Nachtrag

Die Barbarei feiert weiterhin Triumphe – wieder war ich nicht auf einer Veranstaltung der Händelfestspiele, obwohl ich mir dies, schon um Material für den Blog zu bekommen, fest vorgenommen hatte. Was nicht ist, kann ja noch werden. Und dabei wäre es so einfach gewesen, dabei zu sein, denn auch diesmal stand eine Orgelnacht – es wäre interessant, zu erforschen, welcher Bereich noch nicht die Nacht für sich entdeckt hat (in Halle gibt es meines Wissens eine Shopping-, Museums- und Wissenschaftsnacht) – auf dem Programm. Gespielt wurde an vier Orten, was bei mir Erinnerungen an einen Urlaub in Schottland hervorrief, als ich mit einem Hopscotch-Ticket auf den Äußeren Hebriden umherhüpfte. Mir kam die Eigenschöpfung „Hop-Händel“, was nichts anderes bedeutet, als von einem Veranstaltungsort zum anderen herumzuziehen, in den Sinn. Im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich nicht ausprobiert habe, ob es möglich gewesen wäre, alle oder wenigstens drei Konzerte zu besuchen. Es ist immer recht voll, außerdem bin ich mir nicht sicher, ob ich, wenn ich später käme, noch hineingelassen werden würde. Sich nicht die Musik des Königs der Instrumente anzuhören, war aber schon recht banausenhaft. Nichtsdestoweniger hätte der Veranstalter ruhig mehr für solche, die, weil sie nicht wissen, was sie erwartet, scheuen, die relativ hohen Eintrittspreise zu zahlen, tun können – beispielsweise mit einem Freiluftkonzert, wie die New Yorker, die Leipziger anlässlich des Bachfestivals auch, es kennen. Vielleicht wird es nächstes Jahr anders – da steht nämlich der Stadt ein neues Stadion, das sich hervorragend für solche Zwecke eignen würde, zur Verfügung.

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