Der Zug – von den Promis geschmäht. Warum nur?

Im akademischen Viertel zur Sandmännchenzeit – jetzt weiß ich, warum Merkel unbedingt bis zum Ende ihrer Amtszeit durchregieren wollte. Da für Politiker der Ausschankschluss, der mit einem Zapfenstreich verbunden ist, nicht gilt, kann es nur an den Fackeln gelegen haben. Ohne die scheint bei solchen Anlässen nichts zu gehen. Aber wer hat schon Lust, bis spät in die Nacht zu warten, wenn er die Zeremonie viel früher haben kann? Natürlich ist es auch gut möglich, dass sie an ihrem Amt hängt und Fackeln mag. Letzteres würde mich wundern. Vielleicht ist es der Faible der Deutschen, der sie davon abgehalten, dieses Brimborium zu beenden. Dabei müsste sich gerade eine Christin verpflichtet fühlen, klare Kante zu zeigen. Mal sehen, ob der Hamburger Bürger Scholz den Mut aufbringt, diesen Unsinn endlich abzuschaffen. Der Blog hat nur wegen des „Farbfilms“ geschaut, und das in der Hoffnung, die Bundeswehr möge sich so richtig verblasen. Die haben es zu meinem Erstaunen ganz gut hinbekommen. Merkel ist nun Geschichte, was nicht anderes heißt, dass sie nicht bei, sondern unter uns ist. Angesichts zweier Chauffeure, die ihr als Altbundeskanzlerin zur Verfügung stehen, sowie der Gewissheit, dass sie alles Sehenswerte, was das Land zu bieten hat, in ihrer 16-jährigen Amtszeit gesehen hat, vermute ich, dass sie weiter nahe bei den Menschen bleiben will. Leider scheint das mit mit dem Zug nicht möglich zu sein. Wie auch? Die Menschen wissen doch überhaupt nicht, wie sie sich verhalten sollen, wenn sie ihr im IC begegnen. Ich würde so zu tun, als würde ich sie nicht kennen. So wie Jacky, der mich, sobald ich das Haus betrat, fröhlich immer fröhlich begrüßte. Umso größer die Enttäuschung, dass er mich völlig ignorierte, als ich ihm und seinem Herren auf der Straße begegnete. Und dann mag es den einen oder anderen geben, der versuchen wird, im Zug für eine Szene nach dem Muster „wer sind Sie denn, ich kenne Sie überhaupt nicht, was sprechen Sie mich überhaupt an“ zu sorgen. Aber das sind wohl eher Ausnahmen. Vermutlich würde Merkel die wenigsten Berührungsängste haben. Ist es Bequemlichkeit? Wer den Zapfenstreich gesehen hat, wird nicht herumgekommen sein, festzustellen, dass ihr ein wenig mehr Bewegung ganz gut bekommen würde. Und die Bahn kann jeden Promi gut gebrauchen.

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Wollen die Russen wirklich Charkow?

Gehören Sie auch zu denen, die es nicht mehr für abwegig halten, dass die Russen kommen könnten? Natürlich nicht nach Deutschland. Jedenfalls nicht bald. Im Augenblick fällt es dem Blog schwer, daran zu glauben, er könne in drei Jahren nach jeder Einschätzung, die die Baerbock über die Lage im Osten gibt, unter dem Zwang leiden, ängstlich für einen kurzen Augenblick die Haustür zu öffnen, um zu sehen, ob sie schon da sind. Ausschließen kann er das aber nicht. Sollte dies eintreten, wird der Blog keinesfalls zu einem Psychiater gehen – der würde ihm sagen, dass es ihm genauso ergehe, so dass er am Ende in einer Gruppentherapie, an der nur Leute teilnehmen, die Annalena zu Angsthasen gemacht hat, landen würde (mit Monk wäre das natürlich etwas anderes). Da hilft nur, den Ton für eine oder zwei Minuten abzudrehen. Noch ist es nicht soweit. Heute war der Blog jedoch fast dran, Maas Drohgebärden gegen die Russen für angemessen zu halten – sollte Russland das Territorium der Ukraine verletzen, würden die NATO harte wirtschaftliche Sanktionen gegen den Kreml verhängen. Vermutlich hat die Karte, die vor dem Bericht zu sehen war, den Blog weich werden lassen – vor Charkow, der wichtigsten Industriestadt des Landes, soll besonders viel Militär stehen. Das ist die einzige Stadt, die für Putin von Interesse wäre. Nahe an der Grenze. Mit viel Knowhow und Potential. Der Blog kann nicht beurteilen, ob es sich lohnt, wegen Charkow mit Sanktionen überzogen zu werden. Dank der Annexion der Krim ist Russland jedenfalls wieder zu einer Weltmacht geworden. Ohne die hätte man in Syrien nicht eingreifen können. Sollte es wieder nichts mit einem Angriff werden, muss der Westen sich fragen lassen, welchen Sinn es macht, bei seiner Politik gegenüber dem Kreml davon auszugehen, dass der sich die Ukraine zurückholen will. Seit 6 Jahren unterstellt man das Moskau. Passiert ist nichts in dieser Zeit. Und es wird auch nicht passieren. Es sei denn, Putin will, dass der Blog verängstigst den Ton abstellt, wenn die Baerbrock ihn eindringlich und durchdringend davor warnt, Kriwoi Rog nicht zu erobern.

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Hätte Omicron verhindert werden können?

Ist die neue Corona-Variante Omicron der Neigung der Menschen geschuldet, lieber ein Problem lösen zu wollen, statt es gar nicht erst aufkommen zu lassen? Immerhin heißt es seit fast einem Jahr, niemand sei sicher, solange nicht alle sicher seien – leider kommt das bis heute nur aus dem Off, so dass Sie sich keine Vorwürfe zu machen brauchen, wenn Ihnen der Ausdruck nicht geläufig sein sollte. Unsere Politiker haben es schlichtweg nicht für nötig befunden, den Satz bei jeder passenden Gelegenheit gebetsmühlenartig aufzusagen. Dabei hätte diese Einschätzung auch die hiesigen Verhältnisse korrekt wiedergegeben. Vertreter der WHO und Wissenschaftler, die Covid aus globaler Perspektive betrachten, haben die Länder, die im Impfstoff baden, ständig daran erinnert, dass ohne eine Impfkampagne in der Dritten Welt es keine Sicherheit geben werde. Die letzte Gelegenheit, auf deren Vorschläge einzugehen, bot sich vor ungefähr einem Monat in Glasgow, als Brown die Idee an den Mann zu bringen versuchte, sofort 100 Mill. Impfdosen in die Dritte Welt zu fliegen. Natürlich vergeblich. Vermutlich hätte die Aktion Omicron nicht verhindert. Jedoch hat Brown schon im September darum geworben, überschüssigen Stoff per Luftbrücke zu verteilen. Wenn die Fähigkeit des Menschen, Gefahren rechtzeitig zu bannen, gehen Null zu tendieren scheint, ist er Spitze darin, schnell mit Mitteln gegen sie aufzuwarten – Biontech bräuchte nur 100 Tage, um den Stoff, der Omicron in Schach hält, ausliefern zu können. Angesichts der Lage fällt es nicht schwer, sich vorzustellen, dass die nächsten 100 Tage genauso turbulent und aufregend werden wie jene, an denen Napoleon sich an der Macht gehalten hat. Waterloos, wohin man nur schaut. Viele sagen, einen schlechteren Start kann die Ampelkoalition nicht haben. Der Blog sieht das natürlich anders – etwas Besseres kann ihnen gar nicht passieren. Bis zum Sommer, wenn sich die Lage (mal wieder) beruhigt hat, müssen die drei Parteien zusammenhalten. In den nächsten Tagen entscheidet sich auch, ob im nächsten Herbst alles noch einmal von vorne beginnt – nachdem alle aus dem Urlaub sind, steigen die Zahlen wieder an, eine neue Variante wird eingeschleppt und Biontech verkündet, im März 2023 den passenden Impfstoff parat zu haben. Nur der Sommer wird anders – Merz hat es dann endlich geschafft, Kanzler zu werden.

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Schlange stehen wie in der DDR

Sollten die ostdeutschen Impfrebellen in den Bergregionen dass Ziel verfolgt haben, die verwöhnten Westler wissen zu lassen, wie Schlange stehen in der DDR gewesen ist, dann wäre ihnen ein großer Coup gelungen – es ist ein Sieg auf ganzer Linie, wenn sich ein ganzes Land, so wie erhofft, einreihen muss. Man würde den Impfverweigerern unrecht tun, sie als DDR-Nostalgiker zu bezeichnen. Das sind sie natürlich nicht. Und es ist auch nicht so, dass sie ihren Sieg voll auskosten können – werden die Regeln korrekt gehandhabt, gehören sie auch zu jenen, die Schlange stehen dürfen. Da Kinder am Ende der langen Reihe zur Teststation standen, dachte der Blog erst, die wollen sich für den Weihnachtsmarkt, der heute aufgemacht hat, testen. (Ein einmaliges Experiment – der Genuss alkoholischer Getränke unter strenger Aufsicht. Der Blog glaubt, dass das ein großer Erfolg wird. Man fühlt sich in die Kindheit versetzt. Wenn die Eltern gut drauf waren, ließen sie einen mal nippen, so dass meine Generation an den Ständen gut vertreten sein sollte. An den heutigen Kindern werden zukünftige Glühweinstandbetreiber keine Freude haben – deren Eltern machen den Eindruck, als seien sie die Abstinenzler.) Nach denen folgten fast nur noch Erwachsene, die sie testen lassen, um morgen nicht vom ihrem Vorgesetzten nach Hause geschickt zu werden. Ohne Test keine Arbeit – die Rache der Politik, die nun erbarmungslos zurückschlagt, was die anstehenden Leute locker weggesteckt haben. Wie lange noch? Sich nach Feierabend abends gegen 5 testen zu lassen wird bald kein Vergnügen mehr sein. Sonntags erst recht. Da tröstet es nicht, wenn man nicht zu fürchten braucht, wegen aufgebrauchter Tests zurückgeschickt zu werden. (Wer wirklich erleben will, wie es in der DDR war, muss sich boostern lassen.) Es sieht so aus, als habe sich die Politik eine wirksame Folter einfallen lassen. Den Ungeimpften kann der Blog nur den Rat geben, es mit Galilei, der gesagt hat, „und sie bewegt sich doch“, zu halten. Während der Impfrebellen abgestraft werden, darf die Politik uns weiter zuquatschen – im Augenblick tyrannisiert sie uns mit der Impfpflicht. Und das aus gutem Grund – die lässt sich wegen fehlender Impfkapazitäten im Augenblick gar nicht umsetzen, so dass man bedenkenlos darüber diskutieren kann. Beim eigentlichen Problem, nämlich die Erhöhung des Impftempos, hält man sich ziemlich bedeckt. Da ist immer nur von niedrigschwelligen Angeboten die Rede (Impfen in der Straßenbahn etc.). Halle hat sich nun wenigstens dazu durchgerungen, das Impfzentrum wieder aufzumachen. Wann es soweit ist, kann die Stadt aber noch nicht sagen.

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Ein Hauch von Stalingrad,

und das ohne den Führer, dabei hatte es doch bisher immer geheißen, das Desaster in Stalingrad sei einzig und allein Hitler, dessen absurden Befehlen niemand widersprach, anzulasten. Ganz früher, als die Kriegsteilnehmer noch lebten, wurde noch das Wetter verantwortlich gemacht – meist hat die Kälte den Endsieg verhindert. Gestern vor genau 79 Jahren hat hinter Stalingrad aber nicht der Frost den Deutschen ein Schnippchen geschlagen, sondern schlechte Sicht, die den Einsatz der Luftwaffe unmöglich machte, so dass die sowjetischen Armeen die 6. Armee dank der Sorglosigkeit ihrer Führung schnell einkesseln konnte. Es hat eine Weile gedauert, bis sich die Meinung durchsetzte, dass die Deutschen nicht vom Wetter geschlagen wurden. Gehörte der Blog dem Kreis der Ungeimpften an, denen im Augenblick die Hauptschuld am jetzigen Desaster gegeben wird, würde er – schon aus Angst, es könne ihn erwischen – keinen Wert darauf zu legen, in 10 Jahren eventuell von Experten, die zur Überzeugung gelangt sind, dass vor allem unsere Politiker den Bockmist zu verantworten hätten, freigesprochen zu werden. Ein Impf- ist eben kein Wehrdienstverweigerer, der in Friedenszeiten immer auf Verständnis treffen wird, was aber auch erst seit vielleicht 30 Jahren der Fall ist. Vermutlich werden die Fachleute sagen, in der deutschen Politik seien zu viele „Generalstäbler“, von denen die meisten noch nie ein eigenes Kommando hatten, unterwegs gewesen. Leute wie Paulus, über den Beevor schrieb, außer ihn kenne er keinen preußischen General, der nicht versucht habe, seine Armee zu retten bzw. abzusichern. Während man ihm zugute halten muss, dass er auf eigene Faust Vorkehrungen gegen den Zangenangriff hätten treffen müssen, konnte sich die Politik der Unterstützung der Wissenschaft und der Mehrheit der Bevölkerung im Sommer sicher sein (auch wenn damals kaum noch jemand etwas mit der Bezeichnung „epidemische Notlage“ anzufangen wusste), wenn sie Maßnahmen, mit denen die jetzige Situation vermieden worden wäre, ergriffen hätte. Leider hat sie nichts unternommen. Sie hat auch nichts im Standby (Impfzentren bspw.) gehalten, so dass vieles erst wieder eingerichtet werden muss, was mühselig zur Jahreswende geschaffen wurde. Ein Schelm, wer denkt, dass die Politik von vorneherein auf ein „Blame Game“ aus gewesen ist. Sollte das der Fall sein, wäre man grandios gescheitert. Und es wäre auch ein Verrat an jenen, die sich haben impfen lassen. Vielleicht sollten sich die Politiker an der Front, die weitaus ungefährlicher als in Stalingrad ist, sehen lassen. So wie Johnson, der ein Krankenhaus besucht hat (natürlich ohne Maske). Mit Pressekonferenzen kommt man jedenfalls nicht weiter.

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Kommt jetzt die „Wladimir Putin GmbH“?

Um die Antwort gleich vorwegzunehmen – die „Wladimir Putin GmbH“ wird mit Sicherheit neuer Eigentümer der deutschen Strecke der Nordstream2 Pipeline. Die deutschen Behörden, die bisher davon ausgegangen sind, die Eigentümer der GmbH müssen Hintermänner Gazproms sein, so dass ihnen nichts anderes übrig bliebe, als die Betriebsgenehmigung zu verweigern, können aufatmen – Putin, der alleiniger Inhaber der GmbH ist, der bald die 54 km Pipeline auf deutschen Boden gehören, gilt nach Berichten deutscher Geheimdienste als lupenreiner Geschäftsmann, der viel Wert darauf lege, Distanz zu den großen Firmen, die oft Oligarchen gehören, zu wahren. Um auch den letzten Verdacht, Putin könne ein Strohmann des Gasgiganten sein, wird dieser der Gesellschaft die Baukosten ersetzen. Zusätzlich gibt es noch 10 Prozent drauf. Fairer geht es nun wirklich nicht. Sein Pressesprecher hat verlauten lassen, dass es ihm nicht um den Gewinn ginge – er kaufe die Leitung nur, weil er die Deutschen nicht frieren sehen wolle. Auch aus Dankbarkeit für die wunderbaren Jahre, die er in Dresden verbringen durfte. So recht kann der Blog nicht glauben, dass die „Wladimir Putin GmbH“ den Europäern völlig uneigennützig aus der Patsche helfen will. Aber wenigstens wäre das Projekt gerettet. Andere dürften jedoch erst gar nicht in Angriff genommen werden. Wer will schon etwas bauen, was er selbst nicht nutzen darf? Die Bahn wird Gazprom folgen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Schienenwege von einer Gesellschaft, die unabhängig von der DB operiert, verwaltet werden. Das macht wohl nur Sinn, wenn die Strecken nicht nach Bahngesellschaften aufgeteilt werden, wie es in UK der Fall ist. So recht weiß der Blog aber auch nicht, welchen Vorteil es hat, wenn auf der Strecke Berlin-München zwei Gesellschaften fahren würden. Vermutlich gäbe es mehr Verbindungen sowie den ewigen Kampf, wer am schnellsten die Strecke zurücklegt. Am Ende würden sich beide aber kaum unterscheiden. Sogar die Züge, von der Farbe mal abgesehen, wären gleich. Viel Geld müsste investiert werden. Da sich Grüne und die FDP vehement für die Trennung zwischen Schiene und Bahn einsetzen, ist zu vermuten, dass es genug Anleger gibt, die nicht wissen, was sie mit ihrem Geld machen sollen. Als der Blog las, dass die drei großen Impfhersteller 48,000 € pro Minute Gewinn machen, kam ihm sofort der Gedanke, die Impfzentren, die für die nächste Pandemie gebraucht werden, auch von den Herstellern finanzieren zu lassen. Der Blog würde sich nicht wundern, wenn dies ein Verstoß gegen eine EU-Norm wäre.

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Wie war das doch mit der Not?

Not macht erfinderisch, heißt es, und da der Blog im Augenblick glaubt, diese zu erfahren, ist für ihn klar, dass unsere Politiker nicht Not leiden – während sich bspw. Ramelow publikumswirksam boostern lässt, was ihm eine Menge Hasskommentare eingebracht hat, die er uns stolz präsentiert, bleibt dem Blog nur, darauf zu hoffen, noch vor dem Ende der Pandemie, das die Politik im März angekündigt hat, die Auffrischungsimpfung zu erhalten. Dann seien, so sein Hausarzt, wieder Termine frei. Klar, dass sich der Blog da Gedanken macht, wie er schneller an die Impfung kommen könnte. Da den hiesigen Landesfürsten die Impfzentren zu teuer sind, hat er natürlich gleich an Söder, der versprochen hat, dass niemand abgewiesen werde, gedacht. Nürnberg, dessen Impfcenter am 22.11. aufmachen soll, scheint zwar weit weg zu sein, jedoch im Vergleich zum Frühjahr, als vielen es als lohnenswert erschien, sich in Moskau impfen zu lassen, wäre das nur ein Katzensprung, zumal man nicht gezwungen ist, die Gastfreundschaft der Franken in Anspruch zu nehmen. Und als der Blog gestern in den Nachrichten sah, dass die Ärzte als Ansporn, noch öfter als sonst zu boostern, statt 20 nun 28 € pro Schuss erhalten sollen, hat er sich gedacht, dass er sich für diesen Betrag auch selbst impfen könnte (vorzugsweise am Wochenende, da es dann noch 8 € darauf gibt). Auf Youtube gibt es viele Videos, in denen zu sehen ist, wie man mit einer Spritze umgeht. Es sieht kinderleicht aus – man muss nur beachten, in einem Winkel von 90 Grad zu stechen, und das so zügig wie möglich. Wenn er ehrlich ist, muss er zugeben, im Stillen darauf zu hoffen, dass die Politiker bis zu seinem Impftermin wegen ihrer schlechten Umfragewerte auch in Not geraten. Die braucht es wohl, um unkonventionell an die Sache heranzugehen. Wenn es schon Testzentren (Tests sind wieder kostenlos zu haben) gibt, dann sollte es auch kleine Impfstände geben. Es muss ja nicht unbedingt ein Arzt impfen. Um beurteilen zu können, wie gut ein Impfstand ist, braucht man ja nur in die Gesichter der mutigen Impflinge, die sich auf das Wagnis eingelassen haben, zu schauen. Amerika hat es natürlich besser – da in amerikanischen Comedyserien, in denen eine Familie im Mittelpunkt steht, immer Weihnachtsmänner, die in Shoppingmails den Kindern Geschenke übergeben, vorkommen, kann sich der Blog gut vorstellen, dass der eine oder andere diesmal das Impfen als zusätzliche Einnahmequelle für sich entdecken wird.

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Sanktionen – wieder ein Eigentor der EU

Macht es Sinn, darüber zu spekulieren, ob Lukaschenko einen hybriden Krieg gegen die EU führt oder er die Flugzeuge nur in den Nahen Osten schickt, um die Leasinggebühren zahlen zu können, wenn ohne Sanktionen sich weiterhin nur Wolfsexperten, die mehr über die Wanderrouten der Isegrims wissen wollen, für die Grenze zwischen Polen und Weißrussland interessieren würden? Selbst wenn er beides beabsichtigte, würde das nichts an der Situation, dass die EU es in der Hand hat, dem Treiben ein Ende zu setzen, ändern – sie müsste nur dafür sorgen, dass die Gesellschaften, die alle im Westen sitzen, ihre Leasingverträge mit Belavia aufkündigen. Ohne deren Flugzeuge würde kein Flüchtling ins Land kommen. Lt. Zeit ist man jetzt dabei, Firmen, die mit der Fluglinie zusammenarbeiten, zu bestrafen. Leider ist man damit spät dran. Die Wirtschaftswoche listete die Firmen schon vor mehr als 2 Wochen auf. Seitdem ist nichts passiert. Dabei hätte sich die EU im Klaren sein müssen, dass sich an der Grenze angesichts des Winters, der in dieser Gegend eher und härter eintritt, eine Tragödie abspielen könnte. Viele würden dahinraffen. Den Blog würde angesichts der Blockade, die zwischen den Verbündeten Putins und der EU herrscht, allerdings nicht wunden, wenn die hiesigen Politiker vergessen haben, wie kalt es im Osten werden kann. Und Brüssel hätte sich auch denken können, dass die Polen alles daran setzen werden, die Situation zu verschärfen. Für sie ist das eine Kriegserklärung Putins an ihr Land. Colonel Cassad macht daraus einen Krieg zwischen Polen und Arabern. Letztere hätten sich dort versammelt, um gemeinsam losschlagen zu können. (Sollte sich die EU auf Sanktionen, die eigene Firmen treffen, einigen, könnte es mit dem Nachschub über Brest-Kandahar und Brest-Eglib aber bald vorbei sein.) Die markigen Worte lassen ahnen, dass Europa zum Zuschauen verdammt ist, was sicherlich vielen ganz gelegen kommt, da alles auf Lukaschenko, der wohl bis zu seinem Ende als Politiker der Buhmann vom Dienst bleiben wird, abgeladen werden kann. Der Blog würde sich nicht wundern, wenn dieser sich in der Not als Retter gebärden würde. Mit seiner harten Haltung hat Polen der EU es jedenfalls unmöglich gemacht, diese Rolle zu übernehmen. Klug wäre es, die Sanktionen aufzuheben und Belavia zu erlauben, die Flüchtlinge nach Europa zu fliegen.

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„Eternals“ – 7000 Jahre auf der Erde

können schon depressiv machen, und das erst recht, wenn man die letzten 500 Jahre nichts zu tun hatte. Zu allem Überfluss haben die „Eternals“ die fatale Angewohnheit, immer bei Ereignissen, die der Menschheit nicht gut zu Gesicht stehen, dabei zu sein. So mussten sie miterleben, wie die Spanier die Azteken niedermetzeln. Sie waren die ersten, die in Hiroshima waren. Weil sie da recht kitschig daherkamen, hat unter diesem Ereignis auch der Blog leiden müssen. Ob dies das Schicksal von Wesen ist, die darauf getrimmt sind, die Menschen vor den „Deviants“ zu retten, kann der Blog nicht beurteilen. Sie hatten jedenfalls genug Zeit, sich umzuorientieren. In dieser Periode haben viele Menschen gelebt, denen der Blog gerne begegnet wäre, wenn er zu den „Eternals“ gehört hätte. Ihn hätte interessiert, ob Mozart wirklich so war, wie er sich in „Amadeus“ gibt. Und bestimmt hätte er versucht, herauszufinden, ob ihn Königin Luise auch faszinieren würde. Was selbst dem Blog einiges Kopfzerbrechen bereitet hätte. Schließlich hat er den Ehrgeiz, ihr nicht als Napoleon zu begegnen, sondern so authentisch wie möglich zu wirken. Angesichts der vielen Persönlichkeiten, die in dieser Zeit lebten, fragt sich der Blog schon, wie jemand aus dieser Truppe in Bollywood anheuern kann. Das mag chauvinistisch erscheinen. Ist es aber nicht, wenn er einen Film dreht, das das Klischee, dort würde nur Kitsch produziert werden, eindrucksvoll bestätigt. Von den „Eternals“ hätte sich der Blog mehr Ehrgeiz erwartet. Vor allem aber mehr Humor. Den braucht man in einer Zeit, die stillzustehen scheint. Nirgendwo geht es so recht voran, selbst Scholz, der vorige Woche noch den Eindruck mit seinem Auftritt in Rom (der Blog berichtete) den Eindruck vermittelte, nur die Geburt des Celestials Tiamut könnte seinen Einzug ins Bundeskanzleramt verhindern, scheint festzusitzen. In der Außenpolitik sei man verquer mit den Grünen, was wohl nicht an Maas, der für die SPD die Verhandlungen führt, liegt, sondern an „Frau Gasnjet“. Folgt dem Problembär („Bruno“) nun eine Problemfrau? Es sieht ganz danach aus. Die Außenpolitik gehört zu den Feldern, über die man eigentlich gar nicht zu verhandeln braucht. Nun sieht es so aus, als ob die erfahrene Außenpolitikerin „Gasnjet“ das Gas zu Pershings, um die in den 80er Jahren heftigst gestritten wurde, machen will. Womit der Blog wieder bei den „Eternals“ wäre – wenn man sie braucht, tauchen sie nicht auf.

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Spahn ist viel zu spät dran – leider.

Der Fluch der deutschen Ordnungsliebe, der sich auch Spahn nicht entziehen konnte – vermutlich wäre das Land jetzt besser dran, wenn im September, als die meisten, die sich impfen ließen, glaubten, sie würde nie wieder ein Impfzentrum betreten müssen, damit begonnen worden wäre, wild darauf loszuboostern. Jeder, der will, bekommt seine dritte Impfung. Leider waren die Impfstationen im Sommer mega-out. Impfzentren galten als Geldvernichtungswaffen. Genüsslich erklärten uns die Medien, dass die Hausärzte viel billiger und effizienter sein würden. Ihnen würden die Menschen vertrauen, hieß es überall. Der Blog war wegen des gebetsmühlenartigen Ansinnens, sie könnten es viel besser, schon damals skeptisch. Zu Recht, wie sich jetzt herausstellt, denn es sieht ganz danach aus, als ob die Eitelkeit mit ihnen durchgegangen wäre. Gegen Maschinen, die perfekt liefen, hatten die Hausärzte nie eine Chance. Spahn will sie nun wieder aufmachen und jedem, der will, entgegen der Empfehlung der Stiko erlauben, sich seine dritte Impfung abzuholen. (Wie Impfkommission behaupten kann, der Nutzen einer dritten Impfung sei nur für bestimmte Personengruppen erwiesen, wird deren Geheimnis bleiben.) Die große Frage ist, ob sie noch einmal so gut wie vor 3 oder 4 Monaten laufen werden. Der Blog ist pessimistisch. Den Impfzentren könnte es wie den Restaurantbesitzern, deren Mitarbeiter sich während des Lockdowns andere Jobs gesucht haben, gehen. Wer will jetzt schon aus seinem Job raus, wenn er weiß, dass im Januar oder Februar die Zentren wieder schließen werden? Für seine Boosterimpfung sieht der Blog schwarz. Würden hier israelische Verhältnisse herrschen, müsste er im Dezember für eine Auffrischung sorgen. Das ist aber so gut wie ausgeschlossen. Wenigstens kann er sich seit Sonntag damit trösten, nicht mit einer Frau wie Sarah Wagenknecht, die sich bei der Will als Impfgegnerin geoutet hat, leben zu müssen – an Lafontaines Stelle würde ich mich jeden Monat impfen lassen. Lt. Nachdenkseiten hat sie sich aber ganz gut gehalten. Das trifft aber nur zu, solange sie nicht ernsthaft an Corona erkrankt oder als Superspreader enttarnt wird. Ihre Argumentation ist nur etwas für jene, die glauben, der Virus könne ihnen nichts anhaben. Man muss schon ziemlich selbstsicher sein, um ihre Überzeugung teilen zu können. Für eine Frau, die aus gesundheitlichen Gründen ihren Job als Fraktionsvorsitzende aufgeben musste, ist das schon sehr gewagt.

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