RT ist aus dem Winterschlaf erwacht,

und das fast einem Monat bevor Phil über dessen Ende entscheidet. Streng genommen dämmert RT aber schon seit der Amtsübernahme Donalds vor sich hin – Lavelle („Crosstalk“) bspw. hat sich während dessen Amtszeit fast ausschließlich nur noch mit dessen Politik und Skandalen beschäftigt. Der ist so besessen von Trump, dass den Machern bei dessen Wahlsieg nicht anderes übrig geblieben wäre, als ihn zu feuern. Nun können sie darauf hoffen, dass Peter wieder zu seiner alten Form zurückfindet, zu der sein Sender binnen weniger Stunden hoch geschnipst ist, dank der „Kapitolstürmer“ bzw. der Reaktion des Mainstreams darauf. Der ist in Aufruhr, und RT tut alles dafür, dass dies noch eine Weile so bleibt. Wer schlecht über die Russen denkt, der könnte meinen, die Russen versuchten, aus Rache für Nawalny den Rebellenhaufen, bei denen nur der Anmarsch brillant war (Moltke: „Getrennt marschieren, vereint zuschlagen!“), als „Bilderstürmer“ unserer Zeit hochzujubeln (der Blog berichtete über richtige). Aber das sind sie in der Tat – erwartet wirklich jemand, dass Trump sich vor Gericht für seine Rede verantworten muss? Er wird sich nicht einmal zu verstecken brauchen (als Kellner in seinem Golf Resort, was 1k extra kostet), geschweige denn wegen eines versuchten Putsches in den Knast gehen (so schreibt er wenigstens kein Buch, in dem er den „Trumpismus“ zum bestmöglichen Herrschaftsprinzip erklärt). Trump wird unbehelligt bleiben. Es sind jene dran, die das Kapitol stürmten. Genüsslich mokiert sich RT über Todays Aufforderung, 25 Leute, die beim Sturm dabei waren, bei der Polizei anzuzeigen. Aufnahmen von denen hat die Zeitung nämlich veröffentlicht. Ist das eine Aufforderung, zu denunzieren? Darüber kann man geteilter Meinung sein. Interessant ist, dass der Sender kein Beispiel (von Twitter etc.), in dem sich jemand über Today lustig macht, aufgeführt hat. (Der Blog hätte natürlich eine Idee, die wegen Nawalnys spektakulärer Enttarnung eines Agenten aber nicht ganz ungefährlich ist – er würde schreiben, dass Person XY die KGB-Schule in Moskau besucht habe. Er sei eine Klasse unter ihm gewesen.) Da nur wenigen Todays Aufforderung suspekt zu sein scheint, stellt sich schon die Frage, ob viele sich jetzt schon fürchten, Opfer des Krieges gegen den Terror zu werden, über den Greenwald mutmaßt, er würde sich nun gegen seine Landsleute richten. Biden hat die „Kapitolstürmer“ bereits als Terroristen bezeichnet. Das war sicherlich das Schlechteste, was er machen konnte. Es hätte gereicht, die Aktion zu verurteilen. Das zeigt, dass er auf seinem Posten völlig überfordert ist. Amerika schaukelt sich hoch. Und die Welt schaut dabei zu.

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