Melania – zu den Zeiten der Pompadour und Cosel war es einfacher

Ob sich Trump das gut überlegt hat? Für einen Mann in seiner Position ist es einfacher, mit den Auswirken eines Krieges, zumal wenn er weit entfernt ist, klarzukommen, als einer Frau, die ihm nahesteht, Macht zu verschaffen. Bei der Pompadour musste Ludwig XV. warten, bis sie verstarb; August der Starke hingegen zeigte mehr Courage – er verbannte die Cosel nach Pillnitz, was heute wie damals gerade mal 14 km vom Zwinger entfernt ist (von dort floh sie ausgerechnet nach Berlin, wo der „Soldatenkönig“ den Grundstein für Deutschlands verhängnisvollen Faible fürs Militärische legte). Von solchen Optionen kann Trump nur träumen, sollten Uno-Vertreter und Journalisten der Meinung sein, Melania könne viel mehr, als nur eine Sitzung des Sicherheitsrates, in der es um Bildung geht (lt. Spiegel „Kinder, Technologie und Bildung in Konflikten“), leiten. Da jeder erwartet, dass sie besser als ihr Mann performen wird, ist die große Frage, wie groß der Unterschied sein wird. Werden die Diplomaten es wagen, Melania aufs Glatteis zu führen? Die Zeiten, in den nur Russland als Beispiel gedient hat, sind längst vorbei. Melania muss womöglich erklären, welche Auswirkung der Krieg, den ihr Gatte zu planen scheint, auf Kinder hat. Da sich vermutlich niemand trauen wird, ihr Fragen zu stellen, die sie in Bedrängnis bringen können, sollte man die Erwartungen nicht allzu hochschrauben – ein Hauch von der Schärfe eines Streits, wie ihn Katharine Hepburn und Tracy sich liefern, wäre schon ein Lichtblick in dieser düsteren Welt, in der Kriege zu einem Muss werden. Winzige Hoffnungsschimmer gibt es aber schon – wenn die hygienischen Verhältnisse auf dem modernsten Schiff, über das die Navy verfügt, wirklich so schlecht sind, wie Jens Berger sie beschreibt, dann dürfen die Mullahs hoffen, dass der eine oder andere Pilot, weil er es satt hat, 45 Minuten zu warten, bis ein Klo frei wird, bei ihnen notlandet. Teheran, das unter extremen Wassermangel leidet, würde der Blog nicht empfehlen. Wer schlau ist, der fliegt in die Türkei mit der Begründung, dass der Rückweg versperrt gewesen sei. Hinzu kommen die Planungsfehler, die erst während des Angriffs zutage treten. So versäumten die Deutschen im Glauben an einen schnellen Sieg es, Winterkleidung zu ordern. Die Amerikaner neigen auch dazu, sich selbst zu überschätzen. Viel ist in die Luftverteidigung investiert worden. Angeblich sollen die Chinesen Echtzeitbilder liefern. Mit Sicherheit auf Wegen, die nicht unterbrochen werden können. China kann testen, ob ihr System einem Angriff der Amerikaner standhält. Da der Westen es mit der Ukraine genauso handhabt, besteht kein Grund, sich darüber zu beschweren. Die Aussichten auf einen Frieden sollen düsterer denn je sein – lt. Dr. Brovkin würde man in Russland nicht einmal über die Gespräche, die in Genf stattfinden, berichten. Die Wiedergründung Neurusslands seit das große Ziel.

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