Wie aus der FDP die FDPOV wurde.

Das schafft nur die FDPOV – erst für Chaos sorgen, um dann anschließend zu verkünden, die Situation sei so verfahren, dass nur sie, also die FDPOV, die Lage wieder in den Griff bekommen könne. Nichts anderes verbirgt sich hinter Ankündigung Kemmerichs, bis Mai Ministerpräsident des Freistaats Thüringen bleiben zu wollen. Vor mehr als 100 Jahren gab es die Räterepubliken, von denen die Münchener die bekannteste war. Nun haben wir die erste Ein-Mann-Republik, die sich nur bilden kann, wenn die Mehrheit der Abgeordneten der Meinung ist, die Menschen brauchen einen Landesvater, der mit niemanden kann. Unter bestimmten Umständen ist es durchaus sinnvoll, einen Rabenvater, der in Wirklichkeit eine Lame Duck ist, ins höchste Amt zu wählen. Bspw. um Typen wie Donald zu verhindern oder Björn Höcke abzuwehren. Höchst unklug ist es jedoch, sich von letzterem an die Spitze hieven zu lassen. Und dann noch zu tun, als sei man gezwungen, aus Staatsräson, vorerst weitermachen zu müssen. Dreister, arroganter und frecher geht es wirklich nicht, wobei ich nicht ausschließen kann, dass Kemmerich mit samt seiner FDPOV noch einen darauf packt. Eine Farce ohnegleichen – ein Mann stellt sich zur Wahl, der sich nicht im geringsten auf sein Amt vorbereitet hat. Er hat, so Kubicki, halt ein Zeichen setzen wollen. So wie die meisten Hunde laut ihren Besitzern nur spielen wollen, wenn sie einem zu nahe kommen. Und das alles nur, um Bodo zu verhindern, der in seiner Amtszeit ziemlich gut gewesen sein muss. Wer mit 1 Stimme Mehrheit vier Jahre lange regiert, der schafft es auch, über einen längeren Zeitraum eine Minderheitsregierung zu führen. Der FDPOV samt Mohrings CDU war deshalb jedes Mittel legitim, Bodo zu verhindern. Wie werden die Thüringer nun Kemmerich wieder los? Da es sich nicht ziemt, in eine gewählte Regierung, auch wenn sie nur eine Person umfasst, aus dem Amt zu putschen, bleibt den Thüringern nichts anderes übrig, als den Freistaat in ein Königreich mit Kemmerich I. an der Spitze umzuwandeln. Sobald dieser die Krone auf dem Kopf hat, darf man ihn in einer Revolution absetzen. Als König für wenige Minuten wird er in die Geschichte eingehen. Natürlich muss er ins Exil. Sachsen-Anhalt bittet sich da für ihn an. Natürlich lebt er in einem Schloss, bezahlt von den Thüringern. Das mag zwar teuer sein, jedoch ist das allemal schneller als auf dessen Abwahl durch das Parlament zu warten.

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