„Mutti“ – sie wird nicht mal weggelobt

Was dieser Blog schon immer gewusst und gefordert hat, jedoch sich bisher niemand zu wagen traute, offen zu fordern, ist nun eingetreten – „Mutti“, die vor nicht allzu langer Zeit als die klügste Politikerin bezeichnet wurde, wird nun bescheinigt, eine Regierung zu führen, die niveaulos und anspruchslos sei. Garton Ash denkt nicht, dass sie die Probleme, vor denen Europa steht, lösen wird. Da hat er wohl recht. Er hofft auf eine schwarz-grüne Regierung, von der er glaubt, sie könne die Probleme am ehesten meistern. Und das am liebsten schon jetzt. Warum diese Eile? Vermutlich treibt den Mann die Angst, dass bei der nächsten Wahl nicht nur der Ruf „Muttis“, sondern auch jener der Grünen, dank ihres Auto-Ministerpräsidenten Kretschmann, ramponiert sein könnte, denn die Branche ist in der Krise, viele Arbeitsplätze sind wegen der E-Autos und der daraus resultierenden Absatzflaute für „Rußer“ bedroht. Auf Bundesebene haben die Grünen es bis jetzt geschafft, so zu tun, als ob „Kretsche“ nicht zu ihnen gehören würde – Habeck und Baerbock, denen nachgesagt wird, sie hätten das Potential, Kanzler zu werden (wer weiß, vielleicht gibt es nach „Mutti“ zwei Bundeskanzler), haben tunlichst vermieden, den Menschen den Eindruck zu vermitteln, sie hätten mit dem Schwaben etwas zu tun. Da er auch in den Politik-Talkshow seit geraumer Zeit nicht mehr auftaucht, ist zu vermuten, dass die Grünen ihm aufgetragen haben, die bundesdeutsche Bühne zu meiden. „Kretsche“ muss im Ländle bleiben, um der Partei nicht zu schaden. Wie lange geht das noch gut? Als grüner Ministerpräsident des Autolandes hat er denkbar wenig unternommen, die Manager davon zu überzeugen, die Produktion umzustellen. Den Niedergang der Automobilbranche wird man ihm darum mit anlasten. Das wissen die Grünen wissen. Und über die Folgen, nämlich Stimmenverluste, sind sie sich auch im Klaren. Alles, was sie jetzt noch tun können, ist die Verluste auf die Gebiete, die vom Arbeitsplatzabbau betroffen sind, zu begrenzen sowie zu hoffen, dass niemand sie mit „Kretsche“ in Verbindung bringt. Zu allem Überfluss hat er auch kein großes Investitionsprogramm, das die Bundespartei vehement fordert, auflegen lassen (da ähnelt er sehr „Mutti“). Da sind andere Länder wesentlich weiter. Bspw. ausgerechnet Russland – in fünf Jahren wird das S-Bahnnetz in Moskau länger als in Berlin sein. Dabei hat die erste Strecke erst vor 2 Jahren ihren Betrieb aufgenommen (Circle). Investitionen dieses Umfangs sind hierzulande unvorstellbar. Eines der Vermächtnisse, die „Mutti“ hinterlässt, ist, dass sie uns der Phantasie beraubt hat, in solchen Dimensionen zu denken.

PS: Konstruiert Musk nun auch noch IS-Autos? „Colonel Cassad“ findet, dass das Ungetüm, das vorgestern Tesla vorgestellt hat, jenen, die im Kalifenstaat herumfuhren, ziemlich ähnlich sieht. Abgekupfertes Daesh-Design. Passend für die Mark.

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