Die Welt braucht viele Doppelgänger

Können Doppelgänger die Menschheit vor ihrem Untergang bewahren? Als ich gestern las, eine Firma aus Perm würde mit der Massenproduktion menschenähnlicher Roboter beginnen, dachte ich erst an einen, der mir nicht nur ähnelt, sonder der mich auch auf Arbeit vertritt. Ich bräuchte dann den Tag nicht mehr im Büro zu verbringen, was sicherlich im Interesse meines Arbeitgebers wäre, würde meine Vertretung doch rund um die Uhr arbeiten. Nur während des Aufladens seiner Batterien müsste er pausieren. Aufgrund seiner hohen Produktivität würde er da bald alleine sitzen und mir ermöglichen, das Gehalt von mehreren Angestellten zu beziehen. Was früher die Streikbrecher waren, das sind morgen die Doppelgänger-Besitzer. Aber vermutlich würde es bis dahin erst gar nicht kommen. Mit einem Eimer Wasser lässt die ultra-dominante Konkurrenz schnell ausschalten. Aber selbst der größte Egoist stellt seine Begehren zurück, wenn er merkt, deren Erfüllung nicht mehr richtig genießen zu können, was vor allem an unserer Politikern liegt, die jeden umweltbewussten Ich-Menschen in einen Altruisten verwandeln, der sein letztes Hemd hergibt, um viele berühmte Doppelgänger mit dem Ziel zu kaufen, dass diese in spektakulären Reden die Politik jener, nach denen sie geformt wurden, völlig auf den Kopf stellen. Vorbild ist natürlich der Film „Der große Diktatur“, in dem am Ende ein jüdischer Friseur auf einen Parteitag die Politik Hynkels, in dessen Rolle er geschlüpft war, konterkariert. Ein Boris-Imitat, der auf dem Parteitag der Tories verkündet, erst die EU verlassen zu wollen, wenn alle wichtigen Punkte zwischen beiden geklärt seien, wäre, anders als Chaplin nach seiner Rede in Osterlitsch (in einer Atmosphäre wie auf Reichsparteitagsgelände), wohl von den Delegierten gelyncht worden, was nicht unbedingt schlecht für alle jene, die einen sanfteren Kurs befürworten, gewesen wäre – das Entblöden jener, die hinterwäldlerische Ideen vertreten, kann mitunter für eine Sache gar von Vorteil sein. Bemisst man die Politiker nach ihren Taten bzgl. der Eindämmung der Erderwärmung, dann kann man nicht umhin, festzustellen, dass nur eine großer Einsatz prominenter Roboter-Doppelgänger die Welt noch retten kann. Sogar Putin, der mit seiner Bemerkung, Grete habe nicht verstanden, dass die moderne Welt komplex und unterschiedlich sei, zum Ausdruck gebracht hat, dass er den Wissenschaftlern nicht so recht glauben schenkt, müsste durch sein künstliches Ebenbild ersetzt werden. Hilfreich wäre ein künstlicher Putin, der im Fernsehen verkündet, darauf zu verzichten, neue fossile Lagerstätten zu erschließen. Ferner würden alle Kohlekraftwerke geschlossen sowie die Windenergie gefördert werden. Derartige Roboten bedarf es viele. Selbst für Merkel müsste einer her.

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