Der Schröder kann es immer noch,

auch wenn er, wäre er Kanzlerkandidat, den Bürgern noch andere Themen als die Currywurst servieren müsste – in einem Vier Gänge Wahlkampfmenü wäre sie der erste Gang, der als Einstieg mit dem Ziel dargereicht wird, den Wählern das ganze Programm schmackhaft zu machen. In der Politik muss das Gericht, das für den ersten Gang vorgesehen ist, nicht unbedingt gut schmecken. Zur Not kann es auch verbrannt sein. Oder nicht ganz durch (al dente nennt man das heute auf deutsch). Nur eine Bedingung muss der erste Gang erfüllen – er muss unter allen Umständen authentisch sein. Authentischer kann Schröder, auch wenn manche Medien das anders sehen, gar nicht sein – der Mann war mit einer Vegetariern verheiratet. Schon während seiner Ehe beklagte er sich, dass „Hillu“ keine Currywurst auf den Tisch bringen würden. (Der Blog glaubt, gelesen zu haben, dass er nach der Trennung Gäste sinngemäß mit den Worten „haut rein, Hillu ist weg, es gibt wieder Fleisch“ zum Essen animiert habe.) Der Aufsichtsrat VW konnte während der Zeit, als er dessen Mitglied war, gar nicht oft genug tagen. Der Blog nimmt Schröder ab, dass ihm die Currywurst heilig ist. Und es ist beileibe nicht so, dass dies nur Karnivore empfinden. Auch Vegetarier werden ihm bescheinigen, überaus glaubhaft rüberzukommen. Damit unterscheidet er sich von den heute aktiven Politikern, von denen niemand so recht weiß, was er von ihnen halten soll – sie machen einem es unmöglich, eine Beziehung mit ihnen aufzubauen, woran unsere Queen Merkel, die bald Queen Mum Merkel sein wird, nicht ganz unschuldig ist. Um Volksnähe hat sich sich nicht zu kümmern brauchen. Die hatte sie praktisch von Amts wegen (das große Rätsel ihrer Regierungszeit – warum ist ihr so gehuldigt worden?). Vielleicht bekommen ihre Nachfolger das noch hin. Konkrete Aussagen a la Schröder wären ein erster Schritt. Etwas, was den Bürger interessiert. Ein Umweltministerium, das nur Ausgaben anderer Ministerien, die umweltfreundlich sind, genehmigt, gehört sicherlich nicht dazu. Der vom Blog geforderte Sonderurlaub für alle, die mit der Bahn in die Ferien reisen, schon eher. Gäbe es den, müsste die DB die Forderungen der Lokführer sofort erfüllen, auch um ihn nicht in die Bredouille zu bringen. Schließlich ist es seine Idee gewesen, den Leuten den Zug schmackhaft zu machen.

PS: Arme Afghanen – das Bild sagt alles. Wenn der einen auffordert, zu halten, kann es nur heißen, aufs Gas zu treten. Schnell weg.

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