„Muse“ – wenigstens dürfen sie noch als „Muse“ auftreten

Die Tech-Konzerne schrecken vor nicht nichts zurück – weil ein AI Agent, der „Muse“ heißt, Interessenten verspricht, sie brauchen ihre wertvolle Zeit nicht mit dem Schreiben von E-Mails oder der Bezahlung von Rechnungen zu verschwenden, hat Facebook alias Meta der gleichnamigen Band den Namen, den man eintragen ließ, abgeluchst. Immerhin dürfen sie noch unter „Muse“ Konzerte geben. Natürlich hat es was, den ganz Schriftkram samt der Behördengänge, die man teilweise ja schon im Netz erledigen kann, einer Software anzuvertrauen, sofern die Firma, die sie anbietet, versichern kann, dass die AI nie auf die Idee kommen würde, für sich einen Vorteil, der unter Umständen sich für den Nutzer als Nachteil erweisen könnte, herauszuschlagen. Der Blog könnte sich gut vorstellen, dass nach einer gewissen Zeit die AI auf die Idee kommt, für sich auch eine Reise zu buchen, gar ein Ziel, wo sie und ihr Anwender noch nie waren. Oder aus Rache einen Ort, den der Nutzer überhaupt nicht mag. Eine gutmütige und sich sorgende KI wählt natürlich eine Destination, wo deren Auftraggeber Kraft tanken kann. Sollten sie sich vor dem Urlaub heftig gestritten haben, ist der am Tage der Abreise völlig vergessen, auch wenn das abwegig erscheint, denn vieles spricht dafür, dass es der KI wie dem Internet, das nicht vergisst, ergeht. Man lebt wieder harmonisch miteinander. Bis die Software es wieder für nötig hält, einem völlig unverhofft in die Parade zu fahren. Bleibt zu hoffen, dass man es noch schafft, Regeln einzuführen.
Es sieht ganz danach aus, als müssten sich die Europäer daran gewöhnen, bei Treffen öfter russischen Vertreter zu begegnen. Erst hatte Klingbeil das Vergnügen, seinen russischen Counterpart zu treffen. Nun Frau Reiche, die in Houston die Chance hat, die Erdgasspeicher doch noch voll zu bekommen. Vielleicht können die Russen die NordStream wieder in Betrieb nehmen, ohne dass es jemand merkt. Billiger wird es eh nicht, eher noch teurer (unsere Wirtschaftsministerin hat sich völlig verzockt). Dafür sorgen die Houthis. Wegen deren jüngsten Erfolge gegen die Folklore-Armee der Saudis muss das Königshaus mit dem Schlimmsten rechnen (diesmal hilft kein Lawrence). Milliarden hat man für Waffen ausgegeben, praktisch alles gekauft, was gut und teuer war (umfangreicher als der Schah es getan hat). Trotz dieser Unsummen schafft man es nicht, sich gegen die Houthis, die völlig isoliert sind, zu verteidigen. Nun soll die Pipeline, in der das Öl ans Rote Meer gepumpt wird, unterbrochen sein (ein Angriff aus dem Irak). Der Blog kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass man versucht, die verschwenderischen Saudis aus dem Land zu werden. Für Trump wäre das ein Desaster. Es könnte noch schlimmer kommen, als der Blog befürchtete.

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

SA kann (vorerst) aufatmen – Silbereisen kann man noch sehen

Knapp 44 % in SA für Siegmund – man muss kein Prophet, um festzuhalten, dass die Chancen, bei einer Neuwahl in naher Zukunft die absolute Mehrheit zu erringen, ziemlich gering sind, auch wenn Schulze alles dafür tut, seine CDU unter 10 Prozent zu bringen. Als scheidender Ministerpräsident steht es ihm nicht zu, den Vorsitz der Ministerpräsidentenkonferenz abzusagen. Im Landtag will er nun Herbert Wehner spielen, das mit der knappsten Mehrheit, die man sich vorstellen kann (1 Stimme bei 15 Sitzen). „Wer rausgeht, muss auch wieder reinkommen“ – dann aber bitte in einer anderen Partei. Man kann sich des Eindruck nicht erwehren, als ob Abgeordnete überlaufen sollen. Dann könnte die AfD sofort das, was sie ihren Anhängern in SA versprochen hat, umsetzen. Bspw. die Schulpflicht abschaffen, was wegen der jüngsten Pisa-Studie durchaus Sinn machen würde, vorausgesetzt man erlaubt Eltern, ihre Kinder in deren Muttersprache zu unterrichten. Oder selbst Schulen zu gründen. Die müssten natürlich vom Staat unterstützt werden. Dann könnte man auch sofort aus dem MDR austreten, wäre jedoch gezwungen, einen neuen Sender zu gründen. Statt Silbereisen werden uns ausschließlich Einheimische bespaßen. Theoretisch hätte jeder Bewohner SAs dann die Chance, an einem Sonnabend Entertainer zu sein (womöglich ein zweites Standbein für unseren Ministerpräsidenten in spe). Angesichts dieser Aussichten sollte man bei der AfD froh sein, dass die Wähler der Partei nicht ermöglicht haben, durchregieren zu können. Der Wahlsieger hatte am Abend, als die Ergebnisse verkündet wurden, das anders gesehen. Er wollte die absolute Mehrheit. Spätestens aber heute dürfte ihm klar sein, dass er mit diesem Ergebnis leben muss. Um damit auch gut leben kann, sofern er in der Lage ist, seine Politik für andere interessant zu machen. Da Siegmund bei seinen Auftritten nicht den Eindruck vermittelt, auf Biegen und Brechen das durchsetzen zu wollen, was er vollmundig verspricht, kann man durchaus davon ausgehen, dass man eifrig daran arbeitet, Vorhaben zu finden, die andere Parteien unterstützen würden, bspw. Bürokratieabbau. Die AfD wäre nicht die erste ultrarechte Partei, die nach einer Wahl ihre Prioritäten geändert hat.
Trotz zerstörter Wildberries-Lager und Schlangen an den Tankstellen soll sich die Verhandlungsposition Selenskyjis nicht verbessert haben. Ganz im Gegenteil, die Russen verlangen noch mehr. So sollen Gebietsverluste in der Verfassung bestätigt werden. An der Front läuft es auch nicht gut – man hat sich wieder einkesseln lassen. Und Kiew wird wieder angegriffen.

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

„Vaterland“ – die Manns Fremde unter Fremden

Im richtigen Leben, wenn vielleicht auch nicht bei seinem ersten Besuch, trat das ein, was Karl Valentin, den T. Mann sehr verehrte (die zig Schallplatten, die er von ihm gehabt hat, dienten auch dazu, Passagen aus seinen Sketchen auswendig zu lernen), als selbstverständlich ansah – irgendwann ist dem Fremden die Fremde nicht mehr fremd, auch wenn am Ende des Films es schwerfällt, sich das vorzustellen. Sonderbar kalt ist das „Vaterland“, in das die Manns zurückkehren. Nun hat der Blog nicht erwartet, dass man T. Mann zujubeln würde, so wie Fans es zu tun pflegen, wenn sie ihre Lieblingsmannschaft wegen einer Meisterschaft oder eines Pokals feiern. Im Westen klatschen eine paar Menschen höflich, im Osten singen die „Jungen Pioniere“. Ein bisschen mehr Jubel hätte es schon sein können. In der Ostzone zieht wenigstens ihre Limousine, die Erika gekonnt lenkt, die Blicke aller auf sich, schon damals (Handschaltung – kein Problem für Frauen, die aus dem Osten kommen). Die Manns sind jedoch abgehärtet – als Kriegsreporterin weiß dessen Tochter, was sie erwartet. Wegen ihrer Erfahrungen, die sie im befreiten Deutschland machte (ihr Kommentar ist der erfrischendste, den Blog über den Nürnberger Prozess gehört hat), hat sie sich strikt geweigert, ihren Vater zu begleiten. Auf die Idee, sie anstelle ihrer Mutter zu nehmen, muss man erst einmal kommen. Und pflichtbewusst, was für den „Zauberer“ (so wurde er von seinen Kindern genannt) ganz und gar zutrifft. Während für deutsche Generäle die Pflicht darin bestand, so lange wie möglich zu kämpfen, sah er es als seine Aufgabe an, beide Teile des Landes zu bereisen. „Vaterland“ ist für ihn ganz Deutschland. Als Bonmont erfährt der Zuschauer noch, dass von Thomas Mann lernen, heißt jeder Situation, sei sie auch noch so vertrackt, verbal gewachsen zu sein. „Vaterland“ ist ein bisschen wie ein Film über Dinosaurier – keiner ist je einem begegnet, geschweige denn einen Kampf zwischen ihnen verfolgen können. Dennoch dürften die der Realität sehr nahe kommen. Vermutlich braucht es einen ausländischen Regisseur, solch einen Film zu drehen. 2018 hat der Blog sehnsüchtig dessen nächsten Film erwartet. 8 Jahre musste er warten. Pawlikowski war längst vergessen. Nun feiert es ein grandioses Comeback. Hoffentlich lässt er uns nicht wieder so lange „hängen“.

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

Campact – der Montag wird für die Sachsen-Anhaltiner schwer

„Diesmal geht es um alles. AfD-Regierung verhindern:“ Da auf der Webseite der „Zeit“ die Kampagne mit dem knalligen Gelb als Untergrundfarbe ohne Unterbrechung gefühlte 8 Wochen läuft, fragt sich der Blog, was ihn wohl am „Aschermontag“, wenn in Sachsen-Anhalt alles vorbei ist, erwarten könnte. Indem die Webredakteure die ganze Seite für Werbezwecke nutzen, so wie es der „Standard“ zu tun pflegt, könnten sie den Kater etwas mildern. Dann wissen wir auch, ob sich die Hartnäckigkeit, mit der Campact um Stimmen für die SPD und Grüne bei den „Lutherböcken“ wirbt, ausgezahlt hat. Die plakatierte Verhinderung einer absoluten Mehrheit der AfD wird man wegen des Zuwachses der Grünen, die hier wirklich nicht gut gelitten sind, erreichen. Es wäre eine große Überraschung, sollte mehr herausspringen, sprich wenn Siegmund weit weniger Stimmen als prognostiziert erhalten würde. Der Blog hat nämlich nicht den Eindruck, dass die Parteien mit Ausnahme des BSW versuchen, der AfD deren Gefolgschaft abspenstig zu machen. Wegen der schlechten Umfragewerte geht es ihnen in erste Linie um Schadenbegrenzung. Schulze hat für den Wahlkampf den Erfinder der Brandmauer gar zu einer Persona non grata erklärt. Campact ist da noch extremer – die versuchen erst gar nicht, potentielle AfD-Wähler anzusprechen. Deren Ziel ist es, eine Parteikonstellation zu erreichen, die das Weiterregieren der etablierten Parteien ermöglicht. Die „Linke“ darf „Afghanistan“ (vor den Taliban) am Leben erhalten, so wie sie es in Thüringen bereits tut. Gesund ist das nicht. Campact wäre darum gut beraten, die Werbung irgendwo abzuspeichern. Vor der Wahl ist nach der Wahl – vermutlich müssen wir bald wieder ran. Es könnte aber auch ganz anders kommen – nach dem Motto Scheitern ausgeschlossen, müssen wir vier Jahre (und noch länger) durchhalten.
Wie wäre es mit einer Notbesatzung für die russische Botschaft? Nur Leute, die dringend gebraucht werden. Dann können die Russen es bei der nächsten Attacke, die bestimmt kommen wird, nicht gewesen sein. Zu verhandeln gibt es in Berlin eh nichts mehr. Daran wird sich so schnell auch nichts ändern.

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

Highspeed-Zug der Russen nimmt Gestalt an

Und die erste Frage, die einem angesichts der Hochglanzoberfläche der Wagen einfällt, ist, ob die Russen den schönen Anblick mit Displays, die bspw. die Route anzeigen, verschandeln werden. Wohl eher nicht. Vermutlich haben die Züge außen nicht mal eine Wagennummer, was bei der DB wegen der vielen Reisenden, die Plätze reservieren, unmöglich wäre. Für Länder wie Italien, wo Ticket und Sitzplatz eine Einheit bilden, ist das völlig ausgeschlossen. Russlands erster Highspeed-Zug strahlt so viel futuristischen Chic aus, dass es nicht schwerfällt, sich vorzustellen, auch ohne den ganzen Schnickschnack seinen Platz finden zu können, bspw. dank Anzeigen über Streifen, an deren Enden sich die Türen befinden, wenn der Zug zum Halten gekommen ist. Der Shinkansen hält bereits punktgenau, ebenso einige U-Bahnen. Vermutlich gehen die Russen die Sache noch pedantischer als die Japaner an. Sind alle vier Strecken fertig – Petersburg, Jekaterinburg, Rostow und Minsk via der Hauptstadt – wird man wegen des hohen Andrangs in Moskau sich nicht mehr den Bahnhof, der einem am besten zusagt, aussuchen können. Dann heißt es, den zu nehmen, der seinen Zeitpuffer zum Ein- und Aussteigen noch nicht ausgeschöpft hat. Wenn alle vier Bahnhöfe gut mit dem Nahverkehr vernetzt sind, kann es einem egal sein, wo mein einsteigen oder aussteigen muss. Bevor der Blog so richtig ins Schwärmen gerät, muss erwähnt werden, dass der Highspeed-Zug noch keinen Meter zurückgelegt hat. Man baut erst einmal zwei Züge, die im nächsten Jahr getestet werden sollen. Zweifel, dass das Projekt scheitern könnte, haben die Russen nicht.
Wenn Ratcliffe nach Moskau gekommen war, um russischen Geheimdienstlern zu erklären, wie schlecht es um deren Militär bestellt sei (das wird jedenfalls kolportiert), dann dürfte er auf ganzer Linie gescheitert sein – die Russen scheinen nun erst recht alles in die Luft zu jagen, was zur Lagerung von Waffen genutzt werden könnte. Dessen Statistiken dürften die russischen Schlapphüte nicht im geringsten beeindruckt haben. Zu oft lag man falsch. Aus Höflichkeit und als Zeichen des guten Willens haben die Russen das über sich ergehen lassen. Der gesunde Menschenverstand sagt, dass der CIA-Chef andere Gründe hatte, die lange Reise anzutreten. An der Front rücken die Russen weiter vor.

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

Die Amerikaner scheinen Frau Baerbock zu mögen

In Amerika geht alles viel schneller – hat man den richtigen Job, reicht schon ein Jahr Berufserfahrung, um als Professor ernannt zu werden, wie heute aus den Zeitungen zu erfahren war. Frau Baerbock legt diese steile Karriere hin, was die meisten nicht erwartet hätten, ja etliche jener, die aus dem Staunen nicht mehr herauskamen, als sie lasen, sie würde den Studiengang „Master of Public Administration in Global Leadership“ an der Columbia Universität leiten, würden sich sogar weigern, sie überhaupt für den Kurs zuzulassen, geschweige denn ihr dessen Leitung zu übertragen. So schräg es sich auch anhört, sie angesichts ihrer Performance als Außenministerin auf die Studenten loszulassen – die Amerikaner müssen mir ihr hochzufrieden sein. Das können sie auch. Während frühere Außenminister uns vor dem einen oder einen Schlamassel, das die Amerikaner angerichtet haben, heraushalten konnten, hat Baerbock dafür gesorgt, dass wir tief mit drinstecken. Nichts hat sie getan, den Angriff der Israelis auf Gaza zu stoppen. Dabei war schon nach wenigen Tagen klar, dass Netanjahu die Absicht hat, die Palästinenser aus dem Gebiet zu vertreiben. Die Hamas diente nur als Vorwand, rücksichtslos zuschlagen zu können. Nur an ein außergewöhnliches Ereignis kann sich der Blog erinnern – ihren Besuch beim neuen Staatschef in Syrien, der eine noch steilere Karriere als sie hingelegt hat, war der doch mal ein Terrorist. Da Baerbock ihre Aufgabe in ihrem früheren Job darin sah, die Dinge verwalten, passt das Lehramt gut zu ihr – damals meistens unter Gleichgesinnten. Während ihrer Tätigkeit bei der UNO dürfte sie auch Leute kennengelernt haben, die nicht ihrer Meinung sind. Wer lernen will, wie Diplomatie wirklich funktioniert, der muss in diesen finsteren Zeiten beim Vatikan anheuern. Deren Chefdiplomat hat sich heute mit Lawrow in Moskau getroffen. Die Stimmung war wohl ziemlich mies. Immer hat man wenigstens miteinander gesprochen. Monatelang kommt gar keiner aus dem Westen, heute sind es gleich zwei. Der zweite Vertreter gehört auch nicht zu denen, die man unbedingt in Moskau erwarten würde. Trump hat seinen CIA-Chef geschickt (kam aus Riga, was höchst ungewöhnlich ist). Über die Gründe wird wild spekuliert. Man darf gespannt sein, was daraus wird. Der Iran könnte auch eine Rolle spielen.

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

Wagenknecht – könnte klappen mit von Papen und Teddy Thälmann

Man kann nicht früh genug wählen – ginge es nach dem Blog, hätte der schon längst seine Stimme abgegeben. Besser wird es eh nicht, nur kurioser und bizarrer, wofür dieses Mal in erster Linie das BSW verantwortlich ist, speziell Frau Wagenknecht, die sich mehr um die AfD als um ihre eigene Partei zu sorgen scheint. Das wäre verständlich, wenn ihr Bündnis um die absolute Mehrheit kämpfen würde. Das ist aber ganz und gar nicht der Fall, im Gegenteil, ihr BSW muss hart darum kämpfen, die 5 Prozent Hürde zu nehmen. Gut möglich, dass ihren Parteifreunden die Türen zu allen drei ostdeutschen Länderparlamente verschlossen. Das wäre wohl das Ende einer Partei, die bei ihrer Gründung angetreten war, die hiesigen Parlamente im Sturm zu nehmen. Das hat nur in Thüringen geklappt. Da in den letzten Tagen oft Parallelen zu den 30ern gezogen werden, müsste man über Wagenknecht sagen, dass sie zwei Protagonisten dieser Zeit in sich vereinigen würde – eine Menge von Papen und eine Portion Teddy Thälmann stecken in ihr. Im Gegensatz zu Papen, der über und unter den Nazis arbeitete, will sie nicht mit Siegmund reagieren. Als einzige Partei die AfD zu einer Gruppierung wie die anderen auch zu erklären hat nicht dazu geführt, dass sie in den Umfragen zugelegt hat. Das Bündnis selbst hat wohl ein oder zwei Prozent hinzugewonnen. Ausgerechnet Wagenknecht, die immer so viel Wert auf Inhalte gelegt hat, legt einen Wahlkampf hin, bei dem im Gedächtnis der Wähler nur hängenbleibt, dass man mit der AfD irgendwie zusammenarbeiten müsse. Das ist natürlich besser, als gar keine Botschaft zu haben. Nach dem 6. September wird sie erfahren, ob sie richtig gelegen hat. Wenn mit ihrer Strategie völlig falsch gelegen haben sollte, würde es ihrer Partei helfen, im Parlament vertreten zu sein. Und Thälmann? Weil sie wie der Parteichef der Kommunisten mit jenen, die aus ihrem Lager kommen, auf Kriegsfuß steht. Die linken Parteien schenken sich wirklich nichts. Weil „Die Linke“ im Wahlkreis Schwesigs ihren Kandidaten zurückzieht, wird ihr vom BSW „Unterwürfigkeit“ attestiert. Gegenüber der AfD verkneift man sich tunlichst derartige Gehässigkeiten.

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

Überzeugendes Comeback der Russen im Westen

Als seien sie nie weg gewesen – zwar nicht ganz oben, wie bei den beiden letzten Schwimmeuropameisterschaften, an den denen sie teilnehmen durften, dafür aber unter den Top drei, was nach zwei Zwangspausen wirklich nicht erwartet werden konnte, hat es doch immer geheißen, Sanktionen und Ausschlüsse würden die Russen um Jahre zurückwerfen. Für den Sport scheint das nicht zu gelten (das Frauenturnen ist ein noch besseres Beispiel). Man kann es wohl als Ironie der Geschichte bezeichnen, dass die russischen Sportler genau zu einem Zeitpunkt, an dem härter als je zuvor gekämpft wird, teilnehmen dürfen. Den Mangel an konventionellen Waffen wie Panzer und Haubitzen kompensiert der Westen durch die Bereitstellung von Daten, die den Ukrainern erlauben, diese in Echtzeit für ihre Angriffe zu nutzen. Warten war mal – lt. NYT haben sie direkten Zugriff auf alles, was sie brauchen. Die russischen Militärs scheinen schon im Frühjahr geahnt zu haben, was passieren würde – um zu verhindern, dass abgeschossene Drohnen auf Häuser fallen, haben sie vor Moskau und anderen Städten 35 m hohe Türme, auf den Abwehrgeschosse stehen (das Radar soll eine Reichweite von 23 km haben), errichten lassen. Ganz wohl wäre es dem Blog da oben nicht (den beiden im Video scheint das auch nicht ganz geheuer zu sein). Die beste Überlebensstrategie ist, alles, was auf einen zufliegt, zu treffen. Vermutlich werden die Ukrainer versuchen, mit teurem Gerät in den Turmwall eine Bresche, die ihnen erlaubt, wieder mit billigeren Drohnen anzugreifen, zu schlagen (ein Ziel für die Taurus). Auf Pontons sind die Pantsir auch schon montiert worden. Dass die Russen dennoch ihre Schiffe im Schwarzen Meer nicht schützen, hat wohl auch etwas mit begrenzten Vorrat an Munition zu tun – gegen einen Drohnenschwarm wäre die wohl schnell aufgebraucht. Lange wird sich die Eskalationspirrale jedoch nicht mehr drehen lassen – mit dem Einsatz von Flugkörpern wie dem erwähnten Taurus ist das Ende erreicht. Mehr geht nicht. Sicherlich werden die Russen einen Weg finden, sie abzuschießen. So wie bei den Systemen zuvor. Ob dann angesichts der Entwicklung der Technik Drohnen reichen, die Russen fernzuhalten, ist höchst fraglich – das bisherige System zum Schutz der Panzer kann 12 Objekte vernichten. Das muss nicht so bleiben. Schon jetzt rücken sie weiter vor.

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

Freibad vor der Volksbühne – dürfen Linke u. Grüne es ausbaden?

Die CDU heuert Lillienthal an, jedoch dürfen Linke und Grüne den Mist, den er verzapft, ausbaden – es sieht ganz danach aus, als ob dessen Sommerjob als Schwimmwart im eigens für ihn errichteten Schwimmbassin vor der Volksbühne beiden Parteien die Wahl kosten wird. Die AfD ist an den Linken schon vorbeigezogen, die CDU liegt gleichauf. Zu allem Übel steht das Becken noch, wenn in Berlin gewählt wird. Kommt es so, wie der Blog befürchtet, sollte Lillienthal den Mumm haben, AfD und die CDU Anfang Oktober zum Abbaden einzuladen. Die werden sich natürlich hüten, die Einladung anzunehmen. Selbst bei 40 Grad würden die nicht kommen. Auf die Idee, wie das Bad bei jenen, die nicht ins Theater gehen, ankommt, ist vermutlich niemand in der Volksbühne gekommen. Auch wenn das Budget nicht überschritten wird, gehört das Aufbauen und Unterhalten eines Schwimmbades nicht zu den Kernkompetenzen eines Theaters. Immerhin hat das Projekt für mehr Gesprächsstoff gesorgt, als eine Vorstellung hervorzubringen vermag. Leider ist der jedoch für die Parteien links von der CDU äußerst nachteilig. Lillienthal kann das egal sein. Die Stammbesucher werden der Volksbühne die Treue halten. Vielleicht kommen nun sogar noch mehr als früher. Finkelstein erklärt auf Youtube, wie Linke wieder das Vertrauen der Massen gewinnen können. Apropos schwarze Kinder – der Theaterleitung bleibt gar nichts anderes übrig, als es noch einmal zu versuchen.
Drohnen, die ein Mikrofon haben, das den Piloten erlaubt, diese so zu parken, dass Fahrer sie nicht sehen können – in diesem Fall ist ein Gebüsch. Sobald der Pilot etwas hört, kommt er mit ihr aus der Deckung heraus. Da dies sicherlich nicht der letzter Schrei sein wird, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis Roboter die Aufgaben der Frontsoldaten übernehmen. Das käme einem Videospiel gleich, bei dem die Leute, die die Geräte kontrollieren, darauf hoffen müssen, dass es dem Gegner nicht gelingt, die eigenen Kampfmaschinen umzuprogrammieren. Noch aber wird konventionell gekämpft.

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

„Simsonland“ abgebrannt (?) – AfD ohne „Schwalbe“ in Halle

Es ist so lange her, dass der Blog auf dem Lande war, dass er sich nicht mehr daran erinnert, wann dies gewesen sein könnte. Als Kind hat er einige Zeit dort verbracht. Damals ist man wohl viel mit dem Fahrrad unterwegs gewesen. Eine „Schwalbe“ als Transportmittel ist ihm nicht in Erinnerung geblieben (später dann schon). Mehr als 20 Jahre lang war das Moped wie vom Erdboden verschluckt. Dann jedoch entdeckte das Führungspersonal der AfD die Marke (Simson) für sich – Ausfahrten mit ihren Anhängern, über die die Medien auch wegen der Proteste der Nachfahren des Firmengründers berichteten, riefen den Namen wieder ins Gedächtnis vieler Menschen. Was in der Provinz funktioniert, will in größeren Städten nicht so recht klappen, wie der Auftritt des Spitzenkandidaten der AfD heute gezeigt hat. „Simsonland“ scheint abgebrannt. Der erste Eindruck war schlichtweg katastrophal – viel Polizei, die ein Stück entfernt von zwei AfD-Schirmen, die junger Männer einkreisten, standen. Der Blog konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die gekommen waren, um Siegmund zu schützen (Leibgarde und Anhänger zugleich). Wozu braucht man dann noch Polizisten? Vier Polizeiautos hat der Blog gezählt. Wäre er lieber mal mit der „Schwalbe gekommen. Ein Hingucker, keine Frage. Jedoch ist es nicht so, dass die Leute ihr nachrennen, weil sie jemanden von der AfD auf ihr vermuten. Auf dem Lande klappt es mit der Bürgernähe. In der Stadt ist man weit davon entfernt. Während eine ehemalige Bundestagsabgeordnete der Linken (Sitte) ohne Begleitung Flyer verteilt, schanzt sich der Spitzenkandidat ein. Aus Angst? Oder um Einzuschüchtern? Der Blog tippt auf Letzteres. Auf dem Rückweg fand er Blog ein noch bizarres Bild vor – sie hatten sich hinter einer großen Deutschlandfahne sowie einem langen Stoffstück, auf dem „Sachsen grüßt die Zukunft Deutschlands“ zu lesen war, versteckt – für die Autofahrer, die an ihnen vorbeifuhren. Warum holt die AfD für einen Wahlstand Anhänger von einem anderen Bundesland nach Halle? Angesichts der Bilder vom Lande sieht es danach aus, als komme die AfD nicht mit Städtern aus. Vielleicht will sie das auch gar nicht.

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen