Vom Ende der Breitspur im Baltikum,

jedoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass Putin noch etwas einfällt, sein Breitspur-Imperium vor dem Schrumpfen zu bewahren, was angesichts der Geländegewinne, den seine Truppen für ihn eingeheimst haben, ziemlich unlogisch erscheint, wegen der notorischen Angst, die Russen könnten jede Minute über sie herfallen, dann aber doch eine logische Folge der Entscheidung der Litauer, russische Güterwagons nicht mehr nach Kaliningrad durchzulassen, wäre – die russische Breitspur ist tot, lange lebe die europäische Normalspur, die Urlauber anstelle russischer Soldaten an die schönen Strände des Landes bringt. Es wird nicht lange dauern, bis das Militär aufgrund von Daten, die belegen, dass ein Spurwechsel der russischen Armee Zeit kosten würde (da zählen sogar Minuten), fordern wird, die Spur im Baltikum umzustellen. Wegen der Abhängigkeit der Russen von ihrer Bahn wäre der Blog nicht überrascht, sollten Fachleute zum Ergebnis kommen, dass die Normalspur der Kampfkraft mehrerer Divisionen, zig Flugzeugen, Raketen und Schiffen gleichkommt. Lässt man sie dort, hat der Westen in der für die Russen verlorenen Zeit sogar die Chance, überlegen zu können, was er als nächstes zu tun gedeckt. Viel Optionen hat Putin nicht – vermutlich bräuchte er hierzulande nur einen der legendären russischen Panzerzüge über die die Gleise der Deutschen Bahn zu jagen, um alle zu Fans russischer Eisenbahntechnik werden zu lassen. Wer will es den Menschen verdenken. Die Züge der DB gehören eben nicht zu den schicksten. So ticken die Balten jedoch nicht. Die lehnen grundsätzlich alles Russische ab. Einen deutschen Urlauber schreckt das natürlich nicht ab. Der bewaffnet sich mit einem Klappstuhl und hofft auf dem Bahnsteig, wo die Züge, die nach Kaliningrad fahren, halten, ein tolles Foto machen zu können, das er natürlich sofort an Verwandte und Freunde verschicken würde. Die Polizei hätte in Vilnius gutzutun, sie aus dem Hauptbahnhof zu vertreiben. Viel mehr als mit Panzerzügen die Strecken freizuhalten will dem Blog nicht einfallen (die Russen werden sich einfallsreicher als er entpuppen). Warum soll das Baltikum weiter die Breitspur nutzen, wenn aus dem Süden nichts mehr ins Land kommt? Belarus wird russische Häfen nutzen, sofern das wegen der Sanktionen möglich ist. Da macht es Sinn, durch den Suwalki-Korridor, der Kaliningrad von Weißrussland trennt, eine Eisenbahnstrecke zu bauen, die die Hauptstädte der baltischen Staaten mit Zentraleuropa verbindet.

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