Märchenschlösser en gros – welches hat Taylor Swift gewählt?

Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, muss der Berg zum Propheten kommen – wer hätte gedacht, dass Taylor Swift sich als größte Rivalin des Propheten entpuppen würde. Mit den Bergen tut sie sich noch etwas schwer, dafür aber schafft sie es, Märchenschlösser in Bewegung zu setzen, und das zu einem Ort, wo es sich extrem unwohl fühlen muss. Im Madison Square Garden sind sie völlig fehl am Platze – gewohnt, schon von weitem gesehen und bewundert zu werden, werden sie in einen für sie viel zu engen Raum eingepfercht, so wie im Zoo die Tiere. Neuschwanstein würde in der Konzerthalle noch mehr leiden als der Hausherr – von einem Depressionsanfall kann man sich wieder erholen, nach einem Bersten jedoch bleibt nur ein Trümmerhaufen übrig. Da es viele Märchenschlösser gibt, hofft der Blog, morgen zu erfahren, für welches sie sich entschieden hat. Immerhin weiß man nun, dass vor Kitsch selbst die kultivierteste Stadt nicht gefeit ist. Wenigstens können sich die New Yorker damit trösten, dass dies eine Ausnahme ist. In Las Vegas, das sich weitaus besser für eine Hochzeit a la Swift eignen würde, kann man das jeden Tag erleben. Der Spiegel berichtet sogar live darüber. Das ist dann doch etwas zu viel des Guten.
Wie muss einen zumute sein, wenn man auf der Autobahn feststellen muss, dass alle Tankstellen, an denen man vorbeikommt, nicht nur keinen Sprit mehr haben, sondern auch noch zerbombt worden sind? Das erfahren alle, die zwischen Dnipropetrowsk und Charkiw unterwegs sind. Fast ist es so, als ob die Drohnen, die Selenskyj mit Unterstützung des Westens nach Russland geschickt hat, nun zurückkommen würden – als Bumerang. Da die Russen auch Lokomotiven systematisch zerstören, scheint es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis das Transportnetz auf der linken Seite des Dnjeprs zusammenbricht. Rette sich, wer sich, heißt es dann für jene, die mit den Russen nichts am Hut haben. Da Selenskyj wegen der Stationen, die den Russen erlauben, ihre Drohnen von Weißrussland aus zu steuern, Lukaschenko angedroht hat, sie zu zerstören, wenn er sie nicht schließen lässt, droht neues Ungemacht – im Falle eines Angriffs wird der Kreml diesmal nicht nach Kiew marschieren, sondern vor den Augen der NATO Richtung Lwiw vorrücken, ins Herz der OUN, deren Vertreter die jetzige Regierung so verehrt.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen für den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert