Trumpf macht klug – Versailles war stinklangweilig

Man braucht keinen Namen, der Ziffern enthält, zu haben, um mit einer Selbstverständlichkeit hofiert zu werden, die nur einem gesalbten Oberhaupt, das ein bedeutendes Land regiert, zuteil wird – Trump nannte sich Trump und nicht Trump I., als ihn die Engländer zwei Tage lang aufs Schrecklichste huldigten. Reagan (mit Gorbatschow) posierte vor der Presse mit einen Cowboyhut, was eine gewisse Robustheit vermittelte. Trump machte den Eindruck, als sei er von Versailles, wo der Hof beim kleinsten Wehwehchen der Hausherren in Panik geriet, angereist. Der Hofstaat war zwar groß, jedoch machte man den Fehler, die Hofnarren, deren Aufgabe war, auf amüsante Weise ihren Herren deren Fehler aufzuzeigen, abzuschaffen. Ohne die ist es am jeden Hof sterbenslangweilig. Wie hätte ein König in den Glanzzeiten der Hofnarren reagiert, wenn einer ihm gesagt hätte, er trauere wie ein Vierjähriger um seinen Goldfisch? Der Herrscher wäre gezwungen, zu lachen, worauf alle ihm folgen würden, ja müssten. Nicht so Trump, der Kimmel wegen dieser Bemerkung, über die der Blog immer noch lachen kann, aus dem Fernsehen hat nehmen lassen. Wenig Amerika, viel Versailles, sprich es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Wahlvolk seiner Majestät überdrüssig wird. Die Europäer würden ihn am liebsten sofort loswerden. Da dies nicht möglich ist, versuchen sie, ihm zu zeigen, wie gefährlich Putin ist. Mehr als 2 von 4 Seiten widmet der Guardian dem Flug russischer Jets über eine unbewohnte Insel Estlands im Finnischen Meerbusen (lt. Wiki ist sie das). Apropos Finnischer Meerbusen – immerhin ist Putin nicht so verrückt, ihn in russischen Meerbusen umzubenennen. Auf so etwas kommt nur Trump. Viel Lärm um nichts, was die Europäer nicht davon abhalten wird, die Sache zu einem schlimmen Vergehen aufzubauschen. Es werden harte Gegenmaßnahmen gefordert, gar an den Abschuss eines russischen Jets durch die Türken erinnert. Genutzt hat es Erdogan nicht – die Russen haben Assad an der Macht halten können. Die harschen Reaktionen könnten etwas mit der Lage in der Ukraine zu tun haben. Zwar wird wider Erwarten noch Pokrovsk noch gehalten, das sicherlich unter enormen Verlusten. Ein Blick auf die Karte verrät, dass die Russen die absolute Lufthoheit haben dürften. Kaum vorstellbar, von dort Drohnen zu starten, ohne bemerkt zu werden. Es heißt, sich so gut zu verstecken, dass die Drohnenpiloten einen nicht finden können. Selenskyj lässt, wie gehabt, jedes Haus verteidigen. Wer das macht, verheizt nur Leute. Den Russen kann es nur recht sein.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert