Nur eine Selbsthilfegruppe kann da noch helfen (leider der Volkshochschule zu teuer)

„Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert“ – und das nicht erst seit Trumps kometenhaften Aufstieg. Neu ist für mich, dass man es mit einem ramponierten Ansehen wesentlich einfacher im Leben hat. Jedenfalls als Präsident der Vereinigten Staaten, der nach der Devise handelt, Schlimmeres Schlimmen folgen zu lassen. Hat man erst einmal für einen Skandal, über den alle Welt spricht, gesorgt, nimmt der Wähler Pläne, die für ihn wesentlich gefährlicher sind als Muslime, die aus Gründen, die nur Donald plausibel findet. nicht ins Land dürfen, mir noch bedingt wahr. Wie Amerikas Medien dessen jüngsten Äußerungen bewerten, kann ich nicht beurteilen. In den hiesigen Qualitätsmedien habe ich jedenfalls nichts finden können. Aber wenigstens ist auf RT verlass. Summa Summarum – läuft alles nach Donalds Vorstellungen, sollte man als Patient, dem ein neues Medikament verschrieben wurde, immer daran danken, dieses für einen höheren Zweck, nämlich dem Wohl Amerikas, einzunehmen. Denn wenn man sich erst einredet, dass wegen mangelnder Erprobung Nebenwirkungen, die keiner kennt, eintreten könnten, hat man schon verloren. Um die Kosten zu denken, bietet Donald der Pharmaindustrie an, die Zulassungsverfahren zu lockern (lt. Wiki scheinen die umfangreicher als in der EU zu sein) sowie die Bürokratie zu entrümpeln, wenn sie die Preise senken. Zeit, sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen, in der ich einen Lebensstil erlernen kann, der mich vor dem Einnehmen von Arzneien bewahrt. Yoga, mediterrane Küche, Entspannungsübungen, chinesische Heilkunst, Akupunktur etc.. Ein Kurs für das ganze Leben (so wie mein Französischkurs). Leider ist das nichts für die Volkshochschule (es sei denn, die Person für die chinesische Gesundheitslehre würde auf die Penisse, für die lt. Time die Chinesen ein Vermögen ausgäben, verzichten). Müssen wir uns nun sorgen, dass dank Trump die USA schlechter als Europa werden, was die hiesigen Politiker veranlassen könnte, den alten Zustand wieder herzustellen? Möglich ist alles. Es sieht ganz danach aus, als ob Trump eine Gesellschaft, in der ein Unternehmer tun und lassen kann, was er will, vorschwebt. Einen Anfang hat er mit seiner Order, dass für jede neue Anordnung zwei alte außer Kraft gesetzt werden müssen, gemacht. Wie das funktionieren soll, weiß ich nicht so ganz. Wer den Status Quo zum einem Dauerzustand macht, liefert sich nicht dem Verdacht aus, dass Land umkrempeln zu wollen, es sei denn, es ist den Behörden erlaubt, Verordnungen, die mit der neuen überhaupt nichts zu tun haben, außer Kraft zu setzen. Wäre ich OB Halles, einer Exklave der Staaten, würde ich sofort die Leinenpflicht für alle Hunde anordnen und mangels Kenntnis lokaler Verordnungen die Bevölkerung bitten, darüber abzustimmen, welche Vorschrift sie nicht mehr haben will. (Leider erlaubt mir diese Position nicht, die Beförderungserschleichung als Straftatbestand abzuschaffen.)
PS: Gut, dass es in der Exklave keine FDP gibt. Die wüsste sofort, was sie abschaffen würden.
PS1: Hier der Text, zu dem es kein Link führt.

Trump to big pharma: Give us cheaper, US-made meds
The US government will streamline drug approval procedures and ease regulatory burdens, in exchange for pharmaceutical companies lowering drug prices for Medicare and bringing back manufacturing to America, President Donald Trump told big pharma executives at a White House meeting on Tuesday.
“Our trade policies will prioritize that foreign countries pay their fair share for American pharmaceuticals,” Trump promised, but added that “we have to lower the drug prices” and “save tens of billions of dollars,” for US government programs such as Medicare and Medicaid.“

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