Ohne Zähne – nicht jeder ist wie Wolfgang Neuss

Das war wohl dann doch ein bisschen zu konkret – während beim „Stadtbild“, das Merz missfällt, das Land erst einmal ein paar Tage rätseln musste, was er denn meint, wird jeder, der die Bekanntschaft mit einem Bohrer machen musste oder gar schon Zähne verloren hat, hellhörig, wenn er aus den Nachrichten erfährt, der Wirtschaftsflügel der CDU fordere, dass jeder selbst für die Zahnarztkosten aufkommen solle. Nicht jeder ist so mutig wie Wolfgang Neuss, der so tat, als würde es ihm nichts ausmachen, ohne Zähne aufzutreten. Das ist heutzutage gar nicht mehr möglich, ja wegen der Mittel, die zur Verfügung stehen, sogar undurchführbar – im Implantat-Zeitalter einen Kabarettisten, der ohne seine Zähne auftritt, erleben zu dürfen, ist so gut wie ausgeschlossen. Der Blog wüsste auch nur einen, dem er das zutrauen würde, jedoch wird sich Steimle schwer hüten, sich alle Zähnen ziehen zu lassen. Der bleibt lieber bei den Linken verfemt, als zu einem deren Helden zu werden. Recht hätte er. Während das Fernsehen sich bemüht, jeder Gruppe gerecht zu werden, fällt es dem Blog schwer, sich vorzustellen, dass es irgendwann einmal Programme von Zahnlosen für Zahnlose geben könnte (wie z.B. für Gehörlose). Da weite Kreise der Bevölkerung der Meinung sein dürften, dass man selbst schuld sei, wenn einem die Zähne früh ausfallen, dürfen Zahnlose bspw. nicht mit Nachrichten, die sie extra für sie produziert werden, rechnen. Das Klischee der eigenen Schuld ist einfach nicht tot zu kriegen, auch wenn ein wenig davon stimmen sollten. Da ausgerechnet ein Gesundheitssystem, das auf der Selbstfinanzierung basiert, als das teuerste in der Welt gilt, muss die Frage erlaubt sein, wie man überhaupt auf solche eine Idee kommen kann. Für einen Check zahlt man 100 Dollar in den USA, wie neulich bei einem öffentlich-rechtlichen Sender zu erfahren war. Zahnärzte hatten eine Turnhalle, in der sich kostenlose Untersuchungen durchführten gemietet. Einer sagte, dass er vor 8 Jahren zum letzten Mal seine Zähne hat checken lassen.
Wer hätte das gedacht – Epstein bringt statt Trump Starmer, der Mandelson trotz dessen zwielichtigen Rufs zum Botschafter in den USA ernannt hat, in Bedrängnis. Dummerweise haben dessen Getreuen Burnham, der sich als Kandidat für einen Wahlkreis, in dem nachgewählt werden muss, beworben hat, untersagt, dort anzutreten. Als MP hätte er Starmer ablösen können. Wer soll und Labours freien Fall zu stoppen.

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