Lässt der russische Generalstab Europa links liegen?

Wer bisher den Eindruck hatte, wegen der unzähligen Sanktionen, die die EU gegen Russland verhängt hat, dürften dessen Grenzen zu jenen Ländern, deren Repräsentanten den Kreml am lautesten anbellen, undurchdringbar sein, muss sich heute eines Besseren belehren lassen – per Dekret ist verfügt worden, ab morgen Eisbahnübergänge zu den baltischen Staaten und Finnland vorübergehend zu schließen. Einen Grund für die Schließungen gibt Moskau nicht an. Da der Blog davon ausgeht, dass es keinen Sinn macht, Güterwaggons mit Peilgeräten zu bestücken, die den ukrainischen Drohnen den Weg weisen, liegt die Vermutung nahe, dass man versucht, die Nachbarn einzuschüchtern. Angesichts diverser Einschätzungen, die besagen, der Kreml könnte wegen der Drohnenangriffe schon bald Werke im Westen, in denen die produziert werden, angreifen, dürfte die Nachricht eher für Erleichterung sorgen. Und in der Tat, vieles spricht dafür, dass man davon abgekommen ist, Raketen nach Europa zu schicken, auch wenn spätestens am Ende des Jahres die Produktion auf Hochtouren laufen soll. Die Offiziere um Gerassimow im Generalstab scheinen erkannt zu haben, dass es mehr Sinn macht, die Drohnenabwehr zu verbessern, als spektakuläre Angriffe zu starten. Sie wissen ja, was man tun muss, um Angriffe verpuffen zu lassen. Im Gegensatz zu ukrainischen Sommeroffensive ist Abschießen und Jammen dieser kleinen Fluggeräte viel komplizierter. Ganz chancenlos ist man aber nicht. Ein geübter Schütze sollte keine Mühe haben, die „Albatrosse“, die die Krim sowie die Zufahrt aus dem Norden unsicher machen, abzuschießen. Sicherlich wird man die Trucks bald in einem Konvoi, der von einem Fahrzeug, das Flugobjekte zerstören kann, begleitet wird, fahren lassen. Im russischen Generalstab weiß man, dass die Drohne die letzte Waffe ist, die Selenskyj hat, um das Blatt zu wenden. Deren Einsatz soll für einen passablen Frieden sorgen. Höchst zweifelhaft, dass sich die Russen davon beeindrucken lassen werden. An der Front läuft es weiterhin recht gut, auch wenn am Ende die Städte, die die Russen einnehmen, vollständig zerstört sind. Selenskyj weiß, dass sie verloren sind. Deshalb wird so hart gekämpft.
Schafft Nike es, die deutschen Nationalspieler vernünftig einzukleiden? Man kann nur hoffen, dass der Ausrüsterwechsel das Ende der Balken auf der Brust der Spieler bedeutet. Nur die Deutschen laufen mit diesen albernen Streifen auf. Nach dem Ausscheiden gestern bereut man sicherlich schon den Schritt. Wegen des schleppenden Verkaufs dürfte der neue Ausrüster nichts gegen einen Trainerwechsel haben. In zwei Jahren muss die Europameisterschaft her. Sonst ist man womöglich weg.

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WM-Aus für Trump (?) – Merz darf kommen

Fange keinen Krieg an, wenn im eigenen Land ein Großereignis ansteht – der Blog hat das Gefühl, dass die WM ohne Trump stattfinden wird, was angesichts etlicher PR-Termine, in denen er für die Veranstaltung geworben hat, doch überrascht, auch wenn schon lange vor dem Beginn des Turniers klar war, dass ein Stadionbesuch mit Putin nicht klappen würde. Natürlich gibt es noch andere Staatsmänner, jedoch hat sich Trump mit den meisten von denen so sehr verkracht, dass ihm nur Merz zum Gucken bleibt. Wegen der Geschenke, die der Bundeskanzler bei jedem Treffen zu überreichen pflegt, dürfte sich dessen Interesse in Grenzen halten. Für ein Depot auf dem Gelände des Weißen Hauses fehlt einfach der Platz. Seine Berater organisieren lieber eigene Feste, zu denen Leute eingeladen werden, die nie auf die Idee kommen würden, ihn auszupfeifen. Beim Fußball soll das schon mal vorkommen. Trump würde in solch einem Fall als Stimmungskiller, der die Fans vergrault, Schlagzeilen machen. Der Führer war da cleverer – er hat mit dem Krieg, wenn auch notgedrungen, gewartet. Dafür hat unser Bundeskanzler noch die Chance, sich ein Spiel seiner Mannschaft anzuschauen. Als Kanzler muss er Deutschland unterstützen, auch wenn ihm in anderes Team näher stehen sollte. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn Frau Merkel sich statt der Deutschen die Brasilianer angeschaut und nach dem Spiel in deren Umkleidekabine gegangen wäre. Ein Aufschrei ohnegleichen wäre die Folge gewesen. Bei Merz ist das ausgeschlossen – lt. Quer steht er mittels Instagram in engen Kontakt mit den Spielern. Ein echter Deutschlandfan, der wie viele sich wegen der Leistung gestern Sorgen machen wird. Der Blog weiß nicht, ob sich die Stimmung verbessert, wenn er darauf hinweist, dass man bei einer WM auch schon einmal gegen die DDR verloren hat. Am Ende ist man Weltmeister geworden. Den Titel will man jetzt auch. Wenn alles so läuft, wie sich die Spieler es vorstellen, könnten sie Trump begegnen – lt. Fifa soll er den Pokal überreichen. Bis jetzt ist noch nie bei einer Pokalübergabe gepfiffen worden. Daran wird sich auch nichts ändern.

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Über das „Heidebad“ schreibt fast die ganze Welt

Jede Nachricht ist besser als gar keine, jedoch hätte der Pächter des kältesten Bades der Stadt wegen der Hitzeglocke, die zur Zeit alle nervt, auf die Schlagzeilen, die sein Entschluss, nur Besucher in sein Reich zu lassen, die der deutschen Sprache einigermaßen mächtig sind, ausgelöst hat, locker verzichten können. Auch ohne die wäre sein „Heidebad“ rappelvoll. Im Gegensatz zu meisten Badestellen auf dieser Welt sieht man nicht, wie voll es ist – man liegt in einem Wald, der von außen kaum einzusehen ist. Als Kind war der Blog mal in den Ferienspielen dort. Das Wasser war kälter als in seinem „Haussee“. Wegen des Klimawandels ist die größte Gefahr nicht mehr, dort zu ertrinken, sondern von Zecken, die in den Gräsern und Gebüschen Unterschlupf gefunden haben, gebissen zu werden. Man kann zur arabischen Bademode stehen wie man will – im „Heidebad“ bietet sie den besten Schutz vor den Parasiten, die so viel Schaden anrichten können. (Als der Blog sich hat Impfen lassen, schob er als Begründung vor, in den Bayrischen Wald fahren zu wollen. Das muss mindestens 15 Jahre her sein. Nun sind sie bei uns angekommen.) Angesichts der idyllischen Lage das Bades ist das der letzte Ort, von dem man erwarten würde, dass Besucher, die kein Deutsch sprechen, hier als Sicherheitsrisiko gelten und deshalb draußen bleiben müssen. Andere Plätze, an denen weitaus mehr los ist, schienen eher in Frage zu kommen (z.B. der „Wannsee“, wo der Bär tanzt). Leider haben sich die Medien mit der Begründung, die ihnen der Pächter gab, zufriedengegeben. Trotz der vielen Artikel im Netz weiß niemand so recht, was eigentlich vorgefallen ist. Da es die Aufgabe eines Rettungsschwimmers ist, Menschen vor dem Ertrinken zu retten, ist es deren Job, Kleinkinder aus dem tiefen Wasser zu holen, ungeachtet der Schilder, die wohl besagen, dass sie hier falsch sind. In erster Linie richten sich die an die Eltern. Haben die das Bad für die Notlage ihres Sprösslings verantwortlich gemacht? Vielleicht rafft sich ja ein Vertreter der Medien auf, Licht ins Dunkel zu bringen.

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Für „Backrooms“ braucht man kein Architekturstudium

Ein Turm aus einer anderen Welt, aber wenigstens muss man nicht fürchten, dort in ein Labyrinth wie jenem in „Backrooms“ zu geraten, es sei denn, man leidet unter der Vorstellung, die Obamas könnten darauf bestanden haben, Falltüren einzubauen (für ihre Feinde) – steht man auf einer, öffnet sich die und man rutscht in den Keller, wo einen ein Irrgarten, aus dem es kein Entrinnen gibt, erwartet. Wenn man Glück hat, ist es dort so hell wie in „Backrooms“ (die Lichtkosten dürften selbst für einen Ex-Präsidenten unerschwinglich sein). Im Nachhinein wäre es besser gewesen, wenn sich der Blog auf den Film vorbereitet hätte – um die Story zu verstehen, hilft es, sich ein leeres Einkaufszentrum vorzustellen. Dieses wird als „liminaler Raum“ bezeichnet, vollgepackt mit Menschen ist die Shopping-Kathedrale nur ein Junkspace – Abenteuer, die man in der Kino-Architekturhölle zu sehen bekommt, werden einem in einer gut gefüllten Mall nicht Widerfahren. Nichtsdestotrotz wäre der Blog im Koloss von Chikago vorsichtig – lieber eine Stunde vor der Schließung das Haus verlassen, als dort eingeschlossen eine Nacht in der Furcht verbringen zu müssen, Frau Merkel zu begegnen. Die wurde nämlich zur Eröffnung eingeladen.
Während die Amerikaner auf ihren Verbündeten, wie der Blog andeutete, Druck ausüben, sich zu mäßigen, machen die Europäer keine Anstalten, Selenskyj zu bremsen. Man hat eher den Eindruck, als würden sie ihn noch anfeuern, nach dem Motto, den Krieg gewinnt derjenige, der die eindrucksvollsten Bilder liefert. Aus Sicht der hiesigen Berichterstattung konnten die Bildfrequenzen, in denen Rauchschwaden über Moskau aufstiegen, besser gar nicht sein. Auch wenn der Blog riskiert, als Spielverderber angesehen zu werden, muss hinzugefügt werden, dass einige Säulen nicht ganz koscher waren – obwohl nichts Entzündbares getroffen wurde, sollen abgeschossene Drohnen sofort nach dem Aufprall in Flamen gestanden haben. Um den Eindruck zu erwecken, ein Ziel getroffen zu haben, vermuten die Russen, dass sie Heizöl geladen hatten. Im Propagandakrieg hat der Westen in dieser Woche viele Punkte machen können. An der Front aber nicht. Die Russen haben die Ukrainer in Kostyantyvka fast eingeschlossen. Es soll noch ein paar Widerstandsnester geben. Ein Rückzugsbefehl hat keiner von denen, die da im Schlamassel sitzen, erhalten. Angesicht vieler Videos, in denen zu sehen ist, wie Selenskyj „Werber“ Zivilisten in ihre Autos ziehen („Busification“), müssten den Generälen langsam die Soldaten ausgehen, die das mit sich machen lassen.

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„Disclosure“ – nicht nur im Kino, sondern auch in der Politik

Entweder gibt es sie nicht oder der „Deep State“ hat es geschafft, sie vor ihm zu verbergen – am Sonntag, als Trump seinen 80sten feierte, wurden weder unter seinen Gästen noch unter den Akteuren, denen die Ehre zuteil wurde, ihn unterhalten zu dürfen, welche gesichtet. Die Aliens blieben dort, wo sie hingehören, nämlich im Kino, und da in „Disclosure“, in dem Spielberg junge Aktivisten ein streng gehütetes Geheimnis enthüllen lässt. Im Gegensatz zu seinen jüngeren Kollegen komm er, ganz die alte Schule, ohne schockierende Gewalt aus – ein Film braucht nicht unbedingt Tote, um spannend zu sein. Über den Schluss lässt sich jedoch trefflich streiten. Vielleicht hat er recht, vielleicht könnte ein Alien die Welt wieder zusammenbringen. Aber soll es wirklich Aliens geben, die gutmütig und weise sind, wie jener in „Disclosure“? Der Blog hat Zweifel. Wer am Montag den Pressetermin mit Trump und Macron schaute, der konnte sich spätestens zum Zeitpunkt, als Macron auf Trumps Frage, ob er den Kampf im Garten des Weißen Hauses gesehen habe, antwortete, heute morgen erst, in einer „Disclosure“-Fortsetzung wähnen. (Kein Wunder, dass der einzige Präsident der USA, der ein große Opernfan war, ermordet wurde. Es war Lincoln.) Merz hat sich gar nicht erst die Mühe gemacht, sich den Kampf anzuschauen. Er hat lieber Geschenke verteilt, statt übers Catchen zu plaudern. Aber warum die 47? Warum ein Trikot mit dieser Zahl? Lt. AI würde nur Phil Foden ein Trikot mit dieser Zahl tragen (ManCity). Weil er in diesem Jahr nicht oft spielte, hat Tuchel auf ihn verzichten müssen. Wenn schon ein Trikot, dann eines mit der Zehn. Früher Pele. Nun Trump. Man muss wohl diese Nummer tragen, um nach der größten Pleite, die Amerika nach Vietnam erlebt hat (vermutlich ist es noch schlimmer), auf die Idee zu kommen, an einem extravaganten Ort eine Absichtserklärung mit dem Iran zu unterzeichnen. Die Wahl lässt darauf schließen, dass er glaubt, er habe nicht den Krieg, sondern nur eine Schlacht verloren, was in der Tat der Fall ist. Alles ist möglich, selbst ein Herauslösen des Irans aus der BRICS Gruppe ist nun vorstellbar. Wenn er schlau ist, wird er versuchen, die Welt davon zu überzeugen, dass er den Krieg nur geführt habe, um die Israelis und deren Lobby loszuwerden. Wegen des Desasters können sie ihm nun nicht mehr reinreden. Die Europäer machen sich lieb Kind bei ihm, weil sie darauf hoffen, dass er der Ukraine wieder Waffen liefert. Da wegen des „Friedens“ mit dem Iran russisches Öl nicht mehr gebraucht wird, drohen Russen neue Exportbeschränkungen. Heute haben sie im Ärmelkanal wegen der Beschlagnahme eines Tankers die Kanonen sprechen lassen. Da lt. Dr. Brovkin Putin sich in den letzten Wochen dem Volk als Kriegspräsident präsentiert hat, spricht vieles dafür, dass bald in Kramatorsk und Slovyansk gekämpft wird. Nah genug dran sind die Russen bereits.

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Dresden – wenn eine Brücke den freien Blick verstellt

Besuchen Sie Europa, bevor etwas Neues steht (in den guten alten Zeiten, sprich im Kalten Krieg, konnte Geier Sturzflug noch auf eine Waffe verweisen, von der der Westen glaubte, damit die Russen in Schach halten zu können) – bevor Dresden wieder auf die Dimension, die den meisten Besuchern in Erinnerung bleibt, schrumpft, besteht die Chance, zu sehen, wie weiträumig eigentlich das Areal, was man von der Brühlschen Terrasse zu sehen bekommt, ist. Der Abriss der Coralabrücke hat Dresden nicht nicht nur weit-, sondern irgendwie auch weltläufiger werden lassen. Die Elbe ist nun nicht mehr so schmal. Viel breiter als jene, die Canaletto dargestellt hat. Der unverstellte Blick auf die Ausläufer des Elbsandsteingebirges lässt die Stadt in einem anderen Licht erscheinen. Wundersamerweise ist sie viel größer und bedeutender geworden. Die Dresdner haben natürlich eine andere Sicht der Dinge als der Blog. Für sie gibt es nur zwei Optionen – entweder eine ultramoderne Brücke oder den Nachbau des Originals, das von den Deutschen einen Tag vor der Kapitulation gesprengt wurde. Da es Zeit wird, den Autofahrern zu zeigen, dass sie wegen der Folgen des Klimawandels – der Guardian hat heute eine Hiobsbotschaft aus Antarktis veröffentlicht – sich darauf einstellen müssen, mit weniger Platz auszukommen, wäre für den Blog ein Straßenbahntunnel die ideale Lösung. Gekommen war der Blog wegen Verdi in der Frauenkirche, was widersprüchlich zu sein scheint, jedoch prima funktioniert hat.
Hoffentlich ergeht es den Leuten, die sich mit SpaceX-Aktien eingedeckt haben, nicht so wie jenen, die Manfred Krug vertrauten, der im Fernsehen dafür warb, bei der Telekom einzusteigen. Immerhin hat er sich entschuldigt, was Musk wohl nicht tun würde, wenn der Weltraum sich als große Enttäuschung entpuppen sollte. Bei Starlink mag das ja funktionieren. Wie will man mit einer Rakete, die zum Mars fliegt, Geld verdienen? Das sieht eher nach einer Spendenaktion, die Musk ermöglicht, seine Träume in die Tat umzusetzen, aus. In der Frauenkirche kann man erfahren, wer dafür gesorgt hat, dass man auf dem Sitz, den man gebucht hat, sitzen darf (ein Ehepaar, vermutlich aus Holland). Die Schilder wurden auf der Rücklehne des Vorderstuhls angebracht. Die Käufer SpaceXs können nur darauf hoffen, dass im Falle eine Besiedlung des Mars ihr Name irgendwo auf der Station, wo die Schiffe starten und landen, aufgeführt. Vielleicht gibt es da oben dann sogar einen Gedenkraum für die Spender, Verzeihung, Käufer (nicht das Musk den Blog noch verklagt).

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Ist Europa für junge Russen noch so attraktiv, wie v.d.Leyen glaubt?

Ist Europa noch so verlockend, dass junge Menschen eine Revolution wagen? Von der Leyen hätte sicherlich nichts dagegen, wenn es soweit kommen würde. Der Blog sieht das etwas nüchterner. Was sie da anzuzetteln versucht, hat eher mit einem Aufstand jener zu tun, die zwar teure Karten für ein Fußballendspiel haben, jedoch aus unerfindlichen Gründen nicht ins Stadion gelassen werden. Den Fans der Reds erging es 2022 so. Wenn allen, die seit Beginn des Krieges in der russischen Armee gedient haben, untersagt werden soll, nach Europa einzureisen, ist klar, was man sich in Brüssel erhofft – die jungen Wehrpflichtigen, von denen keiner in der Ukraine kämpft (die dürfen nicht eingesetzt werden), sollen schlicht und einfach ihre Einberufungsschreiben ignorieren. Im günstigsten Fall gehen sie auf die Straße (ähnelt ein bisschen dem Vorgehen der USA und Israels im Iran). Vermutlich denkt man in Brüssel noch, Russlands Städte sehen noch so wie am Ende des Kalten Krieges vor mehr als 35 Jahre aus. Dass Moskau in puncto Nahverkehr in einer völlig anderen Liga spielt, hat man dort noch gar nicht bemerkt. Sollte, was sehr wahrscheinlich ist, diese Sanktion keinen Erfolg haben, bliebe von der Leyen nur noch, dass gesamte russische Volk auszuschließen, was Brecht, würde er noch leben, arg missfiele. Um Erfolg zu haben, müssten erst einmal Sanktionen aufgehoben werden, wie bspw. jene, die untersagt, dass man direkt nach Russland fliegen kann. Der Blog würde Russen, die zu uns kommen, ein Begrüßungsgeld, das sich im Osten bestens bewährt hat, gewähren. Für 40 DM setzt sich kein Russe ins Flugzeug. Da muss die EU erheblich aufstocken. Dem Blog erscheint diese Waffe erfolgversprechender als alles, was Europa den Ukrainer zu liefern gedenken. Ein bisschen Eigennutz ist auch im Spiel – die Russen haben sich vorgenommen, ihre Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Moskau und Petersburg just im Jahr, in dem auch der neue Bahnhof in Stuttgart übergeben werden soll, in Betrieb zu nehmen. Als Eisenbahnfan weiß man gar nicht, wo man dann hinfahren soll.

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Selenskyj hat mehr preisgegeben, als ihm lieb sein kann

Gibt es denn keinen in der Entourage des ukrainischen Präsidenten, der dessen Briefe gegenliest? Wenn das der Fall sein sollte, dann beschränkt sich das Gegenlesen nur auf das Finden von Fehlern, nicht aber auf den Inhalt, der nur das bestätigt, was der Blog längst weiß, nämlich dass Selenskyj denkt, mit spektakulären Aktionen den Krieg gewinnen bzw. die Russen beeindrucken zu können. So laufen Kriege aber nicht. Nach mehr als 4 Jahren sollte er das begriffen haben. Es ist nicht das erste Mal, dass Selenskyj glaubt, er habe Putin einen schweren Schlag zugefügt. Kursk war ein ähnlicher Fall – statt seine Leute zurückzuholen, als es nicht mehr weiter voran ging, hat er die Order gegeben, sich einzugraben, wohl in der Hoffnung, der Nationalstolz der Russen geböte es, unter allen Umständen den Landstrich so schnell wie möglich zurückzuerobern. Da die Russen nichts dergleichen taten, muss Selenskyj schon nach einigen Tagen klar gewesen sein, dass er sich selbst eine Falle gestellt hat – Soldaten, die woanders hätten eingesetzt werden können, mussten in Kursk verharren. Da ist er wie der Führer, der sich strikt geweigert hat, Truppen zurückzunehmen. Warum soll Putin beeindruckt sein, wenn nach einem Tag der Spuk vorüber ist, sprich die Ukraine nicht in der Lage zu sein scheint, weitere Drohnenangriffe zu starten? Dass die Drohnen sich wieder über den baltischen Luftraum herangeschlichen haben dürfte auch nicht dazu beitragen, Furcht auszulösen (der Schaden an der Korvette, die in einer Werft lag, dürfte schmerzen). Der Brief vermittelt den Eindruck, als sei jemand Größenwahnsinnig geworden. Auf alle Fälle hat der Absender den Bezug zur Realität verloren – seine Generäle hätten ihm gemeldet, im Mai seien 30.000 Russen gefallen oder schwer verwundet worden. Das glaubt niemand, schon wegen des Austauschverhältnisses gefallener Soldaten – 1000 Ukrainer und 41 Russen. Seine „Werber“ erwähnt er nicht – Stichwort „Forced Conscription“ (die Einschätzung Dr. Petros, auch bezüglich der Schäden, die die Ukrainer verursachen, ist wesentlich realistischer als die des Staatschefs). Der Blog hat nur eine Erklärung, warum man Männer, die nicht kämpfen wollen, holt – die werden ganz Vorne an der Front in die Gräben gesetzt. Dort bleibt ihnen gar nichts anderes übrig, als sich zu verteidigen.

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Die AfD in den Umfragen – was hat Churchill nicht gleich gesagt?

Im Spätsommer wird im Osten gewählt, und die große Frage ist, ob es tatsächlich den großen Umbruch, denn die Wahlumfragen indizieren, geben wird. 42% sagen die Umfragen für die AfD voraus. Der Wert ist so hoch, dass dem Blog Churchill in den Sinn kommt, der gesagt haben soll, er glaube nur einer Statistik, die er selbst gefälscht habe. Im September wissen wir, ob Fälscher am Werk waren. Auch unter Berücksichtigung eines obligatorischen Abzugs – die AfD schneidet erfahrungsgemäß in den Umfragen besser als bei den Wahlen ab – sieht alles danach aus, als ob Sachsen-Anhalt im nächsten Jahr von einem Altmärker regiert werden wird. Ostlern sind solche Ergebnisse nicht fremd – die SED kam locker über die 95% Marke; Kurt Biedenkopfs schlechtestes Ergebnis (bei drei Wahlen) waren 53%. In der heutigen Zeit stellen 40 % für einen Spitzenkandidaten einen herausragenden Wert dar. Wer weit voraus liegt, der kann auch viel verlieren, das besonders dann, wenn den Topmann kaum jemand kennt, was in Sachsen-Anhalt der Fall ist (im Gegensatz „König Kurt“ handelt es sich um einen Bürger, der in der Fußgängerzone spazieren gehen kann, ohne angesprochen zu werden). Angesicht eines solchen Kandidaten könnte der eine oder andere sich kurz vor der Wahl fragen, ob es nicht sicherer ist, eine der etablierten Parteien zu wählen. Das ist wohl die Krux der AfD – es könnten mehr Wähler als sonst vom Zug abspringen. Während unser neuer Ministerpräsident schon öfter im Fernsehen war, scheint die Alternative Mühe zu haben, ihren Mann unterzubringen. Bei den großen Sendern hat der Blog ihn noch nicht gesehen. Da Trump sich selbst zu einer Persona non grata gebombt hat, fällt es schwer, sich vorzustellen, welcher PR-Trick ihm weiterhelfen könnte. Wenn New Yorks Bürgermeister Mandani plant, 5 Geschäfte, in denen Lebensmittels wesentlich billiger als in den Supermärkten zu haben sind, zu eröffnen, wird klar, wie verheerend sich der Krieg, den Trump gegen den Iran angezettelt hat, auf das Leben der Amerikaner auswirkt. Trumps Slogan „Make America great again“ hat sich ins Gegenteil verkehrt.

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Der erste Autobahnstreik überhaupt am Brenner – folgen mehr?

Bevor der Blog dort anknüpft, wo er beim letzten Mal aufgehört hat, ein Wort über den Brenner, der ja heute den ganzen Tag lang bestreikt werden soll, was wohl einmalig ist, haben sich Streikender doch bisher immer nur Betriebe ausgesucht. Autobahnen und Straßen sind, wenn man von den jungen Menschen, die sich am Asphalt angeklebt haben, bis jetzt verschont geblieben. Da der Blog das Vergnügen hatte, wegen eines Streiks bei Trenitalia sowie eines Verkehrskollapses auf dem Brenner vom Bus aus sehen zu dürfen, wie die Menschen, die Unterhalb der Autoschneise leben, könnte er sich gut vorstellen, dass deren nächstes Streikziel lauten könnte, Schadensersatz von den Autofahrern über ihnen zu verlangen, bspw. wegen entgangener Einnahmen aus dem Tourismus. Dank AI sollte es ein Leichtes sein, anhand der Daten eines Tals, durch das kein Schnellweg führt, einen angemessenen Betrag zu ermitteln. Apropos Tal – die beste Lösung, der Ströme her zu werden, wäre natürlich, die Alpen zu verlegen. Eine Ebene würde die Fahrt wesentlich einfacher machen. Der Blog wüsste auch schon, wo er sie platzieren würde – nämlich dort, wo sie uns die sibirische Kälte fernhalten. Wären die Menschen dazu in der Lage, würden sie sich mit absoluter Sicherheit darüber streiten, auf welche Grenze man sie setzen soll. Die polnische Ostgrenze? Oder doch lieber auf jene der Ukraine? Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn München auch umzöge und die Russen auf die Stadt schauten. Der Blog fürchtet, dass mit den Alpen weit im Osten Europa sich nicht sicherer fühlen würde. Wobei das nicht korrekt ist – nicht der Alte Kontinent ist unsicher, sondern dessen Politiker, die keine Gelegenheit auslassen, Angst zu schüren, sind es. Dabei heißt es doch, Ruhe sei die erste Bürgerpflicht. Die Reaktionen auf den Drohneneinschlag in Galati, bei dem zum Glück niemand getötet wurde, zeigen ein anderes Bild. Russische Blogger glauben nicht so recht an eine russische Drohne. Da der Hafen, den die Russen anzugreifen pflegen (Ismajil), nicht weit von der Donaumündung entfernt ist, macht es keinen Sinn, so weit ins Landesinnere zu fliegen. Zudem haben die Rumänen aufgrund des Angriffs ausgerechnet das russische Konsulat in Constanza, über den der Nachschub laufen soll, schließen lassen, wohl aus Angst vor Spionen. Während die hiesigen Medien die Ukrainer wieder einmal auf der Siegerstraße sehen, soll lt. russischen Bloggern eine App im Umlauf sein, die die Leute nutzen, vor den „Werbern“ zu warnen (eine Art Corona-Warn-App). Das auch noch auf Russisch.

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