Überzeugendes Comeback der Russen im Westen

Als seien sie nie weg gewesen – zwar nicht ganz oben, wie bei den beiden letzten Schwimmeuropameisterschaften, an den denen sie teilnehmen durften, dafür aber unter den Top drei, was nach zwei Zwangspausen wirklich nicht erwartet werden konnte, hat es doch immer geheißen, Sanktionen und Ausschlüsse würden die Russen um Jahre zurückwerfen. Für den Sport scheint das nicht zu gelten (das Frauenturnen ist ein noch besseres Beispiel). Man kann es wohl als Ironie der Geschichte bezeichnen, dass die russischen Sportler genau zu einem Zeitpunkt, an dem härter als je zuvor gekämpft wird, teilnehmen dürfen. Den Mangel an konventionellen Waffen wie Panzer und Haubitzen kompensiert der Westen durch die Bereitstellung von Daten, die den Ukrainern erlauben, diese in Echtzeit für ihre Angriffe zu nutzen. Warten war mal – lt. NYT haben sie direkten Zugriff auf alles, was sie brauchen. Die russischen Militärs scheinen schon im Frühjahr geahnt zu haben, was passieren würde – um zu verhindern, dass abgeschossene Drohnen auf Häuser fallen, haben sie vor Moskau und anderen Städten 35 m hohe Türme, auf den Abwehrgeschosse stehen (das Radar soll eine Reichweite von 23 km haben), errichten lassen. Ganz wohl wäre es dem Blog da oben nicht (den beiden im Video scheint das auch nicht ganz geheuer zu sein). Die beste Überlebensstrategie ist, alles, was auf einen zufliegt, zu treffen. Vermutlich werden die Ukrainer versuchen, mit teurem Gerät in den Turmwall eine Bresche, die ihnen erlaubt, wieder mit billigeren Drohnen anzugreifen, zu schlagen (ein Ziel für die Taurus). Auf Pontons sind die Pantsir auch schon montiert worden. Dass die Russen dennoch ihre Schiffe im Schwarzen Meer nicht schützen, hat wohl auch etwas mit begrenzten Vorrat an Munition zu tun – gegen einen Drohnenschwarm wäre die wohl schnell aufgebraucht. Lange wird sich die Eskalationspirrale jedoch nicht mehr drehen lassen – mit dem Einsatz von Flugkörpern wie dem erwähnten Taurus ist das Ende erreicht. Mehr geht nicht. Sicherlich werden die Russen einen Weg finden, sie abzuschießen. So wie bei den Systemen zuvor. Ob dann angesichts der Entwicklung der Technik Drohnen reichen, die Russen fernzuhalten, ist höchst fraglich – das bisherige System zum Schutz der Panzer kann 12 Objekte vernichten. Das muss nicht so bleiben. Schon jetzt rücken sie weiter vor.

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