Nach der Wahl ist vor der Wahl,

seit gestern gilt das nicht mehr, denn es heißt nun, nach der Wahl ist Söder, was die Sache für die SPD nicht einfacher macht – sie muss unter allen Umständen dem designierten König „Olaf“ die Krone verschaffen. Ansonsten droht der Absturz auf das Niveau von vor drei Monaten. Kein Wunder, dass es dem Franken leicht fällt, Scholz zum Sieg zu gratulieren. Möge er an den Grünen und den Liberalen scheitern Und Jamaika gleich mit. Ist der Weg für Neuwahlen frei, zieht er sein Ludwig II. Kostüm im Glauben an, dieses Outfit würde ihm mehr Würde und Aura verleihen, so dass sich die vielen Anrufer, die ihn darum bitten, der neue Kandidat der Union zu werden, genötigt sehen, ihn noch eindringlicher auffordern, anzutreten. Der Blog würde sich nicht wundern, wenn sie Söder in einer Sänfte zum Rednerpult trügen. Pech für Altmeier, Brinkhaus und Co., wenn er sich entschließen sollte, die Rede aus dem bequemen Gefährt, mit dem man klimafreundlich unterwegs ist, zu halten. (Auch Laschet muss mal Glück haben). Aber sie haben ja noch einige Monate Zeit, sich im Fitnessstudio auf die Aufgabe vorzubereiten. So schlecht, wie die Medien meinen, steht die Union nach ihrer historischen Wahlniederlage nicht da, zumal mit ihm der Osten auf einem Schlag wieder Schwarz wäre. (Wer wissen will, wie die Menschen in den Taliban light Gegenden in Sachsen und Thüringen ticken, sollte sich jetzt auf den Weg machen, dies zu erkunden. Im nächste Frühjahr könnte es zu spät sein.) Das Problem für Scholz ist, dass sich sowohl die Grünen als auch die FDP eine Wahl im Frühjahr leisten können, seine Partei jedoch nicht. Beide müssen nicht um Stimmen fürchten. Ihr Problem ist, dass Söder sich aussuchen kann, mit wem er koaliert. Wer glaubt, er kann nur mit den Gelben, der irrt. Der geübte Baumumarmer kommt auch mit den Grünen klar. Vermutlich wären die für ihn sogar die bessere Option – da Bayern keine Kohle hat, kann er gut den Klimakanzler geben. Für „Die Linke“ wäre eine Wahl in geraumer Zeit der Supergau – die Partei müsste sich ins Windeseile erneuern, was so gut wie angeschlossen ist, da ausgerechnet jene, die die Schlappe zu verantworten haben, zu denen gehören, die im Bundestag bleiben dürfen (wie bspw. Riexinger und Kipping, die es geschafft hat, in der Öffentlichkeit den Eindruck aufkommen zu lassen, die Partei würde sich nur um Flüchtlinge kümmern).

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