Der Ess-Zoo ist tot, hoch lebe der richtige!

Was ist der Unterschied zwischen einem europäischen und einem chinesischen Zoo-Besucher? Der Europäer erfreut sich an den Tieren, während der Chinese auf der Suche nach einem Tier ist, dessen Fleisch und Organe er noch nicht kennt. Mit einem Zoo, den eine Mega-Metropole wie Wuhan zwangsläufig hat, kann dessen Markt, auf dem es neuartigen Corona-Viren gelangt, vom Tier auf den Menschen zu springen, nicht mithalten. Jedoch bietet er guten Einstieg, Fleisch anzuprobieren, von dem man nicht einmal zu träumen gewagt hatte, es essen zu können. Vieles von dem, was es dort zu kaufen gibt, findet man nicht einmal in einem Zoo einer hiesigen Kleinstadt – Rind, Schwein, Esel, Fuchs, Krokodil, Riesensalamander, Schlange, Dachs, Ratte, Kamel. (Gerade noch so konnte ich der Versuchung „und Mensch, aber nur unter der Hand“ widerstehen.) Wer von allem gekostet hat, kann sich anderen Arten widmen, sofern man sich diese leisten kann bzw. diese nicht gänzlich Opfer des Essrausches der Chinesen geworden sind. Haie haben geradeso die Kurve gekriegt, dank der Fangverbote bzw. -quoten, mit denen verhindert werden soll, dass noch mehr von ihnen nur wegen ihrer Finnen, die in China heißbegehrt sind, abgeschlachtet werden. Während Haie in einem Zoo die absolute Ausnahme sind, zählen Tiger zum Stamm einer jeden guten Tierbesichtigungsanlage. Tigerknochen mögen auch die Chinesen, jedoch ist es legal nicht mehr möglich, welche zu kaufen, geschweige denn wäre es ratsam, einen sibirischen Tiger zu erlegen. Sollte Superjäger Putin den Wilderer nicht selbst zur Strecke, droht dem Land, aus dem er kommt, der Krieg. Die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen (Rhinos, Elefanten). Natürlich macht der Chinese eine Ausnahme – er isst keine Pandas. Wahrscheinlich schmeckt das Fleisch nicht, was bei dessen Ernährung und Bewegungsarmut auch nicht weiter verwundern würde. Es gibt aber Hoffnung. So hat eine chinesische Reisebloggerin sich wegen eines Videos, in dem sie Fledermäuse zu einer Delikatesse erklärt, entschuldigen müssen. Weitere Einschränkungen werden folgen. Aber jetzt kommt es wohl erst einmal darauf an, zu verhindern, dass sich das Virus weiterverbreitet. Die Chinesen tun viel, jedoch ist es nicht gerade beruhigend, ansehen zu müssen, dass während einer Durchhalteansprache des chinesischen Premiers in einem Supermarkt in Wuhan eine Frau ihre Waren in einen Einkaufswagen, der als Virenüberträger schlechthin gilt, verpackt. Sollte Monk noch einmal auf Sendung gehen, dann bitte in China. Den Ärzten kann man nur wünschen, alles möge bald ein Ende nehmen.

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