Ausgerechnet Bollywood muss es richten

Nach der Zwangspause Bollywood (?) – ernüchternder und trostloser kann das neue Kinozeitalter nicht starten, ja angesichts des Kitschs, der jeden, auch wenn er es partout nicht will, unbarmherzig cocooniert, sobald er in Bollywood anfängt, so dass selbst jemand, der nach einem Stück Kuchen automatisch ein Kilo zunimmt, bessere Chancen hat, überflüssige Pfunde loszuwerden, als ein Bollywooder seinen Kokon (den gibt es lebenslänglich), sollten die Kinos gar nicht erst aufmachen.

Erst lässt Trump uns im Stich. Nun Hollywood. Von Donald haben wir nichts anderes erwartet. Die Aussicht, wegen der Folgen des Virus nicht wiedergewählt zu werden, setzen ihm so zu, dass er jeden, der seinen Lebensstil ändert, als Feigling betrachtet. Wie der Führer, der sehr litt, als sich seine Soldaten gegen seinen Willen zurückgezogen haben. Ich weiß nicht, ob es ihn trösten würde, wenn ihm jemand sagte, dass das Martyrium des Führers 3 Jahr lang dauerte, während er nur knapp ein Jahr zu leiden habe. Zu allem Überfluss hat Biden nun auch noch angekündigt, als Präsident ihn im Falle eines Vergehen nicht zu schützen – von seinem Recht, Donald kraft seinen Amtes freizusprechen, werde er keinen Gebrauch machen. Kein Wunder, dass Trump zur Zeit den König gibt. Könige wird man nicht so schnell los. Dafür fällt bei einem Sturz der Kopf richtig tief. Ist Hollywood etwa auch mit sich selbst beschäftigt? Wohl kaum. Die warten, bis alle immunisiert sind. Es gibt natürlich Ausnahmen. Quiet Place 2 soll am 2. September rauskommen. Das schaffen wie bis dahin nie. Selbst bei Bond (November) müssen wir uns schwer anstrengen, die Herde, also uns, zu mehr als 60 Prozent zu immunisieren (fairer Weise muss ich sagen, dass die Europäer für nächste Woche auch keinen Film präsentieren können). So muss Bollywood ran. (Da das Chaos und Leid, das das Virus über Europa gebracht hat, zum größten Teil auf hiesige Fehlentscheidungen zurückzuführen ist, hätte sich kaum jemand gestört, wenn nur ein chinesischer Film – eine Doku über die Peking-Oper – im Angebot sein würde.) Der Blog kann Entwarnung geben – „Orphanage“, so heißt der Film, hat vier Sterne erhalten. Und die Handlung ist mehr als interessant – es geht um Jugendliche in einem Waisenhaus kurz vor dem Sturz der Kommunisten. Heute kaum vorstellbar, dass die einmal das Land regiert haben sollen.

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