Lässt der russische Generalstab Europa links liegen?

Wer bisher den Eindruck hatte, wegen der unzähligen Sanktionen, die die EU gegen Russland verhängt hat, dürften dessen Grenzen zu jenen Ländern, deren Repräsentanten den Kreml am lautesten anbellen, undurchdringbar sein, muss sich heute eines Besseren belehren lassen – per Dekret ist verfügt worden, ab morgen Eisbahnübergänge zu den baltischen Staaten und Finnland vorübergehend zu schließen. Einen Grund für die Schließungen gibt Moskau nicht an. Da der Blog davon ausgeht, dass es keinen Sinn macht, Güterwaggons mit Peilgeräten zu bestücken, die den ukrainischen Drohnen den Weg weisen, liegt die Vermutung nahe, dass man versucht, die Nachbarn einzuschüchtern. Angesichts diverser Einschätzungen, die besagen, der Kreml könnte wegen der Drohnenangriffe schon bald Werke im Westen, in denen die produziert werden, angreifen, dürfte die Nachricht eher für Erleichterung sorgen. Und in der Tat, vieles spricht dafür, dass man davon abgekommen ist, Raketen nach Europa zu schicken, auch wenn spätestens am Ende des Jahres die Produktion auf Hochtouren laufen soll. Die Offiziere um Gerassimow im Generalstab scheinen erkannt zu haben, dass es mehr Sinn macht, die Drohnenabwehr zu verbessern, als spektakuläre Angriffe zu starten. Sie wissen ja, was man tun muss, um Angriffe verpuffen zu lassen. Im Gegensatz zu ukrainischen Sommeroffensive ist Abschießen und Jammen dieser kleinen Fluggeräte viel komplizierter. Ganz chancenlos ist man aber nicht. Ein geübter Schütze sollte keine Mühe haben, die „Albatrosse“, die die Krim sowie die Zufahrt aus dem Norden unsicher machen, abzuschießen. Sicherlich wird man die Trucks bald in einem Konvoi, der von einem Fahrzeug, das Flugobjekte zerstören kann, begleitet wird, fahren lassen. Im russischen Generalstab weiß man, dass die Drohne die letzte Waffe ist, die Selenskyj hat, um das Blatt zu wenden. Deren Einsatz soll für einen passablen Frieden sorgen. Höchst zweifelhaft, dass sich die Russen davon beeindrucken lassen werden. An der Front läuft es weiterhin recht gut, auch wenn am Ende die Städte, die die Russen einnehmen, vollständig zerstört sind. Selenskyj weiß, dass sie verloren sind. Deshalb wird so hart gekämpft.
Schafft Nike es, die deutschen Nationalspieler vernünftig einzukleiden? Man kann nur hoffen, dass der Ausrüsterwechsel das Ende der Balken auf der Brust der Spieler bedeutet. Nur die Deutschen laufen mit diesen albernen Streifen auf. Nach dem Ausscheiden gestern bereut man sicherlich schon den Schritt. Wegen des schleppenden Verkaufs dürfte der neue Ausrüster nichts gegen einen Trainerwechsel haben. In zwei Jahren muss die Europameisterschaft her. Sonst ist man womöglich weg.

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