Ein Kokon für den Präsidenten?

Haben sie für Trump schon einen Kokon, den niemand sehen kann, entwickelt, so dass ihm Corona nichts anhaben kann? Wenn er so läuft, könnte man annehmen, es umgibt ihn einer. Dann müsste er diesen Schutz jedoch schon lange tragen. Das macht aber keinen Sinn. Wovor hätte er sich schützen sollen? Kokon hin oder her – Trump hat Angst, nicht wieder gewählt zu werden. Und die ist nicht ganz unberechtigt, denn angesichts der vielen Lock- und Shutdowns ist zu erwarten, dass der Boom, den es ohne ihn aus seiner Sicht nicht gegeben hätte, in eine Rezession oder gar Depression umschlägt. Norwegen zeigt, wie schnell es gehen kann – innerhalb von zwei Wochen hat sich die Arbeitslosigkeit vervierfacht. Mehr als 10 Prozent sind nun arbeitslos. Ein Nachkriegsrekord für das Land. Und es ist höchst zweifelhaft, dass die Krise so schnell verschwindet, wie sie gekommen ist. Solche Zahlen kann Trump nicht gebrauchen. Da spielt es auch keine Rolle, dass er zur Corona-Risikogruppe gehört, was die Theorie mit dem Kokon erhärtet. Entweder ist es eine Ironie des Schicksals oder ein Zeichen Gottes, dass um die Präsidentschaft drei Männer kämpfen, die hierzulande schon längst in Pensionen gegangen wären. Oder es ist gar beides. Trump tut so unbekümmert wie Alexander der Große, der sich auch für unbesiegbar hielt, dann jedoch schon mit 32 verstarb. Man könnte auch sagen, dass Alter nicht vor Torheit schützt. Da Biden und Sanders vom gleichen Kaliber sind, wird es eine Schlacht, in der jeder bis zum letzten geht. Der eine oder andere Amerikaner wird sich schon fragen, ob man womöglich falsch abgestimmt hat. Alternativen gab es ja zuhauf. Vielleicht bietet ja das Amt des Präsidenten den besten Schutz, nicht an Corona zu erkranken. Als Isolierter ständig präsent zu sein – davon können die meisten Rentner nur träumen. Sie wissen, dass sich die Diskussion nach Ostern darum drehen wird, wie sie am besten geschützt werden sollen. Niemand muss fürchten, in einem noblen Ghetto (die nächste Rentenerhöhung soll ja besonders gut ausfallen) leben zu müssen. Und dann haben sie ja noch ihre rüstigen amerikanischen Altersgenossen, die ab Sommer für Unterhaltung sorgen werden. Die werden ihnen zeigen, dass es sich lohnt, auf die Impfung zu warten, auch wenn einer der beiden unter Verdacht steht, in der Öffentlichkeit in einem Kokon aufzutreten.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.