Der Haut-Médoc bleibt uns hoffentlich erhalten

Wenn selbst bei einem Feuer, über das jeden Tag ausführlich berichtet wird, das Gehirn extrem lange braucht, einem ins Bewusstsein zu rufen, dass aus dieser Gegend eine Ware stammt, die man vor lange Zeit sehr geschätzt hat, kann man sich ziemlich sicher sein, es in Maßen konsumiert zu haben – die Rede ist von Haut-Médoc, einem Wein, der nördlich von Bordeaux angebaut wird. Früher hat es den im Supermarkt gegeben. Lt. Internet haben Rewe und Globus den im Angebot. Da der Blog weder etwas über Haut-Médoc noch den anderen Weinanbaugebieten gelesen hat, sind sie, obwohl speziell die südlicheren näher an den Brandherden zu liegen scheinen, nicht gefährdet. Andere Weinbauern hatten nicht so viel Glück – wegen der Grünen, die den Winzern verboten haben, im Winter das Unkraut abzufackeln, und wegen Leuten wie dem Blog, die kaum noch einen Tropfen anrühren. Und natürlich wegen der EU, die fürs Aufgeben der Weinberge Prämien zahlt. Wegen der verheerenden Folgen gibt es bestimmt bald eine „Buschprämie“ für alle, die sich auf dem Lande mit der Absicht niederlassen, die Natur in Schach zu halten. Rebstöcke, die dazu dienen, die Feuerwalzen zu stoppen. Russische Blogger haben geschrieben, dass den Europäer die Kamow-Hubschrauber fehlen würde, was der Blog nicht so recht glauben wollte. Lt. FlugRevue können die Spanier wegen der Sanktionen, dank derer es unmöglich ist, Ersatzteile zu beschaffen, ihre besten Löschhubschrauber nicht einsetzen. Statt sich auf die Verzüge diese Typs zu beschränken, wettert die Zeitschrift gegen jene, die wegen der Waldbrandgefahr eine Aufhebung der Sanktionen forderten, womit sie über das Ziel hinausschoss, zudem habe man neue Maschine zu spät bestellt. Dabei ist doch längst klar, dass Sanktionen unproduktiv sind, besonders dann, wenn man nicht weiß, was eigentlich mit ihnen bezweckt werden soll, was bei der EU der Fall ist. In Brüssel ist das Verkünden solcher zu einem Ritual geworden. Nach eine Pause schließt sich Amerika nun an. Trump und Selenskyj sind ziemlich beste Freude geworden – beide weigern sich, einzugestehen, dass sie ihren Krieg verloren haben. Der Welt würde es schon reichen, wenn sie einsehen würden, dass es keinen Sinn macht, weiterzukämpfen. Das ist aber so gut wie ausgeschlossen.

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