Folgt der Kommiss-Dame die Frohnatur Laschet?

Um sich ausmalen zu können, was es bedeuten würde, wenn Laschet zum Kanzler gewählt sollte, hilft nur, sich vorzustellen, was passiert wäre, wenn ein Bourbone, deren bekanntester Vertreter der Sonnenkönig war, den Alten Fritz beerbt hätte – Preußen wäre zu einen großen Versailles, in dem die Feiern nicht mehr ausgingen, geworden. Mit Laschet wird es nicht ganz so schlimm. Den meisten Deutschen würde eh es schon reichen, wenn er sich ihnen gegenüber genauso großzügig wie zu seinen Studenten verhalten würde – als einmal Klausuren verlorengingen, hat er die Arbeit nicht nachholen lassen, sondern frei aus der Hüfte zu deren Gunsten benotet. Selbst Studenten, die an der Klausur gar nicht teilgenommen haben, wurden bedacht. Es ist auch höchste Zeit, sich von den Marotten der schwäbische Hausfrau zu verabschieden. Deren krankhafter Sparzwang geht an die Nerven (vermutlich ist sie es, die behandelt werden müsste). Und es gibt auch kein „Wir-schaffen-das“ mehr. Der Laschet erwähnt die Flüchtlinge nämlich gar nicht, denn bei ihm ist alles im Fluss, in dem man nur mitzuschwimmen braucht und sich treiben lassen kann. Die preußische Strenge hat erst einmal ausgedient. Ebenso der schwäbische Geiz. Das kann dem Land nur guttun. Da die Wahl in Hamburg gezeigt hat, dass es nicht viel bringt, Wähler der AfD zurückzugewinnen, sieht es für Merz ziemlich schlecht aus. Mit ihm holt man die Leute, die zu den Grünen übergelaufen sind, nicht zurück. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben – er hätte AKK ausstechen müssen. Da es scheint, als habe die AfD ihren Zenit überschritten, wird es für ihn schwer, sich durchzusetzen. Er kann nur darauf hoffen, dass die CDU-Mitglieder diese Entwicklung nicht mitbekommen und an ihm festhalten. Sollte es Laschet gelingen, für einen schnelleren Kohleausstieg zu sorgen, stehen seine Chance, Kanzler zu werden, nicht schlecht.
60 Betten für Coronaviruskranke – was einer Woche glaubte man noch, glänzend damit dazustehen. 322 Infizierte in Italien lassen Zweifel aufkommen, damit über die Runden zu kommen. Da von 100 Patienten nur 5 in Lebensgefahr schwebten, bestünde lt. eines italienischen Experten kein Grund, die strengen Maßnahmen fortzusetzen. Laschet würde sich wohl dessen Meinung anschließen.

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