El Cid statt Joe im Weißen Haus?

Sollte der eine oder andere Freund alter Filme beim Lesen der Überschrift zusammengezuckt sein, dann tut dies dem Blog leid – er hat keineswegs die Absicht gehabt, anzudeuten, dass Joe das gleiche Schicksal wie El Cid, der als Toter in die Schlacht ziehen musste, drohen könnte. El Cid tat das, um die Moral seiner Soldaten zu stärken. Würde Joe das widerfahren, dann nur, weil man sich hinter ihm gut verstecken kann. Müssten sie mit Joe aufs Schlachtfeld ziehen, stände er alleine vor dem gegnerischen Heer. Zu deren Glück werden heutzutage die Schlachten aus dem Amtssitzen geführt. Wer da residiert, der wird für alles, was schief läuft, verantwortlich gemacht. Wie risikofreudig ist ein Mann, der mit Sicherheit nicht mehr wiedergewählt wird? Es sieht so aus, als ob es mit Biden wesentlich ungemütlicher wird.. Da Donald nur Amerika interessant findet, hat sich um die Welt nicht sonderlich gekümmert. Dessen Desinteresse hätten die Wähler nie bestraft. Seine kindische Haltung zur Pandemie hat ihn den Job gekostet. Da ihm andere Staaten egal waren, brauchten sich Länder, die gerne einen Krieg geführt hätten, keine Hoffnung zu machen, von ihm unterstützt zu werden. Das ist nun anders. Allen voran marschiert die Ukraine, deren Führung erkannt hat, dass es höchste Zeit ist, zu versuchen, den abtrünnigen Donbass zurückzuholen. Die Versuchung für Joe ist immens, sie zu unterstützen, denn als Lohn winkt eine Demütigung, wie sie die Russen zuletzt vor mehr als 20 Jahren, als die Sowjetunion zusammenbrach, erlebt haben – weiter in den Westen Gas und Öl durch ein Land liefern zu müssen, das sich faktisch im Krieg mit ihnen befindet. Da ist es nicht verwunderlich, dass der Kreml alles daransetzt, die zweite Erdgasleitung durch die Ostsee fertigzustellen. Koste es, was es wolle. Nun baut Gazprom alleine weiter. Wird der Kreml 800.000 Menschen, die dessen Angebot, russische Staatsbürger zu werden, angenommen haben, schützen? Zweifel sind angebracht. In Moskau hätte man es lieber, wenn sie im Ernstfall ins Land kommen würden. Die Russen brauchen den Donbass nicht. Sicherlich würde Moskau mit sich reden lassen. Die großen Frage ist, ob El Cid das auch will. Ist er klug, lässt er die Russen die Leitung fertigstellen. Und hält sich aus der Ukraine raus. Der Blog glaubt nicht daran. Ohne dessen Segen würden die Ukrainer nicht ihr Militär an die Front kutschieren. Niemand sollte sich wundern, wenn es mit Joe richtig kalt wird.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

1 Antwort zu El Cid statt Joe im Weißen Haus?

  1. Pingback: Russen und Ukrainer - Freunde werden sie nicht mehr - Franz, der BloggerFranz, der Blogger

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.