Die Bayern – wenn Geld keine Tore mehr schießt,

wie eben bei den Bayern, die so viel Heu haben, dass sich deren berühmtes Festgeldkonto, von dem weite Teile der Bevölkerung erst von Hoeneß erfahren haben, dass es so etwas überhaupt gibt, auf wundersame Weise vervielfacht hat. Aber was nutzt das viele Geld auf den vielen Konten, wenn man es nicht ausgeben kann. Denn das Modell Bayern funktioniert nicht mehr, jedenfalls nicht in diesem Jahr. Dabei standen, glaubt man den Medien, die Münchener vor dem teuersten Transfers dieses Sommer. Mit der Verletzung Sanés hat sich dieser aber zerschlagen. Die Summe wäre für Münchner Verhältnisse zwar exorbitant hoch gewesen, deren Beuteschema jedoch hätte sich nicht geändert – die Bayern bevorzugen hiesige Stars. Ob Deutscher oder Ausländer spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass sie die Verhältnisse hier kennen (und natürlich gut Fußball spielen). Seit Jahren folgen sie dem Muster, ihren Ligakonkurrenten Talente oder Stars abspenstig zu machen. Und das recht preisgünstig. Zum ersten Mal in der jüngeren Geschichte hätten einen Spieler mit einem hohen Aufschlag geholt, (was nicht für die Stärke der Liga spricht). Aus prinzipientreue? Oder mangelt es ihnen an Flexibilität? Es ist schon erstaunlich, dass Hoeneß und Co. bereit waren, ihre guten Vorsätze über den Haufen zu werfen, um Sané zu verpflichten. Vor einem Jahr noch wollten sie den Unsinn nicht mitmachen. Da aber die Quellen im eigenen Land zu versiegen scheinen, müssen sie nun wohl oder übel mitspielen. Aber es ist noch ein Unterschied, ob man mitmacht oder sich zum Krösus aufschwingt. Sanés Verpflichtung hätte sie zu Kings gemacht, jedenfalls für eine Saison. Schaffen sie es noch, Ersatz zu holen? Ich glaube nicht. Dafür ist der Bayern-Tross viel zu lange auf der deutschen Schiene unterwegs zu gewesen. Ein Gleiswechsel ist da völlig ausgeschlossen. Wen will man jetzt noch anbaggern? Die guten Leute sind eh in England (selbst Arsenal hat investiert). Und dann ist noch die Frage, ob noch jemand zu den Bayern will.

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