JD Vance – wichtiger kann eine erste Mission nicht sein

Stell Dir vor, es ist Krieg, und am Ende bist Du richtig reich – angesichts der vielen Opfer, erinnert sei an die Kinder, die getötet wurden, weil man eine Schule angriff, die an eine Kaserne grenzte, kann zwar kein Geld der Welt das Leid, das die Amerikaner und Israelis den Iranern angetan haben, wieder gutmachen, nichtsdestotrotz scheint sich deren Durchhaltewillen auszuzahlen, zumal Washington diesmal mit Personal anreist, dem es nicht egal sein kann, wenn es in Verdacht gerät, mit falschen Karten gespielt zu haben. Für die „Hobbydiplomaten“ Witkoff und Kushner sind Verhandlungen so etwas wie Olympische Spiele für jene Teilnehmer, die keine Chance haben, aufs Podest zu steigen – deren Motto lautet „dabei sein ist alles“. Damit kann sich JD Vance natürlich nicht zufrieden geben. Er hat die unangenehme Aufgabe, die Fehler, die sein Chef gemacht hat, auszubügeln, was schier unmöglich ist. Eigentlich sollte das eine Aufgabe für Rubio sein. Der wird aber noch in Kuba gebraucht, das wegen der hart gesonnenen Castroisten, die nichts abschrecken kann, möglichst blessurenfrei. Trump hat ihn gewählt, weil er genau weiß, JD Vance würde sich nicht anmerken lassen, dass er keine Erfahrung im Aushandeln wichtiger Abmachungen hat. Jedenfalls nicht auf solch einer großen Bühne. Angesichts dessen fehlender Erfahrung dürfte bei den Scheichs bereits das Zittern angefangen haben. Daher wäre es nur folgerichtig, wenn am Ende ein Resultat zustande käme, das die Golfstaaten als große Verlierer dastehen lässt. Und die USA als winzig kleiner Gewinner, was bspw. der Fall wäre, wenn der Iran sich verpflichten müsste, das Geld, was ihnen die Amerikaner vorenthalten, in Flugzeuge Boeings zu stecken. Das wäre ganz nach dem Geschmack Trumps. Getreu dem Motto, wenn Du den Feind nicht besiegen kannst, dann umarme ihn. Das hat mit China schon geklappt. Das könnte nun wieder funktionieren. Gut möglich, dass ab nächster Woche die Atombombe, die der Iran angeblich bauen soll, Schnee von gestern ist. Nicht auszuschließen, dass JD Vance am Wochenende sein Ticket ins Weiße Haus bucht.

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Wird das „Die Nacht der Generale“? Eher wohl nicht.

Steht ab Montag endlich die Schlachtordnung, die sich die hiesigen Politiker so sehr herbeisehnen? Bisher hat Orban die Schlachtformation „Schildkröte“, in der die Kohorte zu einem marschierenden Panzer mutiert, deren Schilder die Soldaten von allen Seiten schützt, verhindert. Angesichts des begrenzten Sichtfelds ist der Blog der Überzeugung, dass die Komparsen in den Historienfilmen, speziell in jenen, die in den 50ern und 60ern gedreht wurden, diese Technik besser als die Römer beherrschten. Er kann sich auch täuschen. J.D. Vance dürfte nach dessen Ermessen heute nicht dazu beigetragen haben, Orbans Chancen am Sonntag zu verbessern. Es sei denn, unentschlossene Ungarn sehen ihn als den Mann, der den jetzigen Präsident bald beerben könnte. Lt. Napolitano hat der Vizepräsident als einziger in der Regierung die Befugnis, Trumps Amtsenthebung einzuleiten. Bei Orban in Budapest hat er seinen Chef noch unterstützt. Kommt es zur „Nacht der Generale“ (Mearsheimer macht im gleichen Video so eine Andeutung), könnte sich die Situation schnell ändern. (Schon wegen der hochkarätigen Schauspieler ist der Film „Die Nacht der Generale“ wesentlich besser, als die Kritiker, die ihn fast durchweg verreißen, denken). Da russische Blogger melden, etliche Flugzeug seien bereits auf den Weg in den Iran (bspw. Jets aus England), scheint die erst einmal auszufallen. Ausgeschlossen ist eine Meuterei dennoch nicht. Sicherlich hängt das auch von den Zielen ab. Je fragwürdiger die werden, desto höher dürfte die Bereitschaft sein, dem Treiben ein Ende zu setzen. Etliche Eisenbahnbrücken sind bereits zerstört worden. Viel bleibt da nicht mehr übrig. Es würde auch helfen, wenn unsere Politiker Trump wegen seines Verhaltens und seiner Rhetorik (seine Bemerkungen könnten auch von Hitler oder Goebbels stammen) kritisieren würden. Bislang herrscht Stille, was an der Osterpause oder der „Schildkröte“ liegen könnte. Ist man einmal in dieser starren Anordnung gefangen, scheint es so gut wie unmöglich zu sein, diese zu verlassen. Es ist, als ob alle, die hinter und unter den Schildern stehen, miteinander verkettet wären. Angesichts dieser Kritiklosigkeit muss Trump den Eindruck haben, die Europäer seien seine Leibeigenen. Dafür ist der Widerstand gegen Putin viel größer. Aber auch hier ist ein gewisser Hang zur Selbstzerstörung festzustellen – wie können angesichts der Ölknappheit die Schweden den Ukrainern erlauben, mit deren Raketen russische Verladestellen in Noworossiysk anzugreifen? Die Europäer machen das Öl noch knapper als es ist. Wegen der Supermargen. Russland darf sie nicht haben, die eigenen Ölkonzerne aber schon.

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Antwerpen ist immer eine Reise wert,

auch wenn die anders verlief, als der Blog sie geplant hatte – in der Annahme, er sei noch so fit wie vor 30 Jahren, musste er sich vorgestern Abend in Antwerpen eingestehen, dass Nachtfahrten nach einem Tag im Büro für ihn wohl nicht mehr in Frage kommen. Statt CMAT im Roma war Schlaf angesagt, was wider Erwarten die Rückfahrt zu einer machte, die angenehmer nicht verlaufen konnte, auch wenn die App der Bahn verkündete, im Zug, auf den der Blog ausweichen musste, seien alle Sitzplätze reserviert, was sich später als Irrtum herausstellte. Es hilft, in Amsterdam gewesen zu sein, um zu Meinung zu kommen, die Reise nach Antwerpen habe sich trotzdem gelohnt – die Stadt ist das Pendant zu dem vermeintlich wesentlich attraktiveren Ziel in Holland. Wer es überdrüssig ist, die Straßen an den Grachten, auf denen wegen der vielen Radfahrer jeder unachtsame Moment böse Folgen haben kann, abzulaufen, ist in der Altstadt genau richtig – Biker müssen hier ihr Rad schieben. Schnell wird deutlich, dass die Antwerpener Kaufleute nicht wegen der eingeschränkten Baufreiheit und höheren Kosten, die die vielen Wasserläufe mit sich brachten, zu sparen brauchten – die Häuser um den Dom sind prächtiger als jene, die Amsterdam zu bieten hat. Und so schön der Bahnhofsvorplatz an der Amsel auch sein mag – Leute, die gerne am Wasser spazieren, wird die lange Promenade entlang der Schelde besser gefallen, auch wenn die Skyline auf dem anderen Ufer nicht mit jener Amsterdams konkurrieren kann. Dafür entschädigt der Blick auf die Altstadt von oben umso mehr. Glück im Unglück also. „Fortes fortuna adiuvat“ – trotz des von ihm angerichteten Desasters, das mit jeder Stunde schlimmer wird, scheint Trump noch zu glauben, das Sprichwort würde auch für ihn gelten. Da Leitmedien und Politiker es nicht wagen, seine Kompetenz in Frage zu stellen, verwundert das nicht. Löblicherweise gibt es Ausnahmen – so meint Mearsheimer, dass dessen Erklärungen Anlass zu geben, anzunehmen, einen „Mad King“ vor sich zu haben. Leider nicht verrückt genug, um sich selbst ins Aus zu katapultieren. Vielmehr scheint er Hitler, der rigoros Generäle, die es wagten, ihm zu widersprechen, feuerte, zu folgen – „Great Purge“ im Pentagon (Stalin war im Gegensatz zu Trump so schlau, während des Kriegs auf seine Generäle zu hören). Die Zerstörung der einer gerade fertiggestellten Brücke im Iran zeigt, wohin die Reise gehen wird. Die Reputation des Westens steht auf dem Spiel steht – wie geht man mit gewählten Politikern, die sich in ihrer Amtszeit als Terroristen herausstellen, um? Da man von russischen Bloggern erfahren muss, welche Generäle gehen müssen, fällt es schwer, sich vorzustellen, dass die Medien sich dazu entschließen können, die Ablösung Trumps und Netanjahus bzw. die Abhaltung von Neuwahlen zu fordern.

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Das Unwort eines noch frühen Jahres – Enthauptungsschlag

Nun wissen wir, warum die Alliierten es unterlassen haben, einen Enthauptungsschlag gegen Hitler zu führen – an der Macht war er wegen der vielen Fehler, die ihm unterliefen, viel hilfreicher als in einem Mausoleum, das sein Lieblingsarchitekt Speer entworfen hätte, natürlich viel größer als jenes, das sich in Moskau befindet. Während dort die Menschen in den Zeiten, als viele Lenin sehen wollten, lange im Freien stehen mussten, hätte er dafür gesorgt, dass niemand zu frieren braucht. Dass Trump und Netanjahu, als sie ihren törichten Angriff auf dem Iran planten, nicht diesem Beispiel gefolgt sind, zeigt, wie schlecht sie sich auf den Krieg vorbereitet haben. Einen Enthauptungsschlag gegen jemanden zu führen, der nach Ansicht der hiesigen Medien bei den Iranern verhasst sein würde, führt genau zum Gegenteil von dem, was man erreichen will. Chamenei scheint das gewusst zu haben. Vermutlich hat er deshalb auch keine Anstalten gemacht, sich zu verstecken. Man hätte es besser wissen müssen – Maduros Verschleppung nach Big Apple hat die Chavisten, die seiner überdrüssig waren, nur gestärkt. Die Russen zeigen, wie man es macht. Sie wissen, sie können sich auf Selenskyj verlassen. Mit einer spektakulären Aktion hat er diese Woche dafür gesorgt, sein Ansehen in der Welt ein Stück weiter zu ramponieren. Und jenes seiner treuen Unterstützer. Ausgerechnet in einer Zeit, in der die Welt nach Öl lechzt, lässt er Tanks in einem russischen Ölhafen (Ust-Luga) in Brand schießen. Die sollen immer noch brennen. Einen schlechteren Zeitpunkt hätte er sich nicht aussuchen können. Dass Esten und Letten die Russen dafür verantwortlich machten, dass auf deren Territorien ukrainische Drohnen, die es nicht ans Ziel geschafft haben, strandeten, macht deutlich, dass die Europäer kein Risiko scheuen, wenn es darum geht, Moskau zu schaden. Der Protest kommt einer Erlaubnis, deren Gebiet zu überfliegen, gleich. Das russische Außenministerium brauchte wegen der Gewährung der Flugrechte nicht mal zu protestieren. Diese arrogante Haltung hilft nicht, von anderen Staaten zu fordern, kein russisches Öl und Gas zu kaufen. In Asien stehen sie bereits Schlange. Man kann den Russen nur raten, alles durch die Beringstraße zu verschiffen. Die europäischen Gewässer sind zu unsicher.
Ein Tanker könnte es nach Kuba schaffen – er soll nur noch wenige Tage bis zum Zielhafen brauchen.
PS: Der Blog ist am Dienstag away. Freitag geht es weiter.

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Neue Windräder – das ist nicht das, was Trump wollte

Schlimmer hätte es für Trump nicht kommen können – angeblich sollen die Iraner jetzt Wegezoll nehmen, der Ordnung halber, sprich um nicht den Eindruck zu erwecken, man wolle die Reedereien erpressen, müssen deren Schiffe einen kleinen Umweg nehmen, nämlich eine Route im Norden der Straße von Hormus zwischen zwei iranischen Inseln nutzen. Das spricht für den Geschäftssinn der Mullahs, da die Länder, die Öl und Gas dringend benötigen, zahlen werden. Gäbe es Städte bzw. Häfen in der Gegend, hätten sie längst schon Stapelrechte zu vergeben. Wäre der Konflikt vor 40 Jahren ausgebrochen, hätten die Iraner das Geld in den Wiederaufbau der Ölindustrie investieren können. Wenn selbst unsere Wirtschaftsministerin des Geschehens am Persischen Golf mehr Windräder installieren will, scheint es wenig Sinn zu machen, Unsummen in die Anlagen zu stecken, nur um die alten Fördermengen zu erreichen. Obwohl die Ölkonzerne im Augenblick riesige Gewinne machen dürften, müssen sie fürchten, wegen der forcierten Abkehr von Öl und Gas an Einfluss zu verlieren. Dass ausgerechnet Trump, der Windräder nicht ausstehen kann, dafür sorgt, dass nun noch viel mehr als geplant gebaut werden, kann man als Ironie der Geschichte bezeichnen. Noch verrückter als Trump sind die Scheichs, die wirklich zu glauben scheinen, nach dem Krieg würde es so wie vor dem Krieg sein. Auf die Idee, dass nach vier oder fünf Jahre des Wiederaufbaus die Nachfrage nicht reichen könnte, um die Kosten wieder einzufahren, kommt niemand. Sie müssten daran interessiert sein, den Krieg so schnell wie möglich zu beenden. Für sie würde es mehr Sinn machen, an die Iraner Reparationen zu zahlen, als an der Seite der USA zu stehen. Wegen der starrköpfigen Saudis treffen sie sicherlich die falsche Wahl. Totgeglaubte leben länger – die Russen haben die ersten Satelliten ihres Starlinksystems im Weltraum ausgesetzt. Erstaunlicherweise haben sie freie Plätze gefunden. Es soll ja mittlerweile recht eng oben zugehen. Gestern haben sie es geschafft, ihre Drohnen ohne fremde Hilfe (Starlink) weit in des Westen der Ukraine zu lenken (das Haus, das zum Weltkulturerbe gehört, soll lt. russischen Bloggern von Soldaten genutzt worden sein). Die Angriffe werden zunehmen – Drohnen sollen dank eines neues Antriebs 300 km/h schaffen, womit sie unerreichbar für Abwehrdrohnen wären. Zudem sei man nun in der Lage sein, Cruise Missiles vom Boden abzuschießen, was die Vorwarnzeit verringern würde.

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„Project Hail Mary“ – so nett war es im All noch nie

Ein Lehrer, der die Welt rettet? Den Lesern, die fürchten, sie müssten ihre Vorurteile, die sie gegenüber Lehrern haben, aufgeben, kann der Blog versichern, dass der Mann kein richtiger Pauker ist – so wie unser Oberbürgermeister ist er ein Quereinsteiger. Angesichts der prekären finanziellen Lage, in der sich die Stadt befindet, würde jeder, wenn er die Wahl hätte, in ein Raumschiff steigen, selbst wenn er wüsste, dass er im All sterben müsste. Da die Position in „Project Hail Mary“ nicht ausgeschrieben war, muss Dr. Grace mit unsanften Mitteln zu seinem Glück gezwungen werden. Dass er dennoch die Aufgabe annimmt, ist seiner Situation geschuldet – wer nach Jahren im Koma auf einem Raumschiff erwacht, der dürfte heilfroh darüber sein, dass er überhaupt noch am Leben ist, auch wenn die Besatzungsmitglieder schon tot sind (die scheinen, als sie wussten, sie würden sterben, sich selbst in den Sarg gelegt zu haben, so wie „Queequeg“ es in Moby Dick tun wollte). „Project Hail Mary“ hat zig Momente, die bizarrer nicht sein können – nicht der Tunnelschlauch eines fremden Raumschiff, auf das Dr. Grace trifft, ist schräg, sondern die Bedingungen, die in diesem herrschen – aufgrund der Info, dass er von der Erde kommt, geht es in diesem ausgesprochen wohltemperiert zu. 22 Grad herrschen dort. Einen Helm braucht er nicht zu tragen. Auf der Erde ist es im Augenblick schwer, einen Ort zu finden, wo einem derart Gutes widerfährt bzw. wo man so professionell empfangen wir (in Opole waren es 26 Grad, was der Blog als ein wenig zu warm empfand). Angesichts der Schäden, die der Feldherrenamateur Trump angerichtet hat, hält der Blog es für so gut wie sicher, dass im kommenden Winter diese Temperaturen, egal ob im Büro oder daheim, eher die Ausnahme sein werden. Es braucht keine Bakterien, um die Welt kälter werden zu lassen. Es braucht nur jemanden, der zwar eine Situation schafft, die allen schadet, sich dann jedoch nicht verantwortlich fühlt, die Dinge wieder in Ordnung zu bringen. Da niemand in der Lage ist, ihn dazu zu zwingen, die Lage wieder zu bereinigen, kann man ihn durchaus als Usurpator bezeichnen. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis viele sich bereiterklären, dafür zu sorgen, dass die Straße von Hormus wieder frei wird. Heute haben die Briten erklärt, ihre Stützpunkte auch für Angriffe, die Stellungen von Raketenbasen, die die Straße sichern, abzufeuern. Bald werden auch Kriegsschiffe in der Nähe kreuzen. Die Verbündeten werden einknicken. Das „Project Hail Mary“ kann auf der Erde starten. Vermutlich ohne amerikanische Beteiligung. Wenigstens geben die Russen ihm Kontra – wieder einmal sollen Tanker auf dem Weg nach Kuba sein. Die USA hätten schon erklärt, sie nicht durchzulassen. Trump lässt nichts anbrennen, aber vielleicht haben die Russen dennoch etwas in petto. Vor den Wahlen muss Kuba noch amerikanisch werden. „Yankee go home“ könnte es bald wieder heißen. Es gibt auch die Variante „Russki go home“.

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Hilft Kuba, den Krieg im Golf weiterzuführen?

Wenn gerade mal einer seinen Hut nimmt, weil er völlig zu recht meint, vom Iran sei keine Gefahr ausgegangen, darum der Angriff auch nicht gerechtfertigt wäre, sowie in der Tagesübersicht, in der wichtigsten Ereignisse aufgelistet werden, nicht die kleinste Meldung, die besagt, US-Parlamentarier haben den Präsidenten aufgefordert, den Krieg gegen den Iran zu beenden, zu finden ist, dann hat sich Canossa für Trump erst einmal erledigt – die Show kann also weitergehen, sprich Trump kann dafür sorgen, dass man in Berlin und anderswo zur Meinung gelangt, dass das doch unser Krieg ist. Leute, die täglich mit dem Auto unterwegs sind, sehen sich schon seit gut einer Woche im Krieg. Da man im Washington sicher nicht gewillt ist, sang- und klanglos die Segel zu streichen (trotz des Debakels, das man erlebt hat, sind die USA von den Golfstaaten aufgefordert worden, fortzufahren), könnten die Preise weiter noch oben gehen. In den Medien stand, die US könnten in Kharg-Island, Irans Ölinsel, landen. Sinn ist wohl, der Welt vorzuführen, wie bei der Abwehr die Revolutionsgarden ihre eigenen Anlagen zerschießen. Im Augenblick erlauben sie den Iranern noch, ihr Öl nach China und Indien zu verschiffen. Wegen der fehlenden Kritik an seinem Abenteuer hat Trump Zeit, zu überlegen, wie der Krieg weitergehen könnte. Die Staaten brauchen das Öl aus dem Golf nicht. Um bei der Wählerschaft zu punkten, würde es ihm helfen, wenn Kuba wieder amerikanisch wäre. Wegen des jüngsten Blackouts könnte es sogar eine Blitz-Heimholung werden. Russland und China scheinen das Land aufgegeben zu haben. Vor einigen Wochen hatte der Blog berichtet, die Russen würden einen Tanker schicken. Nun sieht es danach aus, als gäbe es in der Welt der BRICS keinen Platz für schwache Länder. Ein Investitionsprogramm, das der heimischen Industrie riesige Aufträge beschert, hat sein Schwiegersohn Kushner bestimmt schon ausgearbeitet. Kuba als Sonderwirtschaftszone, für die Öl und Gas bereitgestellt werden müsse. Das würde die Preise hierzulande weiter in die Höhe treiben. Für jene Länder, die ihr Öl verkaufen können, sind das im Augenblick goldene Zeiten. Im Westen wird Putin als der große Gewinner des Kriegs gesehen. Dessen Berater Trenin sieht das anders – wie vom Blog vermutet, wisse man seit den Attacken auf Venezuela, dass die USA anstrebten, wieder die uneingeschränkte Nummer 1 auf der Welt zu werden. Russland bliebe deshalb gar nichts anderes übrig, als den Krieg gegen die Ukraine zu gewinnen.

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Droht Trump wegen der Straße von Hormus Canossa?

Glück im Unglück – Heinrich IV. musste vor der Burg Canossa 3 Tage im Schnee ohne Schuhe warten, bis der Papst sich erbarmte, ihn wieder in die Kirche aufzunehmen. Wenigstens ist bald Sommer. Vielleicht mögen die Mullahs die Berge auch gar nicht. Für sie würde es mehr Sinn machen, Trump in Teheran vor einem zerbombten Haus ausharren zu lassen. Das wäre allemal besser, als bis zum Ende seines Lebens einsam und verlassen in Mar-a-Lago leben zu müssen. Bibi würde sicherlich gerne kommen. Doch den werden sie nicht mehr ins Land lassen. Die Militärs werden Trump und Hegseth sicherlich gesagt haben, dass es enorm lange dauern würde, die Straße von Hormus wieder befahrbar zu machen, wenn die Iraner sie sperrten. Den Deutschen ist das Kunststück gelungen, im 2. Weltkrieg mit drei Großkampfschiffen auf dem Ärmelkanal nach Deutschland durchzubrechen (Unternehmen Cerberus). Das natürlich mit einer Geschwindigkeit, die kein Containerschiff, geschweige denn ein Tanker erreicht. Man bräuchte Frachter, die mit den Kriegsschiffen mithalten können. Selbst wenn Marines auf der iranischen Seite landeten (angeblich sollen die in die Golfstaaten verlegt werden), würde das nicht reichen, auch wenn man den Luftraum kontrollierte. Sollten die Iraner einen Weg finden, wie man hunderte Drohen gleichzeitig startet, hätten die Schiffe kaum eine Chance (die Steuerung übernimmt AI). Die Chinesen haben ein Mutterschiff entwickelt, das 100 Drohnen transportieren kann. Natürlich starten sie auch vom Schiff. Obwohl es mit Luftüberlegenheit scheint es nicht weit her zu sein – russische Blogger fragen sich, warum die Navy ihre Jets, die wegen der 3 Zusatztanks gerade einmal 2 Bomben mitführen, vom Roten Meer aus starten lassen – ist es höchst unwahrscheinlich, dass das Schiff die Drohnen in eine optimale Startposition bringen kann. Es sieht nicht gut aus für Trump. Leider ist er nicht der Typ für Canossa – läuft es für ihn schlecht, tendiert er dazu, immer maßloser zu werden. Trotz seiner ausweglosen Lage hat er ein Angebot Putin, angereichertes Uran aus dem Iran in Russland zu lagern, abgelehnt. Daher ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sich auch die Amerikaner die Frage stellen, wie sie Trump wieder loswerden können. Dessen Amtsenthebung wird sicherlich ein große Spektakel. Nicht auszuschließen, dass Trump nach dem formalen Akt gleich dorthin verfrachtet wird, wo Maduro sich bereits befindet. Canossa im Stillen.

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Endlich wieder im Osten – Opole, Krakau (und Wien)

Da man in diesen wirren Zeiten nicht vorsichtig genug sein kann, hat der Blog auf seiner Tour im Osten nebenbei erkundet, was ihn erwarten könnte, sollte der irre Fall eintreten, dass er von Staats wegen Eigentümer einer Immobilie wird (mit viel Glück könnten es gar zwei werden) – vor 1945 konnte man über deren Lage sicherlich nicht meckern, heute aber ist es so gut wie unmöglich, daraus Profit zu schlagen. Weil sie zu weit entfernt von den Orten, wo Opole am schönsten ist (die befinden sich größtenteils an oder in der Nähe der Oder), liegen, sind sie schlicht nicht Airbnb tauglich. Stattdessen ist ihm klar geworden, dass dessen Tanten, denen nachgesagt wurde, sie seien recht eigen, gute Gründe dafür hatten – für sie muss es Schock gewesen sein, nach dem Krieg auf dem Land in Mitteldeutschland zu landen. In gewisser Hinsicht, nämlich am Wasser, kann Opole es sogar mit Krakau aufnehmen – die Ufer dort sind viel gemütlicher als jene an der Weichsel. Angesicht der vielen Touristen muss man festhalten, dass Krakau in einer ganz anderen Liga spielt. Vermutlich sind die alle gekommen, weil die Altstadt Krakaus zur schönsten in Europa gekürt wurde. Das eigentliche Highlight der Stadt ist die Straßenbahn – nach etlichen Versuchen hat der Blog die Linie, die ihn zu der Halle, in der das Konzert von Florence and the Machine stattfinden sollte, gefunden. Auf der Rückfahrt musste er dann feststellen, dass eine andere Linie die bessere Wahl gewesen wäre. Wie dem auch sei – Krakau ist überall schön. Für 20 Zloty kann man den ganzen Tag in den Straßenbahnen der Stadt verbringen. Florence Walsh hat sich die richtige Stadt ausgesucht, und das nicht nur weil sie noch komplizierter als das Straßenbahnnetz Krakaus ist. Es ist wesentlich einfacher, ihr zuzuhören. Sie zu verfolgen kostet einige Nerven bzw. Kraft. Die Frauen, von denen viele Blumenkränze im Haar hatten (als würde Florence den Beginn des Frühlings einläuten), waren in voller Ekstase. Für den Blog war ein bisschen zu viel Esoterik im Spiel. Natürlich war die riesige Tauron-Halle mit all der tollen Technik ideal. Sie startete aus dem Bauch eines riesigen Schiffs aus Stoff, das sich blitzschnell in Luft auflöste (20 Minuten vor dem Konzert wurde es zu „Wasser gelassen“). Insgesamt ein tolles Konzert. Nur die Toiletten sind gewöhnungsbedürftig – Klos für alle. Vom Urinal sollte man sich erst abwenden, wenn alles wieder zu ist.
Dank einer erstandenen Karte am Neujahrestag ging es am Sonntag weiter nach Wien, wo der Blog die Netrebko (Nabucco) erleben durfte. Im Burgtheater war er auch. Mehr geht wirklich nicht.

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Marty Supreme kommt genau zur richtigen Zeit

Schwere Zeiten erfordern gute Unterhaltung – Joseph Goebels wusste das am besten. Der Auftakt ist verheißungsvoll, auch wenn es reiner Zufall ist, dass Trump seinen Krieg gegen den Iran zwei Kinotage später startete. Deshalb ist der Blog froh, dass er Marty Supreme erst am Sonntag gesehen hat. Jede Handlung, die konträr zu dem steht, was im Fernsehen und im Netz im Augenblick zu sehen ist, wird als unterhaltender empfunden als in normalen Zeiten. Um wie viel besser Marty Supreme deswegen ist, kann der Blog nicht sagen. Das kann wohl niemand. Der hohe Unterhaltungseffekt kommt auch daher, dass er weiß, wann er sich unterzuordnen hat, auch wenn er das meistens im absolut letztmöglichen Moment tut, und das dann noch höchst widerwillig. Das macht ihn noch sympathischer. Aber immerhin gibt er noch klein bei. Vermutlich ist das auch der Grund, warum ihm alles leicht von der Hand zu gehen scheint. Da vieles dafür spricht, dass der Krieg lange dauern werde, reicht ein Marty Supreme nicht, um die Menschen bei Laune zu halten. Hollywood muss nun zaubern, wir jedoch nicht verhindern können, dass die Menschen sich bald nach Sleepy Joe zurücksehnen werden. Lieber einen schläfrigen Präsidenten als jemanden, der von einem Desaster ins andere stolpert. Vielleicht schafft er es gar, als Präsident, der Arabien verspielt hat, in die Geschichte einzugehen (so wie Georg III. Amerika). Die Chancen dafür stehen nicht schlecht – statt die Rolle, weswegen man geholt wurde, auszuüben, nämlich die Golfstaaten zu schützen, hat Trump bzw. dessen Militär sie geopfert. In Washington hatte man wohl geglaubt, Teheran würde sich damit zufriedengeben, nur Militärstützpunkte, die man rechtzeitig geräumt hat, anzugreifen (die Basis in Bahrein bspw.). Ohne viel Aufwand ist es den Mullahs gelungen, die Emirate lahmzulegen. Die Scheichs haben sich gründlich verkalkuliert. Zu allem Überfluss hat Trump den Iranern auch den den Grund geliefert, sie anzugreifen. Da sowohl der See- als auch der Luftweg versperrt sind, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die ersten Lebensmittel knapp werden (alles muss importiert werden). Die Amerikaner müssten die Straße von Hormus freikämpfen, um die Versorgung aufrechtzuerhalten. Das wäre ein noch größeres Opfer, als über den Emiraten feindliche Raketen abzuschießen, was man bis jetzt tunlichst unterlassen hat.
Die Russen haben wieder ein Schiff verloren. Diesmal ist ein Erdgastanker, der vor Malta angegriffen worden ist (davon ist auszugehen, auch wenn das Schiff schon 23 Jahre alt ist). Niemand weiß, was mit der Besatzung geschehen ist. Das Gebiet in Donetzk, mit dem Selenskyj glaubt, in den Verhandlungen mit Moskau wuchern zu können, wird immer kleiner. Man muss kein Prophet sein, um sich vorzustellen, dass viele wieder eingeschlossen werden.

Der Blog ist away. Wenn alles klappt, geht es nächsten Dienstag weiter.

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