Selbst ein PR-Mann kann nicht besser über Schulze schreiben

Trat Haselhoff fünf Monate zu spät zurück oder war es richtig, diese Woche seinen Posten als Ministerpräsident aufzugeben? Angesicht der Wahl seines Nachfolgers Schulze, den damals kaum jemand im Lande kannte, hatte der Blog im September gemutmaßt, es wäre besser gewesen, hätte er gleich nach seiner Ankündigung, nicht mehr im nächsten Jahr als Spitzenkandidat antreten zu wollen, sein Amt niedergelegt. Es sieht ganz danach aus, als ob der Blog die Macht der Medien unterschätzt habe – mussten die etablierten Parteien früher, als sie noch unter sich waren, die Medienmacher inständig darum bitten, über ihre Spitzenkandidaten zu berichten, sorgen sie heute für Schlagzeilen, die ein PR-Parteienberater nicht besser hinbekäme. Schulze fordere im Bundesrat höheres Planungstempo heißt es auf einer Onlineseite, die sich höchst selten nach Berlin verirrt. Der Text ist kurz und knackig; fast unmöglich, einen Menschen zu finden, der noch zupackender als unser Ministerpräsident ist. Mehr geht wirklich nicht. Das klingt so, als ob die Planer ihm nacheifern sollten. Immerhin ist Schulze gleich im ersten Wahlgang ins Amt gewählt worden. Das zeigt, wie groß der Druck auf die Parteien ist. Der Blog ist ziemlich sicher, dass die Einwohner Sachsen-Anhalts in den kommenden Wochen mit derartigen Artikeln zugeschüttet werden. Ob es hilft, werden wir in rd. 7 Monaten wissen.
Der Blog hat sich im letzten Artikel fälschlicherweise geschrieben, die Russen hätten neue Satelliten. Es handelt sich natürlich um Aufklärungsdrohnen, für die die Zusage Putins, Energieversorgungsanlagen vorerst nicht mehr anzugreifen, nicht zu gelten scheint. Dank des Anzapfens Starlinks scheint die russische Armee nun in der Lage zu sein, Versorgungsfahrzeuge weit im Hinterland anzugreifen. Angesichts der neuen Fähigkeiten ihrer Drohnen kann die Armeeführung darauf verzichten, Kraft- und Umspannwerke zu zerstören. Wegen längeren Reichweite bleiben auch F-16 Jets, die im Westen des Landes stationiert sind, nicht mehr von Angriffen verschont. Der Blog würde sich nicht wundern, wenn nun die Festung Donetzk schneller als gedacht geknackt werden könnte.
So prominent wie heute war Crosstalk lange nicht besetzt – wer beiden im Internet folgt, ist vertraut mit deren Meinung. Kommt die Zeit zurück, in denen Leuten miteinander diskutieren, deren Ansichten gegensätzlicher sein können? Bspw. Strack-Zimmermann mit Prof. Mearsheimer? Das ist wohl vorbei. Man hat nur die Wahl, sich die Sendung, die am überzeugendsten und plausibelsten ist, herauszupicken.

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