Kein Halloween heute! Und Luther fällt auch aus.

Wer am Anfang der Pandemie aufgrund vieler Artikel den Eindruck hatte, nach Corona würde alles besser werden, da die Menschen aus ihren Fehlern lernen würden, darf wieder hoffen, denn heute ist der erste Tag, den der Virus zu einem besseren gemacht hat – Halloween fällt nämlich aus, so dass niemand zu fürchten braucht, ein Kind ohne Maske, das eine bunte Corona-Badekappe, die schön stachelt, wenn man rüber fasst, aufhat sowie in einem ebenso farbenprächtigen Umhang, auf dem vorne und hinten in Leuchtbuchstaben „Ich bin ein Corona“ steht, gehüllt ist, könnte klingeln und um Süßigkeiten bitten. (Der Oscar für die beste Idee zu Halloween ist dem Blog im nächsten Jahr schon einmal sicher. Zudem kann sich der Blog durchaus vorstellen, dass im Falle eines Supergaus, dem Ausbleiben eines Impfstoffes, viele dieses Outfit in der Hoffnung tragen, Corona würde Lebewesen nicht befallen, die sein Aussehen annehmen. Leute, die bei Kasse sein, werden sich voll verstacheln bzw. vernoppen. Selbst deren Masken werden stacheln.) Jedoch wird man erst heute Abend wissen, ob dieser Sonnabend in die Geschichte eingehen wird. Dann wird sich zeigen, wie viel Macht die Eltern über ihre Kinder haben. Oder ob es ihnen völlig egal, dass ihre Sprösslinge jemand anstecken könnten. Während der Ausfall Halloweens locker zu verkraften ist, wiegt der Ausnahmezustand, den Merkel verhängt hat, weitaus schwerer. Und da ausgerechnet im trübsten Monat des Jahres Kinos und Theater ausfallen (es hat schon einen Grund, dass alle einschlägigen Trauertage im November liegen), bleibt nur, darauf zu hoffen, dass Donald seinen Abschied aus dem Weißen Haus so unterhaltsam wie nur möglich gestaltet. Die Vorhersagen sind ziemlich eindeutig. Nur ein Institut, dessen Arbeit nicht mit Bestnoten bewertet wird, sieht ihn vorn. Das sieht nicht gut für ihn aus. Er kann nur darauf hoffen, dass möglichst viele, die per Brief wählten (vornehmlich Biden-Wähler), die Regeln nicht beachtet haben, so dass deren Stimmen für ungültig erklärt werden. Im Schnitt sollen es um die 5 bis 7 Prozent sein. Mimt Donald den Richter Adam? Der weigert sich, einzugestehen, eine Tat begangen zu haben. Donald ist zwar nicht so sympathisch wie Jannings, aber das ist in diesen grauen Tagen auch egal. Die Hauptsache ist, zu erleben, wie er versuchen wird, die Wahl in Frage zu stellen. Der Blog ist gespannt. Der Höhepunkt ist eh erst im nächsten Jahr – wenn nämlich Cops Donald nach der Vereidigung Bidens aus dem Weißen Haus tragen werden.

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Die Statistik – gibt es sie überhaupt noch?

„Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast“ – einen guten Ruf hatte sie nie, aber immerhin muss man vor 80 Jahren, als Churchill oder auch Goebbels, so genau weiß man das nicht, der Satz rausgeruscht sein soll, noch die Ansicht vertreten haben, dass sie nützlich sein könnte. Vielleicht glauben unsere Politiker, jeder würde das Zitat kennen, so dass sie sich erst gar nicht die Mühe machen, uns lange Zahlenreihen vorzulegen. Wir würden denen ja eh keinen Glauben schenken. Das mag so sein, jedoch vergessen sie, dass die Menschen es lieben, belogen zu werden. Und wenn in diese Lüge viel Arbeit eingeflossen ist, glauben die meisten erst recht, dass sie wahr sein müsse. Bezüglich Corona glauben unsere Politiker, dass zwei Werte für uns ausreichen würden – das ist zum einen die Reproduktionszahl (über den Wert 1,4 hat die Kanzlerin gesagt, dass 10 Menschen 14 Menschen anstecken würden) sowie zum anderen die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000. Vielmehr erfahren wir nicht. Aber wäre es angesichts eines neuerlichen Lockdowns nicht ganz gut, zu wissen, wie jene Einrichtungen, die geschlossen werden sollen, zum sogenannten Infektionsgeschehen beigetragen haben? Der Blog denkt da an eine Statistik, aus der zu erfahren ist, wie viele Leute sich im Kino, wo die Gefahr, sich mit Corona zu infizieren, geringer als im Büro ist, angesteckt haben. (Seit letzter Woche muss man auch während der Vorstellung eine Maske tragen.) Ist das geheime Kommandosache oder werden solche Informationen nicht erhoben? Kann Merkel morgen mit Zahlen, die belegen, wie dank der Maßnahmen der Infektiontsunami in sich zusammenbricht, um dann schließlich einer Ostseewelle zu ähneln? Der Blog glaubt eher nicht. Das sieht eher nach purem Aktionismus aus. Es wird da geschlossen, wo es nicht wehtut. Vermutlich muss man zig Bereiche schließen, damit in jenen, die weit gefährlicher sind, jedoch aus populistischen Gründen offen bleiben müssen, weitergearbeitet werden kann. So haben die Lehrer völlig zu Recht ihren Unmut darüber zum Ausdruck gebracht, trotz höhere Ansteckungsgefahr so wie bisher weitermachen zu müssen. Ironie der Geschichte – die Kanzlerin, die Zahlen so lieben soll, verzichtet völlig darauf, ihre Maßnahmen mit diesen zu begründen.

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Man kann im Leben nicht alles haben,

weshalb die FDP, deren Maxime lautet, dass jeder selbst daran schuld ist, wenn er es nicht schafft, alle Möglichkeiten, die das Leben (theoretisch) bietet, zu nutzen, immer nur knapp über der 5 Prozent Schwelle liegt, so dass die Partei bei jeder Wahl darum bangen muss, ins Parlament zu kommen. Anfang des Jahres hätte niemand gedacht, dass aus den 7 oder 8 Prozent mal 60 oder gar 70 werden können – wegen des harten Corona-Frühjahrs sind wir alle zu Freidemokraten, die möglichst alles wollen, geworden. Wenigstens hat sich die Zahl derer, die die Partei wählen, nicht vergrößert. Das ist aber nur ein schwacher Trost angesichts der Folgen unserer Fehleinschätzung, trotz des Virus fast so wie gewohnt weiterleben zu können. Es funktioniert nicht, wie eine neue Studie zeigt – alleine die Öffnung der Schulen erhöht die Übertragungsrate um 24 Prozent, was den Blog richtig sauer macht, hat dieser doch eine Kinderlandverschickung vorgeschlagen. Wäre die veranlasst worden, würde jetzt darüber diskutieren werden, was mit den Schülern geschehen soll, die das Glück hatten, den Sommer auf einer Alm verbringen zu dürfen. (Wer die Bayern kennt, der weiß, dass sie nun in der Lage wären, Kühe zu melken und den Stall auszumisten.) Die meisten hätten zwar ihre Eltern nicht mehr mit deren Vornamen ansprechen können, aber dafür wären sie jetzt immunisiert, so dass eine Rückkehr in ihre geliebten und sehnlichst vermissten Elternhäuser nichts mehr entgegengestanden hätte. Hätte, hätte, Fahrradkette – der Vorschlag ist nicht aufgegriffen worden (Deutschland hätte bereits zig Wirtschaftswunder erleben können, wenn die Ideen des Blogs umgesetzt worden wären). Nun müssen die Menschen mit den Konsequenzen leben. Und da einige Wissenschaftler schon ausgerechnet haben, wie viel Prozent des Lebenseinkommens die jetzigen Schüler wegen der Schulschließungen verlieren werden, ist die Schließung der Schulen nahezu ausgeschlossen. Diese Rigorosität wünschte sich der Blog auch hinsichtlich des Klimawandels – Studien, die zum Ziel haben, auf die Kosten des Nichthandels hinzuweisen, werden in schöner Regelmäßigkeit ignoriert. (Der Blog glaubt zu wissen, was Wolfgang Neuss gesagt hätte, wenn er noch leben würde – „Ohne Notabitur hätte es das deutsche Wirtschaftswunder nie gegeben“.) Warum sollen Kinos und Restaurants schließen, wenn die Kinder nicht mehr in die Schule dürfen? Das macht keinen Sinn. Vielmehr sollte man nach alternativen Formen des Unterrichts suchen. Natürlich kann der Blog wieder Vorschläge machen – jedem Schüler seine eigene Cloud, wo er alles, was er zum Unterricht braucht, findet. Und seine Unterlagen dort abspeichern kann. Wenn man wirklich den Unterricht verbessern will, muss ein einheitliche Lehrplan für das ganze Land her. Das würde jedem Land ersparen, seine eigenes Netz aufzubauen. Wetten, dass der Vorschlag ignoriert wird?

Paare, die gerne den Bund fürs Leben eingehen würden, aber nicht wollen, weil sie dann die gesamte Verwandtschaft einladen müssten (Corana hat gezeigt, dass da mehrere Hundert zusammenkommen können), sollten es jetzt tun – eine bessere Ausrede als der Hinweis auf ein Ergebnis der Studie, das besagt, Treffen von über 10 Leuten würden überproportional zur Ausbreitung des Virus beitragen, bekommen sie nie mehr in ihrem Leben.

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Armenier doch nicht so isoliert, wie gedacht?

Während hier darüber spekuliert wird, ob nach dem Überschreiten der magischen 35, die in wenigen Stunden gerissen werden können, unser Oberbürgermeister auf dem Markt direkt vor dem seinem eigenen Büro wieder einen Feuerwehrwagen auffahren lässt, der ihm erlaubt, sich gegen die Pandemie in einem Ambiente, das der Situation gerecht wird, zu stellen, haben die Armenier erkannt, wer ihre Freunde sind – sie stecken an Stellen ihrer Grenze zu Aserbaidschan, die von den Aseris bedroht sind, russische Flaggen auf, als Zeichen, dass deren Verletzung nicht nur ein Angriff gegen ihr Land, sondern auch gegen Russland darstellt. Das tun sie sicherlich mit dem Einverständnis des Kremls, der sich bisher, sehr zum Leidwesen der Armenier, erfolgreich herausgehalten. Dank beträchtlicher Landgewinne der Aseris sowie den Einsatzes von kampferprobten Dschihadisten muss den Leuten in Moskau klargeworden sein, wohin die Reise gehen könnte – ein Bergkarabach, das aufgehört hat, Kulturland zu sein, da keine Armenier mehr dort leben. Nach deren Vertreibung heißt es Klein-Afghanistan – Rückzugsgebiet für Islamisten, die dort ungestört trainieren und ihre Anschläge planen können. Und das praktisch im Hinterhof Russlands. Und da Putin sich auf gleicher Höhe wie Trump sieht, kann es für ihn nur heißen, alles so zu lassen, wie es vor einem Monat war. Eine ethnische Säuberung, wie Erdogan sie plant, kann nicht in seinem Interesse sein. Um im Süden weiterhin Ruhe zu haben, müssen die Armenier unbedingt da bleiben, wo sie jetzt sind. Auch wenn das keine Geschäfte mit der Türkei und Aserbaidschan bedeutet. Die Russen haben in Syrien nicht gegen ISIS und die anderen Gruppen gekämpft, um ihnen nur wenige Kilometer von der eigenen Grenze ein Gebiet zu überlassen, in dem sie tun können, was sie wollen. Das Land wäre für sie der perfekte Ort, Rache an den Russen zu nehmen. So isoliert ist Armenien also doch nicht. Und in Frankreich gibt es gar Bestrebungen, Bergkarabach anzuerkennen.

Was Eisbären alles anstellen können, wenn sie ohne Eisschollen auskommen müssen, da diese weggeschmolzen sind, zeigt das Video. Keine schöne Aussichten. Was macht man eigentlich, wenn sie auf die Idee kommen, ihr Beuteschema zu ändern – statt Robben Rentiere zu jagen.

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Reisesucht – muss eine Nation auf die Couch?

Haben Sie auch das Gefühl, dass es nur eine Frage der Zeit wäre, bis ein Caravan aufkreuzte, wenn man im Auto an der Zufahrt zu einer Mülldeponie auf einen warten würde? Mit ein bisschen Glück dauert es nur ein oder zwei Stunden. Wer Pech hat, muss vielleicht ein oder zwei Tage da ausharren. Auf alle Fälle wird irgendwann einer kommen, was beweist, dass vor der Reisesucht der Deutschen nichts sicher ist, auch eine Mülldeponie nicht. Selbst in mein Viertel, das vor Corona von den Urlaubsstinkern gemieden wurde, wagen sie sich nun. Meistens fahren sie nur durch. Neulich hat mal einer in der Nähe einer Kreuzung geparkt. Vermutlich haben die Freizeittrucker drinnen darauf gehofft, Jugendliche mögen ihren Wagen richtig gut verbeulen, so dass dieser so mitgenommen wie jener Luxusschlitten in „Cosmopolis“ aussieht. Es soll ja jeder sehen, wie abenteuerlich eine Fahrt mit dem übergroßen Gefährt sein kann. Daraus ist leider nichts geworden. Vermutlich haben sie nicht mal ein abfällige Bemerkung über ihre CO2-Schleuder vernehmen können. Und niemand war neidisch, was besonders ärgerlich war. Den Leuten blieb nichts anderes übrig, als ihre Fahrt fortzusetzen. Irgendwann wird schon etwas Aufregendes passieren. Die Hoffnung stirbt ja bekanntermaßen immer zuletzt. Oder reisen die Deutschen etwa nur um des Reisens willen? So wie es unserer Bundeskanzlerin egal ist, welchen Weg die Träger ihres liebsten Transportgeräts, der Sänfte, nehmen, scheint der Deutsche es seinem Caravan zu überlassen, wohin die Reise geht. Hauptsache unterwegs. Reisesucht nennt man das. Dass die als Krankheit nicht anerkannt wird, liegt an Goethe, der gesagt haben soll, man reise nicht, um anzukommen, sondern um zu reisen. Es fällt nicht schwer, sich vorzustellen, dass im nächsten Sommer, wenn alle geimpft sein werden, unsere Nachbarn die Caravan Karawanen ertragen müssen. In diesem Jahr fand bzw. findet nur der Probelauf statt. Und da in dieser Woche auch noch reihenweise die Becherbergungsverbote aufgehoben wurden, kann ich nicht umhin, festzustellen, dass aus der Neben- nun die Hauptsaison geworden ist. Wer ist schon im vorigen Jahr um diese Zeit an die See oder nach Hamburg gefahren? Ich war mal im November in London, jedoch würde ich nie auf die Idee kommen, im Herbst an die Alster zu fahren. London im Herbst fand ich toll. Hinsichtlich Hamburgs kann ich mir das nicht vorstellen. Ich müsste es mal ausprobieren.

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Rettet er nicht nur die Welt, sondern auch die Alten?

Natürlich ist der Retter der Welt und der Alten nicht Trump, der wohl nichts dagegen hätte, wenn ihn nach seiner Corona-Blitzgenesung der Papst noch vor der Wahl heilig sprechen würde, da dies seine Chance auf eine zweite Amtszeit ungemein erhöhte – mit seiner Erklärung, sich von Covid nicht einschüchtern zu lassen und im Falle einer Infektion darauf bauen zu können, die Medizin, die er erhalten hat, auch verabreicht zu bekommen, hat er sich zum Führer einer Sekte qualifiziert, deren Anhänger jedwede Gefahren, die sie zwingen könnten, ihren Lebensstil zu ändern, negieren. Den Staatsmann Trump gibt es nicht, Frühestens im Januar könnte das Land wieder von einem geführt werden. Die Ironie der Geschichte will es, dass jemand, der sich alle Mühe gibt, als Staatsmann zu wahrgenommen zu werden, als Inbegriff des Bösen gehandelt wird, und das schon seit Jahren. Vermutlich wird er nie als solcher zu seinen Lebzeiten anerkannt werden. Das sollte ihn aber nicht daran hindern, es weiter zu versuchen. Womöglich klappt es für Putin ja irgendwann mal. Ob es bei den Russen gut ankommt, wenn sich er sich wegen Corona absondert (wer zu ihm will, muss, wenn ich es richtig verstanden habe, erst einmal 14 Tage in Quarantäne), kann ich nicht beurteilen. Die steigenden Fallzahlen lassen eher vermuten, dass die Bevölkerung sich ihm nicht zum Vorbild nimmt (das kann sich dann doch nicht jeder leisten). Die Alten werden dessen Verhalten sicherlich gut finden. Noch besser dürften ihnen gefallen, dass die Russen heute verkündet haben, ihren im Westen verschrien „Sputnik“-Impfstoff bei über 60 Jährigen testen zu wollen. Sie dürfen nun hoffen, bald dem Würgegriff, in dem sie die Jungen genommen haben, entgehen zu können. Viele wären schon erleichtert, wenn man sie halbwegs Atmen ließe. Natürlich müssen nur Rentner, die nicht mehr Snowboarden oder durch die halbe Welt reisen können, fürchten, gewürgt zu werden. Soll ein Mann, der die Alten mit ins Rettungsboot steckt (über die Titanic hieß es lange „Frauen und Kinder zuerst“, was sich dann aber als Irrtum herausgestellt hat), wirklich, wie die hiesigen Medien meinen, Angst vor Nawalny haben?

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Vielen Dank an die Evolution (leider zu spät für mich)

Sperrstunden, Alkoholverbote, Reisebeschränkungen und Maskenpflicht im Freien – dass wir dennoch am Wochenende nicht in Depression versinken sollten, verdanken wir der Nachricht, wonach nach neuesten Studien die Evolution dafür gesorgt habe, dass viele Neugeborene nicht mehr ein Übel, das mir schwer zu schaffen machte, zu fürchten brauchen – den Weisheitszahn, der vermutlich vor allem wegen der warmen Mahlzeiten, die wir regelmäßig zu uns nehmen, bei immer mehr Babys fehlt. Obsoletes mustert die Evolution aus. Damit hätte sie schon bei mir anfangen sollen. Aber ich will nicht länger darüber klagen. Wichtig ist nur, dass überhaupt etwas geschieht. Und da die Evolution dafür gesorgt hat, dass genau an der richtigen Stelle abgespeckt wird, können wir uns nur bei ihr bedanken. Natürlich hat die Sache auch einen Haken – ein Zurück zur Natur wird es für zukünftige Generationen nicht geben. Die Zeiten, in denen man rohes Fleisch essen konnte, sind endgültig vorbei, so dass jene, die einen Zusammenbruch der Zivilisation, wie wir sie kennen, überstehen sollten, schwer zu bedauern sind – sie müssen ein Leben als reine Vegetarier fristen. Das gute alte Gebiss, mit dem jene Vorfahren, für die das Feuer keine Selbstverständlichkeit war, in fast alles hineinbeißen konnten, wird sich nicht zurückbilden. Das ist in der Evolution nicht vorgesehen. Gut möglich, dass ich sogar zu optimistisch bin und nach einem plötzlichen, totalen Kollaps der Zivilisation die Überlebenden verhungern müssten. Wegen der kleineren Gebisse sollen auch die Köpfe kürzer werden, was mich auf die Idee bringt, ob nicht in ein paar hundert Jahren die Menschen nicht wie Aliens, wir wir aus Science Fiction Filmen kennen, aussehen könnten. Ich kann mich nicht daran erinnern, je einen Außerirdischen auf der Leinwand gesehen zu haben, der kräftig zubeißen konnte. Und kleine Köpfe hatten auch alle. Aber was kümmert mich die Zukunft, wenn die Gegenwart viel interessanter ist? Die hat wahrlich viel zu bieten. So hat Pelosi, die Führerin der Demokraten im Parlament, einen Plan vorgelegt, der ihrer Partei erlaubt, Biden aus Amt für den Fall zu hieven, dass dieser sich weigert, zu gehen. Genialer geht es wirklich nicht – wegen der Nachfolgeregelung laufen Donalds Attacken gegen Joe („slow Joe“) ins Leere. Einen Präsidenten, der geistig nicht in der Lage ist, das Land zu lenken, wird es nicht geben. Sollte eine Kommission entscheiden, dass Joe es wegen seiner Gesundheit nicht hinbekommt, wird Harris ihn ablösen. Die Demokraten machen damit ihren Wählern klar, woran sie sind. Das ist klug. Für Donald wird es eng. Noch besser wäre es, wenn die, wie der Blog schon forderte, etwas Eigenes zu bieten hätte. Aber darüber war nach dem Duell der Vizekandidaten nichts zu lesen.

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Wie der Virus die Welt entblößt

Donald hat recht – lassen wir uns unser Leben vom Virus nicht kaputtmachen. Darum frage ich morgen ich in Halles Kliniken an, ob sie mir ein Bett vorhalten können. Sobald ich Symptome habe, checke ich mich ein. Große Ansprüche habe ich nicht. Da niemand wissen soll, dass ich den Virus hatte, wäre es schön, wenn das Krankenhaus ein Sonnenstudio und einen Kosmetiksalon hätte. Dann denken alle, ich muss ein verlängertes Wochenende in einer Schönheitsfarm verbracht haben. (Eine Kopfhaarbepflanzung könnte ich mir auch vorstellen.) Glaubt die Marie Antoinette des 21. Jahrhunderts, die rein zufällig ein Mann ist, wirklich, dass man ihn wiederwählt? (Dabei tue ich der Österreicherin noch Unrecht, denn das Zitat mit dem Kuchen, den die Menschen anstelle von Brot essen sollen, ist ihr angedichtet worden.) Wenigstens ist Donald zurück im Weißen Haus. Hoffentlich findet damit auch das Chaos, das während seiner Abwesenheit dort geherrscht haben sollt, ein Ende. Ich hatte schon Angst, jemand könnte auf die Idee kommen, über das rote Telefon Putin zu eröffnen, in einer Stunde werde der 3.Weltkrieg ausbrechen. Aber die Gefahr ist nun gebahnt. Donald lässt niemanden ans rote Telefon. Ihn interessieren nämlich Kriege nicht. Er hat während seine Amtszeit auch keinen angefangen (das habe ich von Werner Herzog). Da er auch kein Interesse hat, welche zu beenden, muss die nun Welt sehen, wie sie klarkommt – wie es aussieht, überhaupt nicht, was erklärt, warum fast alle darauf erpicht sind, dass Biden die Wahl gewinnt. Zu den Ausnahmen gehört Erdogan, der sich bestimmt darüber ärgert, nicht schon vor einigen Monate Aserbaidschan in den Krieg gegen Armenien bzw. Bergkarabach gedrängt zu haben. Die Operation dauert länger, als gedacht, so dass ihm die Zeit davonzulaufen scheint und er nicht Söldner en gros ins Kampfgebiet schicken kann, ohne mit Moskau anzuecken, das nur darauf wartet, dass ihm die Sache entgleitet, so dass der Kreml ein Grund hätte, einzugreifen. Dass im Westen Erdogan nur Macron zu fürchten braucht (Charles wäre sicherlich stolz auf ihn), überrascht dann doch – die Deutschen halten sich vornehm zurück, so wie sie es schon während der Verfolgung der Armenier im 1. Weltkrieg taten. Damals wollte man die Türkei nicht als Verbündeten verlieren, heute sieht es so aus, als ob man in Berlin eine zweite Flüchtlingswelle fürchte. Oder will man es sich etwa nicht mit den Deutschtürken verderben? Vielleicht wäre es an der Zeit, sich um den Einfluss der türkischen Medien Gedanken zu machen, statt darüber zu schwadronieren, wie gefährlich RT sei.

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Armer Joe – vorerst schaut nun keiner mehr auf ihn

So ist das in Amerika – wenn einer etwas scheinbar Großes erreicht hat, gilt nur, es ihm unter allen Umständen nachzumachen, so dass Joe nun auch an Corona erkranken muss, denn nichts ist schlimmer, als im Wahlkampf als Schwächling, der möglicherweise nicht mal mit dem Covid klarkommt, gebrandmarkt zu werden. Um sich derart äußern zu können, muss Donald erst einmal seine Infektion überstehen, was so gut wie sicher ist – wenn die besten Ärzte der Welt nicht einmal den amerikanischen Präsidenten über die Runden bringen können, dann muss sich die Welt ernsthafte Sorgen machen. Und da er nicht den gleichen Fehler wie Boris macht, der versucht hat, in seiner Downing Street die Infektion auszusitzen, sondern in ein Militärkrankenhaus eingewiesen worden ist (wenn sich dort nicht mal einer wegen seiner Verachtung für die Uniformträger an ihm rächt), sieht es ganz gut für ihn aus. Gestern hatte ich noch gedacht, er könne wie El Cid enden, den man, weil sich die Araber vor ihm ängstigen, als Toten auf ein Pferd setzte, was dann mit ihm auf das Schlachtfeld trabte. Die Wirkung war verheerend – die Araber, die dachten, er sei tot, waren geschockt. Die Schlacht war gewonnen, was Sophie Loren auch nicht trösten konnte. Heutzutage wäre das nur in Korea möglich. Um Zeit für dessen Nachfolge zu schinden, würde man den toten Kim auf eine Zugreise durch Land schicken. Aus sicherer Entfernung könnten die Koreaner dann dem Toten zujubeln. Solche Szenen sind in einer Demokratie natürlich undenkbar. Der Blog hatte natürlich ein anderes Szenario vor Augen, nämlich dass die Amerikaner jemanden zum Präsidenten wählen, der schon zwei oder drei Tage tot ist. Das wäre ganz nach dem Geschmack Donalds – sich als todkranker in seinem geliebten Trumptower, in den natürlich niemand hineindarf, in der Hoffnung zu verbarrikadieren, noch mal gewählt zu werden. Diese Szenario ist nun so gut wie ausgeschlossen. Die große Frage ist jetzt, wie er sich nach überstandener Krankheit gebärden wird. Und vor allem wie er damit bei den Wählern ankommen wird. Seine Berater basteln sicherlich schon an der Strategie. Eines kann der Blog mit Sicherheit ausschließen – wir werden keinen geläuterten Mann erleben. Das wäre gegen seine Natur. Und das wollen auch seine Wähler nicht, womit der Blog bei Joe ist, der zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt sich entschlossen hat, seinen Bunker zu verlassen, um auf Wahlkampftour zu gehen. Solange Trump krank ist, interessiert sich aber niemand für ihn. Und es ist so gut wie sicher, dass es beim nächsten Auftritt der beiden noch ruppiger und unterirdischer zugehen wird. Joe hat es im TV-Duell in dieser Woche nicht geschafft, sich sonderlich von Trump abzuheben. Beim nächsten Mal wird es noch schwieriger, denn Donald wird sich als Superheld (Corona-Batman) präsentieren. Wie wäre es, einfach die Veranstaltung zu verlassen, wenn es zu grausig wird?

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Erdogan – alle Blitzkriegsziele aufgebraucht

Und wegen Corona sind wir auch aus der Schussweite – seine hiesigen Anhänger mögen verrückt sein, jedoch sind sie nicht verrückt genug, in Pandemie-Zeiten nach Berlin zu ziehen, um dort unsere geliebte Bundeskanzlerin zu stürzen, sollte Erdogan dies von ihnen fordern. Unter normalen Umständen wäre wohl das Bundeskanzleramt der Ort, der sich am leichtesten erobern ließe. Statt schneller Erfolge steckt er überall fest – in Libyen kommt er nur bis Sirte, in Syrien reichte es gerade mal für ein Stückchen Rand hinter der Grenze und im Bergkarabach scheint schon nach wenigen Kilometern für seine Soldaten bzw. Söldner – Syrer, die wie ihre Vorgänger im Dreißigjährigen Krieg unter dem Motto „der Krieg ernährt den Krieg“ von einem Schlachtfeld zum anderen ziehen – Schluss zu sein. Sollten sich die Armenier mit Munition eingedeckt haben, kann Erdogan sich nach einem neuen Ziel umsehen. Da ihm die leichten Gegner ausgegangen sind, wird das nicht so einfach werden. Die Verluste, die seine Truppen erleiden, sind einfach zu hoch, um weiter angreifen zu können. Und dann gibt es ja auch noch Russland, das sich vermutlich auch einer Söldnertruppe (Wagner) bedienen würde. Das ist die neue Welt – weil sie unter keinen Umständen darauf verzichten wollen, miteinander Handel zu treiben, bekämpfen sich Staaten heute nicht mehr mit regulären Soldaten. Sie setzen auf Privatarmeen, die ihnen erlauben, so zu tun, als sei nichts geschehen. Das ist eine Welt wie vor dem 1. Weltkrieg, als die Rüstungsfirmen Waffen an Freund und Feind lieferten. Krupp ist das beste Beispiel dafür. Die Russen haben alle drei mit Waffen versorgt, wobei die Armenier das Privileg haben, als einzige Partei über Russlands neue Mittelstrecken „Islander“ zu verfügen. Für den Abschuss eines armenischen Flugzeug über dessen Hoheitsgebiet durch einen türkischen Jet wüsste ich schon ein Vergeltungsziel – ein Enthauptungsschlag gegen Erdogan würde viele Probleme im Nahen Osten lösen. Dazu wird es leider aus Furcht, die Türken könnten sich dadurch angestachelt fühlen, den Armenien offiziell den Krieg zu erklären, leider nicht kommen. Der Blog ist sich aber ziemlich sicher, dass den Russen etwas einfallen wird. Vielleicht wissen sie ja schon, wie sie Erdogan in die Schranken weisen können.

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