Wie die CDU selbst zum Gespenst wird

Wer das Gespenst ruft, sobald Wahlen sind, der braucht sich nicht zu wundern, wenn er auch zu einem wird, selbst wenn er grundsolide wie Laschet daherkommt, was nicht heißt, dass nun jeder eines werden kann. Das ist nicht so einfach, wie man denkt. Gespenst wird man nur unfreiwillig. Oft muss man etwas Schreckliches getan haben. Als Rache muss der Übeltäter dann jahrhundertelang als Gespenst durch Schloss geistern. In der Politik ist das anders. Da wird eine Partei zu einem, wenn der Wähler glaubt, mit ihr an der Regierung würde das Chaos ausbrechen. Dank ordentlicher Arbeit haben die Christsozialen sich bisher immer darauf verlassen können, dass der Wähler andere Parteien für das Gespenst, das man unbedingt meiden sollte, gehalten hat. In Sachsen-Anhalt hat dies im Juni dank der AfD, die in den Umfragen immer gleichauf mit Haselhof war, noch prächtig funktioniert. Angesichts des Höhenflugs der AfD hat der Wähler gedacht, er müsse die CDU überproportional stärken. Der niedrige Bekanntheitsgrades der Spitzenkandidaten der Mitbewerber half den Christsozialen ungemein, Wähler, die mit den Rechten nichts zu tun haben wollten, an sich zu ziehen. Es liegt nahe, zu vermuten, dass man im Adenauer-Haus darauf gesetzt hat, dies würde auch bei Bundestagswahl funktionieren. Was kann ein blasser, hanseatisch steifer Scholz ihnen schon anhaben? Und wer würde schon eine Frau wählen, die die Fähigkeit besitzt, wegen ihres unaufhörlichen Redeflusses jeden mundtot zu machen? Bzgl. Baerbock scheint die CDU richtig gelegen zu haben. Bei Scholz hat man sich jedoch total verkalkuliert – er hat das Gespenstergewand nicht nur abgelegt, sondern gleich dem Laschet über den Kopf gestülpt. Es ist aber nicht so, dass er versucht, es sofort wieder loszuwerden (das hat vermutlich auch etwas mit seiner Größe zu tun). Stattdessen gib er in diesem sein Bestes – kein Tag vergeht, an dem er nicht versucht, die Leute zu erschrecken. Der Erfolg ist äußerst mäßig – niemand gerät in Panik, wenn er vor Rot-Rot-Grün warnt. Selbst rote Socken stoßen heute niemanden mehr ab. Angesichts dieser Fehlschläge muss er aufpassen, nicht als Gespenst, dessen Warnungen keiner ernst nimmt, zu enden. Um ihn wissen zu lassen, wie stark er ist, kann der Blog den Anhängern der Union nur raten, vor dessen Wahlveranstaltungen viel Knoblauch zu essen. Der Geruch sollte ihn wieder aufbauen.

Das hat man davon, wenn man mit den Taliban spricht – in Dagestan hat eine Schule sich schon mal an einen Unterricht, der sie zufriedenstellt, versucht. Glücklicherweise hat es den Eltern nicht gefallen. Es gibt aber auch Profiteure – wer in Afghanistan Vorhänge verkauft, der macht im Augenblick das Geschäft seines Lebens.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.