Immerhin hat Labour noch die Chance, einen Fehler, den man Anfang des Jahres gemacht hat, zu korrigieren, jedoch sollten die Unterstützer Burnhams damit rechnen, dass die Opposition, allen voran Nigel Farage, alles unternehmen wird, dessen Wahl ins Unterhaus zu verhindern, was ziemlich teuer werden dürfte, selbst wenn nicht davon auszugehen ist, dass Reform dem Beispiel Musk folgt, der täglich über 14 Tage hinweg eine Million Dollar Personen, die ihn davon überzeugen konnten, begeisterte Anhänger Trumps zu sein, überreicht hat. Sicherlich ist das im Königreich verboten. Man kann das ja auch heimlich machen. Und es müssen keine solch hohen Summen sein. Auch wenn der Wahlbezirk wohlhabender als andere um Manchester ist, würden vielen vermutlich 10.000 Pfund reichen, ihn nicht zu wählen. Bei 76.517 Wahlberechtigten wäre das die höchste Wahlkampfspende, die jemals geleistet wurde, nämlich bis zu 382 Millionen Pfund. Obwohl er als Oberbürgermeister Greater Manchesters mit mehr als 3 Millionen Einwohnern große Erfolge aufzuweisen hat (speziell beim „Bee Network“), scheint Burnhams Einzug im Augenblick nicht selbstverständlich zu sein, was doch ein wenig überrascht, denn mit ihm hätten die Briten seit langem wieder einen Premierminister, der vor seinem Leben als solcher schon Entwicklungen bestimmt und umgesetzt hat. (Johnsons einziger Beitrag als Mayor Londons war, wieder Doppeldecker-Buse einzuführen, die, wie kann es bei ihm auch anders sein, natürlich nicht das hielten, was man sich von ihnen versprochen hatte.) Ein Mann, der sich etwas traut, was auch ganz gut für Europa wäre, denn der Alte Kontinent, der glaubt, ihm Nahverkehr absolut spitze zu sein, steht auch da nicht mehr ganz oben. Ausgerechnet eine Stadt, in die ein Europäer nur noch schwer hineinkommt, hat den Westen überflügelt, und das binnen 10, höchstens aber 15 Jahren. Moskau, das nach dem Zusammenbruch des Kommunismus „autoverrückt“ wurde, steht ganz oben (es ist nur eine Frage der Zeit, bis man Sydney überholt hat). Im Kreml scheint man erkannt zu haben, dass es keinen Sinn macht, mit viel Geld die eigene Autoproduktion nach dem Weggang der großen Hersteller wieder flottzumachen. Stattdessen investiert man in den Nahverkehr. Und in Hochgeschwindigkeitsstrecken, speziell in jene zwischen Moskau und Petersburg, auf der so schnell wie möglich der Verkehr rollen soll. Ein Wettlauf mit der Zeit bzw. dem Verschleiß der Autos. Moskau wird kein Havanna. Wenigstens etwas, was in diesem Krieg ausgeschlossen werden kann.
Nun wissen wir, warum Trump sich vor einiger Zeit ziemlich herablassend über Selenskyjis Drohnen äußerte.
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