Wars auf der Erde und wieder im All

aber wenigstens fliegt in den Wars, die auf Erden zur Zeit stattfinden, nicht so viel in die Luft wie bei den Stars, wo es seit Mittwoch mal wieder richtig rumst und kein Stein, Pardon, rostfreier Stahl auf dem anderen bzw. am Stück bleibt. Ob nun, wie angekündigt, endgültig Schluss ist, weiß so recht niemand, denn bei Star Wars spielt das Material keine Rolle – obwohl es schon mehrfach vernichtet wurde, ist es einfach wieder da. Wichtig ist nur, ein Anknüpfungspunkt an den letzten Film zu finden. Der nächste Star Wars Film könnte damit beginnen, dass sich jemand auf den Weg macht, zwei Lichtschwerter zu finden. (Die Fans der Serie werden nun wissen, dass die bösen Mächte wieder zurück sind.) Damit ist auch schon das Geheimnis der Serie gelüftet – nach jedem Star Wars Film spekuliert man, wie der neueste aussehen könnte. Das Ende dieses Film lässt die Hoffnung aufkommen, dass der nächster nicht so bombastisch ausfällt, was der Serie ganz gut tun würde.
In den Wars auf Erden geht es dagegen richtig gemütlich zu. Und sie werden nicht unbedingt nur gegen fremde Mächte, sondern auch gegen die eigenen Landsleute geführt. Einer dieser Warlords ist Boris – wenn man ihm etwas zugute halten kann, dann ist es seine Geradlinigkeit, denn anders als der Führer täuscht er seine Landsleute nicht, sondern schlägt gleich nach seinem Amtsantritt einen Weg ein, über den jeder, der halbwegs informiert ist, weiß, dass er in die Katastrophe führt, die noch schlimmer ausfallen würde, hätte sich Boris während des Wahlkampfs als Kriegsheld, der zum Wohle der Insel Europa unter Kontrolle bringen müsse, aufgeführt. So bleiben den Untertanen Ihrer Majestät wenigstens horrende Rüstungsausgaben und zigtausende Tote erspart. Statt Wars liefert Boris den Briten eine Kontinentalsperre, die das Parlament gestern abgesegnet hat, indem es Johnsons Strategie, keinen Antrag zur Verlängerung der Mitgliedschaft in der EU mehr stellen zu wollen, gefolgt ist. Steht Johnson in einem Jahr ohne Handelsabkommen mit Brüssel da, blieben den Briten nur noch wenige Freiheitstage, die sie unbedingt auf dem Kontinent verbringen sollten. (Würde mich nicht wundern, wenn viele bleiben und Asyl beantragen würden.) Die Folgen der bisher einzigen Kontinentalsperre waren verheerend – es gab Hungersnöte und Aufstände, Güter mussten aus weit entfernten Ländern importiert werden. Da Russland sich dem Embargo anschloss, war bspw. die Royal Navy gezwungen, Holz aus Kanada zu importieren. Die Geschichte könnte sich wiederholen. Diesmal betrifft es nicht die Navy, sondern die Bürger, die ohne sich schon einmal an ein Leben ohne IKEA gewöhnen sollten – spätestens in zwei Jahren wird eine Schrankwand (Schmuggelware) ein Luxusartikel sein. Zurück zu den Anfängen nennt man das wohl.
PS:Apropos Embargo – der Blog hat wieder mal richtig getippt (siehe Beitrag unten). Die USA könnten es wirklich schaffen, die Inbetriebnahme von Nord Stream II zu verhindern. Ein Rohrverleger aus der Schweiz hat die Arbeit eingestellt. Da es heutzutage schon schwierig ist, einen Klempner zu finden, sehe ich schwarz für die Leitung. Da lt. Merkel jeder Rückschlag auch eine Chance ist, kann ich russischen Trappern und Modedesignern nur empfehlen, Zobel fürs Heim anzubieten. Ich denke da in erster Linie an Zobelwesten und -nierenwärmer.

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