EO – als Rentner will der Blog mit ihm wandern

EO ist wohl der einzige Filmstar, bei dem die realistische Chance besteht, dass man mit auf Wanderschaft gehen kann, auch wenn dessen Tagesmiete weitaus höher als der Durchschnitt seit dürfte (auf einer Webseite, die den Service in Spanien anbietet, ist zu lesen, man müsse 65 € löhnen, was dem Blog recht viel erscheint, kann man ihn doch nicht ins Hotel nehmen). Und da, wie der Blog zu seiner großen Freude herausgefunden hat, an dessen Rentenbeginn EO mit höchster Wahrscheinlichkeit der rüstigere von beiden sein wird, stehen die Chancen nicht schlecht, mit ihm in die Welt ziehen zu dürfen. Das einzige Problem ist, ihn zu finden. Einfach wird das nicht, denn die Topstars richten sich häuslich oft so ein, dass sie niemanden finden kann. Im Film ist EO perfekt darin. Wäre er so berühmt wie „Lessie“, müssten seine Besitzer ihn vor dem Ansturm der Massen schützen. Ihn aber kennen nur jene, die in kleine Kinos gehen. Die sind recht spärlich besetzt, so dass er nur ein Star für wenige ist, was natürlich die Chance, ihn einen langen Sommer zu mieten, wesentlich verbessert. Da er nur mit herzlichen und gebildeten Menschen auskommt, bräuchten sich dessen Besitzer keine Sorgen zu machen, wenn er nicht die Angewohnheit hätte, gerne auszubüxen. Seine Neugier und sein Mut spielen ihm immer wieder einen Streich, speziell dann, wenn es ihm langweilig wird bzw. er mit seiner Umgebung nichts anzufangen weiß (das ist so gut wie ausgeschlossen, wenn er mit dem Blog zusammen ist). Sicherlich wäre ihm eine große Karriere geglückt, wenn nicht Tierschützer, die mit Plakaten und Sprüchen ein besseres Tierwohl forderten, dafür gesorgt hätten, dass der Zirkus geschlossen wird. Am kuriosesten daran ist der deutsche Text, in dem immer noch von Breslau die Rede ist. Vermutlich wäre dem Blog das nicht aufgefallen, hätte eine Journalistin sich neulich nicht die Mühe gemacht, im Fernsehen den ukrainischen Namen Kriwoi Rogs zu verwenden. Bewundernswerter Weise schaffte sie es nach seinem Dafürhalten sogar, ihn richtig auszusprechen. Einfach ist das, was auch daran liegt, dass es nicht so gut klingt wie im Russischen. Der Grund scheint simpel – sie will klarmachen, dass die Stadt nicht zu Russland gehört. Und sie vermeidet, wegen einer falschen Bezeichnung von ukrainischen Medienkontrolleuren abgemahnt zu werden. Die Deutschen verwenden deutsche Ortsnamen natürlich nicht, um diese zurückzuerobern, sondern in Erinnerung zu behalten, dass die mal zu Deutschland gehört haben. Na dann frohes Fest. Vielleicht schaffen Sie es, EO auf der Leinwand zu verfolgen.

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Ab in den Konsum, auch wegen der Grünen

„Die Revolution frisst ihre eigenen Kinder“ – gerade einmal ein bisschen mehr als ein Jahr im Amt, sind die Grünen im Begriff, ihre eigene Klientel ärmer zu machen, denn statt Bio heißt es nun Konsum, der in der DDR keinen guten Ruf hatte, und das nicht ganz zu unrecht, wie der Spruch „wieder einer tot durch Konsumbrot“, der flott über die Lippen ging (und natürlich noch geht), zeigt. Natürlich hat der jetzige Konsum nichts mit dem alten zu tun – zu dem ging man wegen der Konsummarken, die man sammelte, um sie am Jahresende in ein Heft zu kleben, das bei der Verkaufsstelle, wo man angemeldet war, vorgelegt wurde, um sich ein Teil des Geldes, was man dort ausgegeben hat, zurückzuholen. Wenn sich der Blog richtig erinnert, konnten das mehr als 50 Mark sein. Nur eines verbindet die beiden noch – weil sie vollgepackt mit Ware sind, geht es auch in den neuen Läden recht gemütlich zu. Wegen der Lage in den Innenstädten, wo Aldi und Co. kaum zu finden sind, bleibt den Genossenschaftern wohl auch nichts anderes übrig, als die Produkte bis zur Decke zu stapeln. Im Biomarkt ist das natürlich ganz anderes – der ist nicht nur wegen seiner Produkte, sondern auch seiner Großzügigkeit attraktiv. Da überholt man jemanden im Gang, während man sich im Konsum an einer Person vorbeischlängelt. Geschicklichkeit ist da gefragt. Im Gegensatz zu den Bioladen, in denen man sich voll dem Angebot widmen kann, muss man beim Suchen in den kleinen Lebensmittelgeschäften auch den Verkehr im Auge behalten. Vermutlich kann es ganz schon anstrengend sein, unter solchen Bedingungen zu shoppen. Jedoch hat Größe ihren Preis, der ziemlich abrupt vielen nun zu hoch zu sein scheint, denn anders lässt sich die Krise, in der Bio steckt, nicht erklären. Ein Unternehmen hat nun ein Schutzschirmverfahren beantragt. Die Grünen, die angetreten sind, aus uns Konsumenten zu machen, die nur Gemüse, das nie mit chemischen Dünger in Berührung kam, sowie Eier von Hühnern, die draußen herumlaufen, essen, haben es in einem Jahr geschafft, dass die Menschen nun wieder bereitwillig Produkte der Massenproduzenten, über die gesagt wird, die Art und Weise, wie sie produziert werden, würde der Umwelt schaden, kaufen. Um den Trend gegen Bio zu stoppen, bräuchten wir wohl Louis de Funès, der einen Lebensmittelbetrüger, der vor nichts zurückschreckt, entlarvt. Bio scheint so tot wie das Konsumbrot zu sein.

PS: Wie sehr das Land LNG in der Umweltpolitik zurückwirft, zeigt Norwegen, wo die erste Verladestation klimaneutral arbeiten soll – statt vor Ort mit Gasturbinen den Strom für die Verflüssigung zu produzieren, soll das mit Strom aus dem Netz geschehen. Angesichts der langen Charter der Schiffe, die die Flüssigkeit wieder in Gas umwandeln, ist das hier nicht geplant.

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Gauck keine Hilfe für die Letzten auf der Erde

Haben Sie sich während der Kälte, mit der ja nächste Woche endlich Schluss sein soll, auch schon gefragt, ob die Straßen schnee- und eisfrei sein würden, wenn alle Autos über einen E-Motor verfügten? Oft sind sie der sicherste Ort, sich zu Fuß fortzubewegen. Meistens nutzt der Blog den Fahrradweg, der von der Nähe zur Straße bzw. den „fossilen Sauriern“, die nach Meinung der letzten Generation längst hätten ausgerottet sein müssen, ungemein profitiert – kaum eine Stelle ist vereist, so dass man wunderbar laufen kann. Auf diesen Komfort werden die Menschen, die in 50 Jahre eine Kältewelle und leichten Schneefall erleben, wohl verzichten müssen. Vielleicht denkt dann der eine oder andere Aktivist der letzten Generation wehmütig an die Zeit, in der nicht bei jeder Schneeflocke der Räumdienst auszurücken brauchte. Und erzählt seinen Enkeln, wie angenehm das war. Großeltern haben ja die Angewohnheit, ihnen Dinge zu sagen, die man von den Eltern nie hören würde, weil sie der Erziehung abträglich sind oder als peinlich eingestuft werden. Was eigentlich hochnotpeinlich ist, kann im Leben aber eine Stütze sein, wie bspw. der Spruch, den Kinder in Oppeln vor mehr als 100 Jahren schrien, wenn sie durch ein Viertel, in dem Protestanten lebten, zogen – „Evangelisten scheißen in die Kisten, tragens zur Post, und fragen, was es kost“. Der Satz ist heute natürlich mega-out. Die piekfeinen Kinder sind zu vornehm für so etwas. Selbst Hardcore-Katholiken, die mit der Ökumene nichts am Hut haben, würde das nicht über die Lippen gehen (der Blog kann aber nicht ausschließen, dass der eine oder andere darüber schmunzelt). Dank der „Überlieferung“ ist der Blog aber in der Lage, in Bruchteilen von Sekunden bestimmte Meldungen einzuordnen, ohne sich über sie aufregen zu müssen. Immer sind Personen der Auslöser. Gauck bspw., den gestern der Blog verpasst hat, weil er nicht von Beginn hat bei Illner sein konnte. „Vorsehung“ – weil er wieder tief ins Klo gefasst hat? Der Zusammenfassung entnimmt der Blog, dass er nicht ganz so schlimm wie üblich danebenliegt. Mit Sätzen wie „Putin darf den Krieg nicht gewinnen“, den er von Scholz geklaut hat, empfiehlt er sich für die Front als Militärseelsorger. (Der Blog war schon 2014 der Meinung, dass er für diese Position bestens geeignet sein würde. Wo Scholz, den sie bei RT „Sergeant Scholz“ nennen, landen würde, kann der Blog nicht beurteilen.) Immerhin können die Klebe-Kämpfer der letzten Generation“ sich darüber freuen, dass Gauck nicht glaubt, sie würden mit ihren Aktionen die Gesellschaft bedrohen. Das war es aber auch schon. Gauck gibt den strengen Seelsorger, der Normen und das Recht über alles stellt. Da kommt schon der Verdacht auf, dass er versucht, den Eindruck zu vermitteln, die aufmüpfigen Klimakämpfer seien an der Erwärmung nicht ganz schuldlos.

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Weihnachten – nicht immer läuft es nach Plan

Weihnachten vor der Krim, im März dann in Kertsch, vor sich der Stolz der Russen, die Brücke zur Halbinsel, in Trümmern liegend – so hatte man sich das wohl in Kiew vorgestellt, nachdem die Russen Kherson, nach ukrainischer Lesart Hals über Kopf, verlassen haben. Wer einen Rückzug mit Schwäche gleichsetzt, der musste den Eindruck haben, es sei nur reine Formsuche, bis die Front im Süden zusammenbrechen würde. Dem ist nicht so. Aber das war schon beim Abzug, als die letzten russischen Soldaten seelenruhig über eine Pontonbrücke marschierten, die an dieser Stelle des Dnjeprs mindestens 500 Meter lang gewesen sein muss, klar. Mit dem Widerstand der Ukrainer war es nicht weit her, wegen angeblicher Hinterhalte habe man sich nicht getraut, den russischen Soldaten zu Leibe zu rücken, hieß es dann. Wenn Selenskyj heute meint, mit dem Abzug der Russen bis vor Weihnachten die Russen würden die Kampfhandlungen zuverlässig eingestellt werden, dann hat er das „Stoppschild“ der Russen, das der Blog empfohlen hat, nach dem Rückzug zu setzen, noch nicht gesehen. Der Blog vermutet, er übersieht es absichtlich, denn würde er sich daran halten, müsste er seine Truppen aus dem „Fleischwolf“ Bachmut zurückziehen. Die Verluste sind immens. Das hält die ukrainische Führung nicht davon ab, neue Soldaten in die Stadt zu schicken. Halten um jeden Preis scheint die Devise zu sein. So wie in Mariupol, die man ohne Aussicht, für Entsatz zu sorgen, bis zum bitteren Ende verteidigte. Irgendwann wird Selenskyj den Hinterbliebenen erklären müssen, warum er die Stadt nicht aufgegeben hat.

Nach drei Toren der Argentinier stellt sich der Blog wieder die Frage, wie Brasilien das Spiel gegen Kroatien verlieren konnte. Zwar war dem Blog die Show, die sie nach den Toren ablieferten, suspekt, jedoch sah er darin kein Übel, das der Mannschaft zum Verhängnis werden könnte. Im Nachhinein fällt es nicht schwer, deren Auftreten als Überheblichkeit und Arroganz zu werten. Roy Keane hat für seine Kritik schwer büßen müssen. Aber er liegt richtig – der Trainer darf da nicht mitmachen. Erst recht nicht der Schiedsrichter – er hätte die Spieler auffordern müssen, das Spiel fortzusetzen. Für Brasilien ist das Fest gelaufen. Wenigstens haben die Engländer ihr Weihnachten gerettet – am Boxing Day wird Fußball gespielt, wie immer.

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Ein neuer Schurkenstaat – der Blog ist verblüfft

Wenigstens ist ein Nichteuropäer im Halbfinale, nachdem Brasilien das Spiel gegen Kroatien, die auf dem besten Wege sind, ihre Titel als Verlängerungs- und Elfmeterweltmeister zu verteidigen, verloren hat – für den Blog, der nur die Tore gesehen hat, ist es ein Rätsel, wie eine Mannschaft, die in der Verlängerung den bisher schönsten Treffer der WM erzielt hat, das Spiel noch aus der Hand geben kann. Sei es, wie es sei, sollte Marokko morgen die Portugiesen rauskicken, wäre alles wieder im Lot, sprich Europa nicht mehr der übermächtige Fußballkontinent, sondern fast zurück im wahren Leben, das spätestens übernächsten Montag beginnt (sollten England gegen Argentinien aufeinandertreffen, wäre am Mittwoch schon alles aus). Darum hätte Monbiot mit einem Artikel, in dem er die USA wegen ihrer Klimapolitik als „Schurkenstaat“, der tun und lassen kann, was er will, bezeichnet, warten sollen, bis Europa wieder kleiner geworden ist. Deren Politik der Ignoranz würde Gruppen, die kein Interesse am Umweltschutz haben, ermutigen, sich gegen alle Auflagen, die dem Schutz der Umwelt dienen, zu sträuben (dass er sich ausgiebig mit Hollands Bauern beschäftigt, hat sicherlich nichts mit der WM zu tun). Amerika, das als schlechtes Vorbild für sich beansprucht, zu entscheiden, wie die Welt zu ticken hat. Kann man einem „Schurkenstaat“ in puncto Klimaschutz die Sicherheit des alten Kontinents anvertrauen? Natürlich nicht, aber angesichts der herbeigeredeten Bedrohung, die von Putin ausgehen würde, hat wohl erst die Generation Greta wieder die Chance, die aufdringliche Tante – weil sie sich in alles einmischt, gilt sie als der ultimativer Schrecken, mit der man sich, ob man will oder nicht, gut stellen muss – loszuwerden bzw. deren Einfluss zu verringern. Wir Babyboomers werden das nicht mehr erleben. So lange haben einige der Reichsbürger nicht warten wollen. Wenn der Blog die Meldungen richtig interpretiert, beabsichtigten sie, schon bald loszuschlagen. Nancy Faeser hat den „Marsch nach Berlin“ jedoch noch rechtzeitig verhindern können. Entscheidend war wohl, dass nur ganz wenige wussten, dass die Truppe auf ihrem langen Weg nach Berlin von einem Starkoch beköstigt werden würden. Wer weiß, wie der Putsch 1923 ausgegangen wäre, wenn der Führer, der damals noch keiner war, und Ludendorf, Anzeigen, in denen allen Teilnehmern Sterne Kost versprochen wird, geschaltet hätten (ja, den Michelin gab es damals schon, ja, in der Weimarer Republik wäre das möglich gewesen). Mit Speck ködert man Mäuse. Wenn die Generation, die jetzt den Haftrichtern vorgeführt, wesentlich jünger wäre, würde er sagen, dass die keinen Bock mehr auf Videospiele hatte. Etwas selbst zu planen ist wesentlich aufregender. Kein Grund für den „Schurkenstaat“, sich Sorgen zu machen.

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Stau am Bosperus – höchste Zeit für Usedom?

Usedom, ein Urlaubsziel, das jedes Jahr ganz weit oben steht, dann aber immer wieder herausfällt, ist nun der Ort, wo der Blog hinwill, bevor es zu spät ist, sprich die Hoteliers nur Gäste, die sich bereiterklären, den ölverschmierten Sand abzutragen oder Seevögel vom Wasser-Ölgemisch zu befreien (eine aufwendige, oft frustrierende Angelegenheit, da meist zu spät geholfen wird), willkommen heißen. Kaum ist der Ölpreisdeckel für die Russen in Kraft, ist dank des schlauen Erdogans klar, dass die Ostsee östlich Kap Arkonas bald nicht mehr so sein könnte, wie sie einmal war. Wegen der Gegebenheiten am Bosperus, direkt am Wasser liegt Istanbul, und das gleich an beiden Ufern, scheint er in der Lage zu sein, Tankern die Durchfahrt verweigern zu können. Zur Zeit würden mindestens 20 Öltanker warten. Unklar ist nur, wer nicht durchkommt. Die Russen sagen, die Türken würden keine Schiffe, die in Russland kasachisches Öl für die EU geladen haben, durchlassen, während eigene Schiffe passieren dürften. In der „Zeit“ klingt das ein wenig anders. Während die Medien sich riesig freuen würden, wenn Erdogan die Russen im Schwarzen Meer einsperrte, glaubt der Blog, mit einem Stopp würde der Supergau für Usedom ein Stück wahrscheinlicher. Dann laden die Schiffe, über die der Spiegel schrieb, die meisten ständen kurz vor ihrer Ausmusterung, eben das Öl in der Ostsee, für die es, vom Tiefgang mal abgesehen, keine Beschränkungen gibt. In die kommt jeder rein, der seine Fahrt durch den Öresund ordnungsgemäß anmeldet. Was tun, wenn ein „Seelenverkäufer“ vollbeladen Bornholm passiert? Stellen die Ostseeanlieger, die mit Ausnahme Russlands leider Gottes nun alle in der NATO sind, ein Geleitschiff, das dafür sorgt, dass niemand dem Tanker zu nahe kommt? Eine NATO-Fregatte als Blockadebrecher, das hat schon was. Angesichts der Folgen eines Unglücks bleib dem Westen wohl gar nichts anderes übrig, als Tankern, die ihre Ware für einen Preis, der den Deckel an die Decke springen lässt, an dem Mann bringen, die Fahrt so angenehm wie nur möglich zu machen. Da jederzeit mit einem Sabotageakt, gegen den die Sprengungen der Gaspipelines ein Klacks sind, gerechnet werden muss, ist höchste Wachsamkeit angesagt. Keine schönen Aussichten für Usedom. Schweden und Finnland haben sich ihren Beitritt zu NATO sicherlich anders vorgestellt. Sie könnten bald gezwungen sind, die Russen vor ihren eigenen Verbündeten und Freunden zu schützen.

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Warum geraten so viele in den Treibsand?

Nun hat es auch den Papst, von dem der Blog dachte, als Vertreter Christi könne er über Treibsand laufen wie Jesus über Wasser, erwischt – mit seiner Bemerkung, zu den grausamsten Soldaten, die in der Ukraine kämpften, gehörten malträtierte Menschen (Tschetschenen und Burjaten), die, wie kann es auch anders sein, von anderen, nämlich den Russen, malträtiert wurden (der Papst schmückt das natürlich richtig gut aus), hat er sich nun auch in die Gefahrenzone begeben, und sollte er dort steckenbleiben, käme auf ihn ein ganz besonderes Martyrium, das nicht minder grauenvoll als die Kreuzigung ist, zu, denn Treibsand verschluckt einen nicht (das wäre natürlich kein außergewöhnliches Leiden), sondern er lässt einen nur bis zum Bauch versinken. Aber wie hat der Papst es geschafft, auf die Liste derer zu kommen, über die der Volksmund sagt, wenn man sie in einen Sack steckte und dann mit dem Teppichklopfer draufhaue, würde es immer den richtigen treffen? Der Blog weiß die Antwort – schlechter Einfluss, in diesem Fall schlechte Berater. Es gehört nicht viel Phantasie dazu, sich vorzustellen, wer ihm das eingeredet haben könnte (Herr Melnik war es ausnahmsweise nicht). Wenn er über seine eigene Kirche Bescheid wüsste, müsste ihm klar sein, dass in der Sowjetunion ein Eskimo-Kind in einer tschetschenischen oder burjatischen Schule besser behandelt worden wäre als in einer katholischen Bildungsanstalt (die „Blues Brothers“ hatten wenigstens die Chance, ihrem „Pinguin“ die Meinung zu sagen). Er hat sich jedoch lieber entschlossen, sich bei denen unterzuhaken, die, so fürchtet der Blog, alles daransetzen, die europäische Kleinstaaterei, die nach dem Zusammenbruch des Ostblocks einsetzte, auf die russische Föderation zu übertragen. In Russland wird man sich hüten, die Aufteilung Jugoslawiens als Erfolgsmodell zu sehen. Aussagen wie diese helfen Putin nur, die eigenen Reihen zu schließen. So hat sich Moskaus Oberbürgermeister diese Woche an der Front bzw. in Donezk blicken lassen. Natürlich ist der Papst nicht der einzige, der sich im Treibsand verlaufen hat. Ganze Heerscharen scheinen schon richtig festzusitzen. Bspw. unsere Bundestagsabgeordneten, die auf den Holodomor-Kitsch, den die Ukrainer abhalten, reingefallen sind. Der gilt nun als Genozid. Die Ironie dabei ist, dass Lenin Selenskyj u. Co ermöglicht hat, die Hungersnot auszuschlachten. Gerade einmal 10 Jahre alt war die Ukraine, als Stalin mit seiner unerbittlichen Härte die Not auf einem Teilgebiet, dass sich vorher Neurussland nannte, auslöste. Im strengeren Sinn sind keine Nationalukrainer, sondern Neurussen umgekommen. Da es immer heißt, niemand habe den Kommunismus gewollt, müssen sich die Einwohner im Süden des Landes als Russen gefühlt haben. Aber das scheint unsere Bundestagsabgeordneten nicht zu interessieren.

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Benoit Blanc – Politiker können nur lernen

Ein Pandemie-Ende, das es nur im Kino gibt (leider aber nur bis morgen) – von New York geht es nach Griechenland, wo der berühmte Detektiv Benoit Blanc seine Maske dank einer Pistole, mit der etwas auf seine Zunge geschossen wird (nicht ganz schmerzfrei, jedoch versteht es sich von selbst, dass der ehemalige Bond das natürlich locker wegsteckt), abnehmen darf. Der gemütliche Teil darf beginnen, und einzig Craigs „bondhaftes“ Aussehen verhindert, sich vorzustellen, wie Peter Ustinov die Rolle spielen würde. Mit ihm an seiner Stelle hätten wir wohl eine Stunde länger auf die Aufklärung des Falls warten müssen. So sind es nur 240 Minuten, die im Fluge vorbei sind. (Der Superkoch in „The Menu“ hat sogar nur 108 Minuten für sein letztes Diner gebraucht, was absolut rekordverdächtig ist). Immerhin ist Benoit Blanc in der Lage, einen gestellten Mord aufzuklären, bevor dieser überhaupt ausgeübt wurde. Sehr zum Unwillen seiner Begleiter, die sich darauf gefreut hatten, am Wochenende auf Mörderjagd gehen zu können. Vermutlich ist das auch der Grund, warum Politiker ein Problem nicht lösen, wenn es noch keines ist bzw. davon noch niemand weiß – wenn man es gut mit ihnen meint, könnte man ihnen zugute halten, sie wollen uns einfach bei der Lösung teilhaben lassen. Böse Zungen würde sagen, dass es für sie keinen Sinn macht, etwas auf die Reihe zu bekommen, von dem wir nichts wissen. Denn dann würden wir uns fragen, was sie überhaupt in ihren Ämtern machen. Darum ist es nicht verwunderlich, dass ein Problem erst einmal riesengroß, ja fast unlösbar werden muss, bevor sich jemand daranmacht, es anzupacken. Das 49 € Ticket ist ein gutes Beispiel – die Politik gibt den Verkehrsbetrieben gerade einmal so viel Geld, dass sie erst im Mai das Ticket einführen können. Immerhin reicht es wegen der späteren Einführung bis zum Jahresende. Wenn der Blog richtig liegt, müsste es 2024 wieder mit den alten Tarifen weitergehen. Wegen der Inflation (wer glaubt schon daran, dass die Russen ihre Pipelines bis dahin repariert haben werden) dürften wir erst im Juni in den Genuss billiger Monatskarten kommen, was Herr Scholz in einem Jahr publikumswirksam zu verhindern weiß. Benoit Blanc würde die Sache natürlich jetzt schon lösen. Das hat natürlich den Nachteil, dass sich im nächsten Jahr um diese Zeit niemand mehr daran erinnert.

PS: „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehen“ – der Blog hat nie daran geglaubt, nun ist es passiert, sein Lieblingslied der Hagen hat gewechselt „16 Tons“ ist gerade herauskommen. Dreimal am Tag hört er es mindestens.

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„Neptune“ – da hilft nur, Fußball zu gucken

Warum sollte jemand Interesse haben, ein Schiff zu versenken, wenn es ihn belustigt, diesem bei der Arbeit zusehen? Der Kreml hat das geringste Interesse, mit der Sabotage der „Neptune“, die gestern von einem großen Polizeiboot in den Hafen Mukran eskortiert wurde, RT eine Story, die sich bestens ausschlachten lässt, wegzunehmen – das ausgerechnet dort, wo nach neuesten Erkenntnissen Deutschlands Unglück begann, nämlich in Lubmin, dem Endpunkt der beiden Erdgastrassen. Im dortigen Industriehafen soll die „Neptune“, deren Aufgabe es ist, Gas wieder gasförmig zu machen, anlegen. Leider wird neben ihr kein LNG-Tankschiff liegen – kleine Tanker sollen das flüssige Gas von einem Speicherschiff, in dass die großen Schiffe ihre Ladung pumpen, heranbringen. Das teuerste Erdgas der Welt. Und da eine private Firma, die durchgerechnet hat, dass sich der Aufwand lohnt, die Entladestelle betreibt, bleibt nur, Katar zu gucken – wer jetzt die WM noch boykottiert, der hat den Ernst der Lage nicht begriffen. Der informierte Bürger braucht nun Ablenkung. Um ihn bei guter Laune zu halten, muss er gut unterhalten werden. Jemand, der ganz oben lebt, dennoch aber um die Nöte der Leute weiß, muss dies geahnt haben – völlig überraschend liefern die Brasilianer wieder tollen Fußball ab, und das ohne auf Neymar, dem vermeintlich ewigen Enfant terrible dieses Sports, angewiesen zu sein. Zwei Weltmeisterschaften, also 8 Jahre, hing das Wohl und Wehe der Mannschaft und des ganzen Landes von ihm ab. Spielte er schlecht, war auch das Team schlecht. Hat er gefehlt, versanken seine Kollegen im Rasen schneller als die Titanic im Atlantik. Auf einmal stehen andere im Mittelpunkt, wenn er spielt. Wegen der Weisheit, dass alles seine Zeit braucht, wäre es natürlich verführerisch, Parallelen zu einem anderen Enfant terrible, der uns bis Anfang des Jahres erwärmt hat (angesichts der Verachtung, die ihm entgegenschlägt, wäre es wohl besser, zu schreiben, „erwärmen durfte“) – wird die „Neptune“ auch 8 Jahre in Lubmin liegen? Der Blog hält es da mit Charles Laughton, der in „Zeugin der Anklage“ gesagt hat, solch düsteren Gedanken dürfe man sich nicht hingeben. Darum zurück zum Fußball und da zu Holland – das Land, das früher regelmäßig tolle Spiele abgeliefert hat, rumpelt nun vor sich her, dass es eine Qual ist, sich das anzugucken. Eigenversorger eben. Die haben keinen Grund, mies drauf zu sein. Das ist bei den Deutschen natürlich ganz anders – sie stehen in der Pflicht, morgen Abend ein Spiel abzuliefern, über das man noch lange sprechen wird. Als gut informierter Bürger wird der Blog gucken.

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The Menu – Rache ist Blutwurst

Keine Angst, liebe Gourmets – mit Blutwurst gibt sich Küchenchef Slowik nicht ab. Herzhaftes bereitet er nur zu, wenn es ausdrücklich gewünscht wird. Diesen Wunsch erfüllt er in „The Menu“ jedoch nur in Ausnahmefällen. Da hat es der Kinogänger viel besser – sobald der letzte Biss auf der Leinwand getan ist, darf er sich, sofern ihm der Appetit nicht vergangen ist, dran machen, die Pfunde, die er beim Sehen verloren hat, wieder hereinzuholen. Die extravaganten Gerichte, die Slowik auftischen lässt, machen Heißhunger auf Deftiges. Es sind 5 Gänge, wenn der Blog richtig gezählt hat. Nach jedem ist man noch hungriger als vorher. Und mit jedem steigt die Spannung weiter an, selbst wenn man schon nach dem 1 Gericht weiß, wie es ausgehen wird. „The Menu“ ähnelt ein wenig den Filmen mit „Colombo“, in denen es nur darum geht, zu erfahren, wie er die Mörder überführen wird. Zweifel sind so gut wie ausgeschlossen. Anders als der Mann aus Los Angeles, der ein Meister der Improvisation ist, hat unser Küchenchef aber alles bis ins Kleinste geplant. Nichts überlässt er dem Zufall. Nichts kann ihn ablenken. Und wenn etwas Ungeplantes passiert, dann geht er sofort daran, den Schaden so gering wie möglich zu halten. Alles sehr deutsch, ohne deutsch zu sein, denn mir kommt kein deutscher Fernsehkoch in den Sinn, der mit dem Meister mithalten könnte. Dabei ist ja die Welt immer noch der Meinung, die Deutschen könnten alles perfekt planen und organisieren. Daran wird die Niederlage der deutschen Nationalmannschaft nichts ändern. (Der Blog hat nur die Tore gesehen. Die schienen ihm haltbar zu sein, was auch am Spruch, dass jeder Einschlag – das war heute wirklich einer – in der kurzen Ecke zu Lasten des Torwarts geht, liegt.) Wenn der Blog bedenkt, wie minutiös man sich für das Turnier in Brasilien vorbereitet hat, dann fragt er sich, ob man nicht zu siegessicher nach Katar angereist ist. Vor dem Match konnte man schon den Eindruck haben, dass es nicht gegen Japan, sondern gegen die Fifa geht. Die Elf des Tennos, der auch ein Schalker angehört, der heute durchgespielt hat, wurde wohl nicht ernst genommen. Im Augenblick sieht es so aus, als ob es für die Deutschen nur zum gefühlten Weltmeister der Schwulen und Lesben reicht. Die Engländer haben weit bessere Chancen auf den Titel. Die schwarzen Amerikaner zeigten 1968 in Mexiko, wie man protestiert. Oder einfach „The Menu“ gucken. Von Slowik kann man lernen, Gegner einzuschüchtern.

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