Und sie (die Hölle) existiert doch!

jedoch ist es Gott sei dank noch nicht so, dass die Existenz der Hölle, wie der „Zitateklau“ vermuten lassen könnte, von der katholischen Kirche bestritten wird (da die Erde im Begriff ist, sich bald ohne Menschen zu drehen, glaube ich, dass Galilei mit der Abwandlung seines Zitats einverstanden wäre). Aber sie drauf und dran ist, die Hölle zu negieren, und zwar mit einer Aussage, die an einen Aspekt des Sozialismuses erinnert, über den u. a. fälschlicherweise gesagt wird, dieser habe zu dessen Untergang geführt, nämlich der „Gleichmacherei“. Die hat es so nie gegeben. Indem der Papst gestern behauptet hat, Gott würde fortfahren, jeden Menschen zu lieben, auch den schlimmsten, hat Franziskus ein Stück Marx in den Vatikan und die Welt gebracht. War das wirklich nötig? Ist das nicht „Gleichmacherei“ zur falschen Zeit und am falschen Ort? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Jesus Trump oder Bolsonaro lieben würde. Er hätte ihnen ins Gewissen geredet und sie aufgefordert, ihre Politik zu ändern. Alleine schon weil die Aussage nicht zum Leben, das Jesus geführt haben soll, passt, war diese war völlig unnötig und fehl am Platz. Und sie passt nicht in unsere Zeit. Gegensätze hebt man nicht, indem man es allen recht macht, wie der Papst es ohne Grund getan hat. Da ich vermute, dass viele so wie ich denken, wird Franziskus sich genötigt sehen, in den kommenden Wochen seine Aussage zu revidieren bzw. gezwungen sein, gegen das Böse vorzugehen. Wenn Gott nicht gegen das Böse vorgeht, muss er es als dessen Stellvertreter tun. (Warum Gott eines seiner wichtigsten Aufgaben seinem Stellvertreter überlasst, ist für viele schwer zu begreifen. Wichtig ist nur, dass jemand dagegen kämpft. Franziskus hat jedenfalls viel zu tun, die vielen Super-Bösewichte in die Schranken zu verweisen.)
In dem Sinne wünsche ich Ihnen ein schönes Fest. Mögen Ihnen über die Feiertag nur Leute begegnen, denen Sie nicht die Hölle wünschen.

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