Es ist nicht so einfach mit dem Klimanotstand

Klimanotstand – seit Jahren haben wir ihn, aber im Gegensatz zum Regen oder Schnee, die sofort und ohne zu zögern als solche wahrgenommen werden, wenn es eben regnet oder schneit, ist beim Klimanotstand die Sache wesentlich komplizierter – dieser existiert nämlich nur, wenn der Stadt- oder Gemeinderat ihn beschlossen haben. Und bevor über ihn entschieden werden kann, sollte jemand eine Petition ins Netz stellen, in der er die Bürger seiner Stadt oder Gemeinde auffordert, dessen Ausrufung mit seiner Unterschrift zu fordern. Ein aufgeklärter und fortschrittlicher Adliger, der über Grund und Macht verfügt, hätte früher einen Herold beauftragt, von Haus zu Haus die Botschaft zu verkünden, dass der Herrscher den Klimanotstand ausgerufen habe. Heute geht das nur über das Internet, was sehr unpersönlich ist, denn angesichts der Bedeutung des Klimas für unser Leben hätte diese Entscheidung es verdient, von Tür zu Tür verbreitet sowie um des Humors willen gefilmt zu werden. Letzteres würde das ultimativer Aus aller Comedy-Formate bedeuten. Rund 2000 Unterschriften werden benötigt, um den Stadtrat Halles zu bewegen, sich für ihn einzusetzen. Wenn diese Online-Petition, die zu den unkonkretesten, die das Netz je gesehen hat, gehört, nicht so mühselig zu erstellen wäre, würde sich dieser Blog noch heute dran machen, eine zu verfassen. Das ist so, als müsste man das Rad neu erfinden. Die Krux an der Sache ist, dass es nicht reicht, bspw. den Text von Chemnitz abzukupfern. Da muss schon etwas Neues her. Da nicht nur ich, der zwei Petitionen unterschrieben hat, per Mail darüber informiert wurde, selbst eine zu schreiben, wäre es ganz gut, gäbe es einen universellen Klimanotstand-Petitions-Text für alle Orte und in allen Sprachen.

Ein schönes Duell, das die beiden in die Jahre gekommenen Zerstörer sich gestern im Pazifik geliefert haben. Wer einen Führerschein hat, der kann aus den Bildern und Videos herauslesen, wer Vorfahrt hatte. Die Amerikaner hätten einen Zacken zulegen müssen, um die Russen hinter sich vorbeifahren zu lassen. Für Putin war es ein großer Erfolg. Dessen Marine hat den Beweis erbracht, dass ihre Schiffe noch gut in Form sind. Trotz ihres schon hohen Alters. Der nächste Eklat ist schon vorprogrammiert – in 2 Monaten werden die ersten S-400 Flugabwehrsysteme in die Türkei geliefert. Lt. RT könnten die Türken diese sogar schon bedienen. Höchst unwahrscheinlich, dass Erdogan nun aus der Nato ausschert. Vielmehr scheint es so, als habe er das System nur gekauft, um nicht für die super teure F-35, die Trump angesichts des Deals mit den Russen nicht mehr liefern will, löhnen zu müssen. Da es vermutlich auch keine Vertragsstrafe gibt, scheint das ein guter Weg zu sein, einigermaßen ungeschoren aus dem Geschäft mit den Amerikanern herauszukommen.

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