Mit Jenny will der Blog auch wandern

Italien mit EO, nun Irland mit Jenny – der zweite Film innerhalb von 14 Tagen, der den Blog dazu inspiriert, mit einem Esel auf Wanderschaft zu gehen. Diesmal ist es eine Dame namens Jenny, die den Blog davon träumen lässt, die Westküste der Grünen Insel abzuwandern. Das klingt vermutlich bizarr. Keinesfalls abwegig ist es jedoch, die Orte, an denen „The Banshees of Inisherin“ gedreht wurde, zu besuchen. Ein Pub, zwei Cottages, ein Erdhaus, das mit Gras überwachsen ist, sowie ein Örtchen, das wegen der hohen und langen Mole von See her den Eindruck vermitteln muss, dahinter einen florierenden Hafen vorzufinden, sind die Ziele, die es anzusteuern gilt. Das alles muss, wenn der Blog richtig tippt, in den „Burren“ liegen, über die er noch weiß, dass sie aus der Sicht eines Autofahrers recht klein sind, sie aber zu Fuß auf dem Weg von der Straße zur Küste schon nach wenigen Metern recht bedrohlich und unwirklich wirken. (Man kann den Leuten, die ihre Urlaube damit verbringen, berühmte Filmkulissen besuchen, nur wünschen, dass die Drehorte so zentral wie in „Ryans Tochter“ sowie den „Star Wars“ Filmen liegen). So schön die Landschaft, so schräg die Menschen – wie so oft ist die einzig Person, die vernünftig zu sein scheint, eine Frau, die mit ihrem Bruder zusammenlebt, der wegen eines Sprechverbots, das ihm ausgerechnet sein bester Freund auferlegt, in eine Tiefe Sinnkrise gerät, die vor 100 Jahren noch ganz anders als heute ausgelebt wurde. Die Folgen sind so verheerend, dass der Blog nicht umhin kommt, festzustellen, dass es durchaus Sinn machen keinen, sich einem Psychiater zu stellen. Das mag schmerzlich sein, dafür läuft die Sitzung aber in der Regel schmerzfrei ab. Angesichts eines Plots, der irreal erscheint (da der Blog erlebt hat, mit welcher Ausdauer die Hunde eines Ortes, dessen Namen ihm entfallen, ist, an einer Kreuzung allen Autos, die an einer Kreuzung abends nach rechts abgebogen sind, nachjagten, hält er ihn für durchaus realistisch), sowie der Landschaft, die atemberaubend ist, bleibt den Akteuren nichts anderes übrig, als in Hochform aufzulaufen, um aus dem Film ein Meisterwerk zu machen. Das schaffen alle mühelos. Ein perfekt besetzter Film, bei dem alles stimmt. Vielleicht schafft der Blog es, mit Jenny die Gegend zu bereisen, aber nicht wie Jesus, der Palmsonntag auf einem Esel in Jerusalem einritt, sondern tierfreundlich daneben laufend. Es reicht ihm, wenn sie sein Gepäck trägt.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert