Ist Brad Pitt der neue Gary Cooper?

Den ersten Schritt hat Brad Pitt getan – nach dem Trip zum Neptun, den er zwar ohne Frauen an seiner Seite durchstehen muss, er dafür aber in einer Rolle brillieren darf, die ihn um mindestens 10 Jahre jünger macht als er in Wirklichkeit ist, spricht vieles dafür, dass weitere dieser Art, die sicherlich nicht von ihm so viel abverlangen werden wie die Reise zum Ende unseres Sonnensystem, folgen dürften. Ganz freiwillig hat er sich nicht auf die Odyssee begeben. „Wegen der Sünden der Väter, die auf den Söhnen laste“, was vieles über seine Erziehung sagt, hat er sich auf die Tour eingelassen – sein Vater, der sich vor 25 Jahren aufgemacht hat, im All nach Aliens zu suchen, gilt seit 16 Jahren als verschollen. Da aus dem All Stromstöße, die enorme Schäden auf der Erde und deren Kolonien verursachen, genau aus der Richtung, wo sein Vater „gestrandet“ sein könnte, kommen, wird dieser dafür verantwortlich gemacht. Solche Väter wünscht man nicht einmal seinem größten Feind. Aber Brad Pitt ist nicht jemand, der sich darüber beklagt, seine Ehre und die seines Vater retten zu müssen. Stoisch hält er durch. Je länger die Reise in „Ad Astra“ dauert, desto klarer wird sein Blick, wer sein Vater eigentlich war. Seine Katharsis im Weltraum ist schön anzuschauen – ganz im Gegensatz zum Zeitgeist, der dem lautesten die größte Aufmerksamkeit widmet, bleibt er immer still. Wutanfälle kennt er nicht. So wie wir die Helden aus den Glanzzeiten Hollywoods kennen. Da heult man nur, wenn man andere in die Irre führen will, wie es Robert Mitchum in „Die Nacht des Jägers“ eindrucksvoll vorgeführt hat. Und die Rollen könnten, da Greta nun auch Amerika erobert hat, jener, die Cooper und Co. verkörperten, sehr ähneln – Brad Pitt als Rancher, der sich partout weigert, eine Firma auf seinem Acker Fracking betreiben zu lassen, zu verkaufen. Oder jemand, der geächtet wird, weil er gleich hinter dem Dorf eine Windfarm errichten will. Stoff gibt es genügend. Pitt als der Mann, der stets das Gute und Fortschrittliche verkörpert. Hollywod mag es, das Klischee vom einsamen Mann, der allein die Welt rettet, zu nähren. Die Frage ist nur, wie lange das noch funktioniert, denn„Fridays for Future“ scheint ein reiner Mädchenladen, zu dem Jungs keinen Zutritt haben, zu sein. Die Schulschwänzer zum Wohle der Menschheit scheinen im Fernsehen ausschließlich Mädchen zu vertreten, was einer einer Polwanderung gleichkommt, da in meiner Schulzeit Politik die Mädchen überhaupt nicht interessierte. Damals galt nicht einmal die Ausnahme als die Regel. Nun werden wir von einer Spätzünderin regiert, die dafür angegriffen wird, niemanden wehtun zu wollen (Überschrift Podcast SZ), was impliziert, dass gute Politik nur möglich ist, wenn die Leute unter ihr leiden. Wegen vieler potentiellen Messiasinnen und Jeanne d‘Arcs, die es unter den Protestlern zu geben scheint, kann es nur besser werden. Vermutlich ohne Jungs. Dafür haben wir Brad Pitt, der uns in seinen Filmen für zwei Stunden die Herrschaft des Matriarchats vergessen lässt.

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