Das gab es früher nicht – Laien entfachen Kriege

Das war früher, als Kriege, weil sie als eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln angesehen wurden, häufiger vorkamen, jedenfalls in unseren Breiten, natürlich ganz anders – da gab es noch richtige Heerführer, die wussten, was sie taten, auch wenn selbst die berühmtesten Kriegsherren nicht vor üblen Fehlentscheidungen, die mitunter ihren Abgang einleiteten, gefeit waren. Die Zeiten, in denen militärische Auseinandersetzungen von jenen, die sich in diesem Metier auskennen, entfacht wurden, sind längst vorbei. Heutzutage haben Laien diese undankbare Aufgabe übernommen, was per se nicht schlecht sein muss, solange sie sich aus allem Militärischen heraushalten. Dennoch ist es immer ein Vabanquespiel. Kein Politiker hatte so viel Glück wie Margaret Thatcher. Fürs britische Militär war die Eiserne Lady furchteinflößender als die bis auf die Zähne bewaffneten Gauchos auf den Falklands. Ihnen blieb gar nicht anderes übrig, als diese Einöde ins Königreich zurückzuholen. Putin hatte das Pech, dass Politiker Selenskyj einredeten, er könne die Russen mit Hilfe des Westens besiegen. Nach den schnellen Rückeroberungen hatte man in Kiew wohl ein Eindruck, die Armee des letzten Zaren vor sich zu haben – noch ein entscheidender Schlag, und sie bricht in sich zusammen. Das hat sich als Glück im Unglück für den Kreml herausgestellt – Selenskyj hat Leute und Material sinnlos verheizt (auch wenn sich der Blog wiederholt – wir werden wohl nie erfahren, wie man auf die Idee kommen konnte, zum Asowschen Meer und nach Kursk vorzustoßen; Historikern werden die Akten bestimmt für immer verwehrt bleiben). Das hält den Westen nicht davon ab, ihn für einen tollen Heerführer zu halten, der standesgemäß Hof hält, indem er bspw. im Flugzeug anreist. Im Netz sieht man dessen Auftreten etwas kritischer (da haben Karnevalesen in Köln sich eine Chance entgehen lassen, deshalb ein Punkt für die Russen). Zwei Laien, die sich bekriegen – einer lässt seinen Generalstab machen, was dieser für richtig hält, der andere ist praktisch der Generalstab. Wenn es zwei gibt, dann gibt es auch einen dritten Laien, der sich in der Kriegskunst versucht. Mearsheimer meint, er tue dies nicht freiwillig, sondern wegen der Israelis, speziell wegen Netanjahu, der ihn beherrschen würde, was der Blog nicht so recht glauben mag. Der Angriff scheint so gut wie sicher zu sein. Die Chinesen sollen den Iraner den Zugriff auf ihre Satelliten ermöglicht haben. Das würde ihnen erlauben, selbst F-35 noch weit vor deren Eintreffen auszumachen. Am Ende sind die Mullahs noch die besseren Laien.

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