausgegeben wurde. Sollte es mal eine Übersicht über die II geben, dann stände wohl neben der Produktion bestimmt gut zwei Drittel der Gesamtsumme. 12 € soll die Dosis der Inder kosten, was wesentlich preiswerter als eine Grippeschutzimpfung, für die man zwischen 20 bis 35 € zahlt, sein würde. Würde sich jeder gegen die Grippe impfen lassen, müssten die Krankenkassen mindestens mehr als 1,6 Milliarden Euro zahlen. (Angesichts der Summe wird klar, warum die Herdenimmunität schon bei 60 % einsetzen soll.) Wird am Ende der gleiche Impfstoff für alle herauskommen? So wie bei der Grippe? Ich habe da so meine Zweifel. Anders als vor 75 Jahre forscht jeder darauflos, was nicht unbedingt schlecht sein muss, ja sogar sehr gut ist. Aber wird das beste Mittel siegen?

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Wie ein Geisterspiel gelingen kann

Was gibt es Schöneres, als nach einem Tor der Schalker im Geisterspiel gegen den BVB – praktisch das Eröffnungsspiel der Geisterspielsaison, von der im Gegensatz zu den Zeiten, in denen die Zuschauer noch anwesend sein durften, niemand sagen kann, wie sie ausgehen wird – den Torjubel der königsblauen Fans beim 4:4 Ausgleich Naldos im Match vor zwei Jahren eingeblendet zu bekommen? Willkommen in der neuen Welt des Fußball ohne Zuschauer, in der die Kreativität der Sender, die die Spiele live übertragen, gefragt ist. Dieser Blog hat einige Tipps parat, wie aus einem leblosen Geisterspiel ein große Ereignis werden kann. Man muss nur so tun, als ob Zuschauer anwesend wären. Natürlich muss bei jedem Tor, das fällt, der Jubel eingespielt werden, so wie wir es aus den Sitcoms kennen, in denen ja immer viel gelacht wird. Und auch die entsprechenden Fangesänge sollten die Sender auf Lager habe. Gehen mehrere Spiele hintereinander verloren, ist es angebracht, die Fans zu fragen, ob beim nächsten Spiel bei einem entsprechenden Spielstand der Ruf „Sch… Millionäre“ eingespielt werden darf. Das würde, glaubt dieser Blog, die Anhänger ungemein freuen. Gut wäre es, wenn die Schlachtrufe und Anfeuerungsgesänge nicht nur im Fernsehen, sondern auch im Stadion zu hören wären. Das würde die Übertragung noch authentischer machen. Der Blog hält es auch für wichtig, unbedingt zu vermeiden, den Zuschauer leere Ränge zu zeigen. Sobald die Kamera auf die Tribüne schwenkt, müssen Menschen zu sehen sein, deren Outfit zur Jahreszeit und zum Verein passt (schlimm, wenn Leute in Wintersachen oder/und die falschen Fans zu sehen wären). Das größte Problem wird sein, das Interesse der Fans für ein Geisterspiel zu wecken. Die jüngsten Umfragen zeigen, dass die meisten Deutschen dagegen sind. Da die Deutschen so gerne Raten, wäre es angebracht, ihnen während des Spiels Aufgaben zu stellen, deren Beantwortung richtig lukrativ ist. Man müsste also schon vor der Übertragung damit werben, dass es während des Sehens etwas zu gewinnen gibt. Bsp. Könnte man die Zuschauer fragen, in welcher Minute Fans, die nicht Anhänger des Heimvereins sind, eingeblendet wurden. Der erste Anrufer bekommt dann eine Karte zu einem Spiel, das wieder besucht werden kann. Oder er gewinnt eine Flugreise. Natürlich hat der Blog auch an die Gesundheit der Spieler und Beteiligten gedacht – Quarantäne heißt hier die Lösung. Bei einem Mittwoch Sonnabend Rhythmus sollte das bei neun ausstehenden Spielen kein Problem sein. Welt- und Europameisterschaften laufen ähnlich ab. Ich muss sagen, dass ich mich aufs Revierderby freue. Und ich hätte nichts dagegen, wenn der Torjubel vor zwei Jahren – Sie erinnern sich, Naldo – drei- oder gar viermal gezeigt werden könnte.

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Bald mit Aeroflot von BER nach JFK?

Aeroflot könnte kommen – und es sieht nicht so aus, als ob sich unsere Politiker davon beeindrucken lassen würden, was eigentlich dafür spräche, dass sie den russischen Bären, der alle, die seinen Weg kreuzen, grausam vernichtet, für ein Märchen halten. Das ist natürlich nicht der Fall.
Putin und Russland wollen Europa natürlich destabilisieren. Gäbe es die NATO nicht, ständen die Nachfolgemodelle des T-34s längst wieder in Berlin und Merkel wäre nach Sibirien verband worden. (Zum Glück bin ich zu alt für den Gulag, was nicht heißen soll, dass mir es egal wäre, was mit ihr passiert.) Während sich unsere Politiker die Russen mit Panzern hier rege vorstellen können, scheint es ihnen schwer zu fallen, zu glauben, Aeroflot sei in der Lage, Routen, die früher die Lufthansa bedient hat, zu übernehmen. Das könnte aber passieren, wenn es nicht gelingen sollte, die Kraniche, deren Personal es in Sachen Stolz jene in der Natur sogar noch zu übertreffen pflegte, in der Luft zu halten. Aeroflot wäre bestens gerüstet. Im Mai soll es wieder aufwärts gehen. Wären nicht alle inländischen Routen auf Moskau, wo der Corona besonders wütet, ausgerichtet, stände die Linie sogar noch besser da. Gerade einmal um 26 Prozent sei der Flugverkehr im März eingebrochen. Vermutlich wäre der Rückgang in Europa ähnlich moderat, hätte sich die EU dazu entschließen können, Corvid an dessen Außengrenzen zu stoppen. Zudem sind die Flugzeuge recht jung. Und im Falle des Ausfalls eines Konkurrenten dürfte es kein Problem sein, die Flotte preisgünstig zu vergrößern. Und dann hat man noch den Vorteil, mit dem Prozedere, das ein Corona bedingter Flugverkehr zur Folge hat, vertraut zu sein. (Ginge es nach dem Chef von Ryanair, säßen wir längst schon wieder alle eng beieinander, wobei mir unklar ist, wie man unter einer richtig guten Maske es schaffen soll, nach der Ladung nicht Opfer des Temperaturscanners, der jeden über 37,5 Grad nicht aus dem Gebäude lässt, zu werden. Da liegt die Vermutung nahe, dass erst einmal nur Hochleistungssportler fliegen können.) Sicherlich werden unsere Politiker doch noch ein Einsehen mit Lufthansa habe. Die Schweizer könnten ihnen helfen. Sie sind sich mit ihrer Swiss, die der Lufthansa gehört, so gut wie einig, Einen A-fonds-perdu-Beitrag (schöner Ausdruck) soll es nicht geben. Die Swiss wird zurückzahlen, nur eben nicht mit einem Aufschlag von 9%, den Berlin angeblich von der Lufthansa fordert. Womit ich wieder bei einem der alten Männer wäre (siehe weiter unten). (Übrigens gilt Dividendenverbot, was hierzulande nicht ganz selbstverständlich ist.) Sollte Aeroflot es nicht nach Berlin schaffen, dann kann sie nach LEJ kommen. Es muss nicht unbedingt jeden Tag nach JFK gehen. Hier wären sie schon zufrieden, wenn sie die Möglichkeit hätten, regelmäßig übers Wochenende in NY shoppen zu können.

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