Kommt jetzt die „Wladimir Putin GmbH“?

Um die Antwort gleich vorwegzunehmen – die „Wladimir Putin GmbH“ wird mit Sicherheit neuer Eigentümer der deutschen Strecke der Nordstream2 Pipeline. Die deutschen Behörden, die bisher davon ausgegangen sind, die Eigentümer der GmbH müssen Hintermänner Gazproms sein, so dass ihnen nichts anderes übrig bliebe, als die Betriebsgenehmigung zu verweigern, können aufatmen – Putin, der alleiniger Inhaber der GmbH ist, der bald die 54 km Pipeline auf deutschen Boden gehören, gilt nach Berichten deutscher Geheimdienste als lupenreiner Geschäftsmann, der viel Wert darauf lege, Distanz zu den großen Firmen, die oft Oligarchen gehören, zu wahren. Um auch den letzten Verdacht, Putin könne ein Strohmann des Gasgiganten sein, wird dieser der Gesellschaft die Baukosten ersetzen. Zusätzlich gibt es noch 10 Prozent drauf. Fairer geht es nun wirklich nicht. Sein Pressesprecher hat verlauten lassen, dass es ihm nicht um den Gewinn ginge – er kaufe die Leitung nur, weil er die Deutschen nicht frieren sehen wolle. Auch aus Dankbarkeit für die wunderbaren Jahre, die er in Dresden verbringen durfte. So recht kann der Blog nicht glauben, dass die „Wladimir Putin GmbH“ den Europäern völlig uneigennützig aus der Patsche helfen will. Aber wenigstens wäre das Projekt gerettet. Andere dürften jedoch erst gar nicht in Angriff genommen werden. Wer will schon etwas bauen, was er selbst nicht nutzen darf? Die Bahn wird Gazprom folgen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Schienenwege von einer Gesellschaft, die unabhängig von der DB operiert, verwaltet werden. Das macht wohl nur Sinn, wenn die Strecken nicht nach Bahngesellschaften aufgeteilt werden, wie es in UK der Fall ist. So recht weiß der Blog aber auch nicht, welchen Vorteil es hat, wenn auf der Strecke Berlin-München zwei Gesellschaften fahren würden. Vermutlich gäbe es mehr Verbindungen sowie den ewigen Kampf, wer am schnellsten die Strecke zurücklegt. Am Ende würden sich beide aber kaum unterscheiden. Sogar die Züge, von der Farbe mal abgesehen, wären gleich. Viel Geld müsste investiert werden. Da sich Grüne und die FDP vehement für die Trennung zwischen Schiene und Bahn einsetzen, ist zu vermuten, dass es genug Anleger gibt, die nicht wissen, was sie mit ihrem Geld machen sollen. Als der Blog las, dass die drei großen Impfhersteller 48,000 € pro Minute Gewinn machen, kam ihm sofort der Gedanke, die Impfzentren, die für die nächste Pandemie gebraucht werden, auch von den Herstellern finanzieren zu lassen. Der Blog würde sich nicht wundern, wenn dies ein Verstoß gegen eine EU-Norm wäre.

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