Man trifft es noch an, das liebenswerte Amerika, und wer dem Blog angesichts eines Präsidenten, dessen Statements jeden Tag ein Stück absurder und maßloser werden, nicht glaubt, der muss seinen Hintern aus dem Sessel heben – noch kann man die „Piano Tuner“ im Kino erleben. Der Titel suggeriert, es sei nur einer, was hinsichtlich der Arbeit, die es zu verrichten gilt, auch richtig ist, nichtsdestotrotz sind zwei am Werk, wobei der ältere „Piano Tuner“ nur mitfährt, weil er glaubt, seinen wesentlich jüngeren Kollegen im Auto und beim Stimmen unterhalten zu müssen. Sobald seine meist stinkreiche Klientel Wünsche, die nicht zu deren Metier gehören, äußern, läuft er in puncto Preisgestaltung zu Hochform auf. Seine Deals sind meilenweit besser als jene, die Trump zustande bringt, wenn man die denn überhaupt als solche bezeichnen kann. Das Glück scheint ihn verlassen zu haben – nach der Pleite im Iran nun das Desaster mit Infantino. Was großspurig als Befreiungsschlag verkündet wurde, hat sich als Treibsandfalle, in die das gesamte Team hineinlief, herausgestellt. Ganz unschuldig sind die Amerikaner aber nicht – weil der Platzverweis völlig korrekt war, hätten die Fußballfunktionäre auf den Einsatz Baloguns verzichten können, wodurch der Erwartungsdruck, den Trump mit seiner albernen Einschätzung hat nach oben schnellen lassen, rasant nach unten gerauscht wäre. Aber wer traut sich noch, dem Präsidenten zu widersprechen? Obwohl der Normalbürger längst der Meinung ist, dass es höchste Zeit ist, dessen Forderungen rigoros abzulehnen, fallen den hiesigen Politikern noch Dinge ein, die Trump milde stimmen können, auch wenn in Sachen Besänftigung das Potential völlig ausgeschöpft zu sein scheint. Darum ist der Blog auch völlig überfragt, was man ihm bezüglich Grönland, auf das er wieder Appetit bekommen hat, vorsetzen wird. Statt einem klaren Nein werden sie ihm wieder sonderbare Geschenke überreichen bzw. hoch und heilig versprechen, alles erdenkliche für die Sicherheit der Insel zu tun (neben den Chinesen haben nun bestimmt auch die Nordkoreaner ein Auge auf die Bodenschätze geworfen bzw. haben das vor). Auf dem nächsten Gipfel geht das Theater dann wieder von vorne los. Lt. diverser Berichte hätten die Russen ein Lager mit Uranmunition in einem der Außenbezirke Kiews zerstört. Da das ukrainische Militär nicht weiß, wem die Munition gehört, wird Selenskyj in Ankara keine Fragen zu beantworten brauchen. Scherz beiseite – danach würde eh niemand fragen. Die Angriffe auf die Tankstellen gehen weiter. Charkow soll noch Sprit für 2 Tage haben.
PS: Der Blog ist Freitag wahrscheinlich away.