ICE – jetzt kommen sie auch noch nach Europa

Hätte es nicht zwei Tote gegeben, wären sie zu Olympia als amerikanisches Folklore-Sicherheitsteam angereist, das man mitgenommen hat, um jene, die Bodyguards wegen ihrer schicken Anzüge für Weicheier halten, abzuschrecken – nun sind sie Parias, die man aus Furcht, dass sie einen Bürgerkrieg entfesseln könnten, niemals würde einreisen lassen, letztendlich aber klein bei geben muss. Willkommen in Europa, genauer in Italien, wo der ICE die Aufgabe hat, während der Spiele Regierungsvertreter wie Vance und Rubio vor Angreifern zu schützen. Angesichts der dilettantischen Arbeit, die sie bisher verrichtet haben, könnte die Wahl eher den einen oder anderen auf den Gedanken bringen, herauszufinden, ob er einen guten Terroristen abgeben würde, als ihn abzuschrecken. In Washington setzt man auf Provokation. Die Nazis hatten dafür die SA, mit deren Mitgliedern man sich mehr als 10 Jahre kloppen konnte. Ende Januar 1933 war dann abrupt Schluss. Mit Beamten – das sind wohl alle, die für den ICE arbeiten – ist das nicht so einfach möglich. Die sehen sich, wenn der Blog deren Einsatzchef Bovino richtig versteht, als Sheriffs, die keinem Rechenschaft schulden. Das denkt Trump auch über sich. Im Gegensatz zu jenen, die wir aus den Western kennen, sind die hyperempfindlich – während die alten Helden in Ruhe ihren Whisky austrinken, bevor sie zur Pistole greifen, erwarten Trumps Hilfssheriffs am Tresen ihre Gegner mit bereits gezückter Waffe. Man muss schon verrückt sein, um sich mit dem ICE anzulegen. Nichtsdestotrotz ist es nur eine Frage der Zeit, bis jemand einen ICE-Beamten attackieren wird. Ohne solch einen Vorfall machen die „Säuberungsaktionen“, die das Weiße Haus durchführen lässt, keinen Sinn. Gegenaktionen würden Trump erlauben, zu behaupten, dass das gewaltsame Durchkämen ganzer Stadtgebiete Sinn mache. Noch wichtiger als Amerika wieder groß zu machen scheint für MAGA zu sein, aus dem Land einen Obrigkeitsstaat zu machen, der nun gar nicht zu den USA passt. Es braucht nicht viel, um Leute einzuschüchtern. Warum sollte sich der Normalbürger von einem Politiker unterscheiden? Letztgenannte geben schnell nach. Das jüngste Beispiel ist der Stopp der Öllieferungen Mexikos nach Kuba – die Präsidentin hat ihn höchstpersönlich verkündet.
Dank neuer Satelliten sowie Starlinks sind die Russen in der Lage, ihre Drohen als Aufklärer über Städte wie Kiew und Charkow einzusetzen. Die Späher-Drohnen sind wesentlich schneller unterwegs als die Kamikaze-Varianten. Die russischen Blogger haben noch eine bemerkenswerte Info, die aberwitzig erscheint – anstelle eines Vertrags zwischen Ukrainer und Russen unterzeichnet Selenskyj ein Abkommen mit den USA. Der eigentliche „Friedensvertrag“ soll zwischen Washington und Moskau ausgehandelt werden. Die Staaten in der Rolle des Schiedsrichters – wenn das mal gutgeht.

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