Vom Feuer, das er half, zu entzünden, verweht!

Es heißt zwar, man soll den Tag nicht vor dem Abend loben, aber es sieht ganz so aus, als ob Donald bald Geschichte sein würde, und das in großer Hollywood- oder Shakespeare-Manier – die lassen ihre Protagonisten nicht an Nebensächlichkeiten scheitern, sondern wegen deren elementaren Charakterschwächen wie Macht- oder Geldgier in Kombination mit übertriebenen Ehrgeiz und grenzenloser Rücksichtslosigkeit. Darum werden Donald nicht dessen Freundschaft zu Kim, dessen rüdes Auftreten gegenüber Journalisten oder dessen Twitterbotschaften zum Verhängnis. Das wäre einfach zu banal, ungerecht uns gegenüber, da dies angesichts der Fehler und Falscheinschätzungen, die ihm widerfahren sind, eine Beleidigung unseres Denkens und Urteilsvermögens bedeuten würde. Nein, es muss schon etwas sein, was er immer schon falsch gemacht hat, etwas, wovon der informierte Bürger schon immer wusste, er aber immer so getan hat, als würde dies nicht existieren. Dass nun ausgerechnet zwei Monate vor der Wahl die schlimmsten Feuer, die der Westen Amerikas je gesehen hat, wüten, ist mehr als ein Wink des Schicksals – das ist der ultimative Beweis, dass er mit seiner Politik völlig falsch liegt. Die Bestätigung für 4 Jahre wirklichkeitsfremder Politik schlechthin. Und Donald kapiert nicht mal, was vor sich geht, denn während in Oregon hunderttausende auf der Flucht sind, prahlt er damit, dass Israelis und Bahrainis sich nun aussöhnen – beide beide Länder haben die Absicht, diplomatische Beziehungen aufnehmen zu wollen. Angesicht der Bilder, auf denen man fast nichts erkennt, würde ich mich nicht wundern, wenn er das schlechteste Ergebnis, dass je ein Kandidat erzielt hat, einfahren sollte. Selbst rechtem Evangelistenpredigern, die für ihn Wahlkampf machen, dürfte es angesichts des Satzes, „da ließ der HERR Schwefel und Feuer regnen vom Himmel herab auf Sodom und Gomorra“ (Gen 19.24), schwerfallen, zu erklären, dass Trump mit seiner Umweltpolitik richtig liegt. Gibt es ein Happyend, so wie in Hollywood? Da treten meistens die Guten an die Stelle der Bösewichte. In Western sieht man sie meistens in die Prärie reiten. Zum Glück reitet im November jemand in die Stadt hinein, aber im Gegensatz zu den Helden aus der guten alten Zeit reitet mit Joe jemand ins Weiße Haus, der nicht unbedingt für radikale Umbrüche steht. Und es ist auch nicht so, als ob Joe ihn mit diesem Thema schlagen würde. Donald hat sich vielmehr selbst außer Gefecht gesetzt, sinnbildlich hat er sich selbst verbrannt. Ein Mann, der freiwillig auf den Scheiterhaufen gegangen ist. Wenigstens hat Biden noch rechtzeitig vor dem großen Feuer seine Umweltthesen an den Mann gebracht. Die Washington Post hält die für ziemlich ambitioniert. Vermutlich ist das Papier, auf dem sie stehen, angesichts Folgen der Erwärmung, die nicht nur nicht rasend schnell zunehmen, sondern bereits schon jetzt gigantische Ausmaße annehmen, auch schon verbrannt.

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