Russen und Ukrainer – Freunde werden sie nicht mehr

Wenn zwei das Gleiche tun, ist das noch lange nicht dasselbe, wie die Russen mal wieder feststellen müssen, denn im Gegensatz zu den Ukrainern, die ohne viel Aufhebens ihre Truppen an die Grenze zu Russland verlegt haben, sorgen die russischen Transporte für viel Aufregung im Westen, was allem Anschein nach auch gewollt ist, denn das Militär gibt sich nicht die geringste Mühe, die Geräte, die verschickt werden, zu verbergen – statt in Spähtrupps auf der Krim russisches Militär zu kidnappen, darf die Aufklärung der Ukraine nun vor dem Bildschirm die Panzer zählen (für jemanden, der da angeheuert hat, weil er ein Abenteuer erleben will, ist das ein Kündigungsgrund). Man kann einen Konflikt auch entschärfen, indem man die Karten auf den Tisch legt. Das hat der Kreml gemacht. Sollte Russland das erste Land sein, das einen „Wasserkrieg“ beginnt? Die chronische Wasserknappheit, bedingt durch den Stopp der Versorgung durch Kiew, auf der Krim wäre der einzige Grund, die Ukraine anzugreifen. Daran kann der Blog nicht glauben. Ein Land, das mittels Kernenergie Meerwasser entsalzen hat, wird nicht den Fehler machen, den Kanal, mit dem die Insel vor der „Heim zu Mütterchen Russland“ Aktion versorgt wurde, unter Kontrolle zu bringen. Zudem weiß man im Kreml auch, dass ein Angriff das Aus für Nordstream 2, die mehr als eine ganze Armee vermag, bedeuten würde – Biden und Co. sorgen sich nicht um unsere Gasversorgung. Ihr Problem ist, dass Gazprom das Gas nicht mehr durch die Ukraine fließen lassen könnte. Bis zu 3 Milliarden Dollar macht das im Jahr. Mit der zweiten Leitung könnten ab 2025, wenn der jetzige Vertrag ausläuft, die Einnahmen wegfallen, da Russland auf die Ukraine nicht mehr angewiesen ist. Wenn ein polnischer Kutter die Rohre, die aus dem Verleger hängen, rammt, dann doch wohl nicht, weil die Fischer Angst haben, die Deutschen könnten im nächsten Winter im Kalten sitzen. Die fürchten, dass noch mehr Ukrainer in ihr Land kommen könnten. Die einzigen, die einen kühlen Kopf bewahren, sind im Augenblick die Russen, die ihr Programm knackig durchziehen. Nur noch 121 km Rohr fehlt. Und nach der Fertigstellung fällt es nicht schwer, sich vorzustellen, dass der Kreml mit Freude die Mindestdurchlaufmenge bezahlt, jedoch kein Gas laufen lässt. Darum wären die Ukrainer gut beraten, mit den Russen einen Wasserpreis auszuhandeln. Bevor man in Moskau auf die Idee kommt, ein Kernkraftwerk an die Grenze zu setzen. Unsere Grünen, fast ausnahmslos irgendwie russophob und darum eingefleischte Nordstreamgegner, würden das Wasser in Eimern hinübertragen.

PS: Fast hätte der Blog vergessen, Strauß’ unehelichen Sohn zu empfehlen – einen besseren Kanzlei kann er sich nicht vorstellen.

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