Impeachment für Trump und Biden

Wenn schon Impeachment, dann bitte auch eines für Joe Biden, das, da Parteiintern, zwar ein paar Nummern kleine ausfallen würde als jenes, das Trump höchstwahrscheinlich bevorsteht, dafür jedoch der Welt signalisieren würde, dass die Demokraten bereit sind, Amerikas imperialistische Allüren beenden zu wollen – ein Wahlkampf zwischen zwei Imperialisten ist das Letzte, was die Welt braucht, wenn Greta wieder zur Schule gehen muss. Wir können von ihr nicht verlangen, aufs Abi zu verzichten, um uns zu retten. Da müssen wir schon selbst ran. In Amerika sind es die Demokraten, die mit einem kleinen Impeachment (dem Ausschluss Bidens von den Primaries) ein Zeichen setzen könnten, von alten Gewohnheiten Abschied nehmen zu wollen, denn im Grunde genommen hat Trump nur etwas versucht, was Biden erfolgreich vorgemacht hat, nämlich einer missliebige Person zu schaden bzw. diese loszuwerden. Der einzige Unterschied ist nur, dass Trump Krieg gegen einen Landsmann führt, während Biden einen ukrainischen Staatsanwalt, der angeblich nichts gegen die Korruption unternommen habe, mit der Drohung, dem Land einen Milliardenkredit zurückzuhalten, praktisch aus seinem Amt geboxt hat. Dumm nur, dass die Ausnahme von der Regel ausgerechnet jene Firma war, für die sein Sohn gearbeitet hat. Da hat Trump, dessen Nase den Schmutz anderer besser als jeder Beagle zu riechen vermag, sofort Lunte gerochen. Leider war Wikileaks diesmal nicht zur Hand, so dass er gezwungen war, selbst zum Telefonhörer zu greifen, um auf seine unnachahmliche Art den neuen ukrainischen Präsidenten aufzufordern, etwas zu finden, das Bidens Sohn belasten könnte. Diesmal war es kein Milliardenkredit, der verweigert werden würde, sondern Militärhilfe. Pech ist nur, das Trump nicht jemanden aus seinem Clan die Sache hat regeln lassen. Vielleicht haben die aufgrund der Erfahrungen, die viele, die ihm halfen, machen mussten, alle dankend abgelehnt. Da jemand das Gespräch, da es nicht ganz koscher war, an eine Stelle, die den Inhalt einzuordnen weiß, weitergeleitet hat, droht ihm nun ein Impeachment, was nicht unbedingt schlecht für den nächsten Wahlkampf sein muss, zumal wenn sein Gegner Biden hieße. Was bei Clinton gut funktioniert hat, sollte auch beim Alt-Vizepräsidenten klappen. Um den Eindruck entgegenzutreten, Amerikas Politiker würden die Welt als ihren Vorhof, in dem sie tun und lassen können, was sie wollen, betrachten, wären die Demokraten gut beraten, sich von Biden zu trennen. Wenn die USA weiter so macht wie bisher, muss sie fürchten, dass das Ausland bei den nächsten Fakenewskampagnen einer fremden Macht mit einen „Na und.“ antwortet. Dagegen hilft nur ein Impeachment für beide.

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