Kolumne erstmals mit Reisetipp

Können Sie sich in erinnern, dass diese Kolumne ihren Lesern schon einmal einen wertvollen Reisetipp gegeben hat? Da ich es nicht kann, ist heute ein ganz spezieller Tag, und wer nun glaubt, die Kolumne wird seinen Lesern raten, wie man im Freien in Sibirien bei 30 Grad minus locker auf seine 8 Stunden Schlaf kommt oder den Samowar in der Transsib bedient, der wird sicherlich enttäuscht sein – der erste Ratschlag geht genau an jene, von denen ich glaube, dass sie meinen Blog meiden, nämlich an die Pauschaltouristen, die aber keine normalen sind, sondern mit Fug und Recht von sich behaupten könne, Könige unter den „Pauschalern“ zu sein. Lange Rede, kurzer Sinn – Kreuzfahrer aufgemerkt, denn nun verrate ich Euch, welche Kabine Ihr buchen müsst, um die Wahrscheinlichkeit, irgendwann mal einen Pneumologen aufsuchen zu müssen, so gering wie möglich zu halten. Je näher am Bug, desto besser für Eure Lungen. Darum kann die Kolumne nur raten, vor der Kommandobrücke in einem Zelt schlafen, denn wer sich in der Nähe des Hecks aufhält oder gar dort nächtigt, der kann seinen Urlaub gleich in Peking oder Santiago verbringen, wo die Schadstoffbelastung genauso hoch wie auf diesem Teil des Schiffs ist. Da dies für den Stillen Ozean und der Karibik gilt, ist anzunehmen, dass Messungen auf Schiffen im Mittelmeer und der Ostsee zu gleichen Resultaten führen würden. Wenigstens weiß der Kreuzfahrer wegen der peniblen Untersuchung nun, ober er im „Staubsaugertüten-“ und „Seeluft-Trakt“ schläft. Dank der großzügigen Regelung der EU, die jenen, die verpflichtet sind, die Schadstoffbelastungen an den Straßen zu müssen, erlaubt, fast frei wählen zu dürfen, wo sie die Messtation hinstellen, wird ein „Pauschaltourist-König“ womöglich nie genau erfahren, wie schädlich der Schadstoff ist, den er einatmet, wenn er mal nicht auf See ist. Das macht auch Sinn – was nutzt eine Regel, von der man weiß, dass sie nicht eingehalten werden kann? Die hilft niemanden, darum dürfen die Stationen auch dort stehen, wo die Belastung am geringsten ist. (Obwohl die Messstation sich auf dem Dach eines mehrstöckigen Hauses befände, würde lt. ARD die Belastung in Thessaloniki regelmäßig überschritten werden.) Dem Kreuzfahrtboom wird die Untersuchung nicht schaden – die Leute werden weiterhin die Boote in Massen entern. Deshalb hat Carnival wohl auch die Wissenschaftler an Bord gelassen. Die Kolumne kann aber nicht verstehen, warum die EU „Potemkinsche Dörfer“ errichtet. Damit macht man sich nur unglaubwürdig. So wie es es die Kohlekommission tut, die erst 2038 die Kraftwerke abschalten lassen will. Der Kohlefan Trump ist da viel weiter – in seiner bisherigen Amtszeit wurden mehr Megawatt vom Netz genommen als unter Obamas gesamter erster Amtszeit.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.