Reichsbürger und AfD frohlocken

Wenn Reichsbürger und AfD sich dank der Strafmaßnahmen, die der Senat den am Bau Nord Streams 2 beteiligten Firmen und Personen androht, sollten sie nicht aus dem Projekt aussteigen,in ihrer Meinung, die Bundesrepublik sei fremdgesteuert, bestätigt fühlen dürfen, dann bleibt den Mitgliedern des Bundestages gar nichts anderes übrig, als ein ähnliches Gesetz einzubringen, wie bspw. von den USA zu fordern, keine Mexikaner mehr ins Land zu lassen, da diese keine ausgewiesenen Nordatlantiker sind und darum im Falle eines Konflikts mit Russland davon auszugehen ist, dass sie den Präsidenten auffordern werden, seine Truppen zurückzuziehen, so dass wir ohne Hilfe die anrollenden russischen Panzerkolonnen stoppen müssen. Da das schon mal schiefgelaufen ist, wäre es töricht zu glauben, wir könnten es nun packen. Für einen Redneck, eine Art amerikanischer Reichsbürger, nur mit dem Unterschied, dass er sein Amerika verkleinern will (ihm reichen seine Südstaaten, während der Deutsche, anspruchsvoll wie er nun mal ist, halb Europa zurückhaben möchte), wäre eine solche Forderung Balsam auf seine geschundene Seele. Leider haben wir nichts, womit wir den Amerikaner drohen könnten. Uns bliebe nur, den Amerikanern in Aussicht zu stellen, Ramstein schließen zu wollen. Wenn es sich bei den Maßnahmen, die Trump noch vor Weihnachten absegnen wird, um ein eigenständige Paket handeln würde, wären diese vielleicht noch erträglich. Leider Gottes gehören sie als Teil des Verteidigungshaushalts zur Verteidigungsstrategie des Landes. Und da es sich um ein Mittel, das nichts kostet, ja dessen Umsetzung dazu dienen kann, eigenes Erdgas hierzulande zu verkaufen, handelt, muss man damit rechnen, dass die Amerikaner mit allen Mitteln versuchen, die Pipeline zu stoppen bzw. den Betrieb der Leitung unwirtschaftlich zu machen. (Es gibt eine Klausel, die besagt, dass der Präsident die Sanktionen gegen die Firmen zurücknehmen kann, wenn der Erdgasdurchsatz via Ukraine sich nicht um mehr als 25 Prozent verringert. Das zielt wohl darauf ab, russisches Gas zu verteuern bzw. so wenig profitabel wie möglich zu machen.) Mit Verteidigung hat das nicht mehr viel zu tun. Eher damit, sich als Hegemon über andere Länder aufzuspielen, was die Reichsbürger freuen dürfte. Ein Gutes hat die Sache doch – die Russen könnten daraus lernen, darauf zu verzichten, weiter viel Geld in den Abbau und Transport von Rohstoffen zu denken. Zwar denkt man daran, mit atomaren U-Boottankern Öl und Gas aus Sibirien witterungsunabhängig in die Welt zu verschiffen. Aber das kann sich schnell ändern. Jetzt bauen die Russen eigene Windanlagen. Ich würde mir wünschen, dass ihnen die Dinger gefallen (Platz gibt es ja genug).

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Labour Niederlage – der Blog kann trösten

Für Labour, das nach der verheerenden Wahlniederlage viel Trost braucht, hat der Blog eine kleine Aufmunterung parat – fast die Hälfte der 40-jährigen hat sich dazu bekannt, kein Hirn zu haben, und das bei einem Premier, der glaubt, von allen Tories Churchill, von dem Satz, wer mit 20 kein Sozialist sei, der habe kein Herz, wer…, stammen soll, am ähnlichsten zu sein. Bei der nächsten Altersgruppe lässt der Mut dann rapide nach. Und in meiner Generation gibt es so viele Schlaffis, dass ich auf der Insel eine richtige Lichtgestalt wäre (wegen der vielen Altgrünen und -linken ist es in Deuschland schwer, eine zu werden). Dass mich das Resultat trotz der guten Resultate, die Corbyn nach den Fernsehrunden und in den Umfragen erhalten hat, nicht überrascht, habe ich ARTE zu verdanken, die von der Wahl gestern, wie sich heute endgültig herausgestellt hat, aus dem tiefsten Brexitland, nämlich Bolton, berichteten. (Wegen dieser dunklen Vorahnung habe ich heute erst gegen halb eins nach dem Ergebnis geschaut.) Die Stadt hat noch vor wenigen Monaten Labour gehört. Aus schwer vollziehbaren Gründen – für den Niedergang der Stadt, der vor 15 Jahren begann, sind in erster Linie die Konservativen, die seit 10 Jahren regieren, verantwortlich – ist das nun Tory-Gelände. Der Brexit hat alle Meschugge gemacht. Und Labour hat sich davon anstecken lassen, denn statt die Wählerschaft davon zu überzeugen, dass die schlechten Lebensverhältnisse hausgemacht sind, hat Corbyn die Devise herausgegeben, dass der Wähler richtig entschieden habe. Labour ist nicht zu links und zu sektiererisch, um die Wahlen zu gewinnen, wie Jonathan Freedland meint, sondern die Partei hat einfach versäumt, ihren Anhängern klarzumachen, dass sie mit ihrer Stimme für den Austritt aus der EU die falsche Entscheidung getroffen haben. Es bringt nichts, es allen recht machen zu wollen – es ist völlig ausreichend, seine eigene Meinung zu vertreten. Und die war bei Labour pro Europa. Die Leidtragenden sind aber nicht Corbyn und Co., sondern alle, die unter 44 sind – nun heißt es für sie, zu lernen, wie man mit Hinterwäldlern umgeht. Auf regelmäßige Treffen mit aufgeklärten Europäer werden sie lange Zeit verzichten müssen, es sei denn, wir kommen zu ihnen, sozusagen als EU-Missionare, die das Ziel haben, die Menschen zu Europäern zu missionieren (falls uns Boris überhaupt hineinlässt). Vielleicht gibt es sogar Fördergelder aus Brüssel. Und es ist ja nicht so, dass das Gebiet zwischen London und Schottland keine Anreize aufzuweisen hätte. Die Frage ist nur, ob Aufklärer, zudem wenn sie Katholiken sind, überhaupt geduldet werden. Ich wäre da skeptisch.

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….wili – wie in alten Zeiten, nur umgekehrt

Es ist fast wie früher, als ein ….wili seine Geheimdienstler dazu anstiftete, im Ausland missliebige Regierungsgegner umzubringen. Heute trifft es den ….wili selbst, wobei nicht erwiesen ist, ob der russische Geheimdienst die Sache initiiert hat, auch wenn Putins Aussagen den Eindruck vermitteln, für den Tod der russischen Version al-Baghdadis, die natürlich wesentlich kleiner als das Original ausfällt, kann nur eine Nachfolgeorganisation des legendären KGBs verantwortlich sein. . Zu Zeiten des ….wilis, der sich erlauben konnte, selbst prominente Leute umzubringen (Trotzki) hätte man guten Gewissens davon ausgehen können, dass Stalin (….wili, nämlich Dschugaschwili) den Mord angeordnet haben müsse. Putin ist aber nicht Stalin, der tun und machen konnte, was er wollte. Er muss auf viele Rücksicht. Manche haben sogar Narrenfreiheit, wie bspw. Kadyrow, der aus Tschetschenien, dem Heimatland des ermordeten Changoschwili, wie ein Königreich gemacht hat. Mich würde nicht wundern, wenn er den Mord eingefädelt hätte. Er weiß, dass den russischen Behörden nichts weiter übrigbleibt, als ihn zu decken. Als kleinen Gefallen für dessen Treue zum Kreml. Von Zeit zu Zeit schlägt er über die Strenge, was nicht unbedingt schlecht für Moskau sein muss, sitzen doch viele Tschetschenen in Syrien, wo sie auf eine günstige Gelegenheit warten, zurückzukehren. Da hilft ein Auftragsmord schon mal, ihnen klarzumachen, dass sie in ihrer Heimat nichts zu erwarten haben. Da es sich um eine tschetschenische Angelegenheit handeln könnte, weiß ich nicht, ob es Sinn macht, russische Botschaftsangehörige, die mit der Ermordung nichts zu tun haben, des Landes zu verweisen. Da muss es bessere Wege geben, die Russen zu nötigen, bei der Aufklärung des Falls mitzuwirken. So wie die Ausweisung der Diplomaten unklug ist, so falsch ist es, die Russen nicht mehr an Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen teilnehmen zu lassen. Nun bleibt mir nicht anderes übrig, als darauf zu hoffen, sie mögen wegen ihrer Nationalhymne Fußballeuropameister werden. Auf die werde ich lange verzichten müssen. Wenn die Russen spielen, schalte ich den Apparat immer eher ein, um die Musik nicht zu verpassen (Bisher habe ich immer im Sitzen zugehört. Ich könnte mir aber gut vorstellen, nächsten Sommer ein paar Minuten vor dem Fernsehen zu stehen.). Die hat Stalin (….wili) ausgesucht. Nun bleibt den Russen nichts anderes übrig, als Europameister zu werden, was angesichts der starken Konkurrenz sehr schwer wird. Ehrlich gesagt ist mir unklar, warum man die Russen auch im Fußball weggesperrt hat. Die Spieler verdienen so viel Geld, dass sie sich überhaupt nicht zu dopen brauchen. Doping ist im Fußball nahezu unbekannt. Vermutlich gäbe es das Dopingproblem gar nicht, wenn jeder Sportler ungefähr so viel wie die Profis verdienen würde.

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Bauern trotz China weiterhin in Not,

was besonders für die Bauern, die Bild lesen, bitter ist – die hätte nämlich noch am Sonnabend einen „Schnitzel-Alarm“ ausgelöst, der sich nach nur wenigen Tagen als blinder herausgestellt hat, denn sonst hätten die Landwirte darauf verzichtet, heute mit Mahnfeuern auf ihre schlechter Situation aufmerksam zu machen. Der Alarm galt den Verbrauchern, die sich auf höhere Preise einstellen sollten, da die Chinesen wegen der afrikanischen Schweinepest die Hälfte ihres Bestandes (200 Millionen Tiere) keulen mussten. Um bis zu 40 Prozent sollen die Großhandelspreise in diesem Jahr gestiegen sein. (Was würde die schwäbische Hausfrau schlussfolgern, wenn ich eingestände, nicht nicht zu wissen, ob Wurst und Fleisch teurer geworden seien? Sie würde glauben, ich sei ein Vegetarier.) Scheinbar ist das noch nicht genug, um die Einkommenssituation der Bauern wesentlich zu verbessern. Zu allem Unglück für sie und uns, den Verbrauchern, streben die Chinesen an, so schnell wie möglich die alten Bestände wieder erreichen zu wollen – 120 Schweineanlagen werden gebraucht, um dieses Ziel zu erreichen. Aber es kommt für die hiesigen Bauern, die standhaft behaupten, der Umwelt nicht zu schaden, noch schlimmer – um den Bedarf zu denken, werden nun auch Gebiete freigegeben, in denen aus Umweltschutzgründen die Haltung verboten ist. Hatten unsere Bauern nicht mit ihrer Trecker-Sternfahrt nach Berlin bekunden wollen, ihre Gülle würde der Natur guttut? Es braucht nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, dass China bald 120 Schweine-Tschernobyls sein Eigen nennen kann – in der näheren Umgebung dieser riesigen Anlagen wird alles Leben binnen weniger Jahre ausgelöscht sein (während in der Sperrzone die Natur die Stadt und Teile des Werkes zurückerobert hat). Wie viele Prozent Steigerung bedarf es, um den Verbrauch zurückgehen zu lassen? Der Staat bzw. das Umweltbundesamt wären gut beraten, zu erwägen, auf Fleischprodukte eine extra Steuer zu erheben, so wie es beim Benzin und Diesel angedacht sein soll. Ein Teil der zusätzlichen Einnahmen kann ja den Bauern zugute kommen, die es schaffen, Jauche nicht auf den Äckern abzulassen und auf Antibiotika zu verzichten. „Autoland wutentbrannt“ heißt es auf Spiegelonline wegen der höheren Spritpreise. Gilt das auch bald für das „Schweineland“? Vorstellen kann ich mir das nicht.
Die letzte Schlacht ist geschlagen und Corbyn hat diese knapp verloren. Das meinen jedenfalls jene, die befragt worden sind. Ich habe ihn als Sieger gesehen, da Boris wieder einmal unterirdisch schlecht war. Wenn Johnson gewinnt, dann nur deshalb, weil viele Wähler einfache Antworten mögen. Die gibt Boris – wenn ich mich wählt, seid ihr aus der EU draußen und alles wird gut. Corbyns Weg, nur mit einem Vertrag, der den Handel mit dem Kontinent, die Gemeinschaft verlassen zu wollen, überfordert die Wähler. Und darüber sollen sie in einem Referendum noch abstimmen. Mir scheint, das ist zu viel Demokratie für die Briten. Der Guardian ist da optimistischer – er ist schon froh, dass die Zuschauer Corbyns Brexit-Botschaft verstanden haben.

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Duo Infernale und Hoffnung – einer überzeugt bisher

An alles mögliche dürften die SPD-Oberen, bevor sie sich entschieden, ihr Führungs-Duo am letzten Tag des Novembers zu präsentieren, gedacht haben, aber auf den Gedanken, dass zur gleichen Zeit in den Kinos ein Duo Infernale um die Gunst der Zuschauer kämpft, ist niemand gekommen. Leider ist „The Lighthouse“ nur ein Arthouse Film, in den sich SPD-Wähler kaum verirren dürften. Und sollte wirklich einer den Weg finden, dann würde er nie auf den Gedanken kommen, Parallelen zwischen beiden zu ziehen, obwohl beide zu einer Klientel gehören, deren angeblicher Rückgang die alte Tante in die Krise getrieben hat. Sicherlich ist es ganz anders, und vielen Leuten ergeht es wie dem Duo im Film – sie verschwinden, ohne dass jemand es merkt. Schon der Beginn, vermutlich einer der besten Filmanfänge der jüngsten Zeit, lässt nichts gutes Erahnen – monoton stampft das Schiff, mit beiden Protagonisten nahe am Bug stehend, auf die Leuchtturm-Insel, die unwirtlicher nicht sein kann, zu. Während das Stampfen des Schiffes noch ganz gut ertragen werden kann, ja sogar einen richtigen Rhythmus hat, ist das Signal, das der Leuchtturm unablässig von sich gibt, nur schwer zu verdauen. Auf dem Nachhauseweg habe ich mich gefragt, wie ich die Nacht im Turm am Kap Finisterre überstanden habe. Aber das war natürlich nichts gegenüber dem Leben, das Winslow und Wake auf der Insel führen. Letztgenannter, gespielt von Defoe, ist ein Ahab-Verschnitt, der bei weitem nicht an das Format des Originals, der seine Leute noch überzeugen musste, ihm zu folgen, herankommt. Wake ist eine reine Autoritätsperson, der nichts in seinem Leben dazuzulernen brauchte – sehr zum Leidwesen Defoes,, der sich so recht nicht austoben kann, da die Figur so ausgelegt ist, sich nur hinter ihrem Status zu verstecken. Demzufolge macht es mehr Spaß, Pattinson, dessen Winslow vielschichtiger ist, zu folgen. Dass das auf Dauer ohne einen Betriebsrat, der jede Woche vorbeikommt, um nach dem Rechten zu sehen, nicht gut enden kann, wird schnell klar (die gab es Ende des 19. Jahrhunderts noch nicht). Wie die Sache mit Esken und Borjans ausgehen wird, weiß heute noch niemand, auch wenn die meisten Journalisten dem Duo keine guten Chancen zubilligen. Dessen Pläne für die Wirtschaft werden massiv kritisiert, was aber nicht weiter verwundert, ist doch ein Wunder eingetreten – nach langer Zeit hat wieder mal ein Volkswirt (Borjans) es an die Spitze geschafft. In einem Land, das von Rechtsanwälten regiert wirkt, erzeugt das natürlich Unruhe. Die Zahlen, die die Union verehrt, sind ihm nicht heilig. Deren Nullen ignoriert er. Im Augenblick sieht ganz danach aus, als ob er seine Ziele erst nach dem Ende der Legislaturperiode in Angriff nehmen kann – erst einmal geht es weiter mit der Groko. Aufgabe beider ist es, für einen ordnungsgemäßen und glaubhaften Rückzug zu sorgen. Das ermöglicht ihnen, mit den Plänen, die sie ausgearbeitet haben, in den Wahlkampf zu ziehen. Wenn gerade einmal rd. 29 % der Parteimitglieder sich für die beiden entschieden haben, ist es schwer, auf dem Parteitag die große Wende zu fordern (selbst der Brexiters haben mehr Stimmen erhalten).

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Blog in eigener Sache: totales Eigenlob

Obwohl dem Blog bekannt ist, dass Eigenlob stinkt, kann er nicht umhin, sich in den höchsten Tönen zu loben, auch wenn viele die Kolumnen, die hier zu finden sind, als blanken Unsinn betrachten mögen – immerhin wäre es welcher, der kaum Strom frisst, da dieser Blog nicht nur nicht auf Bilder oder Videos verzichtet, sondern es unterlässt, Blöcke zu bilden, ja sogar darauf verzichtet, Absätze zu machen. Sparsamer geht es nun wirklich nicht, es sei denn, er würde auf seine Neujahresgrüße verzichten. Warum er das schreibt? In dieser Woche hat es geheißen, die Nutzung des Netzes in Deutschland würde genauso viel CO2 wie der Luftverkehr erzeugen. Zum Glück ist Greta auf hoher See, wo es kein Empfang gibt, so dass die Branche erst einmal nicht zu fürchten braucht, bald zu den Zweigen zu gehören, die vom Greta-Effekt betroffen sind. (Der Boss SAS‘ tut so, als könne seine Linie mit sinkenden Passagierzahlen leben (in Schweden flogen im 1 Quartal 5% weniger als sonst). Aber da selbst eine Frau an der Spitze eines Unternehmens nicht einräumen würde, dass Greta dessen Existenz gefährden könne, ist Vorsicht angebracht. Es macht keinen guten Eindruck, eingestehen zu müssen, die Jeanne d‘Arc unserer Zeit könne eine Firma in den Ruin treiben.) Wie gut, dass dieser Blog vorgesorgt hat. Und selbst gegen die Auswüchse, die die moderne Technik mit sich gebracht hat, zu Felde gezogen ist. Schon früh hat er vor den Selfies, die nur das Netz verstopfen, gewarnt. Google sagt mir, dass Greta da noch große Defizite aufweist. Daran muss sie noch arbeiten. Unsere Bundeskanzlerin, die keine mehr von sich machen zu lassen scheint (wenn auch nicht der Umwelt wegen), zeigt, wie es geht. Wer anfängt, Selfies zu schießen, begibt sich den Weg der Gottwerdung. Wie viele es bedarf, um zu glauben, man sei einer, hängt von jedem selbst ab. Kein Wunder, dass es so mit der Reduzierung des CO2 nichts werden kann. Da es ist gut, dass es Medien gibt. Wie Halle TV zum Beispiel. Als ich zufällig gestern reinschaute, ist gerade über zwei Demos gegen die globale Erwärmung berichtet worden. Und im Gegensatz zu den üblichen Reportagen über engagierte Bürge, denen der Klimaschutz am Herzen liegt, hat der Reporter die Organisatoren und Teilnehmer gefragt, was sie persönlich dafür tun würden, bspw. ob sie zu Silvester auf das Böllern verzichteten. Er bekam eine überzeugendes „Ja“ zur Antwort. Und keiner der Befragten machte den Eindruck, eine Spaßbremse zu sein. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

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Wenn wir schon Schmuck nicht sicher

aufbewahren können, wie sollen wir da erst mit dem Klimawandel, den im Gegensatz zum Schmuck, der einfach nur da hängt, um angeguckt zu werden, unzählige Komponenten beeinflussen, fertig werden? Angesichts der Leichtigkeit, mit der die Einbrecher es schafften, bedeutende Ausstellungsstücke aus dem „Grünen Gewölbe“ entwenden, ist man natürlich geneigt, zu schlussfolgern, dass wir keine Chance haben, diesen zu stoppen – wir könnten nichts anderes zu, als zuzugucken, wie es heißer wird, womit wir in der gleichen Situation wie die armen Wachleute wären, denen, so wird berichtet, nichts weiter übrig blieb, als auf ihren Bildschirmen anzusehen, wie der Bruch vonstatten ging. Das kann es natürlich nicht sein. Während vermutlich die beiden Wächter richtig mit ihrer Entscheidung, nicht zu versuchen, den Dieben den Schmuck abzujagen, lagen, wäre nach den Hiobsbotschaften, die es in den letzten Tagen in Sachen globaler Erwärmung gegeben hat, eigentlich die höchste Alarmstufe angesagt. Nur tut sich nichts, was wohl in erster Linie daran liegt, dass uns bis jetzt nichts weggenommen wurde. Der „Schmuck“ liegt noch dort, wo er immer war. Vielleicht wäre es ganz gut, würde etwas fehlen – das würde uns bestimmt dazu animieren, wenigstens die Verfolgung aufzunehmen. Da geht es dem Bewohner der Arktis ganz anders – er weiß, dass er seinen „Schmuck“ bald für immer los sein wird. Jüngste Forschungen besagen, frühestens im September 2044 könnte es soweit sein (spätestens aber 2067). Wie ich uns kenne, schaffen wir das viel früher. 1 Millionen Quadratmeter sollten dann noch mit Eis bedeckt sein (im Augenblick fällt die Zahl nie unter 6). Die See wäre dann völlig eisfrei. Nur Grönland würde mit Eis bedeckt sein. Das Fiese am Klimawandel ist, dass er am wirkungsvollsten in den Gebieten ist, in denen entweder die Menschen nichts für ihn können oder kaum jemand lebt. Den Verursachern ist jedenfalls bis jetzt kaum etwas abhanden gekommen. Das würde natürlich ganz anders aussehen, wenn hier Tundra wäre und unsere Politiker den Reichstag nicht mehr benutzen könnten, weil dessen Pfähle, auf denen er steht, im abtauenden Permafrostboden keinen Halt mehr finden.

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„Mutti“ – sie wird nicht mal weggelobt

Was dieser Blog schon immer gewusst und gefordert hat, jedoch sich bisher niemand zu wagen traute, offen zu fordern, ist nun eingetreten – „Mutti“, die vor nicht allzu langer Zeit als die klügste Politikerin bezeichnet wurde, wird nun bescheinigt, eine Regierung zu führen, die niveaulos und anspruchslos sei. Garton Ash denkt nicht, dass sie die Probleme, vor denen Europa steht, lösen wird. Da hat er wohl recht. Er hofft auf eine schwarz-grüne Regierung, von der er glaubt, sie könne die Probleme am ehesten meistern. Und das am liebsten schon jetzt. Warum diese Eile? Vermutlich treibt den Mann die Angst, dass bei der nächsten Wahl nicht nur der Ruf „Muttis“, sondern auch jener der Grünen, dank ihres Auto-Ministerpräsidenten Kretschmann, ramponiert sein könnte, denn die Branche ist in der Krise, viele Arbeitsplätze sind wegen der E-Autos und der daraus resultierenden Absatzflaute für „Rußer“ bedroht. Auf Bundesebene haben die Grünen es bis jetzt geschafft, so zu tun, als ob „Kretsche“ nicht zu ihnen gehören würde – Habeck und Baerbock, denen nachgesagt wird, sie hätten das Potential, Kanzler zu werden (wer weiß, vielleicht gibt es nach „Mutti“ zwei Bundeskanzler), haben tunlichst vermieden, den Menschen den Eindruck zu vermitteln, sie hätten mit dem Schwaben etwas zu tun. Da er auch in den Politik-Talkshow seit geraumer Zeit nicht mehr auftaucht, ist zu vermuten, dass die Grünen ihm aufgetragen haben, die bundesdeutsche Bühne zu meiden. „Kretsche“ muss im Ländle bleiben, um der Partei nicht zu schaden. Wie lange geht das noch gut? Als grüner Ministerpräsident des Autolandes hat er denkbar wenig unternommen, die Manager davon zu überzeugen, die Produktion umzustellen. Den Niedergang der Automobilbranche wird man ihm darum mit anlasten. Das wissen die Grünen wissen. Und über die Folgen, nämlich Stimmenverluste, sind sie sich auch im Klaren. Alles, was sie jetzt noch tun können, ist die Verluste auf die Gebiete, die vom Arbeitsplatzabbau betroffen sind, zu begrenzen sowie zu hoffen, dass niemand sie mit „Kretsche“ in Verbindung bringt. Zu allem Überfluss hat er auch kein großes Investitionsprogramm, das die Bundespartei vehement fordert, auflegen lassen (da ähnelt er sehr „Mutti“). Da sind andere Länder wesentlich weiter. Bspw. ausgerechnet Russland – in fünf Jahren wird das S-Bahnnetz in Moskau länger als in Berlin sein. Dabei hat die erste Strecke erst vor 2 Jahren ihren Betrieb aufgenommen (Circle). Investitionen dieses Umfangs sind hierzulande unvorstellbar. Eines der Vermächtnisse, die „Mutti“ hinterlässt, ist, dass sie uns der Phantasie beraubt hat, in solchen Dimensionen zu denken.

PS: Konstruiert Musk nun auch noch IS-Autos? „Colonel Cassad“ findet, dass das Ungetüm, das vorgestern Tesla vorgestellt hat, jenen, die im Kalifenstaat herumfuhren, ziemlich ähnlich sieht. Abgekupfertes Daesh-Design. Passend für die Mark.

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Wahl oder Impeachment – was ist besser?

und eine Wahl, wie nicht anders zu erwarten, der haushohe Gewinner ist, was jeder, der gestern die Debatte zwischen Johnson und Corbyn verfolgt hat, bestätigen wird, müssen sich die Demokraten fragen lassen, warum sie den großen Langweiler „Impeachment-Saga“ ins Fernsehen geholt haben. Zu allem Überfluss beschränkt sich eine Folge nicht auf anderthalb Stunden, sondern sie erstreckt sich über den ganzen Nachmittag und Abend. So löst man Trump nicht ab, zumal wenn der Normalbürger die Verfehlungen, die Trump begangen hat, als nicht schwerwiegend betrachtet, was sie im Vergleich zur „Watergate-Affäre“, die wesentlich spannender war (Einbrüche, Abhöraktionen Mitarbeit der Geheimdienste etc.), auch sind. Die Demokraten stützen sich auf ein Telefongespräch, bei dem der ukrainische Präsident den Fehler gemacht hat, Trumps Drohungen, die Militärhilfe einzustellen, wenn nicht gegen den Sohn seines potentiellen Herausforderers Biden ermittelt werden würden, zurückzuweisen – es ist höchst zweifelhaft, ob das die Menschen eines Landes, deren Politiker und Medien jeden Tag stolz verkünden, man könne sagen und tun, was man wolle, als Einschüchterung oder gar als Erpressung betrachten. Die Demokraten hätten besser daran getan, wenn sie sich auf die nächste Wahl konzentriert hätten. Spätestens beim direkten Vergleich der Kandidaten ist Schluss mit lustig für Donald. Für seinen Freund Boris ist der Spaß schon seit gestern Abend vorbei – während er für die Normalbürger im Fernsehduell mit Corbyn einen Sieg, der knapper nicht ausfallen kann, errungen hat, haben ihn die Twitterer zum haushohen Verlierer erklärt, was ihn besonders schmerzen sollte, da dieses Urteil die politisch Gebildeteren, die zudem oft an Stellen sitzen, wo Meinung gemacht wird, gefällt haben. Es wird eng für Boris, und ich würde mich nicht wundern, wenn auf den letzten Metern nicht nur einge-, sondern auch überholt werden würden – mit letzter Kraft auf allen Vieren kriechend, eine Hand schon über der Ziellinie wissend, überspringt ihn Corbyn locker und leicht. Wer gestern das Duell sah, fragt sich, wie es möglich sein kann, dass so viele Leute Boris‘ Litanei, dem Königreich würde schon längst besser gehen, wenn der Brexit vollzogen wäre, abnehmen. Sein Tenor ist, alles, was schief läuft, auf den noch nicht vollzogenen Brexit, den Labour zu verantworten hat, zu schieben. Das nervt. Und es ist noch eine Frage der Zeit, bis die Leute dieser Argumentation überdrüssig werden. Gestern wurde klar, dass Corbyns Entscheidung, einer vorgezogenen Wahl zuzustimmen, richtig war. Er hat die besseren Argumente. Er argumentiert nuancierter. Labour hat nun gute Chancen, Boris zu verhindern.

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Das Auto ist tot, hoch lebe das Auto

Das Auto, das hochleben soll, ist keinesfalls jenes, das Tesla beabsichtigt, in Grünheide – ein Name, der nur jemanden, der nicht weiß, dass die Mark eine Sandwüste ist, glauben machen kann, ein grünes Paradies vorzufinden – zu bauen (mit anderen Worten: der Ort passt zu Musk, der die Angewohnheit hat, stark zu übertreiben) – es geht um den Ford Mustang, dessen Kultstatus ich mir bis gestern nicht erklären konnte, so dass ich immer geneigt war, ihn mit dem Manta, einer dessen Klons, in Verbindung zu bringen. Dank „Le Mans 66“ weiß ich, dass das Auto Charakter und Geist hat, das es Carroll Shelby und Ken Miles – zwei Autofreaks, die verrückter nicht sein können – zu verdanken hat. Matt Damon spielt Carroll, der Südstaatler sein muss, da er fast immer mit einem Cowboy-Hut unterwegs ist. Christian Bale ist Ken, den man, wenn er nicht Englisch sprechen würde, nach Schwaben verorten könnte, was sie aber nicht verdient hätten, da er sogar nicht dem Klischee, das über die Süddeutschen kursiert, ähnelt. Als penibler Tüftler, der zudem noch begnadet Autofahren kann, ist er Nerd und kalkulierender Abenteurer in einer Person – hat es das schon einmal im Kino gegeben? Ich glaube nicht. Die beiden bilden ein Team, das sich daranmacht, ein Auto zu entwerfen, das den Ferraris nicht nur ebenbürtig, sondern sogar überlegen ist. Der Film gewährt uns einen Einblick in eine Zeit, in der niemand auf die Idee gekommen wäre, nach einem Unfall ein Rennen zu unterbrechen, um die Fahrbahn zu räumen. Es wurde munter weiter darauf losgefahren. Der Tod gehörte praktisch zum Spektakel. So wie in den Arenen im alten Rom. Wer den Film sieht, sollte sich im klaren sein, Gefahr zu laufen, keine Lust mehr auf Jagdszenen, die unsere heutigen Boliden liefern, zu haben. Armer James Bond. Hoffentlich fährt Bond im nächsten Film ein Auto ohne Elektronik mit einem riesigen Ganghebel, mit dem er ständig hantieren muss. Für Greta kommt „Le Mans“ leider zu spät – statt auf einem Motor- geht es wieder mit dem Segelschiff zurück nach Europa. Erst dachte ich, sie habe etwas gegen die multikulturelle Arbeiterklasse auf modernen Schiffen. Nun drängt sich der Eindruck auf, dass sie mit Motoren überhaupt nichts am Hut hat. Auf einer Frachtschiffreise hätten ihr die Besatzung zeigen können, dass Verbrennungsmotoren grundsätzlich nicht schlecht sind. Die Chance hat sie vertan. Beliebter wird sie dadurch nicht, denn unbedingt sauber sind die Youtuber, mit denen sie über den Atlantik segelt, nicht – das Streaming produziert mehr CO2 als das Fliegen. Geht es nach Labour, soll sogar noch mehr gestreamt werden, und das völlig kostenfrei für den Kunden. Breitband für alle. Boris hat dies als verrückten kommunistischen Plan abgetan. Aber kann etwas, das ermöglichen soll, Netflix zu sehen, wirklich kommunistisch sein?

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