Marty Supreme kommt genau zur richtigen Zeit

Schwere Zeiten erfordern gute Unterhaltung – Joseph Goebels wusste das am besten. Der Auftakt ist verheißungsvoll, auch wenn es reiner Zufall ist, dass Trump seinen Krieg gegen den Iran zwei Kinotage später startete. Deshalb ist der Blog froh, dass er Marty Supreme erst am Sonntag gesehen hat. Jede Handlung, die konträr zu dem steht, was im Fernsehen und im Netz im Augenblick zu sehen ist, wird als unterhaltender empfunden als in normalen Zeiten. Um wie viel besser Marty Supreme deswegen ist, kann der Blog nicht sagen. Das kann wohl niemand. Der hohe Unterhaltungseffekt kommt auch daher, dass er weiß, wann er sich unterzuordnen hat, auch wenn er das meistens im absolut letztmöglichen Moment tut, und das dann noch höchst widerwillig. Das macht ihn noch sympathischer. Aber immerhin gibt er noch klein bei. Vermutlich ist das auch der Grund, warum ihm alles leicht von der Hand zu gehen scheint. Da vieles dafür spricht, dass der Krieg lange dauern werde, reicht ein Marty Supreme nicht, um die Menschen bei Laune zu halten. Hollywood muss nun zaubern, wir jedoch nicht verhindern können, dass die Menschen sich bald nach Sleepy Joe zurücksehnen werden. Lieber einen schläfrigen Präsidenten als jemanden, der von einem Desaster ins andere stolpert. Vielleicht schafft er es gar, als Präsident, der Arabien verspielt hat, in die Geschichte einzugehen (so wie Georg III. Amerika). Die Chancen dafür stehen nicht schlecht – statt die Rolle, weswegen man geholt wurde, auszuüben, nämlich die Golfstaaten zu schützen, hat Trump bzw. dessen Militär sie geopfert. In Washington hatte man wohl geglaubt, Teheran würde sich damit zufriedengeben, nur Militärstützpunkte, die man rechtzeitig geräumt hat, anzugreifen (die Basis in Bahrein bspw.). Ohne viel Aufwand ist es den Mullahs gelungen, die Emirate lahmzulegen. Die Scheichs haben sich gründlich verkalkuliert. Zu allem Überfluss hat Trump den Iranern auch den den Grund geliefert, sie anzugreifen. Da sowohl der See- als auch der Luftweg versperrt sind, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die ersten Lebensmittel knapp werden (alles muss importiert werden). Die Amerikaner müssten die Straße von Hormus freikämpfen, um die Versorgung aufrechtzuerhalten. Das wäre ein noch größeres Opfer, als über den Emiraten feindliche Raketen abzuschießen, was man bis jetzt tunlichst unterlassen hat.
Die Russen haben wieder ein Schiff verloren. Diesmal ist ein Erdgastanker, der vor Malta angegriffen worden ist (davon ist auszugehen, auch wenn das Schiff schon 23 Jahre alt ist). Niemand weiß, was mit der Besatzung geschehen ist. Das Gebiet in Donetzk, mit dem Selenskyj glaubt, in den Verhandlungen mit Moskau wuchern zu können, wird immer kleiner. Man muss kein Prophet sein, um sich vorzustellen, dass viele wieder eingeschlossen werden.

Der Blog ist away. Wenn alles klappt, geht es nächsten Dienstag weiter.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert