Kann man Donald überhaupt noch einladen?

Nicht dass ich etwas gegen Donald hätte, ja vermutlich verstände ich mich ganz gut mit ihm, vielleicht würden wir sogar um die Wette flachsen, wobei das eigentlich gar nicht mit ihm möglich ist, denn Donald meint es so, wie er es sagt, was ihn eigentlich zu einem notorischen Langweiler macht, wenn wir dessen Kommentare nicht als ziemlichen Unsinn auffassen würden. So wie heute, als er auf der Pressekonferenz meinte, er habe nur Leute in London gesehen, die ihn willkommen hießen, so dass es sich bei jenen, die gegen ihn demonstriert haben, nur um Fake-News handeln könne. Das klingt recht lustig, ist aber ernst gemeint. Wenn ich wüsste, ich müsste nach einen Treffen ihm nicht die Hand für die Kameras geben, würde ich versuchen, ihn auf die Schippe zu nehmen. Aber ich bin eben nicht Macron. Donald würde mich mit seinem 70 Jahren dank der vielen Hanburgern, die er in seinem Leben verspeist hat, in die Erde drücken. Das lässt nichts Gutes für ein gepflegtes Abendessen ahnen. Aber ehrlich gesagt wäre mir das egal. (Ich glaube, er gehört nicht zu den Personen, denen man beim Essen wegen deren Esskultur gerne zuguckt. Er wird immer ein wenig zu viel auf der Gabel haben, was ihn als ungeduldigen und gierigen Esser ausweist. Und sicherlich braucht er viel Platz zum essen, sprich die Arme gehen stark zur Seite, so wie beim Brustschwimmen.) Da ich mich an dessen Konversationsbeiträgen ebenfalls nicht stören würden, stände eigentlich nichts dagegen, sich mit dem treffen. Wenn da nicht seine Entourage wäre, die ihn als Umweltfrevel entlarvt, den man nicht zu sich einladen sollte, da man sich dann den Verdacht ausgesetzt sieht, mit ihm gemeinsame Sache zu machen – alles lässt er einfliegen. Und dann steigt in ein Auto („Das Biest“), dessen Tank nach bereits 100 km leer sein soll. Selbst ein E-Auto kommt da weiter. Wer mit derart viel Pomp reist, dem sollte das Reisen untersagt werden. Leider ist Donald nicht der einzige, dem das Klima egal ist. Brasiliens neuer Präsident Bolsonaro hat nicht lange gebraucht, seine Wahlkampf-Ankündigung, den Amazonas ausplündern zu wollen, in die Tat umzusetzen –nie zuvor wurden im Mai knapp 800 Quadratkilometer gerodet. Das ist Rekord. Und die Zeit, in der Holz gemacht werden kann, hat gerade erst angefangen. Wenn die Dürreperiode zu Ende ist, kann man sich ausrechnen, wie viel Wald in dessen Amtszeit verloren gehen wird. Je mehr Wald weg ist, desto weniger CO2 darf in in die Atmosphäre gepustet werden.Bei einem neuen Höchststand an Kohlendioxid in der Luft wird des immer utopischer, die Klimaziele zu erreichen. Selbst Norwegen, das sich voll dem E-Auto verschrieben hat, schafft es nicht, seinen Ausstoß zu verringern. Aber wenigstens machen die Finnen, die kräftig zugelegt haben, sich dran, die Sache in den Griff zu bekommen.

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