Abgang in Psychiatrie und als „Fräulein Knüppelkuh“?

Kann Politik langweilig sein, wenn einer seinen Abgang so inszeniert, dass die Bürger, die ihn nicht wählten, den Eindruck haben müssen, er möchte unbedingt in der Psychiatrie enden, und eine drauf und dran ist, im letzten Jahr ihrer Amtszeit ihren Mutti-Image zu verlieren? Natürlich ist es abwegig, zu glauben, Donald könne in einer Psychiatrie, wie wir sie kennen, enden – wenn Psychologen die Meinung des Blogs, der vermutet, er könnte unter narzisstischen und histrionischen Persönlichkeitsstörungen leiden, teilen, dann wird er auf seinen Golfplätzen therapiert werden. Angesicht der einiger Prozesse, die gegen ihn im nächsten Jahr anberaumt sein sollten, ist es vielleicht keine schlechte Strategie, jetzt so irrational wie nur möglich zu handeln – wer wie Donald gerne Golf spielt, wird keinen Atomkrieg anfangen, um vor Gericht den Eindruck zu erwecken, er sei krank und deshalb nicht schuldfähig. Es reicht, wichtige Leute zu entlassen (wie den Chef für Cybersicherheit, der wegen seiner Erklärung, die Wahlen seien die sichersten, die Amerika je gehabt hätte, gehen musste), unsinnige Prozesse wegen angeblicher Wahlfälschung zu führen oder Truppen abzuziehen (Biden als Kriegspräsident, der Soldaten wieder nach Afghanistan schickt – ein besseres Geschenk kann Donald den Republikanern nicht machen). Verwegen setzt Donald alles daran, das Ungemach, das ihm nach seinem Abgang droht, noch schlimmer zu machen. Aus dem Kalkül heraus, dass jeder, der ihn verklagen will, wissen soll, dass der Prozess im Chaos enden wird? Nicht auszuschließen, dass Trump im nächsten Jahr weiter in den Schlagzeilen blieben wird. Vermutlich braucht er das. Er scheint sich ziemlich sicher zu sein, nicht im Sing Sing zu landen. Bezüglich seiner Wiederwahl hat er sich schon getäuscht. Diese Fehleinschätzung wäre aber folgenschwerer. Über Merkel kann mit Sicherheit gesagt werden, dass sie keine Psychologen braucht. Aber mit dem Mutti-Image könnte es aber bald aus sein – Lehrer, die früh am Eingang zur Schule die Kinder harsch auffordern, ihre Masken aufzusetzen, tragen nicht gerade dazu bei, das Bild von der lieben Mutti, die alle verhätschelt, aufrechtzuerhalten. (Der Blog weiß, wie es ist, beim Betreten der Schule angegangen zu werden – auf Penne ist er mal streng angehalten worden, seine Baskenmütze abzunehmen. Und das noch von einem Geschichtslehrer, der hätte wissen müssen, wo die Mützen noch getragen werden können. Bspw. würde kein Baske die Mütze in der Dorfbar absetzen.) Statt Homeschooling ist totaler Präsenzunterricht angesagt. Gerade mal die Klassen sollen halbiert. Das ist ganz im Sinne der Eltern, die aufgrund der schlechten Erfahrung während des 1. Lockdowns fürchten, ihre Kinder könnten den Anschluss verlieren. Und da die meistens auch wählen, wird sich, wie der Blog schon orakelte, an Merkels Strategie, notfalls alles zu schließen, um den normalen Unterricht aufrechterhalten zu können, nichts ändern. 24 % des Anstiegs der Coronafälle sind der Öffnung der Schulen geschuldet. Angesichts der Prioritäten, die Merkel setzt, wäre es illusorisch, zu glauben, Kinos und Restaurants können bald wieder aufgemacht werden. Es sieht ganz danach aus, als ob Merkel ihr Abgang egal sei – Mutti oder „Fräulein Knüppelkuh“, das ist hier die Frage.

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