Gilt die AfD im nächsten Herbst als bürgerlich?

Wie gut, dass Mutti nicht vor Ort erleben muss, wie ihr Nachfolger die AfD zu einer Partei, die in der Demokratie mit dieser Wahl angekommen sei, hochreden wird. Vielleicht wird sie im übernächsten Herbst dann auch als bürgerliche Partei gelten. Genaues weiß das noch niemand. Viel hängt davon ab, welcher Flügel der AfD in der Fraktion, die erheblich geringer ausfallen dürfte als bisher, den Ton angeben wird. Nach NRW ist die Union in einem Dilemma. Vermutlich weiß sie das noch gar nicht. Und da kein Unionler diesen Blog liest, wird dies vermutlich noch ein Jahr so bleiben. Mit Lindners FDP reicht es jedenfalls nicht zur absoluten Mehrheit. Entschiede man sich für ihn, bliebe nur, die AfD zu einer stinknormalen Partei zu erklären, um sich dann von deren Vertretern wählen zu lassen (vorausgesetzt, die Liberalen schaffen es in den Bundestag). Dann lieber doch wieder eine große Koalition? Dieses Mal zwischen der Union und den Grünen, wobei das einzig Interessante an der Sache wäre, zu beobachten, wer wen schrumpfen lässt. Merkel hat bisher jeden Koalitionspartner schmelzen lassen, Insofern kann die SPD froh sein, dass sie nach so vielen Jahren in der Regierung mit ihr überhaupt noch existiert. Das sehen die Genossen natürlich anders. Sie glauben noch, den Kanzler stellen zu können. Als Oppositionspartei würden sie sicherlich frohlocken, wenn den Grünen ein ähnliches Schicksal beschieden wäre. Da bei den Grünen nicht nur Leute wie Göring-Eckhardt, die ich mir gut Außenministerin vorstellen könnte (armer Lawrov, der Maas ist schon schlimm, aber die übertrifft alles) sind, würde ich nicht darauf wetten. Baerbock und Co werden gut darin sein, herauszustellen, was sie alles geleistet haben. Und sich nicht scheuen, die Union zu kritisieren, auch wenn es den Koalitionsfrieden gefährden sollte. Sie werden alles daransetzen, dass sie noch als Grüne ausgemacht werden können. Und was macht Rot-Rot-Grün? Das wäre sicherlich möglich, jedoch würde das für die Grünen viel Arbeit und Stress bedeuten. Da müssten sie schon den Kanzler stellen dürfen, um das Wirklichkeit werden zu lassen.

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