Post-Corona-Zeit – war zum Greifen nah

Wer bis jetzt Angst hatte, die Post-Corona-Zeit (wären die strengen Regeln bis gestern eingehalten worden, hätten wir heute schon die neue Zeit in den Stadien, Kinos und Kneipen begehen können, so dass man mit Fug und Recht behaupten kann, Laschet u. Co. haben mit ihrem Öffnungswahn uns um einen Feiertag – Tag der Befreiung vom Virus (ohne fremde Hilfe) – gebracht) könnte völlig anders als die Prä-Corona-Zeit sein, darf Hoffnung schöpfen – es sieht so aus, als ob uns wenigstens alte Feindbilder erhalten bleiben, denn die deutsche Bundesnetzagentur hat entschieden, den Nord-Stream 2 unter EU-Recht zu stellen. Gasprom kann den Bau fortsetzen, muss aber bei Inbetriebnahme die Bestimmungen der EU einhalten, was bei Baubeginn nicht vereinbart war. Theoretisch müssten die Russen erlauben, ukrainisches Gas durch die Leitung zu lassen. Und Gasprom müsste für einen neuen Betreiber für die Pipeline finden. Die Russen werden sich sicherlich etwas einfallen lassen. Die Post-Corona-Zeit scheint, was das Verhältnis der Deutschen zu den Russen angeht, nahtlos an die alte Zeit anzuknüpfen. Noch herrscht aber der Virus und damit bei vielen die Hoffnung, es könne sich nach ihrer Immunisierung, die ich als Gegner jedweder Herdenbildung gerne per Impfung vollziehen würde, bzw. der schrittweisen Öffnungen einiges zum positiven ändern. Ich wäre ja schon froh, wenn alles wieder so werden würde, wie es war, denn langsam wird es langweilig und damit anstrengend. Die weder-Fisch-noch-Fleisch-Strategie, die auf der Einschätzung beruht, die Bürger seien wegen der langen Fastenzeit in einem Kaufrausch (was natürlich aufgrund der Unsicherheit unsinnig ist), unserer Ministerpräsidenten wird daran nichts ändern. Die berühmten R=0,2, die nötig wären, um zum normalen Leben zurückzukehren, werden, wenn mich meine bescheidenen mathematischen Kenntnisse nicht im Stich lassen, bei einer Annahme von 1000 Erkrankten, steten R=0,75 und den unvermeidbaren 14 Tagen erst Ende des Sommers erreicht. Bei 200 Erkrankten pro Tag hätten die Gesundheitsämter, wenn ich die Diskussion richtig verstehe, keine Probleme, jeden einzelnen Fall zu untersuchen, ohne dabei die Bewegungsfreiheit der Bürger einschränken zu müssen. Stimmt das, sind wir von der Post-Corona-Zeit noch weit entfernt. Vielleicht wäre es an der Zeit, wenn die Länder zentralen Stellen einrichten, die die Gesundheitsämter unterstützen (als schnelle Reserve oder Eingreiftruppe). Der Staat sieht mal wieder seine Aufgaben im Erstellen von Auflagen sowie deren Kontrolle. Selbst präventiv greift er, wie schon am Anfang des Jahres, nicht ein. Kein Wunder, dass viele Bürger misstrauisch werden.

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