Können die Russen auf einen Vergeltungsschlag verzichten?

Ein Glück, dass Putin nicht anzurufen braucht – dank seiner Bauingenieure, die die Pfeiler der Brücke zur Krim mit einem Schutz (Wall, Zaun etc.) versehen haben, braucht er Selenskyj nicht zu bitten, ihm zu ermöglichen, den unvermeidlichen Vergeltungsschlag führen zu können, indem er irgendwann mittags dieser Woche eine Brücke über den Dnepr räumen lässt. Säße der Blog im Kreml, überließe er Kiew die Wahl, welcher Übergang zerstört werden soll. Ein Wink des Schicksals – da jemand unbedingt will, dass weiterverhandelt wird, müssen die Russen nun herausfinden, wie die Unterwasserdrohne den Pfeilern so nahe kommen konnte. Selenskyj wird nicht aufgeben, bevor ein Vertrag, egal wie der auch heißen mag, unterzeichnet worden ist. Da sind wir jedoch noch lange nicht. Womöglich erübrigt sich sogar der Vergeltungsschlag für Sonntag, als LKW Bienenstöcken glichen. Statt Bienen machten sich jedoch Drohnen auf den Weg. Wegen Truckern, die auf dem Rastplatz anhand der Rauchwolken (Irkutsk) bemerkten, welchen Schaden diese anrichteten, blieben etliche auf der Ladefläche liegen – sie sollen die Propeller abgebrochen haben. Starlink, ein amerikanisches Navi-System sowie der Erfindergeist der Ukrainer haben es möglich gemacht. Die Hauptakteure waren jedoch die Fahrer, insgesamt 4, der Trucks – wie kann man so etwas machen, wenn man weiß, dass man gefasst wird (so ist es dann auch gekommen)? Ein moderner Kamikaze-Angriff, der nicht mit dem Tod, sondern mit einer langen Gefängnisstrafe endet. Die Wagen gehören einem Mann aus Donezk, der in den Ural gegangen ist. Darum hatten die Attacken auch den Zweck, dass Misstrauen zwischen Einheimischen und jenen Ukrainern, die sich bei den Russen wohler als bei uns fühlen, zu schüren. Weil wegen des Start-Abkommens mit den USA Flugzeuge, die Atombomben tragen, nicht in Bunkern geparkt werden dürfen, müssen die Russen nun versuchen, mit Jammern ihre strategische Bomberflotte zu schützen. Ein hoher Ex-Chef des CIAs meinte, Putin bliebe gar nichts anderes übrig, als besagten Vergeltungsschlag zu führen. Der glaubt, der Kreml verzichtet darauf. Lt. Bloggern habe man sich aber für den Anschlag auf einen Personenzug, der wegen der schnellen Reaktion des Lokführers, der seinen Mut mit dem Leben bezahlte, glimpflich ausgegangen ist, gerächt – ein britischer Offizier geholfen haben, mittels eines Trucks eine Brücke zum Einsturz zu bringen. Auf die steuerte der Zug zu. Nach israelischer Manier habe man ihn getötet – eine Drohne soll sein Auto getroffen haben. So unwahrscheinlich das klingt – Starmer wäre das zuzutrauen. Der ist gerade dabei, den Engländern den rußigen Manchester-Kapitalismus zurückzubringen. Die Russophobie ist längst schon wieder da.

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