Zurück in die Normalität, aber bitte langsam,

wobei der Blog noch Glück hat, nie eine „Rampensau“ gewesen zu sein, so dass ihm das Schicksal einer Kabareratinit, die nicht zur alten Normalität findet, in der jede Bühne zu klein war, erspart bleibt. Nach der Zwangspause kann die Bühne ihr nun nicht klein genug sein. Wenigstens gibt ihr Schleich Fernsehen die Chance, sich wieder ins alte Leben hineinarbeiten zu können. Der Blog glaubt, dass ihm mit dem Erwerb einer Karte für „A Quiet Place 2“ gestern ein vielversprechender Start zurück in die Zukunft gelungen ist, wobei der eigentliche Kauf wegen seines neuen Bildschirms sogar als Sprung in die neue Normalität bezeichnet werden kann. Und so ganz zurück geht es dann doch nicht – vor fast genau einem Jahr, als der Blog zum letzten Mal im Kino war, kam er noch ohne die Vorlage irgendwelcher Bescheinigungen, die nun vonnöten sind, hinein. Zugang nur mit Dokument heißt es nun. Für die Impf- und Testverweigerer wird das Restaurant und das Theater zur innerdeutschen Grenze. Angesichts der vielen verbotenen Städte, in die man in der UdSSR nur mit einer Genehmigung hineinkam, braucht sich niemand zu wundern, warum sich die Russen nicht impfen lassen wollen. Und da es danach aussieht, als ob das für eine geraume Zeit so bleibt (illusorisch, zu glauben, die neueste Delta-Variante könne harmlos sein), sprich der Impfausweis das wichtigste Dokument in unserem Leben sein wird, plädiert der Blog dafür, erst wählen zu lassen, wenn das Virus besiegt ist. Nicht dass der Blog etwas gegen Karl Lauterbach hat, der nach einem Sieg über Covid wohl keine Chance hätte, wiedergewählt zu werden. Wie wichtig er ist, hat sich wieder vorgestern gezeigt, als Ilner Corona der Kanzlerin, die sich diese Woche aus dem Bundestag verabschiedet hat, vorzog. Wo Corona ist, ist Lauterbach nicht weit. Was macht Deutschland nur, wenn der nächste Winter trotz der Massenimpfung wie der letzte wird, er jedoch im September es nicht in den Bundestag geschafft hat? Das wäre so, als hätte man Churchill mitten im Krieg abgewählt. Viel hängt wohl von der Corona-Lage im September ab. Ist sie schlecht, wählt das Volk ein Parlament, dessen Besetzung eine schnelle Regierungsbildung unmöglich macht, so dass Merkel noch eine Weile im Kanzleramt durchhalten muss. Was aus Lauterbach wird, weiß niemand so recht. Eigentlich sollte es zu einem Direktmandant reichen. Seine Omnipräsenz könnte ihm aber zum Verhängnis werden (wie bei Winston auch). Wenn der Blog eines über die neue Normalität weiß, dann dies, dass es ungemütlicher wird.

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