Trump – an ihn zu glauben hilft, um….

Eines muss ich Donald Trump lassen – wenn er austeilt, dann auch gegen die Partei, für die er angetreten ist, denn seine Republikaner gehören schließlich mit zu denen, die das Volk vom Regieren ausgeschlossen haben. Seit Viertel nach sechs regieren die Bürger Amerikas in Washington. Ob sie dies zum ersten Mal tun, weiß ich nicht. Es ist auch egal. Wichtig ist nur, dass man sich fest vornimmt, daran zu glauben, dass die Versprechen, die Trump heute gemacht hat, wahr werden. Natürlich suche ich mir nur jene aus, die ich für wichtig halte. Angesichts der Fülle der Verbesserungen kann ich gut darauf verzichten, wenn es bspw. mit der Sicherung der Grenzen nicht klappt. (Wer will schon im Paradies leben?) Um nicht die Orientierung zu verlieren, bietet es sich an, sich ein Grundgerüst, von dem sich vielen Wünsche ableiten lassen, einzuprägen. Meines besteht aus zwei Sätzen: Die Amerikaner werden Großes schaffen. Und sie sollen, ja müssen von noch Größerem träumen (oder so ähnlich). Ein oder zwei Tage werden ich aber noch brauchen, bis ich der Überzeugung bin, den Menschen in den Staaten wird es nach der ersten Amtszeit Trumps wieder so gut wie in den 50ern und 60ern gehen. Die Amerikaner, die völlig zurecht gegen ihn ins Feld gezogen sind, sollten meinem Beispiel folgen. Im Falle seines (höchst wahrscheinlichen) Scheiterns bietet nämlich nur diese Herangehensweise die Gewähr, dass er bei den nächsten Wahlen nicht mehr gewählt wird. Mit Wut über dessen Unvermögen im Bauch fällt das Abwählen wesentlich leichter. Wenn Trump trotz nicht eingehaltener Versprechungen wiedergewählt werden würde, wäre seine Taktik, viel zu versprechen, jedoch nichts davon umzusetzen, aufgegangen – der Wähler soll sich daran gwöhnen, dass er nichts zu erwarten hat. Und vielleicht tritt ja in 4 Jahren jemand an, der noch schlechter als er ist. Auf keinem Fall aber darf eintreten, was sich ein Protestler wünscht – er soll „Go back to East Germany“ gerufen haben. Da tut, schon wegen der leidigen Herkunft des Führers, den alle für einen Deutschen halten, Aufklärung Not – dessen Großvater stammt aus der Eiffel. Schickt ihn die Pfalz, wenn ihr ihn loswerden wollt. Wir im Osten können mit Trumps handeln. Gerade hat sich Höcke als solcher mit seiner gespielten Aufregung darüber, dass man uns mit Stumpf und Stiel habe vernichten wollen (die Alliierten im 2. Weltkrieg), geoutet. Statt sich darüber zu freuen, dass es nicht so gekommen ist (die Deutschen haben ihren Gegnern genügend Gründe geliefert, dies zu tun), macht er einen Popanz auf. Höcke kann man nur zurufen, „sei froh, dass Du am Leben bist“. Nicht ganz unschuldig an dieser unsinnigen Diskussion über das Gedenken sind unsere etablierten Politiker – die erwecken dauernd den Eindruck, dass deutsche Volk würde sich wegen des Holocausts selbst geißeln. Das jüngste Beispiel hat Gauck geliefert. Der glaubt zu wissen, man habe Selbstvertrauen nicht lange leben wollen (das ist sprachlich schon totaler Unsinn). So sei eine dominierende Kultur von Zurückhaltung und Selbstbeschränkung entstanden. Wer so etwas sagt, bedient Leute die Höcke, die anhand dieses Schrotts den Leuten einreden, es würden unnötig und ungerechterweise Buße leisten.

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