Retten Sanktionen den Amazonas?

Wenn der Amazon brennt und Greta erst jenen Teil des Atlantiks erreicht hat, wo man nicht mehr Angst zu haben braucht, ihr schneller Katamaran könnte mit einem Eisberg zusammenstoßen, was viele veranlassen würde, zu denken, seit dem Untergang der Titanic kann es wirklich nicht wärmer geworden sein, müssen unsere Politiker an die Wasserkanonen, deren Bedienung sie so schnell wie möglich lernen sollten, um überhaupt noch eine Chance zu haben, den kostbaren Regenwald zu retten. Es bedarf eine großen Portion Optimismus, sich vorzustellen, dass unsere gewählten Kanoniere an den Spritzen eine gute Figur abgeben könnten – da sie bei der Brandbekämpfung ausnahmslos immer auf ein Mittel, das bisher nicht funktioniert hat, zurückgegriffen haben, ist zu vermuten, dass ihre Wasserfontänen alles möglich treffen, nur eben die Brandherde nicht. Es geht um das Allheilmittel Sanktion, das Bolsonaro bewegen soll, etwas gegen die Feuer im Amazonas zu unternehmen. Geld für den Regenwald fließt schon seit einiger Zeit nicht mehr. Deutschland und Norwegen haben ihre Zuwendungen für den Schutz des Gebiets gestoppt. Weil Macron das Handelsabkommen der EU mit Südamerika auszusetzen gedenkt, muss Brasilien nun fürchten, die Produkte, die es auf den abgeholzten Gebieten produziert hat, nicht mehr in Europa in der vereinbarten Menge verkaufen zu dürfen, was einer Sanktion gleichkommt. Aber werden die Maßnahmen Bolsonaro, dessen Äußerungen und Rechtfertigungen bar jeder Logik den Eindruck vermitteln, er müsse sich einer Gehirnwäsche unterzogen haben, zum Einlenken zwingen? Wohl eher nicht. Sanktionen haben noch nie etwas erreicht. Kuba ist das beste Beispiel für diese These. Den G6-Staaten muss etwas anderes einfallen, den Mann, der bezüglich der Vernichtung des Amazonas nun die Kolonialkarte spielt (Anmaßung und Einmischung der ehemaligen Kolonialherren), in die Knie zu zwingen. Statt Brasilien zu bestrafen sollten sich die Politiker in Biarritz beim Weltwirtschaftsgipfel darauf einigen, Länder, die ihren Wald schützen, zu belohnen. So könnte ein Quadratkilometer unberührten Regenwalds der Welt bspw. 1000,00 € pro Jahr kosten. Da aufgrund der Einnahmen die Länder Investitionen voranbringen können, die dazu führen, dass die Versuchung, den Wald kommerziell zu nutzen, immer geringer wird, sollte Betrag von Jahr zur Jahr weniger werden. Berücksichtigt man die Bevölkerungsdichte und andere Faktoren, würde der Preis von Land zu Land sicherlich unterschiedlich ausfallen. Ganz einfach wäre es, wenn ein Volkswirt die Kosten, die entstehen, wenn ein Quadratkilometer verschwände, schon ausgerechnet hätte. Dass die Führer der größten Wirtschaften der Welt in Biarritz sich darauf einigen, Geld für den Amazonas locker zu machen, ist so gut wie ausgeschlossen. Vermutlich wird gar keiner auf den Gedanken kommen, sich an der Rettung der Wälder zu beteiligen. Wenn Trump ein Ökofreak wäre, hätte er den Regenwald schon längst aufgekauft und diesen als neuen Bundesstaat seines Landes unter Naturschutz gestellt. Leider bevorzugt der schönste Mann, der je im Weißen Haus gesessen hat, Grönland. Und dort will er auch nichts erhalten. Er hofft auf ein schnelles Ende der teilweise kilometerdicken Eisschicht über er Insel. Taut die ab, kommt man an die Rohstoffe ran. Und sollte die Erde wirklich unbewohnbar werden, bliebe seinen Landsleuten im Westen immer noch, ihre Heimat richtig Norden zu verlassen, so dass man mit Atomraketen den Yellowstone-Park, unter dem so viel Magma steckt, dass deren Explosion die Temperatur gleich um mehrere Grad sinken lassen würde.

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